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Friedrichs Kreuzzug: Probleme der Kreuzzugsvorbereitung und -durchführung (1215 - 1229)

Titre: Friedrichs Kreuzzug: Probleme der Kreuzzugsvorbereitung und -durchführung (1215 - 1229)

Dossier / Travail , 2012 , 21 Pages

Autor:in: Sebastian Scheffler (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Das Leben Friedrichs II. ist seit jeher ein beliebter Gegenstand historischer Forschung. Eine kaum zu überblickende Menge an Publikationen über den Staufer bezeugt dies.1 Dabei rücken die verschiedensten Aspekte seiner Biografie in den Mittelpunkt, angefangen bei seiner Jugend, über seine Hofhaltung und Regierungsführung und seinen Wissensdurst bis hin zu seinen persönlichen Interessen oder familiären Konflikten. All diese Themen bieten ausreichend Stoff zur Diskussion und verdienen Beachtung. Für diese Hausarbeit ist jedoch sein Kreuzzug von besonderem Interesse, da dieser völlig anders war als alle, die vor ihm kamen und nach ihm kommen sollten.
Die Kreuzzüge des Mittelalters gehören zu den kontroversesten Themen der historischen Forschung. Die Motive und die Beweggründe der Kreuzfahrer erscheinen uns fremd und sind heute kaum mehr nachvollziehbar.2 Geblieben ist Jerusalem, das Ziel der mittelalterlichen Kreuzfahrer: Es steht noch immer im Fokus der Weltöffentlichkeit, nicht nur weil es Schmelztiegel dreier Weltreligionen ist, sondern auch weil konfessionelle Konflikte diese Region heute möglicherweise mehr als jemals zuvor prägen.3 Neben diesem Gegenwartsbezug besticht das Thema vor allem durch die Figur Kaiser Friedrichs II., der es verstand durch Geduld und sein Gefühl für Diplomatie letztendlich die Rückeroberung des Heiligen Landes für das Christentum zu bewerkstelligen – und das fast gänzlich ohne Blutvergießen.4 Damit soll nicht gesagt werden, dass es erstrebenswert wäre, Jerusalem für die Christen zurückzugewinnen. Vielmehr sei auf den Fakt verwiesen, dass die Rückeroberung Jerusalems durch Friedrich zu einer Zeit geschah, in der Glaube keine Frage der persönlichen Wahl war, sondern ein essenzieller Bestandteil des Lebens. Jeder, der der eigenen Glaubensgemeinschaft nicht zugehörig war, galt automatisch als Feind oder wurde zumindest mit Argwohn betrachtet. Es gilt daher zu fragen: Was waren die ursprünglichen Motive für die Kreuznahme Friedrichs? Mit welchen Problemen hatte er während der Vorbereitungen und der Durchführung des Kreuzzuges zu kämpfen? Wie überwand er diese Schwierigkeiten? Und was hebt diesen Kreuzzug von den anderen ab? Um diese Fragen beantworten zu können ist es zunächst nötig, im Vorfeld die Ausgangssituation und die Rahmenbedingungen von Friedrichs Herrschaft zu klären, bevor die Beantwortung der Leitfragen erfolgen kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Friedrich und seine Reiche

3 Das Land seiner Verwandten und sein Kreuzzugsversprechen

3.1 Die Bedeutung des Kreuzzug–Versprechens für Friedrich und den Papst

4 Friedrichs Kreuzzug

4.1 Die Sicherung seiner Herrschaft und die Kaiserkrönung

4.2 Sizilien, der Papst und das vorläufige Ende des Kreuzzuges

4.3 Der weitere Aufschub des Kreuzzuges und das Abkommen von Germano

4.4 Friedrich zweite Heirat und die Lage im Reich

4.5 Der Versuch des Aufbruchs und die Exkommunikation

4.6 Der lang ersehnte Aufbruch zum Kreuzzug und die Einnahme Jerusalems

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen politischen und strategischen Herausforderungen, die mit der Vorbereitung und Durchführung des Kreuzzugs von Kaiser Friedrich II. verbunden waren, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen kaiserlichen Herrschaftsinteressen und päpstlichen Erwartungen beleuchtet wird.

