Qualitäts- und Risikomanagement im Handel


Studienarbeit, 2010

12 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept des KVP
2.1. Entwicklung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
2.2 Definition des KVP
2.3 Ziele und Aufgaben des KVP
2.4 Der Einsatz und die Wirkung des KVP
2.4.1 Der PDCA- Zyklus
2.4.2 Der SDCA-Zyklus

3. Umsetzung und Nutzung im Handelsbetrieb

4. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Vor dem Hintergrund kontinuierlich ansteigender und komplexerer Anforderungen an die Handelsunternehmen und deren Mitarbeiter, ist die Anpassung an neue Gegebenheiten für das bestehen auf dem Markt notwendig. Tägliche Veränderungen der wirtschaftlichen,- gesellschaftlichen-, sozialen-, technischen- und ökologischen Rahmenbedingungen beanspruchen Flexibilität und Innovation der Unternehmen. ür das Lösen neuer Aufgaben und dem gerecht werden neuer Ansprüche ist es notwendig alle Potenziale und Ressourcen innerhalb einer Unternehmung auszuschöpfen. Für diese Verbesserungen stehen der Geschäftsleitung mehrere Möglichkeiten und Methoden zur Verfügung. Dabei sollte die Beachtung von eventuellen Risiken einiger Methoden, sowie auftretende Probleme bei der Veränderung von Strukturen nicht vernachlässigt werden. Eine Variante des Qualitätsmanagements, bei der die vorhandenen Strukturen eines Unternehmens bestehen bleiben und dennoch Abläufe und Prozesse optimiert werden ist das Prinzip des „kontinuierlichen Verbesserungsprozesses“ (KVP). Dieses ist eine innere Haltung aller Beteiligten und bedeutet: stetige Verbesserung mit möglichst nachhaltiger Wirkung. Mit dieser Ausarbeitung soll der kontinuierliche Verbesserungsprozess erläutert und dessen Nutzung und Integration in ein Handelsunternehmen näher gebracht werden.

2. Das Konzept des KVP

2.1. Entwicklung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses

Die Grundlage der KVP bildet das in den 80er Jahren entwickelte Managementprinzip „Kaizen“.1 Dieses setzt sich aus dem zwei Wortbestandteilen „Kai-“,was so viel bedeutet wie Veränderung oder Wandel und „-zen“ , dass für „das Gute“ im Japanischen Sprachgebrauch steht zusammen.2 Somit kann dieses Prinzip wie folgt interpretiert werden: „ das Gute Verbessern“ oder „ Veränderung zum Besseren“. Kaizen kann somit als die ewige Veränderung zum besseren beschrieben werden. Dabei basiert dieses Prinzip auf der Annahme, dass jedes System mit dem Tag der Errichtung gegen den Verfall ankämpfen muss und somit einen ständigen Erneuerungs- und Verbesserungsprozess anstreben wollte. Dieser Bestandteil des Total Quality Managements wurde 1986 weltweit durch das Buch „Kaizen“ von Masaaki Imai bekannt.3 Aus dieser japanischen Philosophie der ständigen Verbesserung unter Einbeziehung aller Mitarbeiter, entstand der kontinuierliche Verbesserungsprozess durch den Amerikaner Edward Deming.4 In der Gegenwart wird das KVP oftmals als Synonym für das Kaizen Prinzip verwendet.

2.2 Definition des KVP

Der KVP – Begriff basiert inhaltlich auf der gleichen Bedeutung wie das Kaizen- Prinzip und stellt einen unverzichtbaren Bestandteil des Qualitätsmanagements und der ISO 9001 dar. Es ist eine Führungsphilosophie, die jeden Mitarbeiter in seiner Selbstverantwortung fordert und diesen zu Verbesserungsvorschlägen ermutigt. Wird nach diesem Prinzip gehandelt, können schon kleinste Veränderungen an Produkten der Prozessen große Wirkung haben. Voraussetzung ist der kontinuierliche Drang für Verbesserung und Selbstverantwortung.5 Dabei sollte der KVP als langwieriger Prozess betrachtet werden aufgrund des Prinzips der Veränderung in kleinen Schritten. Dabei kommen in der Praxis verschiedene Prinzipien zum Einsatz, die in der Zusammenführung die Philosophie des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wiederspiegeln.6 Diese wären:

- Verbesserung und Erhaltung
- Mitarbeiterorientierung
- Qualitätsorientierung
- Prozess – und Ergebnisorientierung
- Kunden-Lieferanten Beziehung
- Daten „sprechen lassen“

Wird der Begriff des KVP auf gesplittet, so entstehen 3 Wörter: kontinuierlich, Verbesserung und Prozess. Dabei können diesen Wörtern folgende Bedeutungen zugrunde gelegt werden( in Bezug auf den Inhalt dieser Ausarbeitung):

- Kontinuierlich besagt, dass das Unternehmen und deren Mitarbeiter nicht mit der Ist-Situation zufrieden sind und fortwährend nach Optimierung streben.
- Verbesserung ist ein Verlauf, der aussagt das kein Zustand perfekt und optimiert ist und somit Veränderungen vorgenommen werden müssen.
- Prozess ist die Vorgehensweise um die Veränderung durchzuführen. In diesem Falle erfolg die Optimierung „Schritt für Schritt“.

Ausschlaggebend für die Effizienzsteigerung und Optimierung ist dabei nicht der „kontinuierliche Verbesserungsprozess“ an sich, sondern das Kaizen-Prinzip, hinter dem sich die Einstellungsänderung der Mitarbeiter und Geschäftsführung verbirgt.7 Nur dadurch ist es mögliche eine Produktivitätssteigerung herbei zu führen.

2.3 Ziele und Aufgaben des KVP

Das KVP-Prinzip ist ein Ansatz zur Verbesserung der Organisations- und Managementtechniken eines Unternehmens und eine autonome Basis zur Förderung der Unternehmensposition im Wettbewerbsgefüge.8 Mit der Einführung des KVP verfolgen Unternehmen hauptsächlich folgende wirtschaftliche und soziale Ziele:

- Erhöhung der Produktivität (z. B. durch Senkung von Stillstand- und Ausfallzeiten),
- Einsparung von Kosten bzw. gewinnen von liquiden Mitteln (z. B. durch Bestandssenkungen),
- Erhöhung der Flexibilität (z. B. durch intelligente Organisationskonzepte),
- Erhöhung der Qualität (z. B. durch Vermeiden von Ausschuss und Nacharbeitszeiten),
- Erhöhung der Arbeitszufriedenheit und der Mitarbeitermotivation (z. B. durch
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Erhöhung der Arbeitssicherheit),
- Erhöhung der Kundenzufriedenheit (z. B. durch Verbesserung der Servicequalität und der Reaktionsfähigkeit),
- Schwachstellen beseitigen,
- Arbeitsmethoden weiterentwickeln.9

2.4 Der Einsatz und die Wirkung des KVP

2.4.1 Der PDCA- Zyklus

Die Voraussetzung für die Anwendung einer kontinuierlichen Verbesserung liegt in der Aktivierung der Mitarbeiter und deren Potentiale. Mit der Hilfe des KVP soll auf sachlicher als auch emotionaler Ebene eine nachhaltige Beteiligung und Aktivierung aller Mitarbeiter, im Sinne des Unternehmens erreicht werden.10 Die Vorgehensweise des KVP basiert auf dem PDCA-Zyklus, der auf Deming zurückzuführen ist. Dabei bedeuten die einzelnen Buchstaben:

[...]


1 Vgl.: Kostka C, Kostka S; Der kontinuierliche Verbesserungsprozess: Methoden des KVP; S. 11

2 2 Vgl.: Kostka C, Kostka S; Der kontinuierliche Verbesserungsprozess: Methoden des KVP; S. 12

3 Vgl.: Laube S, Zarnick N; Kontinuierlicher Verbesserungsprozess(KVP); S.3

4 Vgl.: Laube S, Zarnick N; Kontinuierlicher Verbesserungsprozess(KVP); S.3

5 Vgl.: Schober M, KVP und TQM Instrumentarien; S. 20

6 Vgl.: Kostka C, Kostka S; Der kontinuierliche Verbesserungsprozess: Methoden des KVP; S. 27

7 7 Vgl.: Schober M, KVP und TQM Instrumentarien; S. 20

8 8 Vgl.:Kostka C, Kostka S; Der kontinuierliche Verbesserungsprozess: Methoden des KVP; S. 18

9 Vgl.: Schober M, KVP und TQM Instrumentarien; S. 20

10 Vgl.: Kostka C, Kostka S; Der kontinuierliche Verbesserungsprozess: Methoden des KVP; S. 31

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Qualitäts- und Risikomanagement im Handel
Hochschule
Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehem. Berufsakademie Thüringen in Eisenach)
Note
1,5
Autor
Jahr
2010
Seiten
12
Katalognummer
V204621
ISBN (eBook)
9783656306481
ISBN (Buch)
9783656306771
Dateigröße
609 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualität, Risikomanagement, Management, KVP, Handel, Continues Improvement, PDCS;, SDCA
Arbeit zitieren
Daniel Paschek (Autor), 2010, Qualitäts- und Risikomanagement im Handel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204621

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