Die sowjetische Aussenpolitik im Zeichen der Nato


Seminararbeit, 2002

9 Seiten, Note: 2.0


Leseprobe

Inhalt

1.Einleitung und Inhalt

2.Die NATO ( North Atlantic Treaty Organization)

3.Die allgemeinen Merkmale der sowjetischen Aussenpolitik

4.Die sowjetische Aussenpolitik im Zeichen der NATO

5.Schlussbetrachtung

6.Fussnoten

7.Literaturverzeichnis

Einleitung

Das Thema „ Sowjetische Aussenpolitik im Zeichen der NATO“ bietet interessante Forschungsaspekte, da hier auch die traditionellen Ursprünge der aktuellen russischen Aussenpolitik beleuchtet werden.

Das Thema lasst sich zeitlich sehr exakt einordnen; Von der Gründung der NATO 1949 bis zum Verfall der Sowjetunion 1991 ist ein politischer Zeitraum zu behandeln, währenddem sich ausserdem, tiefgreifende Änderungen in der Weltgeschichte vollzogen, die auch heute noch in Politik, Wirtschaft, Kulturen und Gesellschaften zu spüren sind.

Mit der NATO als Verteidigungsbündnis, das offiziell und primär gegen die Sowjetunion gegründet wurde, ergibt sich die Brisanz dieses Themas von selbst.

Ich werde jedoch zunächst des Verständnisses halber auf die NATO und die allgemeinen Merkmale der sowjetischen Aussenpolitik gesondert eingehen, bevor ich zu einer Zusammenführung dieser beiden Themenkomplexe kommen werde.

Abschliessend möchte ich an dieser Stelle noch auf'die sehr reichhaltige Literaturlage verweisen, welche eine genaue Sichtung und Auswahl erfordert. Eine Literaturliste befindet sich auf der letzten Seite.

Die NATO

Die NATO (North Atlantic Treaty Organization) wurde infolge der sich abzeichnenden Spannungen zwischen den Ost- und Westmächten nach Kriegsende gegründet. Erste Gründungsmitglieder Anfang April 1949 waren die U.8.A., Kanada, die Benelux- Staaten, Frankreich, Dänemark, Grossbritamtien, Island, Italien, Norwegen und Portugal. Griechenland und die Türkei treten 1952 bei, die BRD 1955 und 1982 Spanien (1). Schon an dieser Aufzählung lässt sich leicht erkennen, dass sich ganz Westeuropa mit den U S A. und Kanada als mächtige Partner im überseeischen Hintergrund vereinigt hatten und das demzufolge die Auswahlkriterien eindeutig waren: Keines der Mitgliedsländer war kommunistisch geführt und alle waren strategisch wichtig gelegen. Die Gründung der NATO war indirekt von der Sowjetunion selbst voran getrieben worden, hatte sie doch mit der Berlin- Blockade im Juni 1948 für einen ersten Höhepunkt der Spannungen zwischen Ost und West gesorgt, weil nun befürchtet werden musste, dass sowjetische Truppen auch in Westdeutschland einmarschieren könnten.

Die erste militärische Zusammenarbeit innerhalb der NATO erfolgte schon im Juni 1950, als kommunistische Truppen Nordkoreas den Süden des Landes überfielen! In den AUianzstaaten bestand schnell Einigkeit darüber, das Nordkorea den Überfall nie ohne die Rückendeckung Moskaus gewagt hätte, Und auch dieser Vorfall warf, wie auch schon bei der Berlin Blockade, die Bedenken eines neuen Krieges in Deutschland auf. Das führte dann unter anderem dazu, dass Deutschland ebenfalls in das Bündnis aufgenommen wurde, allerdings erst, nachdem Frankreich sich mit dem Gedanken an ein wiederbewaffnetes Deutschland abgefunden hatte.

Die Geschichte der N ATO ist jedoch auch gekennzeichnet durch Unstimmigkeiten zwischen den Bündnisstaaten und Kritik seitens der Bevölkerung: An dieser Stelle sei nur der NATO- Doppelbescbluss ( Verhandlungsangebote an die UdSSR über ihre Interkontinentalwaffen, was nach der Ablehnung die Stationierung von Atomraketen in Europa zur Folge hatte) genannt, der besonders in der BRD eine neue und weite Kreise der Bevölkerung erfassende Friedensbewegung bewirkte. Als Beispiel sei hier auch ein rein wirtschaftlicher Grund für einen Konflikt zwischen zwei Bündnisstaaten genannt: Island, welches von den Fischbeständen in seinen Hoheitsgewässem abhängig war, erweiterte 1975 sein Hoheitsgebiet um 150 Seemeilen, um einer Überfischung durch deutsche durch britische und-deutsehe Fangschiffe vorzubeugen. Als britische Schiffe trotzdem in diese Zone eindrangen, wurden sie vött isländischen Küstenschiffen beschossen, woraufhin Grossbritanmen Kriegsschiffe zum Schutz der Fangflotte aussandte.

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 und dem Zerfall der Sowjetunion 1991 war das ursprüngliche Feindbild der NATO nicht mehr existent und seitdem hat sie sich der Friedenssichenmg in der Welt, im besonderen in Krisenregionen, verschrieben wie die Einsätze im Kosovo zeigen. Allerdings mag man sich hier manchmal fragen, ob denn die NATO nicht vielmehr nach einem neuen Feindbild sucht, wie die Luftangriffe der NATO ohne UNO Mandat in Jugoslawien 1999 bezeugen.

Zu erwähnen wäre sicherlich noch die Vormachtstellung der U.S. A. in diesem Bündnis; Waren sie doch die einzig andere Macht, die es militärisch und im Laufe des kalten Krieges besonders auch nuklear mit der Sowjetunion aufnehmen konnten. Hierdurch hatten die Interessen der U.S.A, sicherlich immer ein besonderes Gewicht.

Schliesslich wurde mit der Aufnaimie Polens, Tschechiens und Ungarns 1999, sowie den 1997 geschlossenen Kooperationsabkommen mit Russland und der Ukraine(2) der alten Trenmmgslinie in Ost und West engültig eine Absage erteilt, da hier nun Länder aufgenommen wurden, welche ehemals unter dem strikten Einflussgebiet der Sowjetunion gestanden haben.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Die sowjetische Aussenpolitik im Zeichen der Nato
Hochschule
Universität Konstanz
Note
2.0
Autor
Jahr
2002
Seiten
9
Katalognummer
V204358
ISBN (eBook)
9783668143401
Dateigröße
3959 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
NATO, Sowjetische Außenpolitik, Berlin Krise, Kuba Krise
Arbeit zitieren
Paul Langner (Autor), 2002, Die sowjetische Aussenpolitik im Zeichen der Nato, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204358

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