1. Die zu untersuchende Bibelstelle
1.1 Einleitung
1.2 Kurzer Vergleich verschiedener Übersetzungen und Auswahl
2. Synchrone Analyse
2.1 Sprachlich- syntaktische Analyse
2.2 Semantische Analyse
2.2 Pragmatische Analyse
2.3 Narrative Analyse
2.4 Gliederung des Textes
3. Diachrone Analyse
3.1 Literar- bzw. Quellenkritik
3.2 Form- und Gattungskritik
3.3 Begriffs- und Motivkritik
3.4 Traditions- und Überlieferungskritik
4. Literaturverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Die zu untersuchende Bibelstelle
1.1 Einleitung
1.2 Kurzer Vergleich verschiedener Übersetzungen und Auswahl
2. Synchrone Analyse
2.1 Sprachlich- syntaktische Analyse
2.2 Semantische Analyse
2.2 Pragmatische Analyse
2.3 Narrative Analyse
2.4 Gliederung des Textes
3. Diachrone Analyse
3.1 Literar- bzw. Quellenkritik
3.2 Form- und Gattungskritik
3.3 Begriffs- und Motivkritik
3.4 Traditions- und Überlieferungskritik
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die biblische Erzählung der Berufung des Mose (Exodus 3,1-6) durch eine tiefgreifende exegetische Analyse zu erschließen, wobei sowohl die inhaltliche Struktur als auch die diachrone Entstehungsgeschichte beleuchtet werden sollen.
- Exegetische Untersuchung der Dornbuscherzählung (Exodus 3,1-6)
- Synchrone Analyse mittels sprachlich-syntaktischer, semantischer, pragmatischer und narrativer Methoden
- Diachrone Untersuchung durch Literar-, Gattungs-, Begriffs- und Überlieferungskritik
- Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen zur Textgrundlagenfindung
- Herausarbeitung der theologischen Intention hinter der Theophanie
Auszug aus dem Buch
3.1 Literar- bzw. Quellenkritik
In der Literar- bzw. Quellenkritik geht er darum, die Erzählstruktur der Bibelstelle nach inhaltlichen und formalen „Brüchen“ und „Spannungen“ zu untersuchen. Aus diesen Brüchen und Spannungen kann man zum Teil ersehen, welche literarischen Vorlagen oder Quellen in den Text mit eingegangen sind und wie sie in diesem verbaut wurden.
Laut W. H. Schmidt ist es bereits am Anfang zu erkennen, dass die Exodus Perikope 3,1-6 nicht aus einer einzigen Quelle entstanden ist. Das Hauptargument für eine Quellenscheidung ist vor allem, dass der Name Gottes in Vers 4 von HERR in Gott geändert wurde. Weitere Indizien sind die beiden Verben der Bewegung in 1b und c („er trieb die Schafe über die Wüste hinaus und kam an den Gottesberg“, die wie eine nachträglich hinzugefügte Verknüpfung wirken. „Die fortlaufende Gottesrede 5- 6a wird in 6 neu durch >er sprach< eingeleitet.“ Mose reagiert in 6f zudem entgegen seinem Auftrag in 5c, was daraus schließen lässt, dass die Verse 5 und 6 einmal unabhängig voneinander gestanden haben müssen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die zu untersuchende Bibelstelle: Einleitung in das Thema der Berufung des Mose und Auswahl einer geeigneten Textgrundlage durch den Vergleich der Zürcher, Elberfelder und Luther Bibel.
2. Synchrone Analyse: Untersuchung der Textstelle auf ihre gegenwärtige Struktur, unterteilt in sprachlich-syntaktische, semantische, pragmatische und narrative Aspekte.
3. Diachrone Analyse: Historisch-kritische Betrachtung des Textes, die literarische Quellen, Gattungsfragen sowie die Entwicklung der Begriffe und Überlieferungstraditionen beleuchtet.
Schlüsselwörter
Exodus, Mose, Dornbuscherzählung, Theophanie, Exegese, Synchronanalyse, Diachronanalyse, Quellenkritik, Gattungskritik, Gotteserscheinung, Bibelwissenschaft, Choreb, Berufung, Bibelübersetzung, alttestamentlicher Glaube
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser exegetischen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Exegese der Erzählung über die „Berufung des Mose“ aus dem Buch Exodus (Kapitel 3, Verse 1-6).
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit untersucht die sprachliche Struktur, die semantische Bedeutung, die narrative Erzählweise sowie die diachrone Entstehungsgeschichte und theologische Einbettung der Perikope.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Perikope methodisch präzise zu analysieren, um ein Verständnis für die literarische Beschaffenheit, die Bedeutung der Theophanie und die theologische Intention des Verfassers zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Es werden klassische exegetische Methoden der synchronen Analyse (sprachlich, semantisch, pragmatisch, narrativ) sowie der diachronen Analyse (Literarkritik, Form- und Gattungskritik, Überlieferungskritik) angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil wird der biblische Text in seine Einzelteile zerlegt, linguistisch untersucht, die Gattung bestimmt, Begriffe wie „Feuer“ oder „Dornbusch“ motivgeschichtlich analysiert und die Komposition durch die Pentateuchquellen kritisch hinterfragt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Exodus, Theophanie, Quellenkritik, Berufung des Mose, Synchronanalyse und Diachronanalyse.
Welche Rolle spielt der Vergleich der Bibelübersetzungen?
Der Vergleich dient dazu, eine adäquate Textgrundlage zu wählen, da der Verfasser keine Kenntnisse des griechischen oder hebräischen Urtextes hat und Unterschiede in der Wortwahl (z.B. „Dornbusch“ vs. „Busch“) die exegetische Arbeit beeinflussen.
Warum ist die Unterscheidung zwischen „synchron“ und „diachron“ wichtig?
Die synchrone Analyse betrachtet den Text so, wie er vorliegt (als abgeschlossene Einheit), während die diachrone Analyse nach der Entstehungsgeschichte, Brüchen im Text und den dahinterliegenden Quellen (z.B. E und J) fragt.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Gattung des Textes?
Aufgrund verschiedener Expertenmeinungen schlägt der Autor vor, die Perikope als Mischform aus „Lokalüberlieferung“ und „Sagentyp“ zu betrachten, um die verschiedenen Aspekte der Erzählung gerecht zu würdigen.
- Quote paper
- Merle Willhöft (Author), 2009, Exegese zu Exodus 3, 1-6, die „Dornbuscherzählung“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205754