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Strukturierte Produkte

Title: Strukturierte Produkte

Diploma Thesis , 2003 , 119 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Marcus Friedrichs (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Der Kapitalmarkt kann in den Kassa- und den Terminmarkt aufgeteilt werden. Die Produkte dieser beiden Teilmärkte bilden insgesamt die Bausteine (Building-Blocks) der
strukturierten Produkte. Abbildung 1 stellt diesen Zusammenhang dar. [...] Ausgangspunkt für die Entwicklung des Marktes für strukturierte Produkte war der
Terminmarkt bzw. der Markt für Derivate. Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Wert wiederum von der Wertentwicklung eines oder mehrerer Instrumente des Kassamarktes abhängt. Zusammen mit dem Over-the-Counter (OTC)-Markt2 für derivative Instrumente hatte der Terminmarkt 1999 ein geschätztes3 Volumen von 60 Trillionen
USD4. „..., during the 1980s and 1990s, a very special activity within the management of capital would arise or intensify, an activity called structuring.”5 Mitte der 1980er Jahre wurden die ersten derivativen Produkte in den USA emittiert, welche die Eigenschaften von Kassatiteln und Termingeschäften kombinierten. 1990 emittierte das Bankhaus Trinkaus & Burkhardt das erste strukturierte Produkt am deutschen Kapitalmarkt, eine Aktienanleihe. Diese Emission war jedoch nicht besonders erfolgreich. Die Verzinsung „normaler“ Anleihen war so hoch, dass sich für die Anleger kein Anreiz ergab, zusätzliches Risiko in Kauf zunehmen, nur um eine leicht höhere Verzinsung zu erzielen. Zudem war der deutsche Aktienmarkt vor der Telekom-Emission keine echte Anlagealternative für den Großteil der deutschen Anleger. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Ausgangslage

1.2 Begriffsbestimmung und thematische Abgrenzung

1.3 Klassifizierung der strukturierten Produkte

1.4 Zielsetzung und Aufbau

2 Grundlagen

2.1 Bewertungsmethodik

2.2 Grundlagen der Kassainstrumente

2.3 Grundlagen der Optionstheorie

2.4 Exotische Optionen

2.5 Einflussfaktoren

3 Strukturierte Produkte mit sicherer Kapitalrückzahlung

3.1 Produkte mit unbegrenztem Gewinnpotential

3.2 Produkte mit begrenztem Gewinnpotential

4 Strukturierte Produkte mit unsicherer Kapitalrückzahlung

4.1 Produkte mit laufendem Ertrag

4.2 Produkte ohne laufenden Ertrag

4.3 Modifizierte Produkte

4.4 Bandbreiten-Produkte

4.5 Hebel-Produkte

5 Die Bewertung von strukturierten Produkten

5.1 Konstruktion und Analyse von strukturierten Produkten mit sicherer Kapitalrückzahlung und unbegrenztem Gewinnpotential

5.2 Konstruktion und Analyse von strukturierten Produkten mit sicherer Kapitalrückzahlung und begrenztem Gewinnpotential

5.3 Konstruktion und Analyse von strukturierten Produkten mit unsicherer Kapitalrückzahlung und laufendem Ertrag

5.4 Konstruktion und Analyse von strukturierten Produkten mit unsicherer Kapitalrückzahlung und ohne laufenden Ertrag

5.5 Konstruktion und Analyse von Doppel-Discount-Zertifikaten

5.6 Konstruktion und Analyse von Bandbreiten-Produkten

5.7 Konstruktion und Analyse von Hebel-Produkten

6 Kosten-/Nutzenanalyse

6.1 Risiko aus der Sicht der Emittenten

6.2 Nutzen aus der Sicht der Emittenten

6.3 Risiko aus der Sicht der Investoren

6.4 Nutzen aus Sicht der Investoren

7 Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Strukturierung und Bewertung von strukturierten Finanzprodukten am deutschen Kapitalmarkt. Das primäre Ziel besteht darin, die Angemessenheit der Emissionspreise anhand theoretischer Gleichgewichtspreise zu prüfen und aufzudecken, ob systematische Fehlbewertungen zu Lasten der Anleger vorliegen.

  • Methodische Grundlagen der Derivatebewertung und Duplikationsprinzipien
  • Kategorisierung strukturierter Produkte nach Risiko- und Renditemerkmalen
  • Analyse und Bewertung verschiedener Produktgattungen (mit/ohne Kapitalschutz, Hebel-Produkte)
  • Sensitivitätsanalysen der für die Preisbildung maßgeblichen Einflussfaktoren
  • Kosten-Nutzen-Analyse aus Emittenten- und Investorenperspektive

Auszug aus dem Buch

2.1 Bewertungsmethodik

Im Zusammenhang mit der Bewertung (Pricing) strukturierter Produkte stellt sich zunächst die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Bewertung vorgenommen werden soll. Es müssen zwei Fälle unterschieden werden:

1. Bewertung am Laufzeitende

2. Bewertung vor Fälligkeit.

Die Bewertung am Laufzeitende fällt leicht, da auf Grund der in den Emissionsbedingungen festgehaltenen Rückzahlungsmodalitäten die Kapitalrückzahlung und somit auch der Wert des strukturierten Produktes feststeht.

