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Islamisches Wirtschaftswesen und vergleichbare christliche Regelungen

Titre: Islamisches Wirtschaftswesen und vergleichbare christliche Regelungen

Dossier / Travail , 2011 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Manuel Sedlak (Auteur)

Théologie - Sciences des religions comparatives
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Résumé Extrait Résumé des informations

Auch in diesem Jahr spürt man in der Bundesrepublik Deutschland noch immer die
Auswirkung der globalen Wirtschaftskrise, die im Jahr 2007 begann und mit der Insolvenz der
damaligen viertgrößten US-Investmentbank „Lehman Brothers“ im September 2008 ihren
bisherigen Höhepunkt fand. Ausgangspunkt dieser Wirtschaftskrise waren bereits die
Anschläge des 11. Septembers, denn danach konnten, aufgrund einer Zinssenkung der
amerikanischen Notenbank, auch Bürger der USA mit geringer Bonität einen sogenannten
„Subprime-Kredit“ aufnehmen, wodurch unter anderem die Nachfrage am amerikanischen
Häusermarkt enorm anstieg (vgl. Twele, 2009, Seite 1f). Grund für diese Zinssenkung war,
dass die amerikanische Notenbank dadurch einen drohenden Wirtschaftseinbruch nach den
Anschlägen verhindern wollte. Diese Kredite wurden international gehandelt und von vielen
Investoren gekauft, da sie zeitweise eine zweistellige prozentuale Wertsteigerung erzielten.
Nach der Erholung der Wirtschaft und der dadurch eintretenden Inflation erhöhte die
amerikanische Notenbank den Leitzins, deshalb erhöhten sich allerdings auch die variablen
Zinsen der „Subprime-Kredite“. Dadurch konnten viele Kreditnehmer in den USA den Kredit
nicht mehr zurückzahlen und die Banken mussten die Häuser, die aufgrund der sinkenden
Nachfrage allerdings stark an Wert verloren hatten, pfänden und machten dadurch Verlust. Dies
führt zu Milliardenverlusten der Banken und am Ende zu der noch heute spürbaren, globalen
Wirtschaftskrise. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die wichtigsten Elemente des islamisches Wirtschaftswesen

2.1. Das Zinsverbot

2.2. Der „Zakat“

3. Vergleichbare Elemente des christlichen Wirtschaftswesens

3.1. Das christliches Zinsverbot

3.2. Der Zehnt und die Kirchensteuer

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die grundlegenden Prinzipien des islamischen Wirtschaftswesens, insbesondere das Zinsverbot und die soziale Abgabe „Zakat“, und vergleicht diese mit historischen und aktuellen Ansätzen im christlichen Wirtschaftswesen. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob islamische Finanzkonzepte eine valide und stabile Option für die westliche Weltwirtschaft darstellen können.

  • Wirtschaftsethische Analyse des Zinsverbots im Vergleich zwischen Islam und Christentum.
  • Untersuchung der sozialen Funktion der „Zakat“-Abgabe im Islam.
  • Historische Entwicklung des christlichen Zinsverbots und des Zehnten.
  • Kritische Bewertung der Stabilität islamischer Finanzprodukte in Zeiten der Wirtschaftskrise.
  • Reflektion über die Struktur und Verwaltung der Kirchensteuer in Deutschland im Kontrast zur Zakat.

Auszug aus dem Buch

2.1. Das Zinsverbot

In der gesamten westlichen, christlich orientierten Welt ist der Zins mittlerweile selbstverständlich. Der Begriff Zins leitet sich vom lateinischen Begriff „census“ ab und bedeutet in das Deutsche übersetzt „Abgabe“. „Der Zins ist der Preis, den ein Schuldner für einen Kredit zahlen muss (Sollzins) beziehungsweise den ein Gläuber für die Überlassung von Sparkapital erhält (Habenzins)“. Diese Form von einer finanziellen Abgabe, beispielsweise bei einem Darlehen für den Erwerb einer Immobilie, ist in der islamischen Religion verboten.

Den Grund des Zinsverbotes im Islam findet man in den Suren des Korans, unter anderem in Sure 2, Vers 278, in dem „O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und verzichtet auf das, was noch übrig ist an Zinsen, wenn ihr Gläubige seid“ steht. Auch heißt es in Sure 3, Vers 130, „O ihr, die ihr glaubt, verschlingt nicht die Zinsen in mehrfacher Verdoppelung, sondern fürchtet Allah; vielleicht werdet ihr erfolgreich sein.“ Durch die in der Scharia bestimmten Autorität des Korans und die dadurch entstehende Unanfechtbarkeit der Worte im Koran, ist es im Islam göttliches Gesetz, keinen Zins zu verlangen und hat somit auch heute noch bestand. Durch das Zinsverbot soll verhindert werden, dass arme Menschen noch ärmer werden und Reiche noch reicher, außerdem gehen islamische Gelehrte davon aus, dass zinslose Kredite die Menschen einander näher bringen, während Zinsen die Menschen voneinander entfernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die globale Wirtschaftskrise ab 2007 ein und beleuchtet die darauf folgende ethische Debatte über Gewinnstreben und Finanzmarktregulierung.

2. Die wichtigsten Elemente des islamisches Wirtschaftswesen: Dieses Kapitel erläutert das Zinsverbot sowie die Zakat als zentrale Säulen des islamischen Finanzwesens und deren theoretische Grundlage im Koran.

2.1. Das Zinsverbot: Hier werden die theologischen Hintergründe des Zinsverbots und moderne praktische Umsetzungen wie Murabaha, Musharaka und Mudaraba dargestellt.

2.2. Der „Zakat“: Die Definition der Zakat als vermögensabhängige Pflichtabgabe und deren Bedeutung für die soziale Absicherung innerhalb der islamischen Gemeinschaft stehen hier im Fokus.

3. Vergleichbare Elemente des christlichen Wirtschaftswesens: Es wird untersucht, welche historischen Parallelen es im Christentum zum Zinsverbot und zur Abgabenpflicht gab.

3.1. Das christliches Zinsverbot: Die Arbeit zeichnet die Entwicklung des Zinsverbots vom Alten Testament bis zur Aufweichung durch die Reformatoren wie Johannes Calvin nach.

3.2. Der Zehnt und die Kirchensteuer: Dieses Kapitel vergleicht die historische Abgabe des Zehnten mit dem modernen System der Kirchensteuer in Deutschland.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der sozialen Nützlichkeit der Zakat und einer kritischen Einschätzung zur Stabilität des islamischen Finanzsystems gegenüber westlichen Modellen.

Schlüsselwörter

Islamisches Wirtschaftswesen, Zinsverbot, Zakat, Scharia, Finanzkrise, Christentum, Zehnt, Kirchensteuer, Islamic Finance, Ethik, Wirtschaftsethik, Religion, Koran, Geldanlage, Gewinnstreben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich mit den religiös begründeten Finanzregeln des Islams auseinander und vergleicht diese mit historischen sowie aktuellen christlichen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte sind das Zinsverbot, die soziale Abgabe Zakat, die Geschichte des christlichen Zinsverbots und das System der Kirchensteuer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob islamische Finanzprinzipien eine tragfähige und stabilere Alternative zur konventionellen westlichen Finanzwirtschaft darstellen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die religiöse Texte (Koran, Bibel) sowie aktuelle wirtschaftswissenschaftliche und kirchenhistorische Dokumente einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der islamischen Prinzipien (Zinsverbot, Zakat) und einen komparativen Teil, der die christliche Wirtschaftsgeschichte und das deutsche Kirchensteuersystem gegenüberstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Islamisches Wirtschaftswesen, Zinsverbot, Zakat, Scharia, Ethik und Kirchensteuer.

Wie unterscheidet sich die Verwaltung der Zakat von der deutschen Kirchensteuer?

Im Gegensatz zur zentral verwalteten deutschen Kirchensteuer kann der Muslim bei der Zakat selbst entscheiden, welchem der in Sure 9, Vers 60 genannten Empfänger er seine Spende zukommen lässt.

Inwiefern beeinflusst das Zinsverbot die Stabilität islamischer Banken?

Das Zinsverbot zwingt Banken dazu, spekulative Geschäfte zu vermeiden und stattdessen in reale Werte oder reale Investitionen zu investieren, was zu einer höheren Stabilität beitragen kann.

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Résumé des informations

Titre
Islamisches Wirtschaftswesen und vergleichbare christliche Regelungen
Université
Protestant University of Applied Sciences Nuremberg
Cours
Interreligiöser Dialog
Note
1,0
Auteur
B.A. Manuel Sedlak (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
22
N° de catalogue
V206244
ISBN (ebook)
9783656333630
ISBN (Livre)
9783656333869
Langue
allemand
mots-clé
Islam Wirtschaft Religion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Manuel Sedlak (Auteur), 2011, Islamisches Wirtschaftswesen und vergleichbare christliche Regelungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206244
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Extrait de  22  pages
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