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Energiewende mit finanzieller Beteiligung der Bürger am Beispiel von Bürgersolaranlagen

Erfolgsfaktoren und die Rolle der Kommunen

Título: Energiewende mit finanzieller Beteiligung der Bürger am Beispiel von Bürgersolaranlagen

Tesis de Máster , 2011 , 79 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Julian Gröger (Autor)

Economía - Economía ambiental
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Energiewende in Bürgerhand. Mehr und mehr Menschen verstehen, dass sie sich aktiv in die Diskussionen um das EEG einbringen können und dabei Geld verdienen können. Sozial-ökonomische Unterschiede können dadurch ausgeglichen werden, indem sich Bürger zusammenschließen und gemeinsam Anlagen bauen. Dann reicht auch oft eine geringe Investition und man benötigt kein eigenes Dach. Hinzu kommt, dass die Energiewende auf diese Art und Weise Bildungsarbeit in Sachen Energieproduktion bereitet und Menschen (meist Nachbarschaften) zusammenbringt.

Diese Masterarbeit bespricht folgende Fragen: Welche Formate gibt es bei einer Bürgersolaranlage? Unter welchen Bedingungen schließen sich Menschen zu solch einer gemeinsamen Investition zusammen? Wann sind sie erfolgreich? Und was kann eine Kommune tun, um solche Initiativen zu fördern? Die Arbeit schließt mit Handlungsempfehlungen für Initiativen und Entscheidungsträger in Kommunen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Fragestellung und Ziel der Untersuchung

1.3 Untersuchungsgegenstand

1.4 Forschungsstand

1.4.1. Kompetenz in den Regionen und Kommunen

1.4.2 Akteure eines nachhaltigen Ausbaus von Erneuerbaren Energien

1.4.3 Erfolgsbedingungen für Solarinitiativen

1.4.3.1 Erfolgsbedingungen aus Sicht des Ressourcenmobilisierungsansatz

1.4.3.2 Erfolgsbedingungen aus Sicht des Collective Action Problems

1.5 Aufbau der Arbeit

2. Bürgersolaranlagen

2.1 Struktur

2.1.1 Rechtsform einer Bürgersolarinitiative

2.1.2 Soziale Struktur der Bürgersolarinitiativen

2.2. Regionale Verteilung

2.3 Motivationen

2.4 Gründe für die Zunahme von Bürgersolarinitiativen

2.4.1 Wirtschaftliche Gründe

2.4.2 Gesellschaftlich-politische Gründe

2.5 Hemmnisse

2.5.1 Technologische Hemmnisse

2.5.2 Kommunikative Hemmnisse

2.5.3 Bürokratische Hemmnisse

2.6 Rolle der Kommune

3. Methodik und Vorgehen

3.1 Hypothesen

3.1.1 Annahmen aus des Ressourcenmobilisierungsansatzes

3.1.2 Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien als Collective Action Problem

3.1.3 Gewonnene Hypothesen aus Experteninterviews

3.1.4 Abgleich mit Abfrage von einigen Initiativen

3.1.5 Arbeitshypothesen für die Fallstudien

3.2 Methode und Fallauswahl

3.3 Einschränkungen

4. Datenerhebung und -auswertung

4.1 Fallstudie 1 Beelitz

4.1.1 Zum Projekt der Fallstudie 1

4.1.2 Zur Person: Elke Seidel

4.1.3 Ergebnisse der Fallstudie 1

4.2 Fallstudie 2 Solarverein Berlin-Brandenburg e.V.

4.2.1 Zum Projekt der Fallstudie 2

4.2.2 Zur Person: Claudia Pirch-Masloch und Peter Masloch

4.2.3 Ergebnisse der Fallstudie 2

4.3 Weitere Erkenntnisse aus den Fallstudien

4.4 Zusammenfassungen der wichtigsten Ergebnisse

5. Diskussion der Ergebnisse und Ausblick

5.1 Handlungsempfehlungen

5.1.1 An aktive Bürger

5.1.2 An Kommunen

5.2 Ausblick und offene Forschungsfragen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Masterarbeit untersucht die Erfolgsfaktoren für Bürgersolarinitiativen, die gemeinsam Photovoltaikanlagen errichten, und analysiert, welche Rolle die kommunale Ebene dabei spielt. Ziel ist es, durch eine Verknüpfung von theoretischen Ansätzen der Ressourcenmobilisierung und des "Collective Action"-Problems mit empirischen Fallstudien Handlungsempfehlungen für Bürger und Kommunen abzuleiten, um dezentrale Energieprojekte effektiver zu realisieren.

  • Strukturelle und soziale Faktoren der Organisation von Bürgersolarinitiativen
  • Einfluss von sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen und regionaler Verteilung
  • Bedeutung der Kooperation zwischen Bürgern und kommunaler Verwaltung
  • Methodische Identifikation von Erfolgs- und Hemmfaktoren in der Praxis
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die kommunale Praxis

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Die Energiepolitik ist in den letzten Jahres in das Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt – nicht zuletzt dadurch, dass sich die Gewissheit über den fortschreitenden globalen Klimawandel durchsetzt. Etwa 40% der in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase gehen auf die Energiewirtschaft zurück. Ohne den Energiesektor grundlegend zu reformieren, wird keine Strategie gelingen, die Treibhausgasemissionen deutlich zu senken (vgl. WBGU 2003). Neben der Sorge um das Klima schwinden die Ressourcen fossiler Brennstoffe und machen somit den Umbau der Stromversorgung über kurz oder lang unumgänglich (s. Diskussion um „peak oil“ - vgl. hierzu z. B. Hall/Day (2009); zum Konzept und dessen Rezeption vgl. Bardi (2009); kritisch: Radetzki (2010)). Die zukünftige Gestalt der Energieversorgung gilt angesichts dieser Tatsachen als eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen.

Zudem hat die Bundesregierung mit ihrem umstrittenen Energiekonzept vom September 2010 die öffentliche Diskussion um die Energieversorgung von morgen angeheizt. Dies und ebenso die Fukushima-Katastrophe in Japan im März 2011 haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen sich mit dem Thema Energieversorgung beschäftigen und nach alternativen Wegen suchen. Mittlerweile hat die Bundesregierung einen früheren Ausstieg aus der Atomenergie in einem beinahe parteiübergreifenden Konsens beschlossen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss daher forciert werden. Die Vorteile des Ausbaus der erneuerbaren Energien bekommt jeder zu spüren: Niedrigere Emissionen sorgen für bessere Luft und schonen das Klima. Die Unabhängigkeit von Kohleimporten und Uranimporten steigert die Unabhängigkeit des Landes und unterstützt innere Wirtschaftskreisläufe. Die Verringerung der Atomkraftwerke und der Begrenzung des Atommülls erhöhen die Sicherheit und den inneren sozialen Frieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die energiepolitische Relevanz ein, definiert den Forschungsgegenstand und skizziert den theoretischen Rahmen sowie den Aufbau der Masterarbeit.

2. Bürgersolaranlagen: Hier werden die strukturellen und sozialen Besonderheiten von Solarinitiativen, deren regionale Verbreitung, Motivationen, Hemmnisse sowie die Rolle der Kommune detailliert beleuchtet.

3. Methodik und Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert das methodische Design der Untersuchung, die Ableitung der Hypothesen aus Literatur, Experteninterviews und einer ersten Befragung sowie die Kriterien der Fallauswahl.

4. Datenerhebung und -auswertung: Hier werden die Ergebnisse der zwei durchgeführten Fallstudien (Beelitz und Solarverein Berlin-Brandenburg e.V.) vorgestellt und analysiert.

5. Diskussion der Ergebnisse und Ausblick: Das abschließende Kapitel formuliert konkrete Handlungsempfehlungen für Bürger und Kommunen und bietet einen Ausblick auf künftige Forschungsfragen im Bereich der dezentralen Energieerzeugung.

Schlüsselwörter

Bürgersolaranlagen, Energiewende, Bürgerbeteiligung, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, Ressourcenmobilisierungsansatz, Collective Action Problem, Kommune, Klimaschutz, Dezentralisierung, Bürgerinitiative, Erfolgsfaktoren, Stakeholder, Solarkataster, Energiekonsum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Modell der Bürgersolaranlagen als Beitrag zur Energiewende und untersucht, welche Faktoren das Zustandekommen und den Erfolg solcher ehrenamtlich organisierten Projekte beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den organisatorischen Strukturen von Initiativen, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen für deren Zunahme, der Rolle der kommunalen Verwaltung sowie der Analyse von technologischen und bürokratischen Hemmnissen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Ziel ist die Identifizierung von Erfolgsfaktoren für Bürgersolarinitiativen, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für aktive Bürger und kommunale Entscheidungsträger abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt ein dreistufiges Design, bestehend aus Literatur- und Internetrecherche zur Hypothesenbildung, gefolgt von Experteninterviews sowie einer Befragung von Initiativen und abschließenden Fallstudien.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Ressourcenmobilisierungsansatz und Collective Action Problem), eine detaillierte Analyse der Struktur und Hemmnisse von Bürgersolaranlagen sowie die Auswertung von zwei spezifischen Fallstudien in Brandenburg und Berlin.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bürgersolaranlagen, Energiewende, Partizipation, dezentrale Energieversorgung und kommunales Umweltmanagement beschreiben.

Welche Bedeutung kommt der Rolle der Kommune zu?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Kommune als Kooperationspartner eine entscheidende Rolle spielt, insbesondere durch die Bereitstellung von Dachflächen, administrative Unterstützung und die Rolle als Vernetzer.

Warum ist die Rolle der "Macher" in den Initiativen so wichtig?

Ein zentrales Ergebnis ist, dass der Erfolg oft an dem Engagement und den organisatorischen Fähigkeiten einzelner Schlüsselfiguren hängt, die sowohl Netzwerker als auch Projektmanager sein müssen.

Was sind die Haupterkenntnisse bezüglich finanzieller Anreize?

Entgegen mancher Vermutung ist der rein finanzielle Gewinn für die Beteiligten oft nicht der allein ausschlaggebende Faktor; eine transparente und realistische Kalkulation ist wichtiger für den Vertrauensaufbau als hohe Renditeversprechungen.

Final del extracto de 79 páginas  - subir

Detalles

Título
Energiewende mit finanzieller Beteiligung der Bürger am Beispiel von Bürgersolaranlagen
Subtítulo
Erfolgsfaktoren und die Rolle der Kommunen
Universidad
Free University of Berlin  (Forschungszentrum für Umweltpolitik (FFU))
Calificación
2,0
Autor
Julian Gröger (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
79
No. de catálogo
V205697
ISBN (Ebook)
9783656326380
ISBN (Libro)
9783656327523
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bürgersolaranlage Energiewende Bürgerbeteiligung Partizipation Solarverein Bürgerhand Solaranlage Photovoltaik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julian Gröger (Autor), 2011, Energiewende mit finanzieller Beteiligung der Bürger am Beispiel von Bürgersolaranlagen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205697
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