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Möglichkeiten und Grenzen selbstgesteuerten Lernens am Beispiel der Zukunftswerkstatt

Title: Möglichkeiten und Grenzen selbstgesteuerten Lernens am Beispiel der Zukunftswerkstatt

Term Paper , 2012 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jasmin Nicole Schmid (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Die rasant ablaufenden gesellschaftlichen, technischen und wissenschaftlichen Veränderungen fordern eine enorme Anpassungs- und Lernfähigkeit der Menschen. Dieser gesellschaftliche Wandel bringt eine schnelle Wissensveralterung mit sich und bedingt nicht nur eine Veränderung der Lebensbedingungen einzelner, sondern auch kollektive neue Formen des Lernens. Neben dem Konzept des lebenslangen Lernens ist für die Entwicklungspsychologie des Erwachsenenalters die Lernform des selbstgesteuerten Lernens ein weiteres aktuelles Thema in der heutigen Bildungsdiskussion (vgl. Götz & Nett 2011). Insbesondere in der Erwachsenenbildung, in der das Aneignen von Wissen weitgehend selbstbestimmt und freiwillig erfolgt, hat selbstgesteuertes Lernen als Thema Einzug erhalten. Feste Orientierungen sind beispielsweise durch die Globalisierung weggebrochen und es entsteht die Notwendigkeit, sein eigenes Leben mehr und mehr selbst zu planen und zu steuern. Es gibt zahlreiche Methoden in der Erwachsenen- und Weiterbildung, die das Seminargeschehen abwechslungsreicher und lernunterstützend gestalten sollen. Doch welche Methoden lassen sich nun finden, die sich dafür eignen, das geforderte selbstgesteuerte Lernen zu unterstützen?
In dieser Arbeit werden Möglichkeiten und Grenzen selbstgesteuerten Lernens am Beispiel der Zukunftswerkstatt thematisiert. Hierzu wird zunächst die Zukunftswerkstatt anhand ihrer Phasen Kritikphase, Utopiephase und Umsetzungsphase vorgestellt. Des Weiteren werden Ziele der Zukunftswerkstatt analysiert, die unter anderem einschließen, dass Lehr- und Lernprozesse durch Motivation aktiviert bzw. gefördert werden.
Anknüpfend an die Ziele wird im Besonderen auf die Lernform des selbstgesteuerten Lernens Bezug genommen. Es erfolgt eine Definition des Begriffs und eine Abgrenzung zum selbstorganisierten sowie selbstbestimmten Lernen, eine Erläuterung der Merkmale des selbstgesteuerten Lernens, eine Untersuchung der direkten sowie indirekten Förderungsmöglichkeiten und Vorstellung einer Förderungsmethode, die beide Förderungsansätze verknüpft.
Ferner werden die Thematiken Zukunftswerkstatt und selbstgesteuertes Lernen in Verbindung gebracht und einhergehende Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt. Zum Schluss erfolgt eine Zusammenfassung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zukunftswerkstatt

2.1 Phasenmodell

2.2 Ziele

3. Selbstgesteuertes Lernen

3.1 Annäherung und Abgrenzung des Begriffs selbstgesteuertes Lernen

3.2 Merkmale selbstgesteuerten Lernens

3.3 Förderung selbstgesteuerten Lernens

4. Möglichkeiten und Grenzen selbstgesteuerten Lernens am Beispiel der Zukunftswerkstatt

4.1 Möglichkeiten

4.2 Grenzen

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Methode der Zukunftswerkstatt dazu beitragen kann, selbstgesteuertes Lernen zu fördern, und welche Hemmnisse dabei auftreten können. Im Zentrum steht die Analyse des Zusammenspiels zwischen den partizipativen Strukturen der Zukunftswerkstatt und den individuellen motivationalen sowie kognitiven Voraussetzungen der Teilnehmenden.

  • Grundlagen und Zielsetzungen der Zukunftswerkstatt nach Robert Jungk
  • Theoretische Einordnung und Abgrenzung des Konzepts „selbstgesteuertes Lernen“
  • Analyse direkter und indirekter Förderansätze für selbstgesteuertes Lernen
  • Evaluation der Zukunftswerkstatt als „starke Lernumgebung“
  • Identifikation von Gelingensbedingungen und methodischen Grenzen für selbstgesteuerte Lernprozesse

Auszug aus dem Buch

3.2 Merkmale selbstgesteuerten Lernens

Beim selbstgesteuerten Lernen übernimmt der Lernende immer mehr die Aufgaben des Lehrenden und wird daher mit zahlreichen Anforderungen konfrontiert. Er soll mehr und mehr die Fähigkeit besitzen, seine Lernbedürfnisse wahrzunehmen und zu reflektieren, sowie diese Ansichten auch gegenüber dem Ausbilder zu vertreten und im Gespräch einbringen zu können. Die Übernahme von Entscheidungen im Lerngeschehen gibt dem Lernenden das Gefühl, in den Lernprozess integriert zu sein, Mitbestimmungsrechte zu besitzen und lernselbstständig agieren zu dürfen.

Doch auch der Lehrende besitzt neue Aufgaben. Da das Selbst im Mittelpunkt steht, also das Individuelle in jedem Lernenden, muss der Lehrende Verständnis für die unterschiedlichen Lerngewohnheiten, -techniken und -strategien besitzen. Er muss eine Individualisierung zum Beispiel durch Lernhilfen und Lernmaterial gewährleisten, über individuelle Lernkontakte und -arrangements verhandeln, Kontakte im Lernfeld herstellen und in allen relevanten Fragen als Lernberater fungieren und aktiv werden.

