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Terrorismus in Indonesien. Politische und ökonomische Folgen der Bali-Anschläge 2002

Titre: Terrorismus in Indonesien. Politische und ökonomische Folgen der Bali-Anschläge 2002

Dossier / Travail , 2012 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Annegret Vogel (Auteur)

Politique - Région: Asie du Sud
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Wie gestalten sich die politischen und ökonomischen Konsequenzen der Bali-Anschläge für Indonesien im Hinblick auf den Prozess der Demokratisierung?

Die Attentate auf die Ferieninsel Bali im Oktober 2002, bei denen 202 Menschen ums Leben kamen, gelten als verheerendster terroristischer Anschlag in der Geschichte Indonesiens.

Das Ereignis traf Indonesien in der kritischen Übergangsphase zur Demokratie und schädigt das internationale Ansehen sowie die schon durch die Ostasienkrise 1997/98 stark angegriffene Wirtschaft des Landes. Auch begünstigt die innenpolitische Instabilität, verbunden mit einer schwachen Regierung, das Aufkommen von religiös motivierter Gewalt.

Um das Attentat von Bali 2002 als terroristischen Akt einzuordnen, scheint es zunächst sinnvoll, den Begriff des „Terrorismus“ zu definieren. Folgend wird der Demokratisierungsprozess, in dem sich Indonesien befand (und immer noch befindet), hinsichtlich politischer, wirtschaftlicher und sozialer Gesichtspunkte beschrieben. Dabei wird auch auf die politische Gewalt und islamistische Gruppierungen, insbesondere die Jemaah Islamiyah, eingegangen.

Nach der Hinführung werden konkrete Folgen der Bali-Attentate für Indonesien untersucht. Neben den ökonomischen Auswirkungen, mit dem Schwerpunkt auf der touristischen Entwicklung, werden die politischen Reaktionen analysiert. Das besondere Augenmerk liegt hierbei auf den wechselseitigen Beziehungen mit den anderen ASEAN-Staaten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau

1.3 Forschungsstand

2. Definition Terrorismus

3. Indonesien zwischen Autoritarismus und Demokratie

4. Folgen der Anschläge auf Bali 2002

4.1 Politisch

4.2 Ökonomisch

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politischen und ökonomischen Auswirkungen der Terroranschläge von Bali im Jahr 2002 auf den Transitionsprozess Indonesiens. Dabei wird der zeitgeschichtliche Kontext der Demokratisierungsphase des Landes analysiert, um die Wechselwirkungen zwischen dem terroristischen Akt, den staatlichen Reaktionen und der wirtschaftlichen Stabilität des Landes kritisch zu hinterfragen.

  • Terrorismusbegriff und seine Anwendbarkeit auf islamistische Gruppierungen
  • Die fragile politische Lage Indonesiens zwischen autoritären Strukturen und Demokratie
  • Politische Reaktionen der indonesischen Regierung nach den Anschlägen von 2002
  • Ökonomische Folgen mit Fokus auf die Tourismusbranche und Auslandsinvestitionen
  • Rolle der Jemaah Islamiyah als Bindeglied zu al-Qaida

Auszug aus dem Buch

2. Definition Terrorismus

Eine allgemeingültige Definition des Begriffs Terrorismus zu finden, ist aus normativen Gesichtspunkten faktisch imöglich und unter inhaltlich-strukturellen Bezügen nur schwer zu leisten. Unstrittig ist aber, dass Terrorismus weniger auf die physischen Folgen der Gewalt, die Zahl der Getöteten, die verursachten materiellen Schäden oder den Zusammenbruch der Infrastruktur abzielt. Vielmehr bezweckt er, nach der Ausführung oder Androhung eines Gewaltaktes, die psychischen Effekte, die Verbreitung von Angst und Schrecken, aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft, wie bereits in den 70er Jahren revolutionär formuliert wurde. Walter Laqueur schreibt, dass Terrorismus „[…] die Anwendung von Gewalt oder die Androhung von Gewalt [ist], beabsichtigt, um Panik in einer Gesellschaft zu säen, die Regierenden zu schwächen oder zu stürzen, oder einen politischen Wechsel herbeizuführen.“ Daraus tritt noch ein anderer Aspekt hervor: Terrorismus ist gegen das System gerichtet und wird nur von einer extrem risikobehafteten, kleinen Gruppierung ausgeübt, die insgesamt eine relativ geringe Anzahl an Opfern fordert. Die ausgeübte Gewalt an einer oder mehreren Person hat in der Regel symbolische Funktion, anstatt persönliche Motive. Der Terrorismus agiert gegen die staatliche Organisation und stellt gewissermaßen den „Terror von unten“ dar. Terroristen nutzen gezielt das Mittel der Gewalt, häufig in Form von Anschlägen, um ihre politische Ziele gegen ein als repressiv empfundenes politisches System durchzusetzen. Sie suchen unter der Finte der Legitimität als „Freiheits-“ und Widerstandskämpfer“ gegen das verhasste Regime vorzugehen, da der Begriff des Terroristen selbst negativ konnotiert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Anschläge von Bali in den historischen Kontext, definiert die Problemstellung und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie den aktuellen Forschungsstand.

