Schule nimmt eine zentrale Stellung im Leben eines Heranwachsenden ein. In dieser Zeit erhalten Kinder und Jugendliche Kenntnisse über Werte und Normen, sowie soziale Interaktionen und Bildung. Die Schule eröffnet Bildungschancen, vermittelt soziale Kompetenzen und bereitet den Einstieg in das spätere Berufsleben vor.Die Aufgabe der Lehrer/innen besteht darin als Vorbildfunktion zu fungieren, Wissen zu vermitteln und die Schüler/innen nach ihren Anforderungen erbrachten Leistungen zu beurteilen.
Mit der Begründung von Lehrerhandeln, sowie Recht und Unrecht in diesem Kontext, wird jeder Schüler konfrontiert.
Da Bildungslaufbahn, Bildungsstand und Unterrichtserfolg in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der wissenschaftlichen und öffentlichen Diskussion gelangt sind, möchte ich das Entscheidungsverhalten von Lehrern thematisieren.
Der Schwerpunkt dieser Hausarbeit liegt darin, Lehrerkognitionen und das damit verbundene Entscheidungsverhalten gegenüber Schüler/innen zu analysieren und ihr Handeln im Schullalltag zu beschreiben.
Es wird das Verhältnis zwischen Lehrer/innen und Schüler/innen dargestellt, sowie Typisierung, Erwartungsentstehung und Geschlechtsspezifikation erforscht. Anhand empirischer Studien werden Hypothesen erörtert und Forschungsergebnisse erbracht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Lehrertypen
3. Machtverhältnis zwischen Lehrer/innen und Schüler/innen
4. Erwartungen der Lehrer/innen
4.1 Pygmalion-Effekt von Rosenthal & Jacobsen
4.2 Studie von Brophy&Good
4.3 Studie von Rosemann
5. Schülertypisierung
6. Geschlechtsspezifische Tendenzen
6.1 Studie von Frasch& Wagner
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was beeinflusst das Entscheidungsverhalten von Lehrkräften?
Lehrerkognitionen, Erwartungshaltungen, Schülertypisierungen und geschlechtsspezifische Tendenzen spielen eine zentrale Rolle bei der Beurteilung von Leistungen.
Was ist der „Pygmalion-Effekt“?
Der Pygmalion-Effekt (nach Rosenthal & Jacobsen) besagt, dass die (positive) Erwartungshaltung eines Lehrers die tatsächliche Leistungsentwicklung der Schüler beeinflussen kann.
Welche Machtverhältnisse bestehen zwischen Lehrern und Schülern?
Die Arbeit analysiert das asymmetrische Verhältnis, in dem Lehrer als Vorbilder, Wissensvermittler und zugleich als Instanzen der Leistungsbeurteilung fungieren.
Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Beurteilung?
Die Hausarbeit untersucht anhand von Studien (z.B. Frasch & Wagner), ob Lehrer Jungen und Mädchen unbewusst unterschiedlich bewerten oder fördern.
Was versteht man unter „Schülertypisierung“?
Dies beschreibt den mentalen Prozess, bei dem Lehrer Schüler in bestimmte Kategorien einteilen, was die Wahrnehmung von deren Verhalten und Leistungen prägt.
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- Nadine Horn (Author), 2011, Entscheidungsverhalten von LehrerInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205450