Goethes "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" - Zur Entstehungsgeschichte Goethes berühmten Werkes

Im Vergleich zu Berlichingens "Lebens-Beschreibung" in Auseinandersetzung mit den Merkmalen der Sturm und Drang Bewegung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2012

33 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit

2. Zur Entstehungsgeschichte Goethes Götz ‘
2.1. Interesse an der Rittergestalt Gottfried von Berlichingen
2.2. Der Urgötz entsteht
2.3. Neubearbeitung zum Götz von Berlichingen

3. Der historische Götz im Vergleich zu seiner dramatischen Figur

4. Zeitgenössische Rezeption

5. Goethes Götz als erstes Drama des Sturm und Drang? - Zu den Merkmalen des Sturm und Drang
5.1. Thematik
5.2. Form
5.3. Sprache
5.4. Charaktere

6. Zusammenfassung der Diskussion und offene Fragestellungen

7. Literaturverzeichnis

8. Bildnachweis

1. Gegenstand und Zielsetzung der Arbeit

„Der im 16. Jahrhundert gescheiterte historische Götz erfährt seine Aufer- stehung und ein neues Leben als gedichtete Gestalt des 18. Jahrhundert, die Realität der Vergangenheit lebt auf in der Dichtung der Wahrheit.“[1]

Das Ziel der vorliegenden Ausarbeitung wird es sein, diese in der gegenwärtigen Literaturwissenschaft vorherrschende Meinung bezüglich seines Gehalts zu überprüfen. Ist der Held aus Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand des jungen Goethes mit der historischen Rittergestalt vergleichbar? Warum und woran ist dieser Ritter gescheitert? Lässt der Autor mit seinem Schauspiel tatsächlich die Gesellschaft des 16. Jahrhunderts wiederaufleben? Diese und weitere Fragen lassen sich in Bezug auf Goethes Schauspiel stellen.

Um sie beantworten zu können, wird zunächst auf die Entstehungsgeschichte des Schauspiels eingegangen, die der Autor selbst in Dichtung und Wahrheit darstellt. Es werden Goethes Quellen, Einflüsse und Interesse an der Gestalt des Ritters er- läutert. Warum Goethe den Plan verfolgt, die Lebens-Beschreibungen Herrn Gö- zens von Berlichingen in dramaturgischer Form umzugestalten, gilt es zu be- schreiben. Es wird zu sehen sein, dass vor der endgültigen Fassung noch eine er- ste Fassung existiert, der sogenannte Urgötz. Diese werden gegenüber gestellt, um aufzuzeigen, inwiefern sich Unterschiede zwischen den beiden finden lassen. Im Anschluss daran wird ein Vergleich zwischen der dramatischen Gestalt des Götz und der historischen Rittergestalt gezogen, die zwei Jahrhunderte zuvor lebte. Be- achtet werden muss zudem die Wirkung des Stückes unter Goethes Zeitgenossen, um die Bedeutung dessen ermessen zu können. Abschließend wird noch überprüft werden, ob Goethes Drama wirklich als eines der Sturm und Drang Bewegung an- gesehen werden kann, wie es oft in der Forschung lautet. Deshalb wird als erstes auf die allgemeinen Merkmale dieser literaturgeschichtlichen Epoche eingegan- gen. Daraufhin werden konkret diese Merkmale auf die Thematik, Form, hierbei primär auf die Art des aristotelischen Theaters, Sprache und die Charaktere des Stückes übertragen, wobei auf die Figuren des Götz‘, Weislingens und Adelheids eingegangen wird, da sie für diese Untersuchung am wichtigsten erscheinen.

Wenn der Götz die Kriterien des Sturm und Drang Gedankens aufzeigt, so gilt Goethe als einer der ersten Dramatiker dieser Strömung.

