Die berufliche und universitäre Bildung


Hausarbeit, 2011

20 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

2. berufliche Ausbildung und Studium
2.1 gesetzliche Grundlagen
2.2 Finanzierung
2.3 Ziele und Leitbilder

3. Neue Entwicklungen und Trends
3.1 Bologna-Prozess
3.2 Employability
3.3 berufliche Bildung der Zukunft

4. Resümee

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung: Logo der Universität Potsdam www.medienengineering.de/Ringvorlesungen/WS20092010/FolienMaterial/UniP otsdamlogo_up.gif (17.10.2010)

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Aufgaben des Studienangebotes nach Hochschulart, eigene…..…4 Darstellung.

Tabelle 2: Dimensionen universitärer Bildung, eigene Darstellung,…...9 nach Teichler, U. (2009): Wissenschaftlich kompetent für den Beruf qualifizieren. In: Hochschulrektorenkonferenz (Hrsg.):Neue Anforderungen an die Lehre in Bachelor- und Masterstudiengängen.S. 32f.

1. Einleitung

In Deutschland genießt die Bildung seit je her ein hohes Ansehen. Das Bildungssystem ist frei organisiert, staatlich finanziert und öffentlich. Studium und Ausbildung sind für jeden zugänglich, sofern man über die geforderten Abschlüsse, Zeugnisse und Fertigkeiten verfügt.1

92% aller Fünfjährigen besuchen eine Kindertagesstätte als erstes Bildungsangebot.2 Mit sechs Jahren beginnt für deutsche Kinder die gesetzliche Schulpflicht mit dem mindestens vier Jahre dauernden Besuch der Grundschule.

Entsprechend den Leistungen der Schüler stehen im weiterführenden Bereich drei Schularten zur Auswahl: Gymnasium, Realschule und Hauptschule.3 Eine Alternative bietet die Gesamtschule.4 Es ist möglich, die Form der Schule zu wechseln, wenn Schüler der Lernstoff über- oder unterfordert.

Die Hauptschule endet nach der neunten Klasse mit dem Hauptschulabschluss. Als Alternative ist der qualifizierte oder erweiterte Abschluss möglich. Die Hauptschule vermittelt allgemeine Grundlagen, die für eine praktische Berufsausbildung notwendig sind. Schüler mit Hauptschulabschluss entscheiden sich meist für Ausbildungen in Handwerks- und Industrieberufen.

Ziel der Realschule ist es mit dem Bildungsabschluss, der breite allgemeinbildende und berufsvorbereitende Qualifikationen bescheinigt, die Voraussetzung für gehobene Ausbildungsberufe zu schaffen. Im Alter von 15-16 Jahren beginnen Absolventen der Real- und Hauptschulen in der Regel eine berufliche Ausbildung. Für die Berufsausbildung gibt es in Deutschland mehrere Alternativen: die Ausbildung in Berufsfachschulen5 oder das duale Ausbildungssystem in Lehrbetrieb und Berufsschule, welches weltweit große Anerkennung erfährt. Das Grundprinzip der dualen Ausbildung ist die Spaltung des Lernens. Das theoretische Wissen der Schule ermöglicht ein fundiertes Herangehen an Probleme aus der Praxis. Während das praxisorientierte Lernen im Betrieb durch reale Beispiele und Anwendungen ermöglicht wird.

Das Gymnasium führt mit einem anspruchsvolleren Lehrplan zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife. Abiturienten stehen alle Wege ins Berufsleben offen: Ausbildung oder Studium. Am vielfältigsten ist das Angebot der Universitäten. Sie decken eine große Palette an Fächern ab. Studierende, die keine wissenschaftliche Laufbahn anstreben, absolvieren an Fachhochschulen eine akademisch ausgerichtete Berufsausbildung, meist verbunden mit verpflichtenden Praktika.