  • Die Rolle Friedrichs II. als Stauferherrscher in Sizilien und im Deutschen Reich.
  • Die Dynamik des päpstlich-kaiserlichen Konflikts rund um das Kreuzzugsversprechen.
  • Die diplomatische Strategie zur Rückgewinnung Jerusalems ohne militärische Konfrontation.
  • Die Bedeutung der Heiratspolitik für die Festigung der herrschaftlichen Position.
  • Die Analyse der Hintergründe für die wiederholten Aufschübe des Kreuzzugs.

Auszug aus dem Buch

4.6 Der lang ersehnte Aufbruch zum Kreuzzug und die Einnahme Jerusalems

Der Konflikt Friedrichs mit dem Papst spitzte sich in Folge der geschilderten Ereignisse immer weiter zu. Es kam sogar so weit, dass Friedrich um sein Königreich Sizilien fürchten musste, da der Papst es für sich als Lehensgebiet reklamierte. Die einzige Möglichkeit, seine Stellung weiterhin zu sichern, war eine erfolgreiche Kreuzfahrt, die er am 28. Juni 1228 immer noch gebannt, aber autonom von päpstlichen Weisungen, endlich antrat.

Mit einem mehrwöchigen Zwischenstopp auf Zypern wurde er von den Einwohnern Akkons im heutigen Israel am siebten September festlich empfangen. Jedoch wirkte sich der Konflikt mit dem Papst bis hierhin aus, denn dieser verbot den Ritterorden mit Verweis auf die Exkommunikation Friedrichs die Unterstützung des Kaisers. Damit begann die Teilung des Kreuzzugheeres. Südlich von Akkon schlug Friedrich sein Lager auf und bemühte sich sogleich, den diplomatischen Kontakt wieder aufzunehmen, der bereits 1227 von Al-Kamil dem ägyptischen Sultan ausgegangen waren. Die Lage für Al-Kamil war zunächst günstig, stand er doch kurz davor, seine Macht gegenüber seinen Verwandten auszubauen und so eine beherrschende Stellung im Nahen Osten zu erlangen. Seine Taktik bestand in der Verzögerung, um entweder seine Herrschaft weiter auszubauen zu können oder um Friedrich zur Resignation zu zwingen, wohl um seine Situation und seinen Konflikt mit dem Papst wissend. Die folgenden Gespräche und Verhandlungen verliefen daher schleppend, hatten aber den Vorteil, dass sich beide Seiten besser kennenlernten und die gegenseitige Wertschätzung stieg.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Staufer-Forschung und formuliert das spezifische Forschungsinteresse am Kreuzzug Friedrichs II.

2 Friedrich und seine Reiche: Das Kapitel schildert die Biografie Friedrichs II., sein Erbe in Sizilien und die schwierigen Rahmenbedingungen während seiner Minderjährigkeit.

3 Das Land seiner Verwandten und sein Kreuzzugsversprechen: Hier wird der Weg des Kaisers in das Deutsche Reich und die strategische Bedeutung des Kreuzzugsversprechens für die päpstliche Anerkennung thematisiert.

3.1 Die Bedeutung des Kreuzzug–Versprechens für Friedrich und den Papst: Vertiefende Analyse der gegensätzlichen Ansichten von Kaiser und Papst hinsichtlich der Inthronisation und der Kreuzzugspflicht.

4 Friedrichs Kreuzzug: Das Hauptkapitel untersucht die politischen Manöver und diplomatischen Verhandlungen rund um die Kreuzfahrt.

4.1 Die Sicherung seiner Herrschaft und die Kaiserkrönung: Fokus auf die Festigung der Machtbasis nach der Rückkehr aus Sizilien und die erfolgreiche Kaiserkrönung.

