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Eine Analyse der verschiedenen Wirklichkeitsebenen in Arthur Schnitzlers Traumnovelle

„Das Leben ein Traum – Der Traum ein Leben“

Título: Eine Analyse der verschiedenen Wirklichkeitsebenen  in Arthur Schnitzlers Traumnovelle

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2012 , 80 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jana Brueske (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Literatura, Obras
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Resumen Extracto de texto Detalles

"(Zitat Paracelsus)
Keiner vermag, wie hier im Paracelsus, das Übertreten der Grenzen von Wirklichkeit und Traum in der Traumnovelle so gut zu beschreiben wie der Autor selbst. Die dort von ihm beschriebene „Sicherheit“ um „Traum und Wachen“ ist die Problematik, mit der sich die vorliegende Arbeit beschäftigt. "

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Schnitzlers Auffassung vom Traum und vom Bewußten in Hinsicht auf sein berühmtestes Werk, die Traumnovelle.
In der Zeit des Schreibprozesses setzte sich Schnitzler nicht nur mit seinen eigenen Werken und Ideen auseinander, sondern auch Sigmund Freuds Schriften zur Psychoanalyse und Die Traumdeutung beschäftigten ihn gedanklich, sowie schriftstellerisch. Sigmund Freud und Arthur Schnitzler stehen jeweils für einen neuen Blickwinkel in ihrer Disziplin; der eine prägte die Geschichte der Psychologie, der andere die der Literatur. Ihre Auseinandersetzungen mit der Traumforschung und der Psyche des Menschen sind grundsteinlegend - auch die Traumnovelle hat dort ihren Platz.
Im Folgenden soll ein einleitender Teil die Theorien der Zeitgenossen Freud und Schnitzler zum Bewussten und Unbewussten und des Traums im Besonderen vorstellen. Dieses, als auch eine Verortung der beiden „Doppelgänger“ in ihre Epoche, ist nötig, um die Auffassung des Traums und des Traumbewusstseins in der Traumnovelle nachzuvollziehen. Im Hauptteil der Arbeit soll eine Einordnung der Sinneinheiten der Traumnovelle in die Kategorien Leben, Traum und das Dazwischen vorgenommen werden. Die Wechsel der Wirklichkeitsebenen, welche in der Traumnovelle zu finden sind, bergen eine Mehrdeutigkeit in sich, die es zu entwirren gilt. Herauszufinden, ob aus literaturwissenschaftlicher Perspektive eine Zuordnung von Traum und Wirklichkeit zu bewältigen ist, ist Aufgabe dieser Analyse.
Um Schnitzlers Gründe für die Verwendung dieser Mehrdeutigkeit zu verstehen, soll im letzten Teil der Arbeit die Funktion der Wirklichkeitsebenenwechsel behandelt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schnitzler und Freud: Doppel- oder doch Einzelgänger?

2.1 Die Beziehung Schnitzler – Freud

2.2 Analysen zur menschlichen Psyche

2.2.1 Freuds Psychoanalyse

2.2.2 Schnitzlers Einwände

2.3 Traumdeutung

2.3.1 Traumdeutung nach Freud

2.3.2 Schnitzler und der Traum

2.4 Zwischenfazit: Schnitzler & Freud

3. Wirklichkeitsebenen in Arthur Schnitzlers Traumnovelle

3.1 Das Leben ein Traum

3.2 Der Traum ein Leben

3.3 Das Dazwischen

3.4 Zwischenfazit

4. Der Traum als Medium der Erkenntnis? – Funktionen des Spiels mit Wirklichkeit in Schnitzlers Traumnovelle

4.1 Hervorbringen unbewusster Wahrheiten

4.1.1 Unterdrückte Wünsche und deren Erfüllung

4.1.2 Rache

4.1.3 Trieb – und Begierdenaufdeckung

4.1.4 Der Traum als Ausrede

4.2 Bewusstmachung der Wirklichkeit

4.2.1 Spiegelung der Charaktere der Protagonisten

4.2.2 Vervollständigung der Realität

4.3 Kompensation des Alltags und Abtun der gesellschaftlichen Zwänge

4.4 Kreation alternativer Lebensentwürfe

4.5 Verarbeitung und Bewältigung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Wirklichkeitsebenen in Arthur Schnitzlers Traumnovelle vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Psychoanalyse. Das Ziel ist es, die fließenden Übergänge zwischen Traum und Realität sowie deren erzählerische Funktionen zu analysieren und zu klären, inwieweit Schnitzler als Dichter eigene psychologische Erkenntnisse in sein Werk einbrachte, die unabhängig von oder im kritischen Dialog zu Sigmund Freuds Theorien stehen.

