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Jürgen Habermas - Die Verfassung zwischen Diskurs und systemischer Macht

Title: Jürgen Habermas - Die Verfassung zwischen Diskurs und systemischer Macht

Presentation (Elaboration) , 2012 , 10 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Sebastian Ketting (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Diese Aufsatz-Verschriftlichung basiert auf Jürgen Habermas` Text "Die Verfassung zwischen Diskurs und systemischer Macht".
Im Verlauf des Referats werden zum einen die wichtigsten Stellen der eben genannten Quelle thematisiert und die herausragendsten Thesen näher beleuchtet. Dabei wird deutlich, auf welchem theoretischen Denken die politischen Überlegungen Habermas`auch im Allgemeinen basieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und theoretische Einordnung

1.1 Politische Theorien und moderne Gesellschaft

1.2 Die Bedeutung der Französischen Revolution

2. Prozesshaftigkeit des Staates und politisches Projekt

2.1 Legitimität und Rationalität

2.2 Der geschichtliche Projektcharakter

3. Volkssouveränität und kommunikative Bedingungen

3.1 Kant, Rousseau und die Konzeption der Volkssouveränität

3.2 Julius Fröbel und das Prinzip der freien Diskussion

3.3 Freiheit und Gleichheit im politischen Diskurs

4. Machtverhältnisse und Verwaltung

4.1 Administrative Programmierung vs. kommunikative Macht

4.2 Anti-Institutionalismus und Assoziationen

5. Kritik an Habermas' Ansatz

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert Jürgen Habermas' Konzept der diskursbasierten Volkssouveränität, wie er es in „Faktizität und Geltung“ darlegt, und untersucht, wie dieses Modell auf die sich wandelnden Kommunikationsbedingungen moderner Demokratien reagiert. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Spannung zwischen administrativ gesteuerter Macht und dem Anspruch eines offenen, diskursiven Prozesses.

  • Die historische und theoretische Bedeutung der Französischen Revolution für heutige Rechtsstaatlichkeit.
  • Die Rolle der Vernunft und des Kommunikationsprozesses bei der politischen Willensbildung.
  • Die Problematik der administrativen Programmierung durch den Verwaltungsapparat.
  • Der Ansatz der intersubjektiven Volkssouveränität durch freiwillige Assoziationen.
  • Kritische Reflexionen verschiedener politischer Theoretiker zur Umsetzbarkeit und Normativität des Modells.

Auszug aus dem Buch

Die Verfassung zwischen Diskurs und systemischer Macht: Jürgen Habermas (1994)

Politische Theorien sind aufgrund ihrer oftmals ideellen Aufladung mit subjektiv als richtig empfundenen Grundsätzen äußerst voraussetzungsreich. Jürgen Habermas verbindet im genannten Text gewissermaßen die Kritik gegenwärtiger Zustände mit seiner Vorstellung einer diskursbasierten Demokratie. Um seine gedanklichen Einflüsse zu verdeutlichen, beschreibt im Eingang dieses Aufsatzes die Französische Revolution mit all ihren Besonderheiten und langfristig wirksamen Errungenschaften, die er in der Folge zudem präziser erläutert.

Er sieht die mobile bürgerliche Gesellschaft als das treibende und vorausgesetzte Element eines beschleunigenden kapitalistischen Wirtschaftssystems an, welches wirtschaftliche und gesellschaftliche Modernisierung ermöglicht. Des Weiteren betont Habermas das in der Folge aufkommende Prinzip der Zweckrationalität im Aufbau des Staatsapparates. Von diesem Zeitpunkt an begann, zumindest im großen Stile, die Vergabe von Kompetenzen nach Rationalität, die im Gegensatz zur typisch monarchistischen Vergabe von Kompetenzen nach Überlegungen des eigenen politischen Partizipierens steht.

