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Contractual Trust Arrangements

Geeignetes Insolvenzsicherungsmittel für die betriebliche Altersversorgung?

Título: Contractual Trust Arrangements

Tesis de Máster , 2012 , 69 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Andreas Miklar (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Das erste Kapitel stellt die Grundlage des Untersuchungsgegenstandes dar, danach werden die Auswirkungen des CTA-Treuhandkonstrukts auf den Jahresabschluss eines deutschen nach den HGB- und den IFRS-Normen bilanzierenden Unternehmens aufgezeigt. Betriebswirtschaftliche, arbeits-rechtliche und steuerrechtliche Aspekte, die in der Praxis alle eine große Rolle spielen, werden nur am Rande behandelt und nur soweit es für das Verständnis der Struktur und der hier untersuchten Fragen unentbehrlich ist. Ein besonderer Fokus meiner Ausführungen liegt auf den bilanzpolitischen Spielräumen, die ein CTA dem Unternehmen bietet und ebenso werden die Probleme aufgeführt, die im Umgang damit entstehen können. Ziel der Arbeit ist es, nach Darstellung der Motivation aus Unternehmenssicht, der praktischen Ausgestaltung sowie den Voraussetzungen eines CTAs, Vorteile und offene Schwachpunkte der Treuhandkonstruktion darzulegen und Möglichkeiten zur Verbesserung aufzuzeigen. Dies alles wird anhand des medienwirksamen Falles der Arcandor AG praxisnah aufgezeigt, gezielte Probleme erläutert sowie geprüft, ob „Arcandor“ lediglich seinen Jahresabschluss bilanzpolitisch korrekt entlastet hat oder ob bereits bilanzmanipulativ und verantwortungslos gehandelt worden ist. Abschließend wird ein Fazit gezogen und ein Ausblick in die Zukunft gewagt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Überblick über die betriebliche Altersversorgung in Deutschland

I. Definition und Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung

II. Die Sicherung der Renten durch den Pensions-Sicherungs-Verein

C. Darstellung im Jahresabschluss

I. Konkurrenzsituation vor dem BilMoG – HGB vs. IFRS

II. Änderungen durch das BilMoG

D. Betriebliche Altersversorgung unter Einschaltung von CTAs

I. Voraussetzungen eines CTAs

1. Bildung von Planvermögen

2. Grundlinien der Ausgestaltung

3. Bewertung des Planvermögens

II. Motivationen für die Implementierung eines CTAs aus Unternehmenssicht

1. Grundlegendes

2. Bilanzrechtlich

3. Insolvenzrechtlich

4. Aufsichtsrechtlich

E. CTAs in der Praxis – Zeit für eine Veränderung?

I. Der Fall „Arcandor“ und seine Folgen

II. Der Insolvenzfall des Treugebers bei der Sicherungs-Doppeltreuhand

III. Erste Schritte zur Einführung eines CTAs

IV. Kritische Würdigung der CTA bei Re-Investitionen des Planvermögens beim Treugeber

1. Re-Investition in eigene Anteile

2. Neubewertung des Planvermögens

3. Lösungsansätze

F. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Contractual Trust Arrangement (CTA) als Instrument zur Insolvenzsicherung und Bilanzoptimierung bei der betrieblichen Altersversorgung. Dabei wird analysiert, inwieweit solche Treuhandmodelle nach der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sinnvoll genutzt werden können oder ein Missbrauchspotenzial zur Bilanzmanipulation bergen, unter besonderer Berücksichtigung des Falls "Arcandor".

  • Strukturelle Anforderungen an die Bildung von Planvermögen und dessen Bewertung.
  • Analyse der bilanzrechtlichen Spielräume und deren Auswirkungen auf Unternehmenskennzahlen.
  • Kritische Würdigung von Re-Investitionen des Treuhandvermögens in das Trägerunternehmen.
  • Untersuchung der Insolvenzsicherheit und Aufsichtsrechtlicher Aspekte von CTA-Modellen.
  • Diskussion über Notwendigkeit und Möglichkeiten einer strengeren Regulierung durch Gesetzgeber oder Wirtschaftsprüfer.

Auszug aus dem Buch

I. Konkurrenzsituation vor dem BilMoG - HGB vs. IFRS

Pensionsrückstellungen sind im Jahresabschluss von wesentlicher Bedeutung. Zum einen stellen sie einen quantitativ bedeutenden Posten dar, zum anderen eröffnen sie bilanzpolitische Spielräume für die Unternehmen. In deutschen Unternehmen sind große Beträge durch eine direkte Pensionszusage in Pensionsrückstellungen gebunden und werden in der Bilanz ausgewiesen. Gewährt ein Arbeitgeber eine betriebliche Altersversorgung im Wege der Direktzusage, besteht nach dem HGB eine Pflicht zur Passivierung entsprechender Rückstellungen, da es sich hierbei um ungewisse Verbindlichkeiten iSv § 249 (1) S.1 HGB handelt. Auf der Aktivseite stehen ihnen die entsprechenden, zur Deckung notwendigen Vermögenspositionen gegenüber. Zwar gibt es keine direkte Zuordnung von Aktiva zu den Pensionsrückstellungen; da aber die Bildung der Rückstellungen das Eigenkapital mindert, gibt es insoweit zumindest bilanziell eine Deckung der Schuldposition.

