Wissenschaft in den Medien ist inzwischen weit verbreitet. Egal, ob Fernsehen, Radio, Zeitung oder Zeitschrift, alle arbeiten mit ihr und berichten über sie.
Schon in den 90er Jahren begannen große Zeitungen und Zeitschriften ihre Blätter auch mit Wissenschaft zu füllen. Doch Tschernobyl, BSE, Naturkatastrophe und hohe Dioxin-Werte führten zu einem sich immer weiter verbreitetem Wissensdurst in der Gesellschaft. Die Printmedien reagierten mit Wissenschaftsressorts, Wissensmagazinen und wissenschaftlichem Hintergrundwissen.
Daher gehören Informationen über Wissenschaft mittlerweile zu nahezu jedem Printmedium, Tages-, Wochen- oder Sonntagszeitungen berichten aus und über die Wissenschaft und unterstützen Berichte aus anderen Ressorts mit wissenschaftlichen Daten. Ganze Zeitschriften beschäftigen sich mit dem Thema und treten so zwischen das Fach und die Öffentlichkeit.
Medizin, Technik, Natur, Forschung und vieles mehr lässt sich in den Printmedien finden. Doch Umfang, Stetigkeit und Qualität der Berichterstattung zu besagten Themengebieten unterscheiden sich und lassen sich nicht pauschal auf jedes Medium übertragen, sodass eine Differenzierung und deutliche Unterscheidung publikationspolitischer Natur von Nöten ist. Indes ist eine Entzweiung des Wissenschaftsjournalismus ebenso obligat, da sowohl die Wissenschaft selbst, aber auch jedes beliebige andere Thema den Auslöser zur Berichterstattung darstellen kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wo gibt es Wissenschaft?
2.1. Zeitungen
2.2. Zeitschriften
3. Wissenschaftsjournalismus
4. Boulevard, mid-market, Qualität
4.1. Definition Qualitätsmedium
4.2. Einordnung der verschiedenen Printmedien
4.3. Definition Boulevardjournalismus
5. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Printmedien
6. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie Wissenschaft in unterschiedlichen Typen deutscher Printmedien dargestellt wird, und analysiert die dabei auftretenden Unterschiede hinsichtlich der redaktionellen Arbeitsweise und Zielgruppenorientierung.
- Typologie und Differenzierung von Printmedien
- Strukturen des Wissenschaftsjournalismus
- Merkmale von Qualitätsmedien vs. Boulevardpresse
- Arbeitsweisen von Wissenschaftsredaktionen
- Einfluss von Zielgruppen auf die Berichterstattung
Auszug aus dem Buch
4.1. Definition Qualitätsmedium:
Auf eine klare Definition möchte ich verzichten, da Qualität einer subjektiven Wahrnehmung entspringt und besonders in Bezug auf den Inhalt eines Textes, je nach Blickwinkel des Lesers, sehr mannigfaltig interpretiert werden kann. Der Begriff Qualität ist daher schwer zu operationalisieren, dennoch können die folgenden Kriterien durchaus einen Rahmen für eine Definition geben.
– Die Redaktionen der Qualitätsmedien sind durch eine starke Spezialisierung geprägt, ihre einzelnen Mitglieder besitzen Kompetenzen und Kenntnisse, welche nach Blum11 denen eines Universitätsprofessors entsprechen.
– Ein große Netz aus in- und ausländischen Korrespondenzen
– Die Priorität liegt bei den Themenbereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft und dem aktuellen Weltgeschehen
– Genaue Recherche, welche u.a. durch richtige Fakten widerspiegelt
– Es geht darum, diese gegeben Fakten zu referieren, interpretieren und kommentieren
– Vielfalt der journalistischen Darstellungs- und Vermittlungsformen
– Die Rezeption und Anerkennung durch andere Journalisten und die damit verbundene Übernahme von Themen und Deutungen dieser
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung des Wissenschaftsjournalismus und Formulierung der Forschungsfrage zur Vielfalt und dem Rahmen wissenschaftlicher Berichterstattung.
2. Wo gibt es Wissenschaft?: Differenzierung der Printmedienlandschaft in Zeitungen und Zeitschriften sowie deren jeweilige Rolle bei der Abbildung wissenschaftlicher Inhalte.
3. Wissenschaftsjournalismus: Definition des Wissenschaftsjournalismus im engeren und weiteren Sinne sowie seine Rolle als Vermittler zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.
4. Boulevard, mid-market, Qualität: Analyse der Kriterien von Qualitätsmedien und Boulevardjournalismus sowie deren Einordnung in die deutsche Medienlandschaft.
5. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Printmedien: Vergleich der redaktionellen Arbeitsabläufe, Nachrichtenwerte und publizistischen Ausrichtungen verschiedener Medienhäuser.
6. Schluss: Fazit über die Entwicklung des Wissenschaftsjournalismus und die weiterhin essenzielle Rolle der gedruckten Medien in einer Wissensgesellschaft.
Schlüsselwörter
Wissenschaftsjournalismus, Printmedien, Qualitätsmedien, Boulevardjournalismus, Zeitungen, Zeitschriften, Redaktion, Medienanalyse, Publizistik, Wissensgesellschaft, Nachrichtenwerte, Medienstruktur, Journalistische Arbeit, Themenvielfalt, Berichterstattung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Darstellung wissenschaftlicher Themen in deutschen Printmedien und die damit verbundenen journalistischen Arbeitsprozesse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören die Typologie von Zeitungen und Zeitschriften, die Definition des Wissenschaftsjournalismus sowie die Unterschiede zwischen Qualitäts- und Boulevardmedien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt nach der Vielfalt und dem Rahmen, in dem Wissenschaft in deutschen Printmedien stattfindet, und wie sich diese Berichterstattung medienübergreifend unterscheidet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine strukturierte deskriptive Analyse und Literaturrecherche, um die bestehenden Typologien und Redaktionsabläufe in den Printmedien einzuordnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Definition von Qualitätsmedien, die Einordnung verschiedener Medientypen und vergleicht die Arbeitsweisen der Redaktionen anhand von Beispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Wissenschaftsjournalismus, Qualitätsmedien, Boulevardjournalismus, Medienstruktur und journalistische Vermittlungsformen.
Welchen Stellenwert nimmt die Redaktionskonferenz in der Arbeit ein?
Die Autorin hebt die Bedeutung unterschiedlicher Konferenzkulturen hervor, um zu verdeutlichen, wie verschiedene Redaktionen (z.B. DIE ZEIT vs. FAZ) zu ihren wissenschaftlichen Inhalten kommen.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen dem "engeren" und "weiteren" Wissenschaftsjournalismus?
Der engere Sinn fokussiert sich auf die Vermittlung neuer Forschungsergebnisse durch Experten, während der weitere Sinn Wissenschaft als Hintergrundwissen in anderen Ressorts, wie Politik oder Wirtschaft, nutzt.
- Citation du texte
- Laura Sarau (Auteur), 2012, Die Wissenschaft zwischen Printmedien und Öffentlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205266