Wie soll ein Unternehmen eine Entscheidung treffen, dessen Ergebnis nicht vorhersagbar ist und dessen Bewertung klar nachvollziehbar sein sollte?
Dies ist eine Kernfrage, die immer wieder zur Diskussion bei unternehmerischen Entscheidungen steht.
Erst zu einem späteren Zeitpunkt stellt sich heraus, welche Entscheidung die richtige war.
Doch es gibt Hilfestellungen um zur mehr Sicherheit bei der Entscheidungsfindung zu erlangen.
So gibt die Nutzwertmethode den Blick frei auf wichtige Entscheidungskriterien, ohne dass wichtige Argumente vergessen werden
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Aufbau der Arbeit
1.1 Einführung in das Thema
1.2 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition
2.2 Nutzen
2.3 Einsatzgebiet
3 Durchführung einer Nutzwertanalyse im Unternehmen „U 2“
3.1 Vorstellen des Planspiels TOPSIM
3.2 Anwendung an einem Investitionsbeispiel im Unternehmen „U 2“
3.2.1 Problemstellung
3.2.2 Auswahl der Bewertungskriterien
3.2.3 Gewichtung der Bewertungskriterien
3.2.4 Bewertung jeder Alternativen
3.2.5 Berechnung des Einzelnutzen für jedes Kriterium
3.2.6 Berechnung des Gesamtnutzens
3.2.7 Beurteilung der Ergebnisse
3.3 Einschätzen der Nutzwertmethode
3.4 Kritik an der Nutzwertmethode
3.5 Alternativen zur Nutzwertmethode
4 Schlussbetrachtungen
4.1 Fazit
4.2 Kritische Reflexion
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Anwendungsmöglichkeiten und methodischen Grenzen der Nutzwertanalyse aufzuzeigen und sie anhand eines konkreten Investitionsbeispiels innerhalb des Planspiels "TOPSIM" zu bewerten.
- Grundlagen und Definition der Nutzwertanalyse
- Methodische Vorgehensweise bei komplexen Investitionsentscheidungen
- Anwendung der Nutzwertanalyse im Unternehmensplanspiel "U 2"
- Kritische Würdigung der Nutzwertmethode
- Diskussion alternativer Entscheidungsverfahren
Auszug aus dem Buch
3.4 Kritik an der Nutzwertmethode
Diese Methode täuscht Wissenschaftlichkeit vor [ Bechmann 1978, S.35]. Bei der Skalierung der Ergebnisse können Ungenauigkeiten auftreten, die das ganze Ergebnis verzerren. Nur kardinalskalierte Ergebnisse können relativ objektiv bewertet werden, die Vorrausetzung dafür ist eine physikalische Größe (z.B. Länge, Größe, Leistung usw.). Alles andere wird ungenau erfasst, dazu gehören subjektive Eindrücke, wie die Art der Farben und des Designs, Art des Services usw. Unzulässig ist daher zu sagen, die Alternative A ist mit 10 Punkten doppelt so gut wie die Alternative B mit 5 Punkten.
Besonders bei der späteren Transformation in eine Zielerreichungsgerade kann der Gesamtnutzen verzerrt werden. Die Kriterien müssen gleichwertig betrachtet werden und nutzenunabhängig ausgewiesen sein. Bei der Gewichtung ist es schwierig, eine Präferenzordnung mit unterschiedlichen Zielen darzustellen und daher exakt auf 100 bzw. 1 zu kommen. Hier muss eine Transparenz bezüglich der Daten und Methoden vorliegen, um dem vorzubeugen.
Bedenklich ist auch die Interpretation des Gesamtnutzen, dass monetäre und nicht-monetäre Größe miteinander verwoben werden, das Oberziel verdichtet sich zu „Nutzen“ und harte Faktoren werden mit weichen Faktoren vermischt, was problematisch ist [vgl. Hoffmeister 2008, S. 307 f.].
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Problematik unternehmerischer Entscheidungen und Vorstellung der Zielsetzung sowie Vorgehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Definition und Erläuterung des Nutzens sowie der Einsatzgebiete der Nutzwertanalyse.
3 Durchführung einer Nutzwertanalyse im Unternehmen „U 2“: Praktische Anwendung der Methode zur Investitionsauswahl im Planspiel TOPSIM inklusive detaillierter Berechnung, Bewertung und Kritik.
4 Schlussbetrachtungen: Zusammenfassendes Fazit zur Nutzwertanalyse und kritische Reflexion des Autors zum gewählten Vorgehen.
Schlüsselwörter
Nutzwertanalyse, Investitionsentscheidung, Zielsystem, TOPSIM, Nutzwertmethode, Entscheidungstransparenz, Unternehmensplanspiel, Bewertungskriterien, Gewichtungsfaktoren, Teilnutzen, Gesamtnutzen, Wertanalyse, Nutzwerttheorie, Entscheidungsfindung, Multikriterielle Entscheidung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?
Die Arbeit behandelt die Nutzwertanalyse als Instrument zur Entscheidungsfindung und demonstriert deren praktische Anwendung an einem Investitionsbeispiel im Kontext eines Unternehmensplanspiels.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Ausarbeitung ab?
Neben den theoretischen Grundlagen der Nutzwertanalyse fokussiert die Arbeit auf die praktische Durchführung, die methodische Kritik sowie den Vergleich mit anderen Entscheidungsverfahren wie der Wertanalyse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Möglichkeiten und Grenzen der Nutzwertmethode aufzuzeigen und Alternativen zu identifizieren, die bei Investitionsentscheidungen in komplexen Szenarien Unterstützung bieten können.
Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?
Die Arbeit nutzt die Nutzwertanalyse, um verschiedene Produktionsanlagen anhand gewichteter Kriterien zu vergleichen, wobei sowohl monetäre als auch qualitative, nicht-monetäre Faktoren einbezogen werden.
Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Durchführung der Analyse im Planspiel "TOPSIM", von der Problemstellung und Kriterienauswahl über die Gewichtung und Berechnung bis hin zur finalen Beurteilung der Ergebnisse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich primär durch Begriffe wie Nutzwertanalyse, Investition, Zielgewichte, Entscheidungstransparenz und Nutzwertmethode aus.
Welche konkrete Investition wird im Planspiel bewertet?
Es wird die Auswahl einer Produktionsanlage für die Gabelstaplerherstellung in der Periode 2 des Planspiels "TOPSIM - Business Development Anlagenbau" evaluiert.
Welche alternativen Methoden zur Nutzwertanalyse werden diskutiert?
Die Arbeit stellt das Preis-Leistungsmodell, die klassische Wertanalyse nach Miles sowie den Analytic Network Process (ANP) als alternative Ansätze vor.
Was ist das Fazit bezüglich der Nutzwertanalyse?
Die Nutzwertanalyse wird als hilfreiches Instrument für nicht allzu aufwendige Entscheidungen eingestuft, wobei ihre Grenzen in der subjektiven Gewichtung und der Vermischung verschiedener Skalenniveaus liegen.
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- Anonym (Autor), 2012, Nutzwertanalyse: Allgemeine Vorstellung und Anwendung an einer Investition, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206044