Die immer weiter verbreitete Nutzung des Internet oder allgemein sämtlicher
Informations- und Kommunikationstechnologien hat viele Unternehmen vor neue
Herausforderungen gestellt.
Die vorliegende Arbeit befasst sich daher mit Problemen und Fragestellungen des
Vertriebs in Dienstleistungsunternehmen, um zu klären, wo neue Möglichkeiten
und eventuell Grenzen des Onlinevertriebs liegen.
Die zentralen Fragestellungen, denen sich diese Arbeit dabei widmet, sind
insbesondere:
Welche Arten von Dienstleistungen im Sinne von Leistungsbündeln mit
physischen und immateriellen Komponenten eigen sich besonders gut für den
Vertrieb über Internet oder andere elektronische Netzwerke? Welche
Dienstleistungsbetriebe sind von den Entwicklungen der Neuen Medien eher
weniger betroffen und welche Empfehlungen lassen sich vor diesem Hintergrund
für eine marktorientierte Unternehmensführung ableiten?
Zu diesem Zweck befasst sich das zweite Kapitel mit definitorischen Grundlagen
von Dienstleistungen im allgemeinen und Onlinevertrieb im besonderen.
Das dritte und vierte Kapitel gehen vor diesem Hintergrund auf die
Vertriebswegewahl, die diesbezüglichen Einflussgrößen und die sich daraus
ergebenden Möglichkeiten und Grenzen ein.
Abschließend werden Implikationen und Konsequenzen dieser Thematik in einem
Ausblick dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen des Onlinevertriebs in Dienstleistungsunternehmen
2.1 Kennzeichnung von Dienstleistungsunternehmen
2.1.1 Dienstleistungsbegriff
2.1.2 Merkmale von Dienstleistungsunternehmen
2.2 Kennzeichnung von Onlinevertrieb
2.2.1 Definitorische Abgrenzung des Onlinevertriebs
2.2.2 Merkmale des Onlinevertriebs
2.2.3 Entwicklungstendenzen
3. Vertriebswegewahl in Dienstleistungsunternehmen
3.1 Begriffsabgrenzung der Vertriebswege
3.2 Einflussgrößen
3.3 Entscheidungshilfen
3.3.1 SWOT–Analyse
3.3.2 Scoring-Modell
4. Möglichkeiten und Grenzen des Onlinevertriebs in Dienstleistungsunternehmen
4.1 Gestaltungsmöglichkeiten
4.1.1 Vorteile dienstleistungsspezifischer Merkmale
4.1.2 Ansiedlung des Onlinevertriebs in Dienstleistungsunternehmen
4.2 Grenzen
5. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Herausforderungen und Potenziale des Onlinevertriebs innerhalb von Dienstleistungsunternehmen, um Entscheidungshilfen für die Vertriebswegewahl in Abhängigkeit von spezifischen Dienstleistungsmerkmalen zu identifizieren.
- Grundlagen und Definitionen von Dienstleistungsunternehmen und Onlinevertrieb
- Analyse von Einflussfaktoren auf die Vertriebswegewahl
- Einsatz von Entscheidungsinstrumenten wie SWOT-Analyse und Scoring-Modell
- Gestaltungsmöglichkeiten des Onlinevertriebs in Dienstleistungsunternehmen
- Systematisierung der Eignung von Dienstleistungen für den Onlinevertrieb
Auszug aus dem Buch
2.2.2 Merkmale des Onlinevertriebs
Nach Birkhofer ist Onlinevertrieb in diesem Sinne im Kern als eine Sonderform des Versandhandels zu verstehen. Dem Kunden werden Leistungen über ein Medium vorgestellt, deren Bestellung anschließend unpersönlich ebenfalls über ein Medium erfolgt.
Im Falle physischer Güter werden diese i.d.R. durch Logistikunternehmen an den Kunden geliefert.
Bei digitalisierbaren Produkten und Dienstleistungen, wie bspw. Musik, Bildern und Texten, kann die Distribution direkt über das entsprechende Netzwerk erfolgen.