Ziele des selbstgesteuerten Lernens sind: Mündigkeit, Selbstvertrauen, Kritikfähigkeit und -willigkeit, Konfliktfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Vorbereitung auf lebenslanges Lernen und den Lernenden selbstverantwortlich, selbstständig und selbstregulativ werden zu lassen. Diese Ziele werden erreicht durch den Lernprozess, der selbst aktiv durch die Lernenden mit beeinflusst wird. Die Lernenden überwachen ständig ihre eigenen Lernaktivitäten, beispielsweise durch ein Lerntagebuch. Dadurch erfolgt eine selbstbezogene Feedbackschleife, die metakognitiv über den eigenen Lernfortschritt reflektiert und das Lernen überwachen soll. Selbststeuerung des Lernens bedeutet weiter, dass Lernende in der Lage sind, sich selbst zu motivieren, sowie das Verhalten willentlich steuern zu können. Das Individuum muss diesbezüglich die Fähigkeit besitzen, „über Mechanismen der Motivations- oder Emotionskontrolle seine Lernabsichten vor konkurrierenden Einflüssen zu schützen“, was wiederum bedeutet, dass der Lernende sich nicht ablenken lassen darf, weder von inneren noch von äußeren Prozessen, sondern in der Lage sein muss, seine eigene Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des selbstgesteuerten Lernens in einer sich wandelnden Gesellschaft ein und formuliert das Ziel, die Eignung der Zukunftswerkstatt als Lernmethode zu prüfen.

2. Zukunftswerkstatt: Dieses Kapitel erläutert das Phasenmodell der Zukunftswerkstatt (Kritik-, Utopie- und Realisierungsphase) und stellt deren Zielsetzung einer kreativen Problemlösung und Demokratisierung dar.

3. Selbstgesteuertes Lernen: Es erfolgt eine theoretische Begriffsbestimmung, die Abgrenzung zu ähnlichen Lernformen sowie eine Darstellung von Merkmalen und Förderungsansätzen (direkt/indirekt).

4. Möglichkeiten und Grenzen selbstgesteuerten Lernens am Beispiel der Zukunftswerkstatt: Der Hauptteil analysiert, wie die Zukunftswerkstatt durch ihre Struktur selbstgesteuertes Lernen unterstützt, benennt jedoch auch Barrieren wie fehlende individuelle Voraussetzungen und starre Zeitpläne.

5. Schluss: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Zukunftswerkstatt zwar eine wertvolle, aber keine allumfassende Methode für selbstgesteuerte Lernprozesse darstellt und betont die Notwendigkeit professioneller Moderation sowie ergänzender Metakognitionsübungen.

Schlüsselwörter

Selbstgesteuertes Lernen, Zukunftswerkstatt, Robert Jungk, Erwachsenenbildung, Phasenmodell, Autonomie, Motivation, Lernumgebung, Partizipation, Metakognition, Gruppenprozess, Kreativitätstechnik, Kompetenzentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Limitierungen der Methode „Zukunftswerkstatt“ in Bezug auf die Förderung von selbstgesteuertem Lernen in der Erwachsenenbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die pädagogische Methodik der Zukunftswerkstatt sowie die theoretischen Grundlagen des selbstgesteuerten und selbstregulierten Lernens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob und wie die Zukunftswerkstatt als „starke Lernumgebung“ fungieren kann, um die Autonomie und Mündigkeit Lernender zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Fachliteratur und verknüpft diese mit dem praktischen Phasenmodell der Zukunftswerkstatt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil evaluiert spezifische Möglichkeiten wie die Themenoffenheit und Demokratisierung, stellt diese aber den Grenzen gegenüber, wie etwa der Abhängigkeit von persönlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Selbstgesteuertes Lernen, Zukunftswerkstatt, Autonomie, Partizipation und pädagogische Lernumgebungen sind die prägenden Begriffe.

Warum ist die „Kritikphase“ für das selbstgesteuerte Lernen so bedeutsam?

Sie ermöglicht eine mentale Befreiung der Teilnehmenden und schafft durch das offene Ansprechen von Problemen die notwendige intrinsische Motivation für den weiteren Lernprozess.

Welche Rolle spielt der Moderator in der Zukunftswerkstatt?

Der Moderator fungiert weniger als Lehrer, sondern vielmehr als Prozessbegleiter, der die Selbststeuerung der Gruppe aktivieren und motivieren muss, auch wenn er sich inhaltlich weitgehend zurückhält.

Warum hält die Autorin ergänzende „Metakognitionsübungen“ für notwendig?

Da die Zukunftswerkstatt selbst oft keine bewussten Reflexionszeiten über das eigene Lernen bietet, könnten solche Übungen helfen, den Lernerfolg für Individuen, die weniger geübt im selbstgesteuerten Lernen sind, nachhaltiger zu gestalten.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen selbstgesteuerten Lernens am Beispiel der Zukunftswerkstatt
College
University of Augsburg
Course
Methodik und Didaktik der Erwachsenenbildung
Grade
1,0
Author
Jasmin Nicole Schmid (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V204515
ISBN (eBook)
9783656304678
ISBN (Book)
9783656306047
Language
German
Tags
Zukunftswerkstatt; Erwachsenenbildung; Weiterbildung; Methodik; Didaktik; Seminarkonzeption; Seminar; Seminare
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Nicole Schmid (Author), 2012, Möglichkeiten und Grenzen selbstgesteuerten Lernens am Beispiel der Zukunftswerkstatt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204515
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