2. Zur Entstehungsgeschichte Goethes Götz

Johann Wolfgang Goethe[2] selbst beschreibt die Entstehungsgeschichte seines Dra- mas Götz von Berlichingen ausführlich in seiner Autobiographie Dichtung und Wahrheit. Aus meinem Leben, die er zwischen 1808 und 1831 verfasst. Zur Zeit der Entstehung lebt Goethe in Straßburg und studiert Jura. Sein Lehrer Johann Daniel Schöpflin[3] beeinflusst ihn sehr, primär sein Werk Alsatia Illustrata, für das dieser exakte historische Studien betrieb.[4] Durch Schöpflins Schüler Jeremias Ja- kob Oberlin wird sein Interesse zunehmend für die Zeit des Mittelalters geweckt, da dieser sich vermehrt diesem zuwendet. Verstärkt wird Goethes historisches In- teresse zusätzlich durch sein Zusammentreffen mit Herder,[5] welches für Goethe eines der „bedeutendste(n) Ereignis(e)“[6] darstellt und woraus eine große Freund- schaft zwischen beiden entstanden ist. Die zufällige Begegnung der beiden in Straßburg 1770 sehen manche als „Beginn des Sturm und Drang“[7] an. Goethe wendet sich nun vermehrt nationalen historischen Komponenten zu, wobei er die Zeit des 16. Jahrhunderts bevorzugt wegen Herders Bewunderung von Maxi- milian I. und Karl V. Herder macht Goethe auf die Arbeiten Shakespeares und Justus Mösers[8] aufmerksam, vorrangig auf sein Werk Von dem Faustrecht (1770), aber auch auf die Aufs ä tze staatsbürgerlichen Inhalts. Möser verknüpft adäquat die Vergangenheit mit den Geschehnissen in der Gegenwart mithilfe konkreter historischer Studien. In Von dem Faustrecht erläutert er, dass die Fehde gegen das Unrecht wirkt und für den ehrenvollen Sieg kämpft. Das Faustrecht ist zwar nicht mehr geläufig zur Zeit Goethes, aber immer noch gegenwärtig. Allerdings wird es willkürlich ausgelegt.[9] Mit diesem Gedanken beschäftigt sich Goethe in der Zeit in Straßburg und nimmt ihn auch in den Notizen Ephemerides (1770) auf. Später lässt sich die positive Einstellung über das Faustrecht in seinem Götz wieder- finden.[10] Goethe wird zudem durch Wielands Übersetzung des Werkes Beauties of Shakespeare (1752) von William Dodd (1729-1777) auf den englischen Autor aufmerksam, in welcher dieser gewürdigt wird (vgl. DW 112-113).

2.1. Interesse an der Rittergestalt Gottfried von Berlichingen

Herders Einfluss und die Lektüre Schlegels Hermann (1741/42), in der Schlegel auffordert sich nationalen Themen hinzuwenden, veranlassen Goethe nach historischen Stoffen zu suchen, wodurch sein Augenmerk auf Gottfried von Ber- lichingen und seiner Lebens-Beschreibung Herrn Gözens von Berlichingen[11] (1731) gelenkt wird, die der Ritter 1557 verfasst und zu der wichtigsten Quelle Goethes wird. Zunächst verheimlicht Goethe Herder sein Interesse an dieser Ge- stalt (vgl. DW 90). Später wird er ihm jedoch seine erste Fassung zusenden. Eine weitere bedeutungsvolle Sekundärliteratur, neben den zuvor aufgezählten von Schöpflin und Möser, bildet Sebastian Francks Chronica (1531), die Goethe für die Beschreibung des Kometen nutzt,[12] der 1527 zu sehen war.[13] Angetrieben durch sein wachsendes Interesse an dieser Gestalt unternimmt Goethe zahlreiche historische Untersuchungen, um sich „den lebendigen Ereignissen mehr und mehr zu nähern.“ (DW 122) Für seine rechtshistorischen Studien hinsichtlich seines Götz lässt sich das Werk Grundri ß der Staatsver ä nderungen des teutschen Reichs (1764) von Johann Stephan Pütters anbringen, welches sich mit der Politik in der Zeit zwischen dem Mittelalter und der Neuzeit beschäftigt. Um seine historischen Kenntnisse noch zu verstärken, bearbeitet er zudem Johann Philipp Datts Volumen rerum Germanicarum novum sive de pace publica libri V von 1698, welches sich mit der Abschaffung des Fehdewesens beschäftigt. Über das Femegericht geht das Corpus iuris Germanici publici ac privati hacentus ineditum e bibliotheca Senckenbergiana (1760) explizit ein. Weitere Quellen für Goethes Jugendwerk sind Chronika der Reichsstadt Frankfurt (1734) von Achilles Augustus von Lersner und Hallers Usong (1771), sowie zahlreiche Bilder.

