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Geschmack und Schichtzugehörigkeit. Inwiefern ist der Konsum von Zucker abhängig von der Schichtzugehörigkeit?

Titre: Geschmack und Schichtzugehörigkeit. Inwiefern ist der Konsum von Zucker abhängig von der Schichtzugehörigkeit?

Dossier / Travail , 2012 , 10 Pages

Autor:in: Lisa Marie Schäfer (Auteur)

Santé - Sciences de l'alimentation
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Diskussionen über Zucker sind in aller Munde – die „Volksdroge“ soll indirekt jährlich bis zu 35 Millionen Todesfälle weltweit fordern. Gesundheitswissenschaftler und Ärzte warnen vor den Folgen von erhöhtem Zuckerkonsum und fordern ähnlich strenge Kontrollen wie für Alkohol und Tabak, da Saccharose Krankheiten wie Adipositas, Bauchspeicheldrüsenleiden und Zahnfäule fördere und zum Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten und Autoimmunerkrankungen beitrage.
Angesichts dieser Tatsachen stellt sich die Frage, warum Zucker trotzdem eine so zentrale Rolle in unseren alltäglichen Essgewohnheiten einnimmt und vor allem wer vom erhöhten Konsum betroffen ist.
Ziel dieser Arbeit ist es, am Zuckerverzehr exemplarisch darzulegen, wie die Schichtzugehörigkeit den Konsum von ungesunden Lebensmitteln beeinflusst und welche Gründe es dafür geben kann. Der theoretische Hintergrund ist Pierre Bourdieus Untersuchung zum Geschmack: „Die feinen Unterscheide“.

Als Einstieg wird Bourdieus Theorie des Habitus und der Lebensstile zum klassenspezifischen Geschmack aus dem Jahr 1982 in ihren Grundzügen vorgestellt.
Daran anschließend wird der geschichtliche Hintergrund des Zuckerkonsums mit Hilfe der Texte „Die süße Macht. Kulturgeschichte des Zuckers“ von Sidney Mintz und „Kochende Leidenschaft. Soziologie vom Kochen und Essen“ von Jean-Claude Kaufmann dargelegt und Bourdieus Untersuchung zum Geschmack darauf angewendet.
Daraufhin wird im dritten Kapitel der aktuelle Zuckerkonsum zunächst auf Basis des Absatzes und der allgemeinen Verzehrgewohnheiten analysiert. Schließlich auf den Einfluss der sozioökonomischen Faktoren bzw. der Schichtzugehörigkeit untersucht und es werden denkbare Ursachen der Konsumunterschiede demonstriert.
Abschließend werden die Ergebnisse dieser Arbeit im Fazit prägnant zusammengefasst und mögliche Ansatzpunkte für Verbesserungen aufgezeigt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Bourdieus Theorie zu Geschmack und Schichtzugehörigkeit

2. Geschichtlicher Hintergrund des Zuckerverzehrs

3. Derzeitige Situation des Zuckerkonsums in Deutschland

3.1 Fakten zum Zuckerkonsum

3.1.1 Zuckerabsatz

3.1.2 Zuckerverzehr

3.2 Einflüsse des Zuckerkonsums

3.2.1 Sozioökonomische Faktoren

3.2.2 Ursachen des ungleichen Verzehrs

4. Fazit / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, am Beispiel des Zuckerverzehrs zu untersuchen, wie die soziale Schichtzugehörigkeit den Konsum ungesunder Lebensmittel beeinflusst und welche soziologischen Gründe für diese Konsumunterschiede identifiziert werden können.

  • Habitus und klassenspezifischer Geschmack nach Pierre Bourdieu
  • Kulturgeschichte und Wandel des Zuckerkonsums
  • Analyse aktueller Daten zum Zuckerkonsum in Deutschland
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf das Ernährungsverhalten
  • Zusammenhang zwischen Schichtzugehörigkeit und Ernährungserziehung

Auszug aus dem Buch

1. Bourdieus Theorie zu Geschmack und Schichtzugehörigkeit

Bourdieu ist der Auffassung, dass Geschmack nichts Individuelles, sondern etwas von der Gesellschaft und dem sozialen Umfeld Geprägtes ist. Dabei spielen Sozialisation und soziale Herkunft eine entscheidende Rolle, da sie den Habitus ausbilden (vgl. Joas/Knöbl 2004: 534).

Dieser ist als Wahrnehmungs- und Bewertungsschema zu verstehen (vgl. Joas 2007: 250), das sich beispielsweise neben Körpersprache, Kleidung und der Ausübung von Hobbies auch im Ess- und Trinkverhalten ausdrückt (vgl. Schilcher 2001: 16). Von Bedeutung ist, dass es sich dabei um ein unbewusstes Verhalten handelt, welches nur sehr langfristig und über Sozialisation veränderbar ist. So verhält es sich auch mit dem Geschmack: „Lebensstile die keineswegs bewusst gewählt sein müssen, offenbaren sich vor allem im klassenspezifischen Geschmack, den besonderen Vorlieben für oder gegen Musik-, Literatur-, Kunstrichtungen oder Moden und Essgewohnheiten, und in der „Distinktion“, also der Abgrenzung gegenüber anderen Lebensstilen.“ (Joas 2007: 250)

Bourdieu differenziert hierbei drei Arten des Geschmacks:

- den legitimen Geschmack

- den mittleren Geschmack

- den populären Geschmack

Der „legitime Geschmack“ ist größtenteils bei der herrschenden Klasse wiederzufinden. Diese grenzt sich durch den sogenannten „Luxusgeschmack“ von den unteren Klassen ab und reproduziert damit immer wieder Grenzen und Unterschiede zwischen diesen (vgl. Joas/Knöbl 2004: 552).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die gesundheitlichen Risiken von Zucker und führt in die Fragestellung ein, wie soziale Schichtzugehörigkeit das Ernährungsverhalten beeinflusst.

1. Bourdieus Theorie zu Geschmack und Schichtzugehörigkeit: Dieses Kapitel erläutert den Habitus-Begriff und die Unterscheidung zwischen legitimen, mittleren und populären Geschmackstypen.

2. Geschichtlicher Hintergrund des Zuckerverzehrs: Es wird dargelegt, wie Zucker von einem Luxusgut des Großbürgertums zu einem Massenprodukt und Bestandteil des Notwendigkeitsgeschmacks wurde.

3. Derzeitige Situation des Zuckerkonsums in Deutschland: Das Kapitel analysiert aktuelle Absatz- und Verzehrzahlen und beleuchtet die Korrelation zwischen sozioökonomischen Faktoren und Zuckerkonsum.

4. Fazit / Ausblick: Das Fazit bestätigt den Zusammenhang zwischen sozialer Schicht und ungesundem Ernährungsverhalten und fordert gezielte bildungspolitische Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Zuckerkonsum, Schichtzugehörigkeit, Pierre Bourdieu, Habitus, Ernährungsverhalten, Sozioökonomische Faktoren, Klassenspezifischer Geschmack, Soziale Ungleichheit, Notwendigkeitsgeschmack, Gesundheitsaufklärung, Ernährungserziehung, Konsumverhalten, Übergewicht, Soziale Herkunft, Luxusgeschmack.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Zuckerkonsum und der jeweiligen sozialen Schichtzugehörigkeit einer Person.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die soziologische Theorie nach Pierre Bourdieu, die Historie des Zuckerhandels sowie aktuelle ernährungspsychologische Erkenntnisse in Deutschland.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern der Konsum von Zucker von der sozialen Schichtzugehörigkeit abhängig ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die soziologische Theorien (Bourdieu) mit Literaturanalyse und Auswertungen bestehender Verzehrsstudien kombiniert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung des Geschmacks, der historischen Wandlung von Zucker als Machtsymbol und der Analyse sozioökonomischer Faktoren für ungleiches Essverhalten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Habitus, Schichtzugehörigkeit, Notwendigkeitsgeschmack und soziale Ungleichheit.

Welche Rolle spielt die Bildung der Eltern für das Ernährungsverhalten der Kinder?

Laut den zitierten Studien besteht eine positive Wechselbeziehung zwischen dem Bildungsabschluss der Eltern und der Qualität der Ernährung sowie der Verzehrhäufigkeit von Obst und Gemüse bei Kindern.

Warum wird der Zuckerkonsum heute als "Notwendigkeitsgeschmack" bezeichnet?

Aufgrund seiner Verfügbarkeit und geringen Kosten hat Zucker seine Funktion als exklusives Statussymbol verloren und wird nun primär als preiswerte, kalorienreiche Energiequelle konsumiert.

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Résumé des informations

Titre
Geschmack und Schichtzugehörigkeit. Inwiefern ist der Konsum von Zucker abhängig von der Schichtzugehörigkeit?
Université
Hamburg University of Applied Sciences
Auteur
Lisa Marie Schäfer (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
10
N° de catalogue
V206034
ISBN (ebook)
9783656329398
ISBN (Livre)
9783656331797
Langue
allemand
mots-clé
Zucker Schicht Bourdieu Konsum Ernährung Geschmack Schichtzugehörigkeit Klasse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Marie Schäfer (Auteur), 2012, Geschmack und Schichtzugehörigkeit. Inwiefern ist der Konsum von Zucker abhängig von der Schichtzugehörigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206034
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