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Die wirtschaftspolitische Konzeption der SED nach dem Mauerbau bis Ende der sechziger Jahre

Title: Die wirtschaftspolitische Konzeption der SED nach dem Mauerbau bis Ende der sechziger Jahre

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 23 Pages , Grade: 1.5

Autor:in: Christian Zarend (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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Summary Excerpt Details

Wenn man sich mit der wirtschaftspolitischen Konzeption der SED nach dem Mauerbau auseinandersetzen will kommt man nicht umhin die ökonomischen Ausgangspositionen und politischen Entwicklungen in der SBZ bzw. in der frühen DDR bis 1961 zu beleuchten.
Die Ausgangsbedingungen, welche in den verschiedenen Besatzungszonen ja erheblich differierten, sind mit ein Gesichtspunkt der in die Betrachtungsweise eingebunden werden muß.
Wie waren diese für die DDR?
Selbstverständlich spielte die SED die dominierende Rolle bei der Entwicklung der DDR-Wirtschaft.
Wie wirkte sich dies konkret aus?
Es sollen aber auch kurz die verschiedenen „Kursrichtungen“ in der Politik der SED beschrieben werden.
Was waren die Zielsetzungen und was wurde erreicht?
Hauptmotivation war unter anderem die Erreichung eines ähnlichen Lebensstandards wie in der Bundesrepublik. Ulbricht faßte dies in der Losung „Überholen ohne Einzuholen“ zusammen. Wie wurde versucht dies in die Praxis umzusetzen?
Die Historiographie über „das weite Feld“ der DDR erlebte natürlich nach 1990 und mit der Öffnung der Archive einen qualitativen Schub. Stellvertretend für viele Autoren, die sich vor und nach der „Wende" mit diesem Thema beschäftigten, sollen hier Hermann Weber, Stephan Wolle und nicht zuletzt Jörg Rösler Erwähnung finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung / Vorbemerkung

2. Wirtschaftliche Vorbedingungen und Entwicklungen der SBZ / DDR bis 1961

3. Ulbrichts wirtschaftliche Modellversuche in den 60`er Jahren

3.1. Situation Anfang der 60`er Jahre

3.2. Das „Neue Ökonomische System der Planung und Leitung“ ( NÖSPL )

3.2.1. „Erste Etappe“ des NÖSPL

3.2.2. „Zweite Etappe“ des NÖSPL

3.2.3. Das Scheitern

4. Fazit

5. Anhang

5.1. Literaturverzeichnis

5.2. Abkürzungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wirtschaftspolitische Konzeption der SED in der Zeit nach dem Mauerbau bis zum Ende der 1960er Jahre, wobei insbesondere die ökonomischen Ausgangsbedingungen sowie die Einführung und Umsetzung des „Neuen Ökonomischen Systems der Planung und Leitung“ (NÖSPL) analysiert werden, um die Wirksamkeit und das Scheitern dieser Reformversuche im Kontext der DDR-Planwirtschaft zu beleuchten.

  • Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der SBZ und DDR bis 1961
  • Die Implementierung und Etappen des NÖSPL
  • Die Rolle zentraler Akteure wie Walter Ulbricht und Erich Apel
  • Vergleich zwischen theoretischem Reformanspruch und praktischer Umsetzung
  • Ursachen für das Scheitern der wirtschaftlichen Liberalisierungsversuche

Auszug aus dem Buch

3.2.1. „Erste Etappe“ des NÖSPL

Beschlossen wurden die „Richtlinien für das neue ökonomische System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft“ auf der Wirtschaftskonferenz des ZK der SED und des Ministerrates am 24./25. Juni 1963. Zum ersten Mal wurden durch das NÖSPL Reformen des bisherigen Wirtschaftssystem angestrebt, welche die zentrale Planung und Lenkung der Industrie in Frage stellte. Besonders in zweifacher Hinsicht knüpften sich in den folgenden Jahren große Hoffnungen:

»- die volkswirtschaftliche Grundkategorie der Rentabilität erhielt erstmals seit Einführung der sozialistischen Planwirtschaft wieder größere Bedeutung und wurde durch ein „System ökonomischer Hebel“ in seine Einzelelemente differenziert;

- die Organisation der Wirtschaftsplanung erfuhr eine beträchtliche Veränderung durch Abbau der Zentralisierung und stärkere Berücksichtigung der betrieblichen und „Konzern-Ebene“(VEB und VVB)«.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung / Vorbemerkung: Einführung in die Thematik der wirtschaftspolitischen Konzeption der SED unter Berücksichtigung der ökonomischen Ausgangslage vor 1961.