Ein Kupferstich aus dem Jahre 1629, welches die Frau von Helfenstein sich niederwerfend vor den Bauern für den Mann bittend darstellt, gilt als Anreiz für die Helfenstein- Szene.[14]

Goethe fasst 1770 letztendlich den Plan, die Geschichte des Raubritters zu dramatisieren.

In einen Brief an seinen Freund Salzmann im November 1771 erläutert er sein Vorhaben, „die Geschichte eines der edelsten Deutschen [zu dramatisieren], [...] [um] das Andenken eines braven Mannes“[15] zu retten und gegenwärtig zu machen. Zu der Zeit ist es üblich, die Geschichte „zu Unrecht Verkannter“[16] auf- leben zu lassen und aufzuwerten. Goethe entscheidet sich gerade für Götz, da er ihn als einer „der edelsten Deutschen“[17] ansieht. Er schreibt sein junges Werk in der Form des Dramas, weil er aufgrund des Einflusses Herders Shakespeare sehr verehrte, der selber in seinen Königsdramen die englische Geschichte darstellt, wie beispielshalber in The Tragedy of King Richard the Second (1597). Anstoß gibt auch das nationale Drama Hermanns Schlacht (1769) von Klopstock, in dem sich dieser Dichter auf germanische Nationalität konzentriert.[18] Zudem stellt für Goethe die dramatische Form im Gegensatz zur epischen die Vollkommenste dar, weil sie die Gegenwart adäquat darstellt. Um den Ritter wiederaufleben zu lassen, musste somit die Form des Dramas gewählt werden.[19] Goethe und seine Zeitge- nossen wollen mithilfe der Betonung des nationalen Charakters in den Werken ein nationales und kulturelles Bewusstsein nach Deutschland bringen, das dem indivi- duellen und nicht konventionellen Befinden folgt. Allerdings schreibt Goethe nicht traditionell über einen Ritter, der in der Epoche des Mittelalters lebte, son- dern über einen der zu Beginn der Neuzeit wirkt und eine für die Entwicklung der Nation eigentlich irrelevante Persönlichkeit darstellt. Für Goethe aber ist Götz‘ Verhalten repräsentativ für das ganze Mittelalter, dessen Niederlage das Ende der Epoche charakterisiert.[20] Zudem bildet sich in dieser Wende „der moderne par- tikularistische Absolutismus“[21] ab.

Auf Drängen seiner Schwester Cornelia, „die an solchen Dingen mit Geist und Gemüt teilnahm“ (DW 122), schreibt Goethe schließlich im Herbst 1771 im Alter von 24 Jahren fast planlos aus „innern Trieb“ (ebd. 123) die Autobiographie zu ei- nem Drama um.[22] Aufgrund der intensiven historischen Studien über diese Zeit, die Goethe zuvor angestellt hatte, schafft er es, das Schauspiel in nur sechs Wochen fast ohne Korrektur niederzuschreiben. Dies wird als Indiz für seine „ex- treme Genie-Ästhetik“[23] angesehen. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass Goethe über den zeitgenössischen Kontext hinreichend unterrichtet war, ihm „der Stoff durchaus eigen geworden“ (DW 122) und die Zeit zwischen der Abfassung der Autobiographie des Ritters und seinem Götz nicht allzu groß ist. Zudem ver- fasste Goethe zuvor schon andere dramatische Werke, wie Die Laune des Ver- liebten (1768) und Die Mitschuldigen (1769).[24]