Beim Onlinevertrieb kommen nach Birkhofer folgende Vorteile elektronischer Märkte gegenüber traditionellen Märkten zur Geltung:
• Ortsunabhängigkeit bzw. Ubiquität: Anbieter und Nachfrager haben räumlich und zeitlich unbegrenzten Zugang zum Markt.
• Geringere Transaktions- und Suchkosten: Beide Marktteilnehmer haben geringere Kosten während der Informationssuche, sowie der Anbahnungs- und Abwicklungsphase aufzuwenden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen des Vertriebs in Dienstleistungsunternehmen durch Informations- und Kommunikationstechnologien und definiert zentrale Fragestellungen zur Eignung des Onlinevertriebs.
2. Grundlagen des Onlinevertriebs in Dienstleistungsunternehmen: Dieses Kapitel definiert den Dienstleistungsbegriff über drei Dimensionen und erläutert den Onlinevertrieb als Ausgestaltungsform des E-Commerce.
3. Vertriebswegewahl in Dienstleistungsunternehmen: Hier werden Formen des direkten und indirekten Vertriebs unterschieden und Kriterien sowie Bewertungsinstrumente zur Vertriebswegewahl vorgestellt.
4. Möglichkeiten und Grenzen des Onlinevertriebs in Dienstleistungsunternehmen: Dieser Abschnitt untersucht, wie spezifische Dienstleistungsmerkmale die Gestaltungsmöglichkeiten beeinflussen und wo die Grenzen für den Onlinevertrieb liegen.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass keine pauschale Aussage zur Vorteilhaftigkeit möglich ist, aber strukturierte Instrumente eine fundierte Entscheidungsgrundlage bieten.
Schlüsselwörter
Onlinevertrieb, Dienstleistungsunternehmen, Electronic Commerce, Vertriebswegewahl, Leistungsbündel, SWOT-Analyse, Scoring-Modell, Informationsasymmetrien, Disintermediation, Intermediation, Immateralität, Dienstleistungsmarketing, Distributionssysteme, Ubiquität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Integration und Gestaltung des Onlinevertriebs innerhalb von Dienstleistungsunternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die Charakterisierung von Dienstleistungen, die Definition von Onlinevertrieb, die Analyse von Einflussfaktoren auf die Vertriebswege sowie die Bewertung von Möglichkeiten und Grenzen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu klären, unter welchen Bedingungen und mit welchen Instrumenten Dienstleistungsunternehmen den Onlinevertrieb erfolgreich als Absatzkanal nutzen können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung strategischer Bewertungsinstrumente wie der SWOT-Analyse und dem Scoring-Modell.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Einflussfaktoren auf die Vertriebswegewahl (z.B. dienstleistungs- oder unternehmensbezogene Faktoren) und bewertet durch theoretische Instrumente die Chancen und Grenzen des Onlinevertriebs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Onlinevertrieb, Dienstleistungsmanagement, Vertriebswegewahl, Electronic Commerce und strategische Planungsinstrumente.
Wie unterscheidet sich die SWOT-Analyse vom Scoring-Modell in dieser Arbeit?
Die SWOT-Analyse dient der externen und internen Chancen-Risiken-Abwägung, während das Scoring-Modell eine strukturierte, punktbasierte Vergleichsmöglichkeit verschiedener Vertriebswege bietet.
Warum spielt die Eigenschaft der „Immaterialität“ eine so wichtige Rolle für den Onlinevertrieb?
Die Immaterialität von Dienstleistungen bedingt häufig eine notwendige physische Interaktion oder das Vertrauen in den Anbieter, was den Onlinevertrieb erschweren oder neue Anforderungen an die Informationsgestaltung stellen kann.
- Arbeit zitieren
- Roland Thiemann (Autor:in), 2003, Die Nutzung des Onlinevertriebs in Dienstleistungsunternehmen: Einflussgrößen und Entscheidungshilfen der Vertriebswegewahl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20624