Das Pricing vor Fälligkeit kann mittels zweier Verfahren erfolgen:

1. Preisvergleich

2. No-Arbitrage Bewertung.

Beim Preisvergleich werden die Preise einzelner strukturierter Produkte gegenübergestellt. Auf diese Weise lässt sich zumindest feststellen, welches der verglichenen Produkte das günstigste ist bzw. welcher Emittent mit seinen Kursfeststellungen besonders weit vom Marktdurchschnitt entfernt liegt. Eine Aussage, ob der Preis eines Produktes „fair“ ist oder nicht, lässt sich über diese Methode jedoch nicht treffen. Zudem ist diese Methode nur anwendbar, wenn die Ausstattungsmerkmale der zu vergleichenden Produkte zumindest annähernd identisch sind. Emittenten statten ihre Produkte jedoch bewusst so aus, dass ein einfacher Vergleich meist nicht möglich ist. Einen ersten Anhaltspunkt kann dieses einfache Verfahren jedoch liefern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Hinführung zur Thematik und Abgrenzung des Begriffs strukturierter Produkte im Marktumfeld.

2 Grundlagen: Erläuterung der finanzmathematischen Instrumente und Bewertungsmodelle wie der No-Arbitrage-Bewertung.

3 Strukturierte Produkte mit sicherer Kapitalrückzahlung: Darstellung von Anlagemodellen, die einen Kapitalschutz mit Gewinnpartizipation kombinieren.

4 Strukturierte Produkte mit unsicherer Kapitalrückzahlung: Analyse von Produkten wie Aktienanleihen und Discount-Zertifikaten ohne Kapitalschutz.

5 Die Bewertung von strukturierten Produkten: Zentrale empirische Untersuchung und Bewertung ausgewählter Produktbeispiele mittels Duplikationsportfolio.

6 Kosten-/Nutzenanalyse: Diskussion der ökonomischen Beweggründe und Risikostrukturen für Emittenten und Investoren.

7 Schlussfolgerungen und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Marktentwicklung sowie Transparenzanforderungen.

Schlüsselwörter

Strukturierte Produkte, Derivate, Kapitalrückzahlung, Aktienanleihe, Discount-Zertifikat, No-Arbitrage-Bewertung, Finanzengineering, Volatilität, Put-Call-Parität, Emittentenmarge, Kapitalschutz, Hebel-Produkte, Optionsbewertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Struktur und Bewertung von strukturierten Produkten am deutschen Kapitalmarkt und hinterfragt deren Preisgestaltung durch Emittenten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit behandelt die Konstruktionslogik (Building-Block-Ansatz), Bewertungsmodelle für Optionen, Produktklassifikationen nach Risikoprofilen sowie die ökonomische Kosten-Nutzen-Analyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Überprüfung, ob die Emissionspreise der untersuchten Produkte mit theoretischen fairen Werten übereinstimmen oder ob Fehlbewertungen zulasten der Anleger bestehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden mathematische Bewertungsansätze (insb. Black-Scholes-Modell, Levy-Approximation, Put-Call-Parität) zur Duplikation von Zahlungsströmen genutzt, ergänzt durch empirische Analysen konkreter Marktemissionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden strukturierte Produkte mit und ohne Kapitalschutz detailliert konstruiert, bewertet und in Bezug auf ihre Sensitivität gegenüber Markteinflussfaktoren analysiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Finanzengineering, strukturierte Produkte, Derivatebewertung, Volatilität, Kapitalschutz und Markteffizienz.

Warum ist das Black-Scholes-Modell trotz bekannter Schwächen zentral für die Arbeit?

Die Arbeit nutzt das Modell, da es in der Praxis der Banken und Emittenten weiterhin der Standard für die Bewertung von Optionen und damit für das Financial Engineering ist.

Welche Rolle spielen "exotische" Optionen für die Komplexität der Produkte?

Exotische Optionen erhöhen die Komplexität und Intransparenz der Produkte, was es Emittenten ermöglicht, höhere Margen zu generieren und die Vergleichbarkeit für den Anleger zu erschweren.

Excerpt out of 119 pages  - scroll top

Details

Title
Strukturierte Produkte
College
University of Cologne
Grade
2,0
Author
Marcus Friedrichs (Author)
Publication Year
2003
Pages
119
Catalog Number
V20611
ISBN (eBook)
9783638244428
Language
German
Tags
Strukturierte Produkte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Friedrichs (Author), 2003, Strukturierte Produkte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20611
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