2. Wirtschaftliche Vorbedingungen und Entwicklungen der SBZ / DDR bis 1961: Analyse der schwierigen wirtschaftlichen Ausgangslage, geprägt durch Demontagen und die Integration in den RGW, sowie des Versuchs, den Lebensstandard zu heben.

3. Ulbrichts wirtschaftliche Modellversuche in den 60`er Jahren: Untersuchung der wirtschaftspolitischen Kursänderungen und der Suche nach neuen Wegen innerhalb der sozialistischen Planwirtschaft.

3.1. Situation Anfang der 60`er Jahre: Darstellung der wirtschaftlichen Krisenmomente und der Reaktion der SED-Führung auf die Herausforderungen einer modernen Industriegesellschaft.

3.2. Das „Neue Ökonomische System der Planung und Leitung“ ( NÖSPL ): Detaillierte Betrachtung des Reformkonzepts, welches Rentabilität und Eigenverantwortung der Betriebe stärken sollte.

3.2.1. „Erste Etappe“ des NÖSPL: Beschreibung der Beschlüsse von 1963 zur Dezentralisierung der Planung und Einführung ökonomischer Hebel.

3.2.2. „Zweite Etappe“ des NÖSPL: Analyse der politischen Verhärtung nach 1965 und des Konflikts zwischen Reformpolitik und ideologischem Machtanspruch.

3.2.3. Das Scheitern: Erörterung der Gründe für die Rückkehr zum zentralistischen Planungssystem unter Honecker ab 1971.

4. Fazit: Historische Einordnung des Reformexperiments als bedeutende Episode der DDR-Planwirtschaft und Reflexion über die Relevanz der gewonnenen Erfahrungen.

5. Anhang: Auflistung der verwendeten Literatur und der Abkürzungen.

Schlüsselwörter

SED, DDR, Wirtschaftspolitik, NÖSPL, Planwirtschaft, Ulbricht, Sozialismus, Industriegesellschaft, Rentabilität, Wirtschaftsreform, Zentralverwaltung, Mauerbau, Siebenjahrplan, ökonomische Hebel, Systemtransformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wirtschaftspolitischen Konzepte der SED in der DDR zwischen dem Mauerbau 1961 und dem Ende der 1960er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die ökonomischen Rahmenbedingungen, das „Neue Ökonomische System der Planung und Leitung“ (NÖSPL) und der Konflikt zwischen ökonomischer Effizienz und politischem Machtanspruch der SED.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Versuch der SED zu untersuchen, die DDR-Wirtschaft durch Reformen effizienter zu gestalten, ohne das sozialistische System preiszugeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten und statistischen Daten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der wirtschaftlichen Ausgangslage, die detaillierte Analyse der Etappen des NÖSPL sowie die Gründe für dessen Scheitern nach 1965.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DDR-Wirtschaft, NÖSPL, ökonomische Hebel, Rentabilität und die Rolle Walter Ulbrichts als Architekt dieser Reformen.

Welche Rolle spielten die sowjetischen Wirtschaftsreformen für das NÖSPL?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die SED sich an Ansätzen sowjetischer Ökonomen orientierte, diese aber in den spezifischen Kontext der DDR-Planwirtschaft integrierte.

Warum endete das Reformkonzept des NÖSPL schließlich?

Das Scheitern wird maßgeblich auf die politische Verhärtung unter Honecker, den Druck durch die sowjetische Führung und die Unvereinbarkeit von marktwirtschaftlichen Ansätzen mit dem Machtanspruch der Partei zurückgeführt.

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Details

Title
Die wirtschaftspolitische Konzeption der SED nach dem Mauerbau bis Ende der sechziger Jahre
College
University of Rostock  (Histoprisches Institut)
Course
Wirtschafts und Sozialentwicklung in der DDR
Grade
1.5
Author
Christian Zarend (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V20426
ISBN (eBook)
9783638243018
ISBN (Book)
9783638835060
Language
German
Tags
Konzeption Mauerbau Ende Jahre Wirtschafts Sozialentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Zarend (Author), 2003, Die wirtschaftspolitische Konzeption der SED nach dem Mauerbau bis Ende der sechziger Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20426
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