2.2. Der Urgötz entsteht

1772 schickt Goethe sein Manuskript mit dem Titel Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der Eisernen Hand dramatisiert an seinen Mäzen Merck und an Herder, weil Goethe ihn sehr verehrt und viel von ihm und seiner Urteilskraft hält (vgl. DW 89). Goethe bedeutet Herders Kritik sogar so viel, dass er davon seinen ganzen Werdegang des Schreibens abhängig macht. Auch sein Freund Salzmann bekommt eine Abfassung zugeschickt und Goethe erntet dadurch „Beyfall“.[25] Merck zeigt sich begeistert von der Abfassung, wohingegen Herder sich „un- freundlich und hart dagegen äußert.“ (DW 122) Der Antwortbrief Herders ist nicht mehr vorhanden und wird durch ein Schreiben Goethes versucht zu rekon- struieren. Herder hält zunächst nicht viel von dem sogenannten Urgötz, da „ ‚Shakespeare ganz verdorben‘ “[26] wurde. Goethe nimmt die Kritik an und möchte sein Werk „von Schlaken gereinigt, mit neuem edlerem Stoff versetzt und umge- gossen“[27] sehen. Für ihn ist zu viel „nur gedachtes“[28] enthalten anstatt exakte ge- schichtliche Gegebenheiten, wie er es eigentlich mithilfe von zahlreichen historischen Studien im Blick hatte. Goethe ist sich selbst sein strengster Kritiker, weil Herder ihn hinsichtlich seines Urgötz eher getröstet und ermutigt hat. Be- achtet werden muss, dass die Ansicht Herders, auf die Goethe in seinem Schrei- ben eingeht, fiktiv sein könnte aufgrund des fehlenden Briefes Herders.[29] Später hebt Herder nämlich sogar das Werk seines Freundes in Ü ber die deutsche Sprache und Literatur (1781) neben Klinger, Lenz und Wagner lobend hervor.[30] Gegenüber seiner Verlobten Caroline Flachsland lobt er das junge Werk Goethes, aber findet auch, dass manche haltlosen Fakten darin zu finden sind. Der Urgötz erscheint erst im Jahre 1832 in Goethes zweitem Nachlassband.[31]

2.3. Neubearbeitung zum Götz von Berlichingen

Von Herders und primär seiner eigenen Kritik konfrontiert, fasst Goethe den Entschluss den Urgötz umzuarbeiten in „ein ganz erneutes Stück“. (DW 123) Goethe möchte, dass „alles eins ist“[32] und nimmt sich zum Ziel, einen einheitlicheren Ablauf der Handlungen zu schaffen, indem er die Szenen logischer aufeinander folgen lässt. Dies ist ihm allerdings nur bedingt gelungen, worauf später genauer eingegangen wird. In der ersten Fassung lässt sich eine gewisse Einheit „in der Veränderung des „ ‚Atmosphärischen‘ “[33] finden. Goethes Augenmerk liegt hierbei vor allem darin, Weislingen konkreter als Gegenspieler Götzens aufzubauen.[34] Das „nur gedachte“,[35] welches Herder, aber vor allem Goethe selbst, kritisiert, wird überwiegend entfernt.[36] Goethe arbeitet seinen Urgötz hinsichtlich der konkreten geschichtlichen Gegebenheiten um. In mancher Hinsicht ist ihm dies allerdings nicht geglückt, worauf im weiteren Verlauf bei dem Vergleich zwischen dramatischen und historischen Götz näher eingegangen wird.[37]

