Social Networks verbreiten sich seit dem Jahr 2002 rasant im weltweiten Internet. Insbesondere das 2004 gegründete Netzwerk Facebook, über das sogar ein Film gedreht wurde namens „Social Network“, ist das bekannteste und aufsehen erregendste Soziale Online-Netzwerk (Punkt 2) in der gesamten Welt. Aber auch neben diesem Webportal bestehen unzählige Internetdienste, die es ermöglichen seine Meinung zu veröffentlichen und mit anderen zu teilen.
Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, durch Statusänderung oder Kommentare bei Facebook, MeinVZ oder Wer-kennt-wen, durch kurze Mitteilungen von 140 Zeichen über Twitter, durch eigene Blogs über alle möglichen Themen, durch Videos oder Songs bei Youtube oder MySpace sowie für Jobanbieter und -nachfrager bei Xing. Dort sind den Möglichkeiten der Veröffentlichung heutzutage keine Grenzen mehr gesetzt und die Vielfalt und Beliebtheit solcher Online-Netzwerke steigt stetig an.
In dem sogenannten Web 2.0 ist es nicht nur als Privatperson möglich neue Freunde zu finden, alte Bekannte wieder zu treffen oder sich Bilder und Nachrichten zuzusenden, sondern auch als Untenehmen ist es mittlerweile von großem Nutzen neue Produkte zu vermarkten und das Bewusstsein der Kunden zu einer Marke zu beeinflussen.
Großes Potenzial dieser Verwendung hat die Immobilienbranche in Deutschland, da die meisten Unternehmen und Makler noch auf die klassischen Medien setzen. Andererseits ist es in Amerika mittlerweile das am meisten verbreitete Marketinginstrument zur besseren Erreichbarkeit und Kundengewinnung (Punkt 3).
In diesem Internetzeitalter gehen die Nachfrager sehr viel informierter, aber dadurch auch später, zu einer Kaufentscheidung über. Daher ist die Strategie der Vermarktung neuer Produkte und die des Image, welches das Unternehmen darstellen möchte, von großer Bedeutung. Dort liegt aber das Problem, dass viele Unternehmen diese bisher nicht ausgearbeitet haben oder es erst in den nächsten Jahren anstreben.
Da das Zeitalter der Social Networks und somit des Social Media Marketing noch am Anfang steht, stell sich die Frage: Ist Social Media Marketing nur eine Modeerscheinung?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Soziale Online-Netzwerke – begriffliche Annäherung und Beispiele
3 „In Echtzeit reagieren“ – Verwendung von Social Media für Marketingmaßnahmen
4 Resümee
5 Quellen
5.1 Literatur
5.2 Internetquellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz von Social Media Marketing für mittelständische Wohnungsunternehmen in Deutschland und analysiert das Potenzial dieser Instrumente für die Kundengewinnung und Markenbildung in einer Branche, die traditionell stark auf klassische Medien setzt.
- Struktur und Entwicklung sozialer Online-Netzwerke als Marketinginstrument.
- Analyse des "In Echtzeit reagierens" als Dialogform zwischen Unternehmen und Kunden.
- Vergleich der Effizienz verschiedener Vermarktungskanäle in der Immobilienbranche.
- Identifikation von Hemmnissen und Chancen bei der Implementierung von Social Media Strategien.
- Fallbeispiel zur Nutzung von Social Media in der Immobilienwirtschaft.
Auszug aus dem Buch
„In Echtzeit reagieren“ – Verwendung von Social Media für Marketingmaßnahmen
Bei Marketingmaßnahmen durch Social Media handelt es sich nicht mehr um einen Monolog (one to many), bei dem das Unternehmen seine Aussage der breiten Masse überbringt, sondern es handelt sich viel mehr um einen Dialog zwischen Unternehmen und Kunden, aber auch dem Austausch der Kunden untereinander (many to many). Durch die Vielzahl der Nutzer von Internet und Sozialen Online-Netzwerken findet so ein schneller und direkter Weg der Übermittlung statt und das Unternehmen kann unmittelbar auf die Bedürfnisse eingehen und bekommt so Reaktionen in Echtzeit. Social Media besteht keinesfalls ausschließlich aus Facebook, jedoch lässt sich in Abbildung 2 gut erkennen, was Echtzeit in Form einer Minute bedeuten kann.