  • Beziehung und intellektueller Dialog zwischen Arthur Schnitzler und Sigmund Freud
  • Differenzierung und Wechselspiel zwischen Bewusstsein, Mittelbewusstsein und Unbewusstem
  • Strukturelle Analyse der Traumnovelle hinsichtlich der Kategorien Leben, Traum und das Dazwischen
  • Funktionen des Traums als Medium der psychologischen Erkenntnis und zur Bewältigung gesellschaftlicher Zwänge

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Leben ein Traum

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Ebene der Wahrnehmung, die als Wirklichkeit oder reales Geschehen bezeichnet wird. Man könnte annehmen, dass diese Ebene am einfachsten zu bestimmen ist, doch die wahren Geschehnisse eindeutig von den verzerrten, unklaren, diesigen Momenten abzugrenzen, ist ein komplexes Spiel mit Wahrscheinlichkeit und Subjektivität. Wie es die Traumnovelle vorgibt, beschäftigt sich dieses Kapitel zum Großteil mit den Abschnitten, die sich auf Fridolin fixieren. Seine Erlebnisse finden, glaubt man Lantin, im „realen Raum“ statt, er ordnet sie mehrheitlich der „Alltags- und Wachwelt“ zu. Trotzdem haben sie zunehmend faszinierenden, traumhaften Charakter, was sein „Leben“ in der Traumnovelle zum „Traum“ werden lässt, die Grenze zwischen diesen Wirklichkeitsebenen also überschreitet.

Die Traumnovelle, die durch die Gutenachtgeschichte für die gemeinsame Tochter Fridolins und Albertines schon einen fantastischen Einstieg erhält, wird sogleich wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Die Formulierung „Das Kind sah auf wie ertappt“ legt nahe, dass mit dem Kind auch der Leser, der die Lektüre vielleicht mit einer träumerischen Gedankenspielerei begonnen hat, nun bereit sein soll, aufzuwachen und das wirkliche Geschehen der Traumnovelle zu begreifen. Ein Wechsel von der unbewussten bzw. halbbewussten Gedankenebene zur Ebene des bewussten Wahrnehmens wird also gleich zu Beginn vollzogen.

Obwohl das nachfolgende Gespräch der Ehepartner durch äußere Einwirkungen allmählich an Realitätscharakter verliert, findet der Gesprächsaustausch selbst doch auf überzeugend realem Grund statt. Das Ehepaar entsinnt sich der Geschehnisse der letzten Nacht, an der sie einem „enttäuschend banalen Maskenspiel entronnen“ waren. Die Attribute des Maskenspiels wirken bodenständig und nicht im Ansatz illusionär.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Wirklichkeitsebenen in der Traumnovelle und der Kontext zu den Schriften von Schnitzler und Freud.

2. Schnitzler und Freud: Doppel- oder doch Einzelgänger?: Untersuchung der persönlichen und theoretischen Beziehung zwischen Schnitzler und Freud sowie deren divergierende Auffassungen zur Psyche.

3. Wirklichkeitsebenen in Arthur Schnitzlers Traumnovelle: Analyse der Struktur von Leben, Traum und dem Dazwischen als wesentliche Ebenen der Novelle.

4. Der Traum als Medium der Erkenntnis? – Funktionen des Spiels mit Wirklichkeit in Schnitzlers Traumnovelle: Beleuchtung der erzählerischen Funktionen des Traums, wie das Aufdecken unbewusster Wahrheiten und die Bewältigung gesellschaftlicher Zwänge.

5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnis, dass eine Trennung von Traum und Wirklichkeit in der Novelle unmöglich ist und die Psyche als ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Bewusstseinsebenen zu verstehen ist.

