In dieser Arbeit geht es um die Kriegsmaterial-Politik der Schweiz. Es wird über die Waffenproduktion im Inland und über den Export geschrieben. Als Hauptpunkte wird auf das Rüstungsprogramm der Schweiz und der "Fall Libyen" eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Inland
2.1 Rüstungsprogramm
2.2 Schematische Darstellung eines Rüstungsprogramms
2.3 Ausgleichsgeschäft beim Rüstungsprogramm
2.4 Problematik in der Schweiz
3. Export
3.1 Wirtschaft
3.2 Waffenexport Missbrauch: Fall Libyen
5. Schlusswort
6. Bibliografie
6.1 Literaturverzeichnis
6.2 Abbildungsverzeichnis:
1. Einleitung
Wir setzen uns täglich damit auseinander. Wir hören es in den Medien und sehen es in den Nachrichten. Jeden Tag werden auf der ganzen Welt Menschen mit Kriegsmaterial aus der Schweiz umgebracht. Obwohl wir Schweizer uns als neutral betrachten, sind wir mitten im Kriegsgeschehen. Indem wir Kriegsmaterial verkaufen, haben wir längst Partei ergriffen und uns für eine entschieden. Und doch ist es in der Schweiz ein fