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Instrumente der Darstellungspolitik: Eine Einordnung in die Logik des Politischen

Titel: Instrumente der Darstellungspolitik: Eine Einordnung in die Logik des Politischen

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tobias Betz (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Regierungen sind so entscheidend, weil ihre Möglich-keiten der Machtausübung verhältnismäßig groß sind“ (Dahl 1976, 46).

Die Möglichkeiten der Regierungen gründen auf die wegen ihres Amtes zugeschriebenen Kompetenzen und wie die Regierenden die Potenziale der Machtausübung ausschöpfen. Gleichzeitig kommen weitere nicht verfassungsgemäße Instrumente hinzu, die in vorliegender Arbeit anhand der „dominanten Führungstechniken innerhalb der Öffentlichen Arena“ diskutiert werden (Grasselt und Korte 2007, 128-133).

Daraus resultiert folgende Forschungsfrage: Wie instrumentalisieren Regierungschefs die ihnen gegebenen Instrumente der Darstellungspolitik?

Die folgenden Leitfragen spiegeln sich in den einzelnen Kapiteln und Unterpunkten wider:

i) Welches sind dominante Instrumente der Darstellungspolitik?
ii) Was sind Voraussetzungen für mediale Inszenierung?
iii) Was begrenzt die Instrumente?
iv) Wie setzten Gerhard Schröder und Angela Merkel die Instrumente ein?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Mittel der medialen Darstellung und Inszenierung

1.1. Personalisierung

1.2. Medienkompetenz

1.3. Mediencharisma

2. Verhandlungs- vs. Mediendemokratie

3. Ein Vergleich aus der Empirie: Ungleichgewichte und Gleichgewichte

3.1. Gerhard Schröder: Ungleichgewicht zwischen Darstellungs- und Entscheidungspolitik

3.2. Angela Merkel: Gleichgewicht mit Ausschlägen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, wie Regierungschefs Instrumente der Darstellungspolitik zur Machtsicherung nutzen und in welchem Verhältnis diese zur Entscheidungspolitik stehen. Dabei wird analysiert, wie politische Akteure ihre Handlungskorridore durch mediale Inszenierung erweitern und welche Grenzen diesem Machtgewinn gesetzt sind.

  • Grundlegende Instrumente der medialen Darstellung und Inszenierung
  • Wechselverhältnis zwischen Verhandlungs- und Mediendemokratie
  • Empirischer Vergleich der Kanzlerschaften von Gerhard Schröder und Angela Merkel
  • Bedeutung der Logik des Machtgewinns versus Machterhalts

Auszug aus dem Buch

1. Mittel der medialen Darstellung und Inszenierung

„Personalisierung ist (…) ein elementarer Mechanismus der Verantwortungszuweisung und -kontrolle in der Politik“ (Sarcinelli 2008, 23).

Politik nimmt der Bürger zu einem Gros über „Medienbühnen“ war, weshalb auch die politischen Akteure selbst auf „politische Inszenierung von Erfolgshandlungen und Persönlichkeitsimages setzen“ (Meyer, Ontrup und Schicha 2000, 43). Zu unterscheiden, was authentisch, was inszeniert ist, was echt, was unecht ist, gleicht dem Versuch, die unlösbare Quadratur des Kreises zu lösen. Ein Hauptsymptom politischer Inszenierung ist Personalisierung. Je stärker Politik personalisiert wird, desto verkürzter die Meldung, desto weniger werden gesellschaftliche Umstände hinterfragt, umso mehr werden Vor- und Nachtteile von Personen hinterfragt (Holzer 1973, 167).

Personalisierung wird innerhalb der Wissenschaft konträr interpretiert, wodurch das diesem Begriff zugrundeliegende Spannungsverhältnis offenbart wird. Notwendig und gleichzeitig manipulierend wird Personalisierung ambivalent verortet (Grande 2000, 124, Holzer 1973, 159-161, Sarcinelli 1987, 166-180). Dementsprechend sind Definitionen bezüglich Personalisierung so verschieden wie der Begriff umfassend ist. Während die Soziologie (über konventionelle Rollentheorien gebündelt mit normativen Verhaltenserwartungen), die Ökonomie (über akteurspezifische Rational Choice Theorie) und die Psychologie (über personenbezogene Schematheorien der Wahrnehmung) Personalisierung weitestgehend neutral bewerten, zeigt die Politologie die „stärkste normative ‚Ladung‘“ (Hoffmann und Raupp 2006, 459-467).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es werden die Forschungsfrage und die zentralen Leitfragen zur Instrumentalisierung der Darstellungspolitik durch Regierungschefs vorgestellt.

1. Mittel der medialen Darstellung und Inszenierung: Dieses Kapitel definiert und analysiert Personalisierung, Medienkompetenz und Mediencharisma als zentrale Führungstechniken.

2. Verhandlungs- vs. Mediendemokratie: Hier werden die beiden unterschiedlichen Logiken des politischen Handelns – Machterwerb in der Mediendemokratie und Machtausübung in der Verhandlungsdemokratie – gegenübergestellt.

3. Ein Vergleich aus der Empirie: Ungleichgewichte und Gleichgewichte: Die Anwendung der theoretischen Konzepte auf die Kanzlerschaften von Gerhard Schröder und Angela Merkel offenbart unterschiedliche Gewichtungen zwischen Darstellungs- und Entscheidungspolitik.

4. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass eine zu starke Konzentration auf Darstellungspolitik das Risiko von ungleichbaren Defiziten in der Entscheidungspolitik birgt.

Schlüsselwörter

Darstellungspolitik, Entscheidungspolitik, Personalisierung, Mediendemokratie, Verhandlungsdemokratie, Mediencharisma, Medienkompetenz, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Machtgewinn, Machterhalt, Politische Inszenierung, Telepolitik, Politische Kommunikation, Führungstechniken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Instrumente der Darstellungspolitik und deren Einordnung in die Logik des politischen Handelns von Regierungschefs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen gehören die Personalisierung, das Mediencharisma, Medienkompetenz sowie das Spannungsfeld zwischen Verhandlungs- und Mediendemokratie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Wie instrumentalisieren Regierungschefs die ihnen gegebenen Instrumente der Darstellungspolitik zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Herleitung der Darstellungsinstrumente sowie eine empirische Analyse zweier Fallbeispiele im Sinne eines Vergleichs (time series analysis).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Instrumente und ein Modell der Demokratieformen, gefolgt von der empirischen Anwendung auf die Fälle Schröder und Merkel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Darstellungspolitik, Entscheidungspolitik, Personalisierung, Mediendemokratie und Regierungsstil sind maßgebliche Begriffe für den Inhalt.

Warum wird Gerhard Schröder als Beispiel für ein Ungleichgewicht angeführt?

Schröder wird als „Medienkanzler“ charakterisiert, der durch eine „permanente Kampagne“ und plebiszitäre Tendenzen die Logik des Machtgewinns über die des Machterhalts stellte.

Wie unterscheidet sich der Regierungsstil von Angela Merkel?

Merkel zeigt ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen Darstellungs- und Entscheidungspolitik, wobei sie Darstellung als Mittel strategisch und unauffälliger einsetzt.

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Details

Titel
Instrumente der Darstellungspolitik: Eine Einordnung in die Logik des Politischen
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,3
Autor
Tobias Betz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V205549
ISBN (eBook)
9783656322832
ISBN (Buch)
9783656326069
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien Regierungen Kanzler Darstellung Macht Schröder Merkel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Betz (Autor:in), 2012, Instrumente der Darstellungspolitik: Eine Einordnung in die Logik des Politischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205549
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Leseprobe aus  21  Seiten
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