Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics - Theology, Religion Pedagogy

Die Identitätsentwicklung Jugendlicher im Religionsunterricht

Title: Die Identitätsentwicklung Jugendlicher im Religionsunterricht

Seminar Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Kml. Claudia Küper (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der folgenden Ausarbeitung soll die Identitätsbildung Jugendlicher dargestellt werden. Fokussiert werden soll dabei die Rolle des Religionsunterrichts, der die Suche nach Identität und Anderem unterstützt und begleitet. Die Gewinnung einer Identität ist kein plötzlich und unvermittelt einsetzender Prozess im Jugendalter, sondern eine Entwicklung, die in der Kindheit ihre Wurzeln hat. Besonders Jugendliche sind aber so weit entwickelt, dass sie sich mit dem Selbstbild ihrer Person auseinandersetzen können und verschiedene Möglichkeiten der Identität durchspielen. Der Lehrer sollte den Jugendlichen auf diesem Weg begleiten und ihm die Möglichkeit geben, eine stabile Identität zu entwickeln. Dies gilt für jeden Unterricht, aber besonders der Religionsunterricht sollte den nötigen Anstoß geben. Hieraus ergibt sich die Fragestellung, wie der Religionsunterricht an Berufsbildenden Schulen die Identitätsfindung Jugendlicher unterstützen kann. Einleitend wird der Begriff Identität definiert (Punkt 2), wobei auf die unterschiedlichen Aspekte in den Sozialwissenschaften (2.1) und in der Psychologie (2.2) eingegangen wird. Es folgt die Darstellung von Identitätsmodellen (Punkt 3). Exemplarisch wird hier näher auf das Modell der psychosozialen Entwicklung von Erik H. Erikson (3.1) sowie auf die Identitätszustände nach James E. Marcia (3.2) eingegangen. Der nächste Punkt (4) beschreibt den Zusammenhang von Schule und Identität. Die Identitätsentwicklung der Schüler wird zunächst anhand der Leistungsdifferenzierung (4.1) im Allgemeinen und anschließend im Unterricht (4.2) im Speziellen beschrieben. Der nächste Gliederungspunkt Religionsunterricht und Identität (5) greift die Fragestellung auf und bildet somit den Kernpunkt meiner Arbeit. In diesem Zusammenhang werden die Aspekte Wer bin ich (5.1), Fremdheit (5.2) und Heimat (5.3) näher betrachtet. Letztlich werden in der abschließenden Betrachtung (6) noch einmal die wichtigsten Aussagen der Arbeit zusammengefasst und Gedanken über einen möglichen Ausblick dargelegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Identität

2.1 Identität in den Sozialwissenschaften

2.2 Identität in der Psychologie

3. Identitätsmodelle

3.1 Psychosoziale Entwicklung (Erik H. Erikson)

3.2 Identitätszustände (James E. Marcia)

4. Schule und Identität

4.1 Leistungsdifferenzierung

4.2 Schüleridentität im Unterricht

5. Religionsunterricht und Identität

5.1 Wer bin ich?

5.2 Fremdheit

5.3 Heimat

6. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Identitätsbildung von Jugendlichen im Kontext des Religionsunterrichts an berufsbildenden Schulen. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrkräfte durch geeignete methodische Ansätze die Identitätsfindung der Schüler fördern und sie dabei unterstützen können, sich konstruktiv mit der eigenen Persönlichkeit sowie mit dem Thema Fremdheit und Identität auseinanderzusetzen.

  • Psychologische und sozialwissenschaftliche Grundlagen der Identitätsentwicklung
  • Darstellung und kritische Betrachtung zentraler Identitätsmodelle (Erikson, Marcia)
  • Einfluss von Leistungsdifferenzierung im schulischen Alltag auf das Selbstwertgefühl
  • Methodische Ansätze zur Förderung der Identität, insbesondere die Themenzentrierte Interaktion (TZI)
  • Umgang mit Fremdheit, Heimat und Pluralität im Religionsunterricht

Auszug aus dem Buch

4.2 Schüleridentität im Unterricht

Um das große Feld der schulischen Identitätsentwicklung zu begrenzen, geht es in diesem Punkt um den konkreten Unterricht.

Man kann damit rechnen, dass die Schüler eine Tendenz haben, den Lehrer nachzuahmen. Inwieweit es aber tatsächlich zu Nachahmungen kommt, hängt von der Lehrer- Schüler- Beziehung ab. Vor allem der bemühte Lehrer, der eine herzliche und warme Beziehung zu seinen Schülern aufbaut und bereit ist, auf den einzelnen Schüler einzugehen, ist ein soziales Vorbild. Er kann die Identitätsentwicklung positiv beeinflussen. Im Gegenteil führt ein autoritärer Erziehungsstil eher dazu, dass die Schüler sich abgrenzen.