Im internationalen Vergleich ist diese Vorgehensweise allerdings eher unüblich. Vor allem in angelsächsischen Ländern ist eine unternehmensexterne Finanzierung der Pensionszusagen vorherrschend. Der International Accounting Standard 19 (IAS 19) ermöglicht es, Pensionsverpflichtungen mit dem ihrer Finanzierung dienenden Deckungsvermögen zu saldieren. In der Bilanz muss dann nur noch der sich ergebende Differenzbetrag, nicht der gesamte Umfang der Pensionsverpflichtungen ausgewiesen werden (Nettoausweis). Dadurch können sich zentrale Bilanzrelationen erheblich verbessern, was einen erheblichen Einfluss auf das Unternehmensrating haben kann. Die damit einhergehende Verbesserung des Bilanzbildes ist gerade für börsennotierte Gesellschaften attraktiv. Sie erhöht die internationale Vergleichbarkeit und damit die Transparenz der Bilanz.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Einführung in die Thematik der betrieblichen Altersversorgung und Darstellung der Problematik am Beispiel des Konzerns Arcandor.

B. Überblick über die betriebliche Altersversorgung in Deutschland: Erläuterung der Bedeutung und Definition der bAV sowie die Rolle des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSVaG).

C. Darstellung im Jahresabschluss: Analyse der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen unter HGB und IFRS sowie die Auswirkungen des BilMoG.

D. Betriebliche Altersversorgung unter Einschaltung von CTAs: Untersuchung der Voraussetzungen, Motive und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Contractual Trust Arrangements.

E. CTAs in der Praxis – Zeit für eine Veränderung?: Kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Anwendung von CTAs, illustriert durch den Fall Arcandor und die Problematik von Re-Investitionen.

F. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige regulatorische Notwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Contractual Trust Arrangement, CTA, betriebliche Altersversorgung, bAV, BilMoG, Pensionsrückstellungen, Insolvenzsicherung, Planvermögen, Arcandor, Bilanzpolitik, Bilanzmanipulation, Saldierung, Treuhand, Eigenkapitalquote, Re-Investition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit analysiert die Rolle von Contractual Trust Arrangements (CTAs) bei der betrieblichen Altersversorgung, insbesondere deren Funktion als Mittel zur Insolvenzsicherung und zur bilanzpolitischen Gestaltung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die bilanzrechtliche Behandlung nach HGB und IFRS, die Anforderungen an die Bildung von Planvermögen, die Insolvenzsicherheit sowie die Risiken und Spielräume bei der Anlagestrategie innerhalb von CTA-Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Motive für die Implementierung eines CTAs aus Unternehmenssicht zu beleuchten und kritisch zu prüfen, ob das Modell eine sinnvolle Ergänzung oder ein missbrauchsanfälliges Instrument zur Bilanzmanipulation darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse der relevanten Rechtsnormen (insb. HGB, BilMoG), der betriebswirtschaftlichen Literatur und eine praxisnahe Fallstudie anhand des Konzerns Arcandor.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen (HGB/IFRS), die Voraussetzungen für die Bildung von Planvermögen, die verschiedenen Motive für die Implementierung sowie die praktische kritische Würdigung anhand von Fallbeispielen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Contractual Trust Arrangement, Bilanzpolitik, Insolvenzsicherung, Planvermögen und Pensionsrückstellungen charakterisieren.

Wie sicherte der Arcandor-Konzern seine Pensionsverpflichtungen ab?

Arcandor nutzte ein CTA-Modell, bei dem jedoch ein Großteil des Vermögens durch Re-Investitionen in eigene Anteile und Tochtergesellschaften gebunden war, anstatt extern breit diversifiziert anzulegen, was im Insolvenzfall zu massiven Deckungslücken führte.

Warum wird die Re-Investition von Planvermögen in eigene Anteile des Trägerunternehmens kritisch gesehen?

Die Re-Investition wird kritisch bewertet, da sie bei einer Insolvenz des Trägerunternehmens dazu führt, dass das Planvermögen massiv an Wert verliert, wodurch der eigentliche Sicherungszweck für die Betriebsrentner faktisch ausgehebelt wird.

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Detalles

Título
Contractual Trust Arrangements
Subtítulo
Geeignetes Insolvenzsicherungsmittel für die betriebliche Altersversorgung?
Universidad
University of Potsdam
Calificación
1,0
Autor
Andreas Miklar (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
69
No. de catálogo
V204760
ISBN (Ebook)
9783656314882
ISBN (Libro)
9783656315759
Idioma
Alemán
Etiqueta
contractual trust arrangements sinnvolle bilanzentlastung möglichkeit bilanzmanipulation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Miklar (Autor), 2012, Contractual Trust Arrangements, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204760
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