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Der Kampf der Orthodoxie gegen den Deismus

Aufklärung im geistigen Leben des 18. Jahrhunderts und bei König Friedrich Wilhelm II.

Title: Der Kampf der Orthodoxie gegen den Deismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nicole Bischoff (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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In meiner Arbeit beschäftige ich mich zunächst mit der Aufklärung im 18. Jahrhundert, vornehmlich mit der zweiten Hälfte. Dabei soll es vor allem darum gehen, eine knappe Übersicht der Entwicklungen auf dem geistigen Gebiet der Aufklärung zu skizzieren, um so allgemein die Tendenzen der Zeit verstehen zu können. Nach einer Begriffserklärung der Aufklärung folgt eine oberflächliche Einführung in die neologische Phase der Aufklärung, die in den Rationalismus mündete. Gotthold Ephraim Lessing hat in meiner Arbeit ein eigenes Kapitel bekommen, da er sich über die Orthodoxie über die Neologie bis zum Rationalismus entwickelte und eine wichtige Gestalt in der Aufklärungsbewegung war. Hinzu kommt seine zentrale Rolle in dem berühmten Streit mit dem Hamburger Pastor Goeze.
Desweiteren geht es um König Friedrich Wilhelm II., den Neffen von Friedrich II., der in Politik und vor allem Religion einen völlig anderen Kurs als Friedrich der Große einschlug. Im Staate des aufgeklärten Herrschers war die Tendenz pro Aufklärer. Unter Friedrich Wilhelm hingegen erhielt die Aufklärung einen empfindlichen Gegenschlag, auch gerade durch die rosenkreuzerischen Minister Woellner und Bischoffwerder. Auf die orthodoxe Repressionspolitik soll hier der Hauptaugenmerk gelegt werden.
Hauptsächlich gestützt habe ich mich einerseits auf das Werk von Karl Aner, der eine sehr ausführliche Darstellung über die Aufklärungsströmungen, vor allem zur Neologie und Lessing, geschrieben hat. Wegweisend für den zweiten Teil meiner Arbeit war die Arbeit von Paul Schwartz zum ersten Kulturkampf in Preußen. Er geht sehr ausführlich auf die Arbeit von Minister Woellner ein und gibt einen guten Einblick in diesen Zeitraum der preußischen Geschichte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Aufklärung und Gegenbewegung im geistigen Leben des 18. Jahrhunderts

2.1 Entwicklung der Aufklärung

2.2 Die Neologie

2.3 Die Theologie von Gotthold Ephraim Lessing

3.0 Die Religionspolitik unter Friedrich Wilhelm II.

3.1 Der König und die Religion

3.2 Die orthodoxe Religionspolitik von 1788 bis 1797

4.0 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die intellektuelle Entwicklung der Aufklärung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und analysiert insbesondere die darauffolgende reaktionäre Religionspolitik unter der Regierung von König Friedrich Wilhelm II. in Preußen, wobei ein besonderer Fokus auf den Auswirkungen dieser restriktiven Maßnahmen auf die Aufklärer liegt.

  • Die Entwicklung und Phasen der Aufklärung im 18. Jahrhundert.
  • Die theologischen Strömungen der Zeit, insbesondere Neologie und Rationalismus.
  • Das Wirken von Gotthold Ephraim Lessing im Spannungsfeld der Religion.
  • Die religiös-politische Wende und der "erste Kulturkampf" in Preußen unter Friedrich Wilhelm II.
  • Die repressive Rolle der Minister Woellner und Bischoffwerder sowie die Zensurmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die orthodoxe Religionspolitik von 1788 bis 1797

Die obskuren Einflüsse unter Friedrich Wilhelm II. bewirkten im Ganzen gesehen einen grundsätzlichen und entschiedenen Kurswechsel in Kirchenangelegenheiten und im Bildungswesen. Minister Karl Abraham von Zedlitz, Vorsitzender des Geistlichen Departements und ein Freund und Gönnner von Immanuel Kant, wurde durch den Einfluss Woellners seines Amtes enthoben und auch in den folgenden Jahren wurde versucht, die Aufklärer aus den öffentlichen Ämtern zu verdrängen. Das Ziel der Politik war die Erneuerung und Festigung des Glaubens in allen Lebensbereichen.

Im ersten Kulturkampf, der verstärkt in den Schulen und auch vor allem in den Universitäten stattfand, beschränkte sich der Kampfplatz in erster Linie nur auf die größeren Städte und natürlich auf die Hauptstadt Berlin. In den Dörfern und kleineren Städten herrschte eine einheitliche Meinung, welche das war, hing oft von dem jeweiligen Geistlichen der Stadt ab.

Woellner sah seine Aufgabe vor allem darin, „die Aufklärung zu demütigen“ und dies gelang ihm mit seinen Verordnungen in den folgenden Jahren auch zu einem gewissen Teil. Das Religionsedikt war eine der ersten Maßnahmen, die einer Kriegerklärung an die Aufklärer gleichkam. Das Edikt zeigt zwar eine religiöse Toleranz auf, allerdings galten außer den drei christlichen Religionen der Reformierten, Katholiken und Lutherischen alle anderen als illegal und es war nicht erlaubt, sie öffentlich auszuleben.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Vorhaben, die Aufklärung und deren spätere Unterdrückung unter Friedrich Wilhelm II. zu analysieren, unter Einbeziehung zentraler Akteure wie Lessing und Minister Woellner.

