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Philia als Habitusverwandtschaft?

Wie lässt sich die moderne romantische Liebe in Paarbeziehungen mithilfe der Begriffe und Theorien über die Freundschaft (Aristoteles) und des Habitus (Bourdieu) verstehen?

Titre: Philia als Habitusverwandtschaft?

Dossier / Travail , 2010 , 16 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Tina Müller (Auteur)

Philosophie - Pratique (Ethique, Esthétique, Culture, Nature, Droit, ...)
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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2
2. Aristoteles Freundschaftsbegriff 3
3. Habitus 4
4. Der Habitus als Ursache für den Affekt der Liebe und das Wohlwollen 5
5. Die Selbstliebe als Voraussetzung für die Freundesliebe 7
6. Der Freund als zweites Ich /Habitusverwandtschaft 9
7. Die Betätigung der Liebe als Zusammenleben im sozialen Raum 9
8. Fazit 12
9. Literaturverzeichnis 14
10. Internetquellen 14

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aristoteles Freundschaftsbegriff

3. Habitus

4. Der Habitus als Ursache für den Affekt der Liebe und das Wohlwollen

5. Die Selbstliebe als Voraussetzung für die Freundesliebe

6. Der Freund als zweites Ich /Habitusverwandtschaft

7. Die Betätigung der Liebe als Zusammenleben im sozialen Raum

8. Fazit

Zielsetzung und Thematik der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die moderne romantische Liebe in Paarbeziehungen, indem sie den antiken Begriff der Philia bei Aristoteles mit Bourdieus soziologischem Konzept des Habitus verknüpft. Ziel ist es, zu verdeutlichen, dass Liebe kein rein willkürliches Gefühl ist, sondern soziologisch fassbaren Gesetzmäßigkeiten folgt und dass das Konzept der Habitusverwandtschaft ein tiefgreifenderes Verständnis moderner Beziehungsstrukturen ermöglicht.

  • Übertragung antiker Freundschaftstheorien auf moderne Liebesbeziehungen.
  • Analyse der Rolle des Habitus bei der Partnerwahl.
  • Untersuchung von Zusammenleben als Ausdruck gemeinsamer sozialer Praxis.
  • Die Bedeutung von ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital für die Stabilität von Beziehungen.
  • Kritische Reflexion über die Reproduktion sozialer Ungleichheiten durch Partnerwahl.

Auszug aus dem Buch

Wohlwollen aufgrund der Nähe des Habitus

Nach Bourdieu ist die Wahl des „Affekts der Liebe“ keinesfalls zufällig. Auf latentem Wege erfasst „der soziale Instinkt […] seine Anhaltspunkte in dem System von Zeichen“ (Bourdieu, 1982, S. 374). Das Liebessubjekt nimmt unterbewusst wahr, wer/was das Liebesobjekt ist. Dies gewährleistet der Habitus auf Grundlage der „Präsenz früherer Erfahrungen, die sich in jedem Organismus in Gestalt von Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemata niederschlagen […]“ (Bourdieu, 1987, S. 101).

Wir nehmen die soziale Welt und deren Individuen wahr. Durch Erfahrungen können wir diese Wahrnehmungen interpretieren und strukturieren (vgl. Bourdieu, 1987,S. 102). Hierfür benötigen wir Kategorien, mit denen wir Alltagssituationen unterbewusst mit vergangenen Erfahrungen und Wahrnehmungen abgleichen können. Wir besitzen ethische Werte und „Geschmack“, um das wahrgenommene zu beurteilen, welches in Kategorien gedacht wurde (vgl. Bourdieu, 1982,S. 278). Die Handlungsschemata, welche alle externen Praktiken umfassen, wie Bewegung, Sprache, Körperkultur und Kleidungsstil kehren unseren verinnerlichten Habitus für andere wahrnehmbar nach außen (vgl. Bourdieu, 1987, S. 102). Andere können uns aufgrund dieser Handlungsschemata durch ihre Wahrnehmungs- und Denkschemata kategorisieren und beurteilen.

Das Liebessubjekt erkennt die „Kleidung, Aussprache, Haltung, Gang, Umgangsformen“ (Bourdieu, 1982, S. 374) des Liebesobjektes und möglicherweise auch die Lektüre beim Lesen im Park, den Einkauf im Supermarkt, das Getränk in der Bar, die Teilnahme an einer politischen Demonstration, die gemeinsamen Freunde auf einer Party und den Musikgeschmack bei einem Konzert oder in einem Club. Wir registrieren alle diese Anzeichen unterbewusst in deren Kombination und empfinden Sympathie für das Liebessubjekt auf Grundlage sozialer Nähe des Habitus (vgl. Schütze, 2008, S. 161).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die soziologische Analyse der Liebe ein und stellt die Forschungsfrage, wie Aristoteles' Philia-Begriff mithilfe von Bourdieus Habitustheorie auf moderne Paarbeziehungen angewendet werden kann.