Ziel dieser Seminararbeit soll sein einen schmalen Überblick über die berufliche und universitäre Bildung in Deutschland zu geben. Beginnend mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen bzw. der Finanzierung des jeweiligen Systems, möchte ich Kapitel2 mit den unterschiedlichen Zielen und Leitbildern beenden. Die deutschen Universitäten und Fachhochschulen haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten maßgeblich verändert. Die Anzahl Studierender ist stark gestiegen und die Studiengänge sind im Bologna-Prozess in Richtung stärkerer Anwendungsorientierung6 reformiert wurden. Aus diesem Grund habe ich mich in Kapitel 3 mit Trends und neuen Entwicklungen des Bildungssystems befasst und dabei besonderes Augenmerk auf den Bologna-Prozess gelegt. Die Umsetzung der vor dem Hintergrund der Studienreform verlangten Arbeitsmarktfähigkeit (Employability) fordert die deutschen Hochschulen heraus. Dem vieldeutigen7 Begriff „Employability“ ist darum Kapitel 3.2 gewidmet. Das duale Ausbildungssystem galt lange als eine der zuverlässigen Grundlagen für den ökonomischen Erfolg Deutschlands. Im internationalen Vergleich wurden die Vorzüge sowohl im unternehmerischen Lernen als auch in der Qualitätssicherung durch beteiligte Sozialpartner gesehen. Kapitel 3.3 umreißt aktuelle Probleme der dualen Berufs- ausbildung und gibt einen Ausblick, wie berufliche Bildung in Zukunft konzipiert sein könnte. Ein Resümee rundet die Arbeit ab.

2. berufliche Ausbildung und Studium

Berufliche Ausbildung

Im dualen Ausbildungssystem sind die Auszubildenden, der derzeit etwa 350 staatlich anerkannten8 Ausbildungsberufe, Arbeitnehmer und Schüler gleichermaßen. Die Bildung findet parallel an zwei Orten statt: Praxisrelevante Grundlagen werden in einem Betrieb erlernt, indem sie, auf Basis eines Ausbildungsplans und nach Vorgabe des jeweiligen Berufsbildes unter Anleitung erfahrener Kollegen, mitarbeiten. Theoretisches Wissen des Berufsschulunterrichts ergänzt die berufliche Ausbildung.9 Der schulische Lernstoff besteht zu 1/3 aus berufsübergreifenden Lernfächern wie zum Beispiel Deutsch und Sozialkunde und zu 2/3 aus einem berufsbezogenen Lernbereich. Gemäß eines Rahmenlehrplanes, der von der Kultusministerkonferenz festgelegt wird, gestaltet sich der Unterricht.10 Abhängig vom Berufsbild dauert eine Ausbildung 2 bis 3,5 Jahre.11 Die Abschlussprüfung legen die Auszubildenden vor der Kammer12 ab, die zuständig für die jeweilige Berufsgruppe ist.

Studium

Das deutsche Hochschulsystem befindet sich in einer Phase tief greifender Umwandlungen. §19 des Hochschulrahmengesetzes ermöglichte die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen weg von den traditionellen deutschen Studiengängen. Ziel war die Schaffung strukturierter Studien, verbunden mit einer besseren Betreuung der Studenten und damit verkürzten Studienzeiten. Bachelorstudiengänge vermitteln wissenschaftliche Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsbezogene Qualifikationen.13 Der Bachelor ist ein erster berufsqualifizierender und arbeitsmarktorientierter14 Abschluss, der als Regelabschluss eines Hochschulstudiums gilt.15 Der Master ist ein weiterer berufsqualifizierender Abschluss,16 für dessen Aufnahme ein erfolgreich absolviertes Bachelor-Studium zwingende Vorraussetzung ist.

Die neuen Studiengänge sind modularisiert. Ein Modul ist eine thematisch und zeitlich geschlossene Einheit, an deren Ende mindestens eine Prüfungsleistung vollbracht werden muss. Die Noten aller Modulprüfungen gehen vom ersten Semester an in die Note des Abschlusses ein.

Seit Beginn der 1970er Jahre ist das deutsche Hochschulwesen durch eine Zwei-Typen- Struktur gekennzeichnet - Fachhochschulen und Universitäten.17 Die Aufgaben des Studienangebots lassen sich zwischen den beiden Hochschularten folgendermaßen unterscheiden18:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten19

Tabelle: Aufgaben des Studienangebotes nach Hochschulart, eigene Darstellung.

Weniger eindeutig ist die Unterscheidung nach Hochschularten, wenn es um Praxisorientierung und das Beherrschen von Theorien und Methoden geht.

[...]


1 Der Besuch einer musischen, künstlerischen oder ähnlichen Bildungseinrichtung setzt in der Regel einen Nachweis der Befähigung voraus.

2 Bundesagentur für Arbeit - Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (2010): Mobil in Deutschland, Bildungswege in Deutschland, S.7.

3 Wobei es allerdings Unterschiede im Aufbau zwischen den Bundesländern gibt.

4 Die Gesamtschule beherbergt zwei oder drei der sekundären Schulformen.

5 Berufsfachschulen vermitteln vollschulisch Ausbildungsberufe im kaufmännischen, pflegerischen, sozialen oder technischen Bereich, sollen im Rahmen der Seminararbeit jedoch keine Rolle spielen.

6 Fuhrmann, W. (2010/2011): Aufzeichnungen zur Vorlesung „Bildung, Humankapital und Migration“ WS 2010/2011.

7 Teichler, U. (2004): Changes in the Relationship Between Higher Education and the World of Work on the Way Towards the European Higher Education Area, Keynote speech at the EUA Conference „University and Society: Engaging Stakeholders“, S.4.

8 Staaltich anerkannt im Sinne des §4 BBiG gelten nach §104 I BBiG Lehrberufe und Anlernberufe oder vergleichbar geregelte Ausbildungsberufe, deren Berufsbilder, Berufsbildungspläne, Prüfungsanforderungen und Prüfungsordnungen bis zum Erlassen von Ausbildungsordnungen nach §4 BBiG anzuwenden sind.

9 Die Länder der Bundesrepublik Deutschland, Bundesagentur für Arbeit (2010): Studien- und Bildungswege in Deutschland, S. 636-637.

10 Bundesagentur für Arbeit - Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (2010): Mobil in Deutschland, Bildungswege in Deutschland, S.12.

11 Die Länder der Bundesrepublik Deutschland, Bundesagentur für Arbeit (2010): Studien- und Bildungswege in Deutschland, S. 636-637.

12 Die Kammern sind berufsständische Vereinigungen in Handwerk und Industrie. Sie vergeben Berufszulassungen und nehmen Einfluss auf Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinien. Prüfungsinhalte- und Strukturen sind deutschlandweit einheitlich geregelt.

13 Es gibt die Möglichkeit, einen Monobachelor, also ein einzelnes Fach mit einem Beifach zu studieren oder eine Kombination aus Kern- und Zweitfach, also einen Kombinationsbachelor. Es gelten bestimmte Kombinationsmöglichkeiten und -verbote.

14 Fuhrmann, W. (2010/2011): Aufzeichnungen zur Vorlesung „Bildung, Humankapital und Migration“ WS 2010/2011.

15 Teichler, U. (2004): Changes in the Relationship Between Higher Education and the World of Work on the Way Towards the European Higher Education Area, Keynote speech at the EUA Conference „University and Society: Engaging Stakeholders“, Marseille.

16 Konsekutive Masterstudiengänge bauen inhaltlich auf den vorausgegangenen Bachelor auf. Sie vertiefen ein Fach in vier Semestern Regelstudienzeit. Nichtkonsekutive Masterstudiengänge bauen inhaltlich nicht auf den vorausgegangenen Bachelorstudiengang auf. Die Regelstudienzeit liegt bei vier Semestern. Weiterbildende Masterstudiengänge setzen berufliche Erfahrung voraus. Sie sind zumeist kostenpflichtig und dauern zwei bis vier Semester.

17 Zur Vereinfachung fasse ich in der Seminararbeit unter Universitäten allgemeine Universitäten,Technische Universitäten, Fernuniversitäten, Universität der Bundeswehr, Hochschulen für Medizin, Tiermedizin, Sport, kirchliche und philosophisch-theologische Hochschulen, pädagogische, Gesamthochschulen, Kunst- und Musikhochschulen zusammen.

18 Bundesagentur für Arbeit - Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (2010): Mobil in Deutschland, Bildungswege in Deutschland, S.23-24.

19 Die Fachhochschulreife wird durch 12 Jahre Schulbesuch oder berufliche Bildung erworben.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Die berufliche und universitäre Bildung
Hochschule
Universität Potsdam
Autor
Jahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V204598
ISBN (eBook)
9783656307235
ISBN (Buch)
9783656309611
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung, Bologna, Universität, Beruf
Arbeit zitieren
Jennifer Panhans (Autor), 2011, Die berufliche und universitäre Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204598

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