2. Definition Terrorismus: In diesem Kapitel wird eine theoretische Einordnung des Terrorismusbegriffs vorgenommen, wobei insbesondere die symbolische Gewalt und die psychologische Wirkung auf Gesellschaften hervorgehoben werden.

3. Indonesien zwischen Autoritarismus und Demokratie: Dieses Kapitel beschreibt die politische Ausgangslage Indonesiens nach dem Ende der Suharto-Ära und die Herausforderungen der wirtschaftlichen sowie demokratischen Transition.

4. Folgen der Anschläge auf Bali 2002: Hier werden die unmittelbaren politischen Reaktionen der Regierung sowie die schwerwiegenden ökonomischen Einbußen, insbesondere im Tourismussektor, analysiert.

5. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Status des Demokratisierungsprozesses Indonesiens im Licht der terroristischen Bedrohung.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Bali-Anschläge, Indonesien, Jemaah Islamiyah, Demokratisierung, Politische Instabilität, Wirtschaftskrise, Tourismus, Terrorismusbekämpfung, Transitionsprozess, Religiöse Gewalt, Sicherheitspolitik, Islamismus, Regionale Sicherheit, Radikalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der terroristischen Anschläge auf Bali im Oktober 2002 auf die politische und wirtschaftliche Stabilität Indonesiens während dessen demokratischer Übergangsphase.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die Definition von Terrorismus, die innenpolitische Situation Indonesiens, die terroristische Rolle der Jemaah Islamiyah sowie die wirtschaftlichen Folgen der Attentate für den Tourismus.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die politischen und ökonomischen Konsequenzen der Anschläge von Bali für Indonesien zu ermitteln und deren Einfluss auf den laufenden Transitionsprozess zur Demokratie zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin bzw. der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse und wertet Fachzeitschriften, Studien und aktuelle Berichte aus, um die Ereignisse in einen theoretischen und politischen Kontext zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung von Terrorismus, eine Analyse der indonesischen Innenpolitik und eine detaillierte Untersuchung der politischen sowie ökonomischen Folgen der Bali-Anschläge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Terrorismus, Jemaah Islamiyah, Demokratisierung, Indonesien, Transitionsprozess und politische Stabilität charakterisieren.

Warum war die Zusammenarbeit der ASEAN-Staaten nach den Anschlägen so entscheidend?

Die Kooperation war notwendig, um den grenzüberschreitenden Terrorismus der Jemaah Islamiyah effektiver zu bekämpfen, wobei der Druck der USA eine maßgebliche Rolle bei der Intensivierung dieser Sicherheitsmaßnahmen spielte.

Wie veränderte sich die wirtschaftliche Lage nach den Anschlägen?

Die Anschläge verschärften die ohnehin bestehende wirtschaftliche Instabilität massiv, führten zu einem drastischen Rückgang der Touristenzahlen und schreckten ausländische Direktinvestoren weiter ab.

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Résumé des informations

Titre
Terrorismus in Indonesien. Politische und ökonomische Folgen der Bali-Anschläge 2002
Université
Technical University of Chemnitz
Note
1,3
Auteur
Annegret Vogel (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
14
N° de catalogue
V205002
ISBN (ebook)
9783656321903
ISBN (Livre)
9783656326786
Langue
allemand
mots-clé
Indonesien Terrorismus Bali Südostasien Globalisierung Autokratie Transformation Bali-Anschläge politische Folgen wirtschaftliche Folgen
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Citation du texte
Annegret Vogel (Auteur), 2012, Terrorismus in Indonesien. Politische und ökonomische Folgen der Bali-Anschläge 2002, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205002
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Extrait de  14  pages
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