Auch der Nationalstaat sei, Habermas folgend, eine genuine Hervorbringung dieses Ereignisses, das noch heute für soziale Integration auf jeweiligem Territorium sorge, auch wenn dieser Prozess sich in Zeiten nach dem Kalten Krieg durch die Modernisierung derzeit deutlich abschwäche. Zudem betont Habermas die Bedeutung der Revolution für das heutige Verständnis von Rechtsstaatlichkeit, besonders des materiellen Teils der unabdingbaren Menschenrechte. Er sieht diesen Gedanken gerade in jenen Teilen der Welt als treibend an, wo ein politischer Wandel im Begriff ist statt zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und theoretische Einordnung: Diese Einleitung kontextualisiert die politische Theorie von Habermas und beleuchtet die historische Relevanz der Französischen Revolution für die heutige Modernisierung.

2. Prozesshaftigkeit des Staates und politisches Projekt: Dieses Kapitel erläutert den Anspruch des Staates als nie endendes Projekt und untersucht das Verhältnis von rationaler Legitimität zur täglichen politischen Arbeit.

3. Volkssouveränität und kommunikative Bedingungen: Hier wird das Kernkonzept der Volkssouveränität mittels der Diskurstheorie von Habermas, unter Einbeziehung von Kant, Rousseau und Fröbel, detailliert erarbeitet.

4. Machtverhältnisse und Verwaltung: Die Analyse konzentriert sich auf die Konkurrenz zwischen der administrativen Steuerung und dem kommunikativen Machtanspruch im Sinne Hannah Arendts.

5. Kritik an Habermas' Ansatz: Dieser Abschnitt fasst verschiedene kritische Positionen zusammen, etwa von Marxsen oder Horster, hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit und begrifflichen Klarheit.

6. Fazit: Das Fazit resümiert die Stärken und die hohen praktischen Hürden des diskursorientierten Modells in der modernen Demokratie.

Schlüsselwörter

Jürgen Habermas, Volkssouveränität, Diskurstheorie, Rechtsstaatlichkeit, Rationalität, politische Teilhabe, Französische Revolution, administrative Macht, Kommunikationsbedingungen, Demokratie, Liberalismus, Sozialismus, öffentlicher Diskurs, politische Willensbildung, normative Grundlagen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Habermas' Aufsatz „Volkssouveränität als Verfahren“ und setzt sich mit seiner Theorie einer diskursbasierten Demokratie auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Freiheit und Gleichheit, der Einfluss der Verwaltung auf den politischen Prozess sowie die normative Bedeutung der Öffentlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Habermas' theoretische Herleitung der Volkssouveränität kritisch zu beleuchten und deren Anwendbarkeit auf die heutige Zeit zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Quellenanalyse, die auf den Werken von Habermas sowie auf ergänzender Sekundärliteratur zu seiner Theorie basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Herleitung der Volkssouveränität, das Konzept des Diskurses bei Fröbel und Habermas sowie die Kritik an der administrativen Machtsteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Diskurstheorie, Volkssouveränität, Rechtsstaat, Administrative Macht und politische Partizipation.

Wie unterscheidet Habermas zwischen dem Volk und dem Medium der Verständigung?

Habermas, anknüpfend an Fröbel, begreift das Volk nicht als statischen Körper, sondern als vielstimmiges Medium, das sich ständig in einem Kommunikationsprozess befindet.

Was ist die Kernkritik an Habermas' Konzept?

Kritiker bemängeln insbesondere die hohen Voraussetzungen für eine echte Chancengleichheit im Diskurs und die teils unzureichende argumentative Herleitung der Vorrangstellung des Diskurses gegenüber moralischen Fragen.

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Details

Title
Jürgen Habermas - Die Verfassung zwischen Diskurs und systemischer Macht
College
Dresden Technical University  (Politikwissenschaft)
Course
Seminar: Theorie und Entwicklung des Verfassungsstaats
Grade
2,7
Author
Sebastian Ketting (Author)
Publication Year
2012
Pages
10
Catalog Number
V204601
ISBN (eBook)
9783656307204
ISBN (Book)
9783656311096
Language
German
Tags
Jürgen Habermas Jürgen Habermas Verfassung Diskurs systemische Macht 1994
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Ketting (Author), 2012, Jürgen Habermas - Die Verfassung zwischen Diskurs und systemischer Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204601
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