Die Schüler müssen im Unterricht die Kompetenz erlangen, unterschiedliche Identitäten wahrzunehmen und zu verstehen. Sie benötigen dazu das nötige Wissen über Gruppen, zu denen sie nicht gehören und müssen für einen angemessenen Umgang mit diesen sensibilisiert werden. Auch die persönlichen Leitbilder, Werte und Normen sollten mit dem gesellschaftlichen Verständnis ins Gleichgewicht gebracht werden. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass man den Schülern ein Maß an Akzeptanz entgegenbringt und ihre Individualität beachtet. In diesem Zusammenhang wird ein Einblick in die „Themenzentrierte Interaktion“ von Ruth Cohn gegeben.

Die TZI ist eine Methode, die in den 50er Jahren im therapeutischen Rahmen entwickelt wurde und mittlerweile auch im Schulalltag als lebendiges Lernen und Lehren zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die TZI wendet sich an Menschen, die Arbeits- und Lernsituationen so strukturieren wollen, dass jedes Gruppenmitglied sich als ganze Person ernst genommen fühlt und nicht nur vom Kopf her beteiligt ist. Der ideale Mensch soll sich laut Cohn in solch einer Situation von der Gleichheit untereinander tragen lassen und gleichzeitig die Andersartigkeit anderer akzeptieren. Er soll die Chance, voneinander zu lernen, nutzen. (Langmaack, 2001, S. 24f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Identitätsbildung Jugendlicher ein und formuliert die Fragestellung zur unterstützenden Rolle des Religionsunterrichts an berufsbildenden Schulen.

2. Identität: Das Kapitel erläutert den Identitätsbegriff aus sozialwissenschaftlicher und psychologischer Perspektive als komplexen, reflexiven Prozess.

3. Identitätsmodelle: Hier werden die psychosoziale Entwicklung nach Erik H. Erikson und die empirisch fundierten Identitätszustände nach James E. Marcia gegenübergestellt.

4. Schule und Identität: Dieses Kapitel analysiert, wie schulische Leistungsdifferenzierung das Selbstwertgefühl beeinflusst und wie Unterrichtsmethoden wie die Themenzentrierte Interaktion die Identitätsentwicklung fördern können.

5. Religionsunterricht und Identität: Es wird diskutiert, wie der Religionsunterricht durch die Thematisierung von Ich-Identität, Fremdheit und Heimat Räume für die Selbstfindung und Toleranzbildung bietet.

6. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Religionsunterricht einen wichtigen Beitrag zur Anerkennung von Pluralität und der Förderung der Identität leisten kann.

Schlüsselwörter

Identitätsbildung, Religionsunterricht, Jugendliche, Psychosoziale Entwicklung, Selbstkonzept, Selbstwertgefühl, Themenzentrierte Interaktion, Fremdheit, Heimat, Schule, Identitätszustände, Adoleszenz, Berufsbildende Schulen, Pädagogik, Individualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Identitätsentwicklung Jugendlicher und der spezifischen Rolle, die der Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen bei der Unterstützung dieses Prozesses einnehmen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören Identitätsmodelle, der Einfluss schulischer Rahmenbedingungen auf die Persönlichkeitsentwicklung sowie methodische Ansätze zur Förderung der Identität im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, wie der Religionsunterricht an Berufsbildenden Schulen die Identitätsfindung Jugendlicher konkret unterstützen und fördern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur zu Identitätspsychologie, Pädagogik und Themenzentrierter Interaktion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Identitätsmodelle, die Analyse des Einflusses von Schule und Leistungsdifferenzierung auf Schüler sowie praktische Ansätze für den Religionsunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Identitätsbildung, Themenzentrierte Interaktion, Selbstwertgefühl, berufsbildende Schulen und den pädagogischen Umgang mit Fremdheit und Heimat.

Wie spielt die TZI eine Rolle für die Identität im Unterricht?

Die Themenzentrierte Interaktion ermöglicht es, eine Klassengemeinschaft zu schaffen, in der jeder als Person ernst genommen wird, was Angst vor Kritik abbaut und eine konstruktive Identitätsentwicklung fördert.

Warum ist das Thema Identität an Berufsbildenden Schulen besonders wichtig?

Aufgrund der heterogenen Zielgruppe und der Herausforderungen des Dualen Systems bietet der Religionsunterricht dort einen notwendigen Freiraum zur bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Identität.

Was bedeutet das Konzept der „Fremdheit“ in diesem Kontext?

Fremdheit wird als ein wesentlicher Aspekt der Identitätsbildung verstanden, wobei die Schüler lernen sollen, dass jeder Mensch durch seine Einzigartigkeit „fremd“ ist und wie sie mit dem Anderssein anderer umgehen können.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Die Identitätsentwicklung Jugendlicher im Religionsunterricht
College
University of Osnabrück
Course
Schulischer Religionsunterricht zwischen Identitätsbildung und Entdeckung des Anderen
Grade
1,0
Author
Dipl.-Kml. Claudia Küper (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V205653
ISBN (eBook)
9783656326496
ISBN (Book)
9783656328216
Language
German
Tags
Identität identitätsmodelle Entwicklung Identitätsentwicklung Jugendlicher Religionsunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kml. Claudia Küper (Author), 2007, Die Identitätsentwicklung Jugendlicher im Religionsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205653
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint