In der folgenden Seminararbeit wird untersucht, ob die wirtschaftliche Globalisierung die niedrigqualifizierten Arbeitskräfte in der Schweiz schlechter stellt und sie vom Arbeitsmarkt verdrängt. Durch eine Literaturanalyse und das Heranziehen von empirischen Studien, die bezüglich der Globalisierung und der Arbeitslosigkeit in der Schweiz durchgeführt worden sind, wird dieser Frage nachgegangen. Die aufgestellte These, dass aufgrund der wirtschaftlichen Globalisierung die unqualifizierten Arbeitskräfte in der Schweiz ihren Arbeitsplatz verlieren, dürfte nur bedingt stimmen. Es gibt zwar einen positiven Zusammenhang zwischen der Globalisierung und der Schlechterstellung der Niedrigqualifizierten im Hinblick auf die Arbeitslosigkeit, jedoch ist der Einfluss der Globalisierung auf die Arbeitslosigkeit in einer Volkswirtschaft wie der Schweiz nicht sehr gross.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Thematik
2 Die Globalisierung und der Arbeitsmarkt
2.1 Globalisierung der Wirtschaft
2.2 Der Arbeitsmarkt für Niedrigqualifizierte
2.3 Arbeitsmarktsituation unqualifizierter Arbeitskräfte in der Schweiz
3 Die Auswirkungen der Globalisierung auf die Beschäftigung
3.1 Theoretische Ansätze
3.1.1 Zunahme des Angebots an unqualifizierter Arbeit
3.1.2 Importkonkurrenz aus Schwellenländern
3.1.3 Verlagerung der Produktion ins Ausland
3.2 Auswirkungen in der Schweiz
3.2.1 Stellenverlust und Lohneinbusse
3.2.2 Importkonkurrenz und das Arbeitslosigkeitsrisiko
3.2.3 Abnahme der Nachfrage nach Niedrigqualifizierten
3.3 Schlussfolgerungen
4 Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht, ob die wirtschaftliche Globalisierung eine Bedrohung für niedrigqualifizierte Arbeitskräfte in der Schweiz darstellt und zu deren Verdrängung vom Arbeitsmarkt führt. Dabei wird analysiert, inwieweit Lohneinbussen, Arbeitslosigkeit und eine sinkende Nachfrage nach unqualifizierter Arbeit direkt mit globalen Marktverflechtungen korrelieren.
- Zusammenhang zwischen Globalisierung und Arbeitsmarkt
- Situation von Niedrigqualifizierten in der Schweizer Wirtschaft
- Theoretische Auswirkungen von Importkonkurrenz und Produktionsverlagerung
- Empirische Analyse von Beschäftigungseffekten und Stellenverlusten
- Rolle des technologischen Wandels und steigender Qualifikationsansprüche
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Importkonkurrenz aus Schwellenländern
Die Schwellen- und Entwicklungsländer, die reichlich mit niedrigqualifizierten Arbeitskräften ausgestattet sind, wobei diese in der heutigen Zeit immer mehr ausgebildet werden (Dollar, 2002, S. 11-12), konzentrieren sich auf die Produktion arbeitsintensiv hergestellter Güter und exportieren diese verstärkt, jedoch zu sehr tiefen Preisen, da die unqualifizierte Arbeit in diesen Ländern viel schlechter bezahlt ist als in den Industriestaaten. Unternehmen in den Industriestaaten mit einem hohen Anteil an niedrigqualifizierten Beschäftigten können jedoch mit diesen Schwellenländern nicht mithalten, weil sie vergleichsweise hohe Kosten haben. Daher kann diese Importkonkurrenz aus dem Ausland zur Marktverdrängung inländischer Anbieter führen. Die Marktverdrängung der Anbieter kann wiederum Arbeitslosigkeit zur Folge haben (Bassler et al., 2010; Landmann, 2000; Pflüger, 2002).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in die Thematik: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen der Globalisierung auf die Beschäftigungssituation von Niedrigqualifizierten in der Schweiz.
2 Die Globalisierung und der Arbeitsmarkt: Definition der wirtschaftlichen Globalisierung und Erläuterung der spezifischen Gegebenheiten auf dem Arbeitsmarkt für unqualifizierte Arbeitskräfte.
3 Die Auswirkungen der Globalisierung auf die Beschäftigung: Detaillierte Untersuchung der theoretischen Mechanismen sowie empirische Analyse der schweizerischen Situation hinsichtlich Stellenverlusten und Nachfragerückgängen.
4 Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse, die darauf hindeutet, dass die Globalisierung die Lage von Niedrigqualifizierten zwar belastet, aber keinen massiven Verdrängungseffekt darstellt.
Schlüsselwörter
Globalisierung, Arbeitsmarkt, Schweiz, Niedrigqualifizierte, Arbeitslosigkeit, Lohneinbussen, Importkonkurrenz, Humankapital, Beschäftigung, Stellenverlust, Strukturwandel, Industriestaaten, Schwellenländer, Arbeitsnachfrage, Wirtschaftsstudie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, ob die wirtschaftliche Globalisierung niedrigqualifizierte Arbeitskräfte in der Schweiz benachteiligt und systematisch vom Arbeitsmarkt verdrängt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind der Zusammenhang zwischen globalem Handel, der internationalen Arbeitsteilung, der Importkonkurrenz aus Schwellenländern und deren Folgen für die Beschäftigung und Lohnstruktur in der Schweiz.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist die Überprüfung der These, dass Globalisierung eine Bedrohung für Arbeitskräfte mit geringer Qualifikation darstellt, unter Heranziehung aktueller empirischer Schweizer Studien.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Es wird eine fundierte Literaturanalyse durchgeführt, die theoretische Ansätze mit den Ergebnissen empirischer Firmenfallstudien und deskriptiven Wirtschaftsdaten verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungsmodelle (Angebotsdruck, Importkonkurrenz) und eine spezifische Analyse des Schweizer Arbeitsmarktes sowie der Auswirkungen auf die Nachfrage nach unqualifizierter Arbeit.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Globalisierung, Arbeitsmarkt, Niedrigqualifizierte, Arbeitslosigkeitsrisiko, Importkonkurrenz und Humankapital.
Wie schätzt die Studie das Risiko durch Importkonkurrenz ein?
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Importkonkurrenz zwar existiert, jedoch in der Schweiz keine zentrale treibende Kraft für massenhafte Arbeitslosigkeit unter Niedrigqualifizierten darstellt.
Welche Rolle spielt der technologische Wandel in der Analyse?
Der Autor zeigt auf, dass der technologische Wandel und die Strategieänderungen der Unternehmen hin zu wertschöpfungsintensiven Produkten die Nachfrage nach Qualifikation erhöhen, was Niedrigqualifizierte zusätzlich unter Druck setzt.
- Citar trabajo
- Selman Gürsoy (Autor), 2010, Globalisierung und Verdrängung der Niedrigqualifizierten vom Schweizer Arbeitsmarkt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/205895