Dargestellt werden die weltweit rund 1,7 Millionen Aktivitäten der Nutzer von Facebook innerhalb einer Minute. In Bezug auf Marketingmaßnahmen von Unternehmen beachte man nur die 50.304 geteilten Links, die 79.364 Hinterlassungen an einer Pinnwand, die 82.557 Updates des Status und die 231.605 gesendeten Nachrichten der Nutzer untereinander. 382.861 mal wurde der „Gefällt mir“-Button für bestimmte Inhalte benutzt und das wichtigste, die 510.404 verfassten Kommentare auf all die vorher aufgelisteten Tätigkeiten. Dadurch wird hervorgehoben welches Potenzial das Social Media Marketing hervorbringt und welchen Nutzen es dem Unternehmen bringen kann. Gleichermaßen kann es aber auch zu einem Imageschaden durch negative Beiträge führen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in das Thema Social Networks und die zunehmende Bedeutung von Web 2.0 Anwendungen für Unternehmen in einer informierten Internetgesellschaft.
2 Soziale Online-Netzwerke – begriffliche Annäherung und Beispiele: Definition von sozialen Netzwerken sowie Überblick über die historische Entwicklung und die aktuelle Relevanz führender Plattformen wie Facebook, Xing und YouTube.
3 „In Echtzeit reagieren“ – Verwendung von Social Media für Marketingmaßnahmen: Untersuchung der Transformation von klassischer Einwegkommunikation hin zum Dialog sowie Analyse der Effizienz von Immobilienvermarktungskanälen.
4 Resümee: Zusammenfassende Bewertung des Potenzials von Social Media Marketing für Immobilienunternehmen und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen anhand eines Praxisbeispiels.
5 Quellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Social Media Marketing, Immobilienwirtschaft, Web 2.0, Facebook, Kundengewinnung, Online-Netzwerke, Dialogmarketing, Echtzeit-Kommunikation, Markenbildung, Immobilienportale, Digitalisierung, Mittelstand, Vermarktungskanäle, Kundenbindung, Unternehmenskommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Bewertung von Social Media Marketing als Instrument für mittelständische Wohnungsunternehmen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Zentral sind die begriffliche Einordnung von Social Networks, die Analyse von Echtzeit-Kommunikation im Marketing sowie der Vergleich der Effizienz zwischen Online-Portalen und klassischen Medien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob Social Media Marketing eine bloße Modeerscheinung ist oder ein nachhaltiges, potenziell gewinnbringendes Instrument für die Immobilienbranche darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine theoretische Aufarbeitung auf Basis aktueller Studien, Statistiken und Fachliteratur durchgeführt, ergänzt durch eine Analyse der Vermarktungseffizienz anhand von Kennzahlen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Netzwerken, die Dynamik der Online-Interaktion sowie die spezifische Kosten-Nutzen-Effizienz verschiedener Marketingkanäle innerhalb der Immobilienbranche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Social Media Marketing, Immobilienwirtschaft, Kundenbindung und Echtzeit-Kommunikation.
Warum spielt die Immobilienbranche eine besondere Rolle in dieser Untersuchung?
Die Branche setzt traditionell stark auf klassische Printmedien, bietet jedoch durch die steigende Online-Affinität der Nachfrager ein noch weitgehend ungenutztes Potenzial für digitale Vermarktungsstrategien.
Wie unterscheidet sich die Nutzung von Facebook und Xing laut der Arbeit?
Während Facebook primär für die private Nutzung und B2C-Kommunikation geeignet ist, wird Xing als Berufs-Onlinenetzwerk für B2B-Kontakte und Akquisitionen hervorgehoben.
Was bedeutet "In Echtzeit reagieren" für Unternehmen?
Es beschreibt die Fähigkeit, unmittelbar auf Kundenfeedback und Diskussionen in sozialen Netzwerken einzugehen, was einen schnellen Dialog ermöglicht, aber auch einen hohen internen Abstimmungsaufwand erfordert.
Welche Rolle spielt die AWG Immobilien GmbH im Resümee?
Das Unternehmen dient als konkretes Praxisbeispiel, das den Übergang von klassischen Medien hin zu einer geplanten Social-Media-Strategie (Pilotprojekt Facebook) illustriert.
- Citation du texte
- Vico Pilatzki (Auteur), 2011, Relevanz von Social Media Marketing für mittelständische Wohnungsunternehmen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205688