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HybrId(ent)ität: Postkoloniale Hybriditätskonzepte zu Jenny Alonis Roman "Zypressen zerbrechen nicht"

Titel: HybrId(ent)ität: Postkoloniale Hybriditätskonzepte zu Jenny Alonis Roman "Zypressen zerbrechen nicht"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Manuela Unger (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Erzählung handelt von der jüdischen jungen Frau „Helga“/„Hagar“ während ihres ersten Jahres nach der Einwanderung in Palästina 1939.
Diese Arbeit klärt, ob 'Zypressen zerbrechen nicht' als Beispiel für postkoloniale Literatur gelesen werden kann.

Um die These einer solchen Lesart bewerten zu können, ist genaue Begriffskenntnis und Einarbeitung in Leben und Werk der Autorin und dessen literaturwissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher und populärer Resonanz nötig. Dementsprechend ist das Vorgehen dieser Arbeit, die sich außerdem zum Ziel gesetzt hat, zu beleuchten, ob und wenn ja inwiefern verschiedene Hybriditätsbegriffe auf Zypressen zerbrechen nicht angewendet werden können.
Der Roman wird dafür als Produkt der Autorin, als selbstständiges Werk und als Ausgangspunkt verschiedener Interpretationen durch ausgewählte Sekundärliteratur betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autorin und Roman

3. Hybridität

3.1. Hybridität bei Michail Bachtin und Homi Bhabha: Anwendung auf Zypressen zerbrechen nicht

3.2. Postkoloniale Theorien: Anwendung auf Zypressen zerbrechen nicht

4. Postkoloniale Identität / hybride Identität

5. Schluss und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Roman Zypressen zerbrechen nicht von Jenny Aloni im Kontext postkolonialer Hybriditätskonzepte. Dabei wird analysiert, inwieweit theoretische Ansätze von Michail Bachtin und Homi Bhabha auf die Figur der H. sowie deren Identitätsfindung und Sprachverwendung zwischen den Kulturen anwendbar sind.

  • Analyse der Anwendbarkeit postkolonialer Hybriditätskonzepte auf den Roman
  • Untersuchung von Identitätskonflikten der Hauptfigur H.
  • Reflexion über das Verhältnis von Sprache, Trauma und Identität
  • Überprüfung der Wirksamkeit von Kategorien wie Täterschaft und Opferrolle
  • Diskussion des Einflusses von Exil und Akkulturation auf die Protagonistin

Auszug aus dem Buch

3.1. Hybridität bei Michail Bachtin und Homi Bhabha: Anwendung auf Zypressen zerbrechen nicht

Gewisse Theorien Bachtins können als wegbereitende Inspirationen für die postcolonial studies betrachtet werden, da er als einer der ersten Literaturwissenschaftler einen positiv konnotierten Hybriditätsbegriff verwendete. Es wird geklärt, was Bachtin unter Hybridität verstand und sein Konzept auf den Roman Zypressen zerbrechen nicht von Jenny Aloni angewendet.

Diese Arbeit beleuchtet außerdem den Versuch, die postkolonialen Theorien auf den Einwanderungsroman, wie ihn Gabriele Rochell nennt, anzuwenden. Aus diesem Grund wird im Folgenden der postkoloniale Hybriditätsbegriff näher erörtert. Dabei wird sich vor allem auf die Theorien Homi Bhabhas als einem der berühmtesten, aber auch umstrittenen Vertreter der postcolonial studies gestützt, welcher sich wiederum konkret auf Bachtins Theorien bezieht. Wenn darauf eingegangen wird, was Bachtin unter Hybridität versteht, ist es wichtig, mit seinem Sprachverständnis zu beginnen, da sich schon darin ein Hybriditätskonzept findet.

Für Bachtin ist das Wort nicht nur im linguistischen Sinn in einen Text eingebunden, sondern er betont vor allem die politische, moralische und zeitliche Gebundenheit der Wortwahl. Wörter sind also keine abgeschlossenen Elemente, im Gegenteil, sie sind je nach Zeit und Kontext offen und von unterschiedlicher Bedeutung. In einem Roman nach Bachtins Vorstellungen wird dies im Zuge der sog. 'Heteroglosie' deutlich. Heteroglosie bedeutet direkt übersetzt 'andere Zunge' und meint eine Redevielfalt bzw. Dialogizität, in der sprachlich deutlich wird, wer spricht und dass der eine Sprecher sich wie der eine Mensch von dem anderen unterscheidet, auch in der Wahl jedes einzelnen Wortes. Für Bachtin sind also schon die Wörter an sich hybride Konstrukte, ebenso wie die Sprechweisen, die aus ihrer Zusammensetzung entstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Roman als Zeugnis der Akkulturation vor und entfaltet die Forschungsfrage, ob postkoloniale Hybriditätsbegriffe zur Analyse der Hauptfigur und der Autorin herangezogen werden können.

