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Reproduktive Kunst – revolutionär oder reaktionär?

Walter Benjamin und Theodor Adorno im Vergleich

Título: Reproduktive Kunst – revolutionär oder reaktionär?

Trabajo , 2011 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Katrin Nowka (Autor)

Medios / Comunicación: Teorías, modelos, definiciones
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In vorliegender Arbeit wird Benjamins Argumentation nachvollzogen und einer kritischen Untersuchung unterzogen. Dafür soll im Besonderen Adornos Gegenthese herangezogen werden. Dazu wird zuerst Benjamins Begriff der Aura aufgegriffen und hinterfragt. Danach steht der von Benjamin proklamierte Umbruch der Kunstwahrnehmung als Zeitgeist-Phänomen im Fokus der Untersuchung, weg von der Kontemplation, hin zur Zerstreuung. Dies führt im nächsten Schritt zum Kino, da Benjamin im Film das optimale Medium für diese neue Form der Kunstwahrnehmung sieht, und ihm revolutionäre Kraft zuspricht. Benjamin erkennt allerdings, dass die technisch reproduzierbaren Medien auch für faschistische Propaganda genutzt werden kann. Wie dem entgegenzutreten sei, wird im letzten Abschnitt über Benjamin geklärt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Walter Benjamin – „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“

2.1 Der Begriff der „Aura“ und neue Wahrnehmungsformen

2.2 Vom Kultwert zum Ausstellungswert

2.3 Die neue Form der Kunstwahrnehmung – Zerstreuung im Film

2.4 Ästhetisierung der Politik

3 Musiksoziologie Adornos - Kritik an der Massenkultur

3.1 Kritische Typologie

3.2 Gesellschaftliche Funktion von Musik

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Medientheorie von Walter Benjamin und Theodor Adorno auseinander, indem sie Benjamins These zur revolutionären Kraft der technisch reproduzierbaren Kunst, insbesondere des Films, Adornos pessimistischer Kritik an der Kulturindustrie gegenüberstellt. Die Forschungsfrage untersucht, inwiefern die unterschiedlichen Einschätzungen zur Wirkung von Medien und zur Zerstreuung als neue Form der Kunstwahrnehmung in den gesellschaftlichen Kontext der Frankfurter Schule einzuordnen sind.

  • Walter Benjamins Konzept der Aura und deren Zerschlagung im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit.
  • Die Transformation von der Kontemplation hin zur Zerstreuung als neue Rezeptionsweise.
  • Die Gefahr der Ästhetisierung der Politik durch den Faschismus.
  • Theodor Adornos Musiksoziologie und seine Kritik an der massenkulturellen Verwertung von Kunst.
  • Der Gegensatz zwischen der „autonomen Kunst“ und der abhängigen Kulturindustrie.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Begriff der „Aura“ und neue Wahrnehmungsformen

Bevor auf den Begriff der Aura eingegangen werden soll, soll kurz dargestellt werden, wie Benjamin den Weg zum Verlust der Aura skizziert.

Er stellt klar, dass Reproduktion durchaus ein Phänomen ist, was schon lange möglich gewesen sei, ob durch Abgüsse, Nacharbeitung oder ähnliches. Dann trat die Möglichkeit der technischen Reproduktion auf den Plan, erst durch den Druck, dann die Fotografie, wo im Film die bewegten Bilder hinzutraten und schließlich auch der Ton.

„Um Neunzehnhundert hatte die technische Reproduktion einen Standard erreicht, auf dem sie nicht nur die Gesamtheit der überkommenen Kunstwerke zu ihrem Objekt zu machen und deren Wirkung den tiefsten Veränderungen zu unterwerfen begann, sondern sich einen eigenen Platz unter den künstlerischen Verfahrensweisen eroberte.“

An diesem Zitat zeigt sich, wie Benjamin zu dieser Veränderung steht, denn er sieht sie durchweg positiv und begrüßt sie. „Klassische“ Kunstwerke, wie Gemälde, bezeichnet er gar als „überkommen“ und sieht deren Wirkung im Umbruch begriffen. Zudem stellt Benjamin heraus, dass man damals begann, die technische Reproduktion, man kann annehmen er meint hier in Form der Fotografie, als legitimes Verfahren zur Kunstherstellung, ernst zu nehmen.

Entscheidend anders an der technischen Reproduktion im Vergleich zu Nacharbeitung oder Abguss, ist nach Benjamin, der Verlust der Einzigartigkeit. Diese Einzigartigkeit ist bestimmt durch die Geschichte des Kunstwerks, mögliche Patina, Verfärbungen, kleine Beschädigungen usw. Diese sind kennzeichnend für seine Echtheit. „Der gesamte Bereich der Echtheit entzieht sich der technischen – und natürlich nicht nur der technischen – Reproduzierbarkeit.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Forschungsumfeld der Frankfurter Schule ein, umreißt die theoretischen Positionen von Benjamin und Adorno und legt das Ziel der Arbeit fest, ihre Argumente zur technischen Reproduzierbarkeit von Kunst zu vergleichen.