Schlüsselwörter

Arthur Schnitzler, Traumnovelle, Sigmund Freud, Unbewusstes, Wirklichkeitsebenen, Traumdeutung, Psychologie, Mittelbewusstsein, Surrealismus, literarische Moderne, Bewusstsein, Wunscherfüllung, Identität, Triebverzicht, Selbsterkenntnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen Ebenen der Wirklichkeit – Traum, Wachwelt und den Übergangsbereich – in Arthur Schnitzlers Novelle Traumnovelle und setzt diese in Beziehung zur zeitgenössischen Psychoanalyse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Interaktion zwischen Schnitzlers literarischem Schaffen und Sigmund Freuds Traumdeutung, die Analyse des „Mittelbewusstseins“ bei Schnitzler sowie die Frage nach der Funktion des Traums als Medium der psychologischen Erkenntnis für die Romanfiguren.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin zu ergründen, ob eine klare Abgrenzung von Realität und Traum in der Erzählstruktur möglich ist oder ob Schnitzler bewusst eine Mehrdeutigkeit einsetzt, die den Leser permanent zwischen diesen Sphären schwanken lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin wählt einen literaturwissenschaftlichen Ansatz, der primär auf einer Textanalyse basiert. Dabei werden sowohl Schnitzlers eigene Aphorismen und Tagebucheinträge als auch psychoanalytische Theorien von Freud herangezogen, um die literarischen Konstruktionen im Werk zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Beziehung Schnitzler-Freud, eine strukturierte Untersuchung der Wirklichkeitsebenen (Leben, Traum, Dazwischen) sowie eine detaillierte Analyse der Funktionen, die der Traum im Werk einnimmt, etwa als Ventil für unterdrückte Wünsche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben dem zentralen Werk Traumnovelle und den Namen Schnitzler/Freud sind Begriffe wie Wirklichkeitsebenen, Unbewusstes, Mittelbewusstsein und Selbsterkenntnis entscheidend für das Verständnis der Arbeit.

Warum vergleicht die Autorin Schnitzlers "Mittelbewusstsein" mit Freuds "Vorbewusstem"?

Dies dient dazu, Schnitzlers eigenständige theoretische Position gegenüber Freud zu verdeutlichen. Schnitzler argumentierte gegen einen zu schnellen "Abstieg" in das vollkommene Unterbewusste und sah im Mittelbewusstsein einen aktiven Bereich, der individuelles Handeln und Bewusstwerdung stärker beeinflusst als ein rein unbewusster Trieb.

Welche Rolle spielen die Maske und das Kostüm in der Analyse?

Sie werden als Symbole für die Diskrepanz zwischen gesellschaftlicher Fassade und individuellem Triebverzicht gedeutet. Das Ablegen oder Behalten der Maske fungiert im Text als Zeichen für den Übergang zwischen Traum, Spiel und der Konfrontation mit der eigenen Identität.

Wie bewertet die Arbeit das Ende der Novelle?

Das Fazit betont, dass die Novelle mit einer bewussten Unbestimmtheit endet. Es gibt keine klare Auflösung, ob die Protagonisten tatsächlich "erwacht" sind oder ob sie in einer dauerhaften Vermischung von Traum und Wirklichkeit verbleiben; die Definition von Wirklichkeit bleibt ein offener Prozess.

Final del extracto de 80 páginas  - subir

Detalles

Título
Eine Analyse der verschiedenen Wirklichkeitsebenen in Arthur Schnitzlers Traumnovelle
Subtítulo
„Das Leben ein Traum – Der Traum ein Leben“
Universidad
RWTH Aachen University
Calificación
1,7
Autor
Jana Brueske (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
80
No. de catálogo
V204978
ISBN (Ebook)
9783656316213
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schnitzler Traumnovelle Wirklichkeit Freud Wirklichkeitsebenen Psychoanalyse Traumforschung fin de siecle Dazwischen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jana Brueske (Autor), 2012, Eine Analyse der verschiedenen Wirklichkeitsebenen in Arthur Schnitzlers Traumnovelle , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/204978
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Extracto de  80  Páginas
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