4.2 Sizilien, der Papst und das vorläufige Ende des Kreuzzuges: Behandlung des militärischen Scheiterns vor Ägypten und der daraus resultierenden diplomatischen Spannungen.

4.3 Der weitere Aufschub des Kreuzzuges und das Abkommen von Germano: Erörterung der Gründe für die erneute Verzögerung und der Bemühungen um eine rechtliche Absicherung des Aufbruchs.

4.4 Friedrich zweite Heirat und die Lage im Reich: Analyse der Hochzeitspolitik und der Versuche, die königliche Autorität gegenüber dem Adel zu behaupten.

4.5 Der Versuch des Aufbruchs und die Exkommunikation: Beschreibung des gescheiterten Aufbruchs im Jahr 1227 und der daraus folgenden Exkommunikation durch Gregor IX.

4.6 Der lang ersehnte Aufbruch zum Kreuzzug und die Einnahme Jerusalems: Zusammenfassung der erfolgreichen, jedoch diplomatisch erreichten Rückgabe Jerusalems trotz Exkommunikation.

5 Schlussbetrachtung: Ein Resümee der Motive und der Besonderheiten des Kreuzzugs Friedrichs II. im Vergleich zu anderen mittelalterlichen Unternehmungen.

Schlüsselwörter

Friedrich II., Staufer, Kreuzzug, Jerusalem, Papsttum, Kaiserkrönung, Diplomatie, Sizilien, Al-Kamil, Mittelalter, Herrschaftssicherung, Exkommunikation, Deutsche Geschichte, Religionsgeschichte, Mittelmeerpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen Zusammenhänge und die politischen Herausforderungen rund um den Kreuzzug von Kaiser Friedrich II. zwischen 1215 und 1229.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Herrschaftsinteressen in Sizilien und im Deutschen Reich, die diplomatischen Verhandlungen mit dem Papst sowie die besondere Art der Rückgewinnung Jerusalems.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die ursprünglichen Motive für die Kreuznahme zu klären, die Probleme bei der Vorbereitung und Durchführung zu benennen und darzulegen, was diesen Kreuzzug von anderen unterschied.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Analyse unter Auswertung zeitgenössischer Quellen und einschlägiger moderner Fachliteratur.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt chronologisch die Herrschaftskonsolidierung, die Auseinandersetzungen mit den Päpsten Honorius III. und Gregor IX. sowie die Verhandlungstaktik mit dem Sultan Al-Kamil.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Staufer, Kreuzzug, Jerusalem, Exkommunikation, päpstlich-kaiserlicher Konflikt und diplomatische Verhandlungen.

Wie gelang es Friedrich II., Jerusalem ohne großen Krieg zu gewinnen?

Durch eine Taktik der Verzögerung und beharrliche diplomatische Verhandlungen mit dem Sultan Al-Kamil erreichte er eine vertragliche Vereinbarung zur freien Übergabe der Stadt.

Warum war der Papst mit der Einnahme Jerusalems dennoch unzufrieden?

Die Unzufriedenheit resultierte daraus, dass Friedrich II. sich zum Zeitpunkt des Erfolges weiterhin im Zustand der Exkommunikation befand und die Eroberung durch einen "gebannten" Herrscher nicht dem kirchlichen Ideal entsprach.

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Résumé des informations

Titre
Friedrichs Kreuzzug: Probleme der Kreuzzugsvorbereitung und -durchführung (1215 - 1229)
Université
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Cours
Basismodul Mittelalterliche Geschichte
Auteur
Sebastian Scheffler (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
21
N° de catalogue
V205237
ISBN (ebook)
9783656322290
ISBN (Livre)
9783656326120
Langue
allemand
mots-clé
friedrichs kreuzzug probleme kreuzzugsvorbereitung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Scheffler (Auteur), 2012, Friedrichs Kreuzzug: Probleme der Kreuzzugsvorbereitung und -durchführung (1215 - 1229), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205237
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Extrait de  21  pages
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