2.0 Aufklärung und Gegenbewegung im geistigen Leben des 18. Jahrhunderts: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die historischen Entwicklungen der Aufklärung, ihre neologische Phase sowie die theologische Positionierung von Gotthold Ephraim Lessing.

2.1 Entwicklung der Aufklärung: Das Kapitel definiert den Begriff Aufklärung und beschreibt den Prozess des intellektuellen Aufbruchs sowie die entstehende Gegenbewegung in Preußen.

2.2 Die Neologie: Hier wird die neologische Phase der Aufklärung als Übergangsströmung zwischen traditionellem Dogma und Rationalismus innerhalb der theologischen Debatte behandelt.

2.3 Die Theologie von Gotthold Ephraim Lessing: Dieses Kapitel widmet sich Lessings philosophischer und theologischer Entwicklung sowie seinem berühmten Konflikt mit dem Hamburger Pastor Goeze.

3.0 Die Religionspolitik unter Friedrich Wilhelm II.: Der Teil beleuchtet den historischen Umschwung unter dem Nachfolger Friedrichs des Großen, der den Beginn einer repressiven, orthodoxen Ära markiert.

3.1 Der König und die Religion: Dieses Kapitel thematisiert den Einfluss mystischer und antiaufklärerischer Kreise, wie der Rosenkreuzer, auf die religiöse Ausrichtung von Friedrich Wilhelm II.

3.2 Die orthodoxe Religionspolitik von 1788 bis 1797: Hier werden die konkreten Maßnahmen der Repression, wie das Religionsedikt und die Zensurbestrebungen der Regierung Woellner, detailliert untersucht.

4.0 Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass die Aufklärung trotz massiver politischer Rückschläge in der preußischen Geschichte nicht dauerhaft unterdrückt werden konnte.

Schlüsselwörter

Aufklärung, Preußen, Friedrich Wilhelm II., Johann Christoph von Woellner, Religionsedikt, Neologie, Gotthold Ephraim Lessing, Orthodoxie, Zensur, Rationalismus, Kulturkampf, Johann Melchior Goeze, Rosenkreuzer, Pietismus, Immanuel Kant.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Aufklärung im 18. Jahrhundert in Preußen und analysiert den drastischen politischen Umschwung von einer aufklärungsfreundlichen Ära hin zur orthodoxen Repressionspolitik unter König Friedrich Wilhelm II.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der neologischen Theologie, die Rolle von Gotthold Ephraim Lessing, die politische Einflussnahme der Rosenkreuzer sowie die Einführung von Zensur und restriktiven Religionsedikten gegen Ende des 18. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Dynamik zwischen den aufklärerischen geistigen Strömungen und den staatlichen Gegenmaßnahmen in Preußen aufzuzeigen und zu prüfen, inwieweit diese staatliche Repression den Fortschritt der Aufklärung tatsächlich aufhalten konnte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-theologischen Literaturanalyse. Sie stützt sich primär auf die Forschungsarbeiten von Karl Aner zur Lessingzeit sowie auf Paul Schwartz' Analysen zum ersten Kulturkampf in Preußen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der geistigen Grundlagen der Aufklärung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Position Lessings sowie eine umfassende Analyse der religionspolitischen Maßnahmen unter Minister Woellner zwischen 1788 und 1797.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aufklärung, Neologie, Orthodoxie, Religionsedikt, Zensur und preußische Religionspolitik charakterisiert.

Wie wirkte sich das Religionsedikt von 1788 konkret aus?

Das Edikt wirkte vor allem psychologisch und erschwerte die Verbreitung aufklärerischer Ansichten erheblich. Es führte zur Verfolgung kritischer Stimmen und verstärkte die staatliche Überwachung von Predigern und Universitätslehren durch spezielle Kommissionen.

Warum stand Immanuel Kant im Fokus der Regierungspolitik?

Kant galt als herausragender Vertreter der Aufklärung. Die Regierung unter Woellner versuchte, seine öffentliche Wirkung zu unterbinden, indem sie Schriften zensierte und ihn unter Druck setzte, sich zu religiösen Themen nicht mehr zu äußern.

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Details

Title
Der Kampf der Orthodoxie gegen den Deismus
Subtitle
Aufklärung im geistigen Leben des 18. Jahrhunderts und bei König Friedrich Wilhelm II.
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Grade
2,0
Author
Nicole Bischoff (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V204481
ISBN (eBook)
9783656304791
ISBN (Book)
9783656447979
Language
German
Tags
kampf orthodoxie deismus aufklärung leben jahrhunderts könig friedrich wilhelm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Bischoff (Author), 2006, Der Kampf der Orthodoxie gegen den Deismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204481
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