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Bildungs- und kommunikationswissenschaftliche Voraussetzungen für den Einsatz von neuen Lehr- und Lernformen

Title: Bildungs- und kommunikationswissenschaftliche Voraussetzungen für den Einsatz von neuen Lehr- und Lernformen

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Karsten Hartdegen (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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In Deutschland werden jährlich unzählige Fort- und Weiterbildungsmaß-nahmen durchgeführt und verursachen hohe Kosten. Berufliches Lernen nach abgeschlossener Erstausbildung und Studium wird in Zukunft noch mehr an Gewicht bekommen, da die Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt schneller und durchdringender werden. Der Konkurrenzdruck der Unternehmen nimmt zu, und lebenslanges Lernen wird selbstverständlich (Gery, 2001, S. 24ff.; Gruber, 2008, S. 71ff.; Schenz, 2010).
Aufgrund der Eingebundenheit der Arbeitnehmer in die Arbeitsprozesse, des geringen Fort- und Weiterbildungsbudgets der Arbeitsgeber und der hohen Kosten von Bildungsmaßnahmen bietet sich die Kombination zwischen E-Learning und Präsenzveranstaltungen an, unterstützt v. a. durch die Weiterentwicklung der interaktiven Web 2.0-Tools und der mobiler und leistungsstärker werdenden Technologien (Hall, 2001; Grohmann 2006, S. 1ff.).
Die bessere Technik der Vermittlung allein verbessert das eigentliche Lernen des Menschen nicht. In der Didaktik ging es immer um die möglichst beste Vermittlung von Inhalten. Konstruktivistisch formuliert sollten Lerninhalte so präsentiert werden, dass die Lernenden sie selbst und eigenaktiv rekonstruieren, dekonstruieren und somit zu einem eigenen Lerninhalt selbst aktiv konstruieren können (Reich, 2008, S. 32f.; Gaiser, 2008, S. 5ff.). Somit ist nicht alles, was technisch möglich ist, pädagogisch und didaktisch sinnvoll. Erfahrungen in den 60er, 70er und 80er Jahren mit Schulfernsehen, Sprachlaboren und behavoristisch ausgerichteten Drill & Practise-Lernprogrammen lassen Didaktiker vorsichtig werden.
Die Computer vermittelte Kommunikation (cvK) von Mensch zu Mensch über Computernetzwerke und Datenleitungen verläuft entgegen der An-nahme vieler Menschen nicht wie bei direkter face-to-face-Kommunikation (ftf-Kommunikation) (Weinberger & Mandl, 2003; Johannsen, 2000, S. 349ff.).
Nach der Verdeutlichung der Vor- und Nachteile von cvK werde ich die un-terschiedlichen Lehr-Lernumgebungen und die Rollenveränderungen bei Lehrenden und Lernenden erläuternd darstellen. Die Darstellung der konkreten und erfolgreichen Gestaltung eines virtuellen Seminars mit Neuen Medien unter Berücksichtigung der Lerngruppen und des Bildungsträgers folgt daraufhin in stark gekürzter Form. Abschließend werde ich die Ergebnisse in Bezug auf die cvK kommentierend zusammentragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Computervermittelte Wissenskommunikation

2.1 Vorteile computervermittelter Wissenskommunikation

2.2 Nachteile und Erschwernisse computervermittelter Wissenskommunikation

3. Arten und Formen von virtuellen Lehr-Lern-Szenarien

4. Rollenveränderungen

4.1 Rolle des Lehrenden

4.2 Rolle der Lernenden

5. Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz Neuer Medien im Unterricht, aufgezeigt anhand einer konkreten Seminar-Planung

5.1 Allgemeine Vorbemerkungen

5.2 Blended Learning-Konzept

5.3 Seminarablauf

6. Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die bildungswissenschaftlichen und kommunikativen Voraussetzungen für den effektiven Einsatz neuer Lehr- und Lernformen (insbesondere computervermittelte Kommunikation und Blended Learning) zu analysieren und anhand einer praktischen Seminarplanung zu illustrieren.

  • Analyse der Vor- und Nachteile computervermittelter Wissenskommunikation
  • Klassifizierung virtueller Lehr-Lern-Szenarien
  • Untersuchung der Rollenveränderungen von Lehrenden und Lernenden
  • Konzeption eines Blended Learning-Szenarios für die berufliche Weiterbildung

Auszug aus dem Buch

2.1 Vorteile von cvK

Bei optimaler individueller Nutzung der technischen und infrastrukturellen Ressourcen kann cvK eine Erhöhung der Lernmotivation sowie eine Verbesserung des Verstehens und der eigenen Lerntechniken bewirken (Moshinskie, 2001, S. 218ff.).

Die Kosten von cvK sind geringer als bei klassischen Lehrveranstaltungen, die Lerninhalte standardisierbar und jederzeit abrufbar. Die Lerninhalte können jederzeit schnell, einfach und kostengünstig aktualisiert werden und somit den Veränderungen der Lern- und Arbeitswelt angepasst werden. Die Inhalte sind allen Lernwilligen mit Internetzugang bereitstellbar, und durch deren Interaktivität können multiple Perspektiven zu Themen- und Lernbereichen eingebracht, veranschaulicht und erarbeitet werden (Rosenberg, 2001, S. 29ff.; Rossett, 2001, S. 9ff.; Alexander 2006, S. 283ff.).

Über cvK kann der Lernende aktuell, effizient und sehr schnell auf Informationen zugreifen, diese abrufen und abspeichern. Zugleich gibt es die Möglichkeit, mit nahezu unbegrenzt vorhandenen und äußerst vielfältig einsetzbaren Materialien und Tools interaktiv zu arbeiten (Arnold et al., 2004, S. 41; Riser et al., 2002, S. 64).

Der Wechsel vom consumer zum prosumer des Lernens ist durch Selbstorganisation möglich und zugleich erforderlich (Schaffert & Hilzensauer, 2008, S. 3). Bei textbasierter cvK besteht der Zwang, die eigenen Gedanken zu verschriftlichen und dadurch reflektierbar zu machen. Sowohl das selbstorganisierte als auch das partizipative, kooperative und interaktive Lernen können geübt und verbessert werden. Das eigene Lernen kann individuell, selbst regulativ und höchst flexibel gestaltet und in unterschiedliche Grade der Komplexität unterteilt werden. Vertieftes Verständnis wird so möglich (Reinmann, 2008b; Reinmann, 2009, S. 103ff.; Northrup, 2001, S. 131f.).

Durch den didaktisch sinnvollen Einsatz von cvK, durch authentische Probleme und die interaktive, soziale Nähe zu Co-Lernern kann die Motivation der Lernenden erheblich gesteigert werden (Staiger, 2004, S. 31/260; Weinberger & Mandl, 2001, S. 267).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens ein und begründet die Relevanz des Einsatzes von E-Learning-Kombinationen in der modernen Weiterbildung.

2. Computervermittelte Wissenskommunikation: Das Kapitel erläutert die Potenziale und Herausforderungen der computervermittelten Kommunikation (cvK) sowie theoretische Modelle wie das Media-Richness-Modell.

3. Arten und Formen von virtuellen Lehr-Lern-Szenarien: Hier werden verschiedene Szenarien des Fern- und verteilten Lernens dargestellt und anhand von Kontrolldimensionen für virtuelle Universitäten klassifiziert.

4. Rollenveränderungen: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel der Lehrenden hin zum Lernbegleiter sowie die gestiegenen Anforderungen an die Selbstorganisation und Metakompetenzen der Lernenden.

5. Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz Neuer Medien im Unterricht, aufgezeigt anhand einer konkreten Seminar-Planung: Es wird ein konkretes Blended Learning-Konzept für eine Fortbildung im Pflegebereich detailliert dargestellt und reflektiert.

6. Zusammenfassende Bewertung und Ausblick: Das Fazit fasst die Studienergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer didaktisch fundierten, nicht rein technisch getriebenen Integration Neuer Medien.

Schlüsselwörter

Bildung, E-Learning, Blended Learning, Computervermittelte Kommunikation, cvK, Wissenskommunikation, Lehrende, Lernende, Medienkompetenz, Web 2.0, konstruktivistisches Lernen, Seminarplanung, Didaktik, Kommunikation, Sozialkompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Voraussetzungen, die für einen erfolgreichen Einsatz moderner, computerbasierter Lehr- und Lernformen in der beruflichen Weiterbildung notwendig sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Computervermittelte Kommunikation (cvK), die Gestaltung virtueller Lernszenarien, die notwendige Transformation der Rollen von Lehrenden und Lernenden sowie die praktische Umsetzung von Blended Learning-Konzepten.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass ein erfolgreicher Einsatz Neuer Medien nicht allein von der Technik abhängt, sondern eine sorgfältige didaktische Planung erfordert, die soziale Interaktion und individuelles Lernen integriert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Erarbeitung verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse zum Themenkomplex E-Learning und konzipiert ergänzend ein praxisorientiertes Blended Learning-Seminar, das der Veranschaulichung der theoretischen Erkenntnisse dient.

Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Vor- und Nachteile von cvK, klassifiziert virtuelle Lernszenarien, diskutiert Rollenveränderungen und präsentiert ein konkretes, hybrides Seminarkonzept inklusive der methodischen Vorgehensweise.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Blended Learning, Konstruktivismus, Medienkompetenz, soziale Interaktion in virtuellen Räumen und handlungsorientiertes Lernen geprägt.

Warum wird im Kontext des Seminars das Modell von Schulz von Thun verwendet?

Das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun wird als Werkzeug genutzt, um Lehrenden in Pflegeberufen zu helfen, klare Botschaften zu formulieren und Kommunikationsstörungen im pädagogischen Alltag besser zu analysieren und zu lösen.

Welchen Stellenwert nimmt das "Blended Learning-Konzept" im Dokument ein?

Das Konzept nimmt eine zentrale Rolle ein, da es laut Autor die Probleme rein digitaler Lernangebote durch die Kombination mit Präsenzphasen überwindet und somit sowohl die technische Machbarkeit als auch den Beziehungsaufbau zwischen den Lernenden fördert.

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Details

Title
Bildungs- und kommunikationswissenschaftliche Voraussetzungen für den Einsatz von neuen Lehr- und Lernformen
College
University of Hagen  (Mediendidaktik)
Course
Modul 2
Grade
2,0
Author
Karsten Hartdegen (Author)
Publication Year
2010
Pages
28
Catalog Number
V205115
ISBN (eBook)
9783656315070
ISBN (Book)
9783656315520
Language
German
Tags
bildungs- voraussetzungen einsatz lehr- lernformen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karsten Hartdegen (Author), 2010, Bildungs- und kommunikationswissenschaftliche Voraussetzungen für den Einsatz von neuen Lehr- und Lernformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205115
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