2. Aristoteles Freundschaftsbegriff: Dieses Kapitel erläutert die aristotelische Unterscheidung zwischen Nutzen-, Lust- und Tugendfreundschaft als fundamentale Kategorien für zwischenmenschliche Beziehungen.

3. Habitus: Der Begriff des Habitus nach Bourdieu wird als System von Wahrnehmungs- und Handlungsschemata eingeführt, das gesellschaftlich bedingt und unterbewusst wirksam ist.

4. Der Habitus als Ursache für den Affekt der Liebe und das Wohlwollen: Hier wird der Übergang von einem spontanen Sympathiegefühl hin zu wohlwollendem Handeln analysiert und mit dem soziologischen Konzept der sozialen Nähe verknüpft.

5. Die Selbstliebe als Voraussetzung für die Freundesliebe: Das Kapitel legt dar, dass die Fähigkeit, einen anderen Menschen um seiner selbst willen zu lieben, auf einem tugendhaften Selbstverhältnis und Selbstliebe basiert.

6. Der Freund als zweites Ich /Habitusverwandtschaft: Es wird erörtert, wie Gleichheit im Habitus und im tugendhaften Charakter eine tiefe Verbundenheit als „zweites Ich“ ermöglicht.

7. Die Betätigung der Liebe als Zusammenleben im sozialen Raum: Der Fokus liegt hier auf der Bedeutung des gemeinsamen Lebensstils und der Kommunikation für die Aufrechterhaltung einer dauerhaften und glücklichen Beziehung.

8. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Liebe strukturellen Gesetzmäßigkeiten folgt und die Partnerwahl zur Reproduktion sozialer Schichten beitragen kann.

Schlüsselwörter

Philia, Habitus, Bourdieu, Aristoteles, Liebestheorien, Paarbeziehung, Tugendfreundschaft, soziale Praxis, Kapitalsorten, soziale Nähe, Partnerwahl, Selbstliebe, Zusammenleben, Sozialisation, Lebensstil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologischen und philosophischen Grundlagen der modernen romantischen Liebe, indem sie antike Konzepte mit modernen Theorien verbindet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Freundschaftslehre des Aristoteles, Bourdieus Theorie des Habitus sowie deren gemeinsame Anwendung auf moderne Liebesbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Liebe keine willkürliche Entscheidung ist, sondern durch den Habitus und soziale Strukturen maßgeblich mitbestimmt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der die philosophischen Konzepte von Aristoteles mit den soziologischen Modellen von Pierre Bourdieu kontrastiert und synthetisiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Liebe, die Rolle der Selbstliebe, die Bedeutung von Habitusverwandtschaft und den Einfluss sozialer Faktoren wie ökonomisches und kulturelles Kapital.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Philia, Habitus, Tugendfreundschaft, soziale Nähe und Partnerwahl charakterisiert.

Inwiefern beeinflusst der Habitus die Partnerwahl?

Laut Bourdieu wählen wir Partner aufgrund unterbewusster „sozialer Instinkte“, die uns zu Menschen mit ähnlichen Handlungsschemata und vergleichbarem sozialen Kapital hinziehen.

Kann Liebe nach Aristoteles und Bourdieu zwischen sozialen Schichten existieren?

Beide Autoren deuten darauf hin, dass die Nähe im sozialen Raum die Entstehung von Liebe begünstigt, was eine dauerhafte Beziehung zwischen extrem ungleichen sozialen Milieus erschwert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Macht in Liebesbeziehungen?

Kommunikationsbeziehungen in der Liebe werden als Machtbeziehungen verstanden, da ungleiche soziale Hintergründe und Sprachcodes zu Ausschlussmechanismen führen können.

Welche Bedeutung hat das „Zusammenleben“ für die Liebe?

Das Zusammenleben dient als Ausdruck einer geteilten sozialen Praxis, in der gemeinsame Interessen und Lebensweisen das Glück der Partner sichern.

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Résumé des informations

Titre
Philia als Habitusverwandtschaft?
Sous-titre
Wie lässt sich die moderne romantische Liebe in Paarbeziehungen mithilfe der Begriffe und Theorien über die Freundschaft (Aristoteles) und des Habitus (Bourdieu) verstehen?
Université
Free University of Berlin
Note
1,3
Auteur
Tina Müller (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
16
N° de catalogue
V205244
ISBN (ebook)
9783656315858
ISBN (Livre)
9783656316831
Langue
allemand
mots-clé
philia habitusverwandtschaft liebe paarbeziehungen begriffe theorien freundschaft aristoteles habitus bourdieu
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tina Müller (Auteur), 2010, Philia als Habitusverwandtschaft? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205244
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Extrait de  16  pages
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