2 Walter Benjamin – „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“: Dieses Kapitel erläutert Benjamins Annahme, dass die technische Reproduktion zur Zerstörung der Aura führt und eine neue Form der Wahrnehmung ermöglicht.

2.1 Der Begriff der „Aura“ und neue Wahrnehmungsformen: Es wird analysiert, wie die technische Vervielfältigung die Einzigartigkeit und Echtheit des Kunstwerks entwertet und das Verhältnis zwischen Kunst und Rezipient verändert.

2.2 Vom Kultwert zum Ausstellungswert: Hier wird der Umschwung von der kultischen, magischen Bedeutung eines Kunstwerks hin zu seiner Ausstellbarkeit im Zeitalter der modernen Technik dargelegt.

2.3 Die neue Form der Kunstwahrnehmung – Zerstreuung im Film: Dieses Kapitel behandelt die Ablösung der Kontemplation durch die Zerstreuung und die Rolle des Films als progressives Medium der Massenrezeption.

2.4 Ästhetisierung der Politik: Der Abschnitt untersucht Benjamins Warnung vor der faschistischen Instrumentalisierung der Ästhetisierung der Politik im Gegensatz zur Politisierung der Kunst.

3 Musiksoziologie Adornos - Kritik an der Massenkultur: Adornos Einwände gegen Benjamins Optimismus werden vorgestellt, wobei der Fokus auf seiner Kritik an der Kulturindustrie als kapitalistisches Konsumgut liegt.

3.1 Kritische Typologie: Adorno klassifiziert verschiedene Arten der Musikrezeption und betont, dass jede Form der Wahrnehmung im bürgerlich-kapitalistischen System befangen ist.

3.2 Gesellschaftliche Funktion von Musik: Das Kapitel thematisiert Adornos Ziel, die Produktionsverhältnisse in der Musik zu analysieren und aufzuzeigen, wie Musik als Ideologie zur Festigung falscher Bewusstseinszustände beitragen kann.

4 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer vergleichenden Synthese, in der festgestellt wird, dass sowohl Benjamins Technikoptimismus als auch Adornos pessimistische Kritik einseitige Sichtweisen darstellen.

Schlüsselwörter

Walter Benjamin, Theodor Adorno, Frankfurter Schule, Technische Reproduzierbarkeit, Aura, Zerstreuung, Kulturindustrie, Kritische Theorie, Film, Musiksoziologie, Ästhetisierung der Politik, Kunstwahrnehmung, Massenkultur, Kontemplation, Kapitalismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht vergleichend die medientheoretischen Positionen von Walter Benjamin und Theodor Adorno zur technisch reproduzierbaren Kunst und deren soziokulturelle Auswirkungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Verlust der „Aura“ bei Kunstwerken, der Wandel von kontemplativer zu zerstreuter Wahrnehmung sowie die Kritik an der kommerziellen Kulturindustrie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Benjamins optimistische Einschätzung zur revolutionären Kraft neuer Medien wie dem Film mit Adornos pessimistischer Kritik an der massenmedialen Unterhaltungsindustrie kontrastierend gegenüberzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin wählt eine komparative Literatur- und Theorieanalyse der Primärtexte von Benjamin („Kunstwerk-Aufsatz“) und Adorno (Musiksoziologie) sowie weiterführender Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse von Benjamins Thesen zur Aura und Zerstreuung und stellt diese den gegensätzlichen Ansichten Adornos zur Musikrezeption und Ideologiebildung in der kapitalistischen Gesellschaft gegenüber.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Aura, Reproduzierbarkeit, Zerstreuung, Kulturindustrie, Kontemplation, Faschismus, Politisierung und musikalischer Fetischcharakter.

Wie unterscheidet sich die Bewertung des Films bei Benjamin und Adorno?

Während Benjamin im Film ein revolutionäres Potenzial zur kritischen Urteilsbildung durch Zerstreuung sieht, betrachtet Adorno diese Rezeptionsweise als destruktiv und als Werkzeug zur Ablenkung und Festigung falscher gesellschaftlicher Verhältnisse.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der „Ästhetisierung der Politik“ bei?

Benjamin warnt in diesem Zusammenhang, dass der Faschismus die Technik nutzt, um Politik ästhetisch zu überhöhen und damit die Massen zu instrumentalisieren, anstatt tatsächliche gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen.

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Detalles

Título
Reproduktive Kunst – revolutionär oder reaktionär?
Subtítulo
Walter Benjamin und Theodor Adorno im Vergleich
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Medienwissenschaft)
Curso
Medientheorie und -kritik der Frankfurter Schule
Calificación
1,3
Autor
Katrin Nowka (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
18
No. de catálogo
V204392
ISBN (Ebook)
9783656304944
Idioma
Alemán
Etiqueta
reproduktive kunst walter benjamin theodor adorno vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katrin Nowka (Autor), 2011, Reproduktive Kunst – revolutionär oder reaktionär?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204392
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