2. Autorin und Roman: Dieses Kapitel gibt einen biographischen Abriss von Jenny Aloni und beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Romans sowie dessen literarische Aufnahme in Israel und Deutschland.

3. Hybridität: Das Kapitel führt in den theoretischen Begriff der Hybridität ein und differenziert zwischen dessen biologischem Ursprung und der späteren metaphorischen Nutzung.

3.1. Hybridität bei Michail Bachtin und Homi Bhabha: Anwendung auf Zypressen zerbrechen nicht: Hier werden Bachtins Konzept der Heteroglosie und Bhabhas Theorie des dritten Raumes auf den Roman angewendet, wobei die Grenzen der Anwendbarkeit auf die spezifische Erzählweise Alonis untersucht werden.

3.2. Postkoloniale Theorien: Anwendung auf Zypressen zerbrechen nicht: Dieser Abschnitt kritisiert und analysiert postkoloniale Diskursansätze im Hinblick auf ihre Relevanz für eine europäische Exilschriftstellerin und deren Marktpositionierung.

4. Postkoloniale Identität / hybride Identität: Das Kapitel untersucht anhand des Konzepts von Niels Weidtmann, ob die Identität der Hauptfigur H. als hybrid im postkolonialen Sinne zu bezeichnen ist.

5. Schluss und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und deutet auf weitere psychologische Analysemöglichkeiten wie die der Borderline-Störung hin.

Schlüsselwörter

Hybridität, Postkolonialismus, Jenny Aloni, Identität, Zypressen zerbrechen nicht, Exil, Akkulturation, Homi Bhabha, Michail Bachtin, Heteroglosie, Dritter Raum, Trauma, Literaturwissenschaft, Erinnerung, Sprachisolierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Einwanderungsroman "Zypressen zerbrechen nicht" von Jenny Aloni unter der theoretischen Linse postkolonialer Hybriditätskonzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören Hybridität in Sprache und Kultur, Identitätsfindung im Exil, die Verarbeitung von Traumata sowie die Dynamik von Akkulturation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu beleuchten, ob und inwiefern verschiedene Hybriditätsbegriffe von Theoretikern wie Bachtin und Bhabha auf Jenny Alonis Roman angewendet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewendet, die primär auf die Anwendung postkolonialer Theorien und den Vergleich mit Sekundärliteratur zu Jenny Aloni setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in den Hybriditätsbegriff, die Anwendung auf die Sprache des Romans und die Analyse der hybriden Identität der Protagonistin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hybridität, Postkolonialismus, Identität, Exil und Akkulturation charakterisiert.

Inwiefern ist die Identität der Protagonistin H. als hybrid zu betrachten?

H. ist durch das Spannungsfeld zwischen ihrer deutschen Vergangenheit und dem Ankommen in Palästina in einem ständigen Identitätskonflikt, den die Autorin als eine Form der problematischen, hybriden Existenz darstellt.

Warum wird die Anwendung postkolonialer Theorien auf diesen Roman kritisch hinterfragt?

Die Arbeit reflektiert, dass postkoloniale Theorien oft auf koloniale Kontexte ausgerichtet sind, während Jenny Aloni als jüdische Flüchtling aus Deutschland eine spezifische, andere Ausgangslage mitbringt.

Was bedeutet die "heteroglosse" Erzählweise in Bezug auf diesen Roman?

Die Arbeit stellt fest, dass Bachtins System der Sprachebenen im Roman nur begrenzt vorhanden ist, da der Text stark aus der subjektiven, teils isolierten Sicht der Hauptfigur erzählt wird.

Welcher Ausblick wird hinsichtlich weiterführender Analysen gegeben?

Der Ausblick schlägt vor, den Roman verstärkt mit psychoanalytischen Ansätzen (wie Lacan oder Borderline-Diagnostik) zu untersuchen, um die inneren Krisen der Figur noch differenzierter zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
HybrId(ent)ität: Postkoloniale Hybriditätskonzepte zu Jenny Alonis Roman "Zypressen zerbrechen nicht"
Hochschule
Universität Augsburg  (Philologisch-Historische Fakultät)
Veranstaltung
Literatur und Hybridität – Die Literatur der Jeckes
Note
1,3
Autor
Manuela Unger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
28
Katalognummer
V206263
ISBN (eBook)
9783656334859
ISBN (Buch)
9783656335108
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hybrid postkoloniale hybriditätskonzepte jenny alonis roman zypressen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Manuela Unger (Autor:in), 2012, HybrId(ent)ität: Postkoloniale Hybriditätskonzepte zu Jenny Alonis Roman "Zypressen zerbrechen nicht", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206263
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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