Im Folgenden wird nicht spezifisch auf alle Änderungen und Umarbeitungen ein- gegangen werden können, da es den Umfang dieser Arbeit übersteigen würde. Festzuhalten gilt, dass die Veränderung des Stückes primär hinsichtlich seiner dramaturgischen Gestalt geschieht. Aber auch die Charaktere werden von Goethe klarer hervorgehoben und nebeneinander gestellt. Es wird die Verbundenheit zwischen diesen bewusster gemacht, indem manche Szenen umgestellt werden. Die erste Szene findet besondere Beachtung, in der im Urgötz die Anhänger Götz‘ den Auftrag erhalten, Weislingen aufzulauern und durch ein Gespräch herauszu- finden, wo sich dieser aufhält. In der ersten Fassung beginnt an dieser Stelle die kunstvoll aufgearbeitete Annäherung Weislingens und Götz‘ durch unpersönliche Darstellung der Figuren, die einfach ihren Zweck erfüllen sollen. Nach der Bear- beitung lässt Goethe die Bauern und Bambergischen Reiter über den missglückten Anschlag auf den Bischof von Bamberg reden. Während die Bauern dies be- klagen, sind die bambergischen Ritter über ihr Urteil erbost und ein Konflikt ent- brennt, welcher durch den Wirt mit Rausschmiss unterbunden wird. Es wird kon- kret erwähnt, wo sich Weislingen befindet, aber nicht genauer darauf einge- gangen. Hier bekommen im Gegensatz zu der ersten Fassung die Charaktere von Anfang an Eigennamen, wodurch sie Persönlichkeit erlangen und nicht nur Mittel zum Zweck sind. Zudem beginnt das Drama nun in einer gelockerten Stimmung (vgl. GB 5-7). Aufgrund der Auflockerung erwächst die Handlung nicht mehr aus der Zweckgebundenheit, sondern aus den Charakteren selbst.

[...]


[1] Neuhaus: Götz von Berlichingen, S. 95.

[2] Erst im Jahre 1782 ist Goethe geadelt worden.

[3] Johann Daniel Schöpflin (1694-1771) lehrt an der Universität in Straßburg Geschichte und Rhetorik. Da er für religiöse Toleranz und für die französische Encyclop é die ou Dictionnaire raisonn é des sciences, des arts et des m é tiers (1751-1780) eintritt, gilt er als ein Vertreter der Aufklärung, aber gleichzeitig hält er an der lateinischen Wissenschaftssprache fest, was ihn in den Kontext des Späthumanismus stellt (vgl. Müller: Schöpflin, S. 360).

[4] Vgl. ebd.

[5] Johann Gottfried Herder (1744-1803) lebt als Kulturphilosoph und Theologe. Er gelangt unter anderem mit Kant in Kontakt, womit sein Denken maßgeblich beeinflusst wird. Durch Hamann lernt er die Werke Shakespeares und Macphersons kennen. Für Herder liegt die dichterische Kunst in der natürlichen Einfachheit und somit in der Volksdichtung. Hier lässt sich schon der Gedanke der Epoche des Sturm und Drangs erkennen, in der der Dichter als Genie gilt, der ein einzigartiges Werk ohne Einhaltung der Regeln schafft. (vgl. Proß: Herder, S. 232-238).

[6] Goethe: Dichtung und Wahrheit, S. 87. Künftig zitiert mit Sigle DW und Seitenzahl.

[7] Brenner: Literaturgeschichte, S. 84.

[8] Justus Möser lebt in den Jahren 1720 bis 1794 als Verfasser historischer und juristischer Abhandlungen. Er erlangt eine herausragende Stellung in der Politik in Osnabrück. Sein Interesse liegt vor allem in den Rechtsformen der Geschichte Westfalens. Jenny von Voigts, seine Tochter, bringt sein Hauptwerk Patriotische Phantasien (1774-1786) heraus, in dem politische und ökonomische Zusammenhänge in literarischer Vielfalt dargestellt werden. Der aufgeklärte Politiker gilt als Wegbereiter des sogenannten Historismus (vgl. Woesler: Möser, S. 191-192).

[9] Vgl. Missenharter: Nachwort, S. 103.

[10] Vgl. Neuhaus: Götz von Berlichingen, S. 78-79.

[11] Vollständiger Titel: Lebens-Beschreibung Herrn Gözens von Berlichingen, Zugenannt mit der Eisern Hand, Eines zu Zeiten Kaysers Maximiliani I. und Caroli V. kühnen und tapfern Reichs- Cavaliers, Worinnen derselbe 1.) alle seine von Jugend auf gehabte Fehden, und im Krieg ausge-übte That-Handlungen, 2.) sein in dem Bauern-Krieg A. 1525 widerwillig geleistete Dienste, und dann 3.) einige andere, au ß erhalb dem Krieg und denen Fehden, gethane Ritter-Dienste aufrichtig erzehlet, und dabey seine erlebte Fatalit ä ten mit anführet, mit verschiedenen Anmerkungen er- l ä utert, und mit einem vollst ä ndigen Indice versehen, zum Druck befördert, von Verono Franck von Steigerwald welchem zu noch mehrerer Illustrierung eine Dissertation de Diffidationibus & Faidis, beygefügt sich befindet, von Wilhelm Friedrich Piftorius, hohenloh-Weickersheimischen Hof-Rath.

[12] Vgl. Goethe: Götz von Berlichingen, S. 97. Künftig zitiert mit Sigle GB, Seiten- und Versan- gabe.

[13] Vgl. Neuhaus: Erläuterungen, S. 128.

[14] Vgl. Neuhaus: Götz von Berlichingen, S. 78-79.

[15] Goethe: Werke. Abt. IV. Bd. 2, S. 7.

[16] Neuhaus: Götz von Berlichingen, S. 81.

[17] Goethe: Werke. Abt. IV. Bd. 2, S. 7.

[18] Vgl. Karthaus: Götz, S. 37.

[19] Vgl. Neuhaus: Götz von Berlichingen, S. 79-81.

[20] Vgl. Michelsen: Geschichte dramatisiert?, S. 42-43.

[21] Huyssen: Drama, S. 140.

[22] Vgl. Hesse: Götz von Berlichingen, S. 470.

[23] Neuhaus: Götz von Berlichingen, S. 80.

[24] Vgl. Neuhaus: Götz von Berlichingen, S. 78-80.

[25] Goethe: Werke. Abt. IV. Bd. 2., S. 13.

[26] Ebd., S. 19.

[27] Ebd.

[28] Ebd.

[29] Vgl. ebd., S. 15-20.

[30] Vgl. Luserke: Sturm und Drang, S. 39.

[31] Vgl. Neuhaus: Götz von Berlichingen, S. 82-85.

[32] Goethe: Werke. Abt. IV. Bd. 2, S. 17.

[33] Michelsen: Geschichte dramatisiert?, S. 57.

[34] Vgl. ebd., S. 55.

[35] Goethe: Werke. Abt. IV. Bd. 2, S. 19.

[36] Vgl. Hesse: Götz von Berlichingen, S. 470.

[37] Vgl. Michelsen: Geschichte dramatisiert?, S. 55.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Goethes "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" - Zur Entstehungsgeschichte Goethes berühmten Werkes
Untertitel
Im Vergleich zu Berlichingens "Lebens-Beschreibung" in Auseinandersetzung mit den Merkmalen der Sturm und Drang Bewegung
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Sturm und Drang
Note
2,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
33
Katalognummer
V205495
ISBN (eBook)
9783656330257
ISBN (Buch)
9783656331674
Dateigröße
729 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Götz, Goethe, Götz von Berlichingen, Lebens-Beschreibung;, Urgötz, historischer Götz, Zeitgenössische Rezeption, Vergleich historischer und dramatischer Götz, Merkmale des Sturm und Drang, Sturm und Drang, Thematik, Form, Sprache, Charaktere
Arbeit zitieren
Elisabeth Esch (Autor), 2012, Goethes "Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand" - Zur Entstehungsgeschichte Goethes berühmten Werkes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205495

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