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''Das ist doch kein Name für eine Katze! [...] Ich riss das Schildchen ab und zerknüllte es in vier Teile.''

Die Komik in den spontanen Bühnenerzählungen Helge Schneiders - Eine Beispielanalyse

Titre: ''Das ist doch kein Name für eine Katze! [...] Ich riss das Schildchen ab und zerknüllte es in vier Teile.''

Travail d'étude , 2012 , 35 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Martin Riebel (Auteur)

Philologie Allemande - Sémiotique, Pragmatique, Sémantique
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Ernst ist das Leben, heiter die Kunst.“ (Schiller, 2008, S.13). Wieso ist die Auseinandersetzung mit der Kunst, insbesondere mit der komischen, dann zumeist so ernst, bisweilen sogar dröge?
Wie allgemeinhin bekannt, hilft kein Lamentieren. Doch dieser nörglerische Einstieg ist nötig, um die Motivation dieser Arbeit zu verdeutlichen, ihre Schwerpunktlegung zu artikulieren.
Dass die thematische Wahl in dieser Ausarbeitung nun auf den textuellen Humor Helge Schneiders fällt, ist zum einen meiner Affinität für diesen Künstler zuzuschreiben, zum anderen beinhaltet dessen Erzählwerk aber auch einige höchst interessante, innovative, wenn nicht sogar gänzlich neue und damit eigene Spielarten der Komik, was eine Auseinandersetzung dahingehend unabdingbar, geradezu virulent, macht.
Interessanterweise setzt sich die dünn gesäte Forschung zum Werk Helge Schneiders lieber mit den, vermeintlich, ernsten Seiten des Künstlers auseinander und versteckt hinter viel Polemik lediglich den einen oder anderen Gedanken zur Komik (vgl. bspw. Seidel, 2002, S.129 u.a.).
So ist das Thema der Komik im Werke Helge Schneiders bewusst gewählt, um mich eher einer geisteswissenschaftlichen Rezeptionslinie nach Hosmann (2008) oder Schönebäumer (2005) anzuschließen und den Künstler als das zu sehen, das er selbst auch zu sein beabsichtigt – „Ich bin ein Musiker, der Quatsch macht.“ (Schneider, nach Dax, 2008, S.269).
Der Fokus auf die erzählten Geschichten Schneiders am gewählten Beispiel ist deswegen gelegt, da diese Facette des Werkes Schneiders bislang nahezu unbesprochen blieb (vgl. Seidel, 1999, 2002; Hosmann, 2008; Schneider, Frank, 2002; Elstner, 2010).
Es ist schlussendlich Anliegen dieser Abhandlung, die Erzählung „Operette an eine kleine Katze (Orang-Utan Klaus)“ hinsichtlich ihrer sprachlichen, konversatorischen und inhaltlichen Besonderheiten zu analysieren und anhand eigener Schlussfolgerungen unter Zuhilfenahme adäquat ausgewählter Theorien davon ihre komische Wirkung abzuleiten. Davon ausgehend wird es möglich sein, in Schneiders Geschichte erzählerische Innovationen zu veranschaulichen, deren Betrachtung es unbedingt wert ist, gemacht zu werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorien der Komik

2.1 Das Komische als Kipp-Phänomen

2.2 Vom signifikant und absolut Komischen

2.3 Befreiendes und beipflichtendes Lachen

2.4 Methodische Schlussfolgerungen für diese Arbeit

3 Kommentierte Transkription „Operette für eine kleine Katze [...]“

3.1 Begründung der Textauswahl

3.2 Zur Transkriptionsweise

3.3 „Operette an eine kleine Katze (Orang-Utan Klaus)“

4 Analyse von komischen Momenten der spontanen Bühnenerzählung

4.1 Sprachliche Ebene

4.1.1 Betrachtung der grammatikalischen Auffälligkeiten

4.1.2 Zur komischen Rolle des Stils

4.1.3 Rhetorische Mittel

4.1.4 Zur Rolle der sprachlichen Improvisation und des Lachens Schneiders

4.2 Kommunikationsmaximische Analyse nach Grice

4.2.1 Maxime der Quantität

4.2.2 Maxime der Relation

4.2.3 Maxime der Qualität

4.3 Innovationen der erzählten Welt

4.3.1 Komik auf der inhaltlichen Ebene

4.3.2 Die Schneidersche konsistente Inkonsistenz der erzählten Welt

5 Fazit dieser Betrachtungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die humoristischen Mechanismen in Helge Schneiders spontanen Bühnenerzählungen am Beispiel der „Operette an eine kleine Katze (Orang-Utan Klaus)“. Ziel ist es, durch eine philologische Analyse nachzuweisen, dass Schneiders Erzählhumor auf einer gezielten Dekonstruktion konventioneller Erzählstrukturen sowie einer völlig autarken, inkonsistenten Logik basiert, die das absolut Komische verkörpert.

  • Analyse sprachlicher Komik und grammatikalischer Grenzüberschreitungen
  • Untersuchung der kommunikativen Struktur mittels Grices Konversationsmaximen
  • Erforschung der „Schneiderschen konsistenten Inkonsistenz“ der erzählten Welt
  • Einordnung in theoretische Modelle zur Komik (Kipp-Phänomen, befreiendes Lachen)
  • Deutung der Rolle von Improvisation und Running-Gags als Komik-Katalysatoren

Auszug aus dem Buch

3.3 „Operette an eine kleine Katze (Orang-Utan Klaus)“

1 „Ich möchte eine kleine Geschichte erzählen, die mich veranlasste auch ein … eine 2 kleine Operette zu schreiben. Eine Sakraloperette für dieses kleine Tierchen. Es ist, war 3 eine Katze. 4 Es war so: Ich saß in meinem Zimmer und schrob auf der Schreibmaschine. [Genuschel, 5 mit übertrieben englischer Aussprache, etwa] But when we can on and sat on the 6 corner and. Und schrieb wahrscheinlich eine Doktorarbeit, ich weiß es nicht, ob es 7 Gynäkölie, Gynäkologie war oder Französisch. Draußen, der Wind pfiff ein, sein Lied, 8 sein immerwährendes, altes Lied und die Wolken verdüsterten den Himmel ein bisschen 9 auf dem Bild von Kaspar David Friedrich, das ich selbst gemalt hatte. Es war ein 10 Original. Abgebildet waren der Schah von Persien und die Mickymaus-poppend [lacht].

11 Ich hatte mir ein Würstchen gekauft von der Würstchenbude, die in meinem Zimmer 12 steht und die schmeckte sehr lecker. Sie schmeckte genauso gut wie die, die ich einen 13 Tag vorher gegessen hatte. Ihr wisst, die, die morgens hinten im Schlafanzug lag. 14 Und als ich aufstand, bommelte sie hin und her. Was für eine Wurst! What a wurst! 15 [lacht]

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung des humoristischen Werks von Helge Schneider, um eine Lücke in der wissenschaftlichen Rezeption des Komischen zu schließen.

2 Theorien der Komik: Es werden theoretische Grundlagen wie das Kipp-Phänomen nach Iser, die Unterscheidung von signifikant und absolut Komischem nach Baudelaire sowie Wellershoffs Lachtheorie für die Analyse herangezogen.

3 Kommentierte Transkription „Operette für eine kleine Katze [...]“: Dieses Kapitel begründet die Auswahl des Quellentextes und legt die Grundlage für die anschließende Untersuchung durch eine exakte Transkription.

4 Analyse von komischen Momenten der spontanen Bühnenerzählung: Das Hauptkapitel untersucht Sprache, konversationsmaximische Brüche und die autarke Logik der erzählten Welt als Quellen des Komischen.

5 Fazit dieser Betrachtungen: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und Schneider als avantgardistischer Einzelkämpfer gewürdigt, dessen Werk durch die „konsistente Inkonsistenz“ besticht.

Schlüsselwörter

Helge Schneider, Komik, Absurdität, Groteske, Sprachanalyse, Kipp-Phänomen, Konversationsmaximen, Bühnenerzählung, Transversalität, konsistente Inkonsistenz, Humor, Nonsens, Erzählstruktur, Improvisation, Musik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die komische Wirkung der spontanen Bühnenerzählungen von Helge Schneider, speziell anhand der „Operette an eine kleine Katze“.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Es werden sprachliche Auffälligkeiten, die Missachtung konventioneller Kommunikationsregeln sowie die Entwicklung einer völlig autarken, inkonsistenten Erzählwelt untersucht.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, die spezifischen Mechanismen des „Schneiderschen Humors“ zu identifizieren und dessen Einzigartigkeit innerhalb der humoristischen Literatur theoretisch zu untermauern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autor setzt auf eine Kombination aus literaturwissenschaftlichen Komiktheorien (u.a. Iser, Baudelaire) und einer linguistischen Analyse nach den Konversationsmaximen von Grice.

Welche Aspekte stehen im Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der sprachlichen Ebene (Grammatik/Stil), der Analyse des Dialogs nach Grices Maximen und der inhaltlichen Absurdität der Erzählung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Begriffe „konsistente Inkonsistenz“, „Transversalität“, „Kipp-Phänomen“ und „absolut Komisches“ sind zentral für die Argumentation des Autors.

Was bedeutet der Begriff „Schneidersche konsistente Inkonsistenz“?

Er beschreibt die Eigenschaft von Schneiders Geschichten, jegliche logische Kausalität der realen Welt aufzuheben und stattdessen eine eigene, in sich geschlossene Welt ohne feste Gesetze zu schaffen.

Warum wird Grices Kommunikationsmodell auf die Erzählungen angewendet?

Die Anwendung dient dazu, aufzuzeigen, wie Schneider bewusst und virtuos gegen Standard-Kommunikationsregeln verstößt, um durch diesen Regelbruch ein komisches Potenzial freizusetzen.

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Résumé des informations

Titre
''Das ist doch kein Name für eine Katze! [...] Ich riss das Schildchen ab und zerknüllte es in vier Teile.''
Sous-titre
Die Komik in den spontanen Bühnenerzählungen Helge Schneiders - Eine Beispielanalyse
Université
University of Leipzig  (Germanistisches Institut)
Note
1,0
Auteur
Martin Riebel (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
35
N° de catalogue
V205476
ISBN (ebook)
9783656321729
ISBN (Livre)
9783656322313
Langue
allemand
mots-clé
Helge Schneider Linguistik Komik Sprachwissenschaft Erzählungen Bühnenerzählung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Riebel (Auteur), 2012, ''Das ist doch kein Name für eine Katze! [...] Ich riss das Schildchen ab und zerknüllte es in vier Teile.'', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205476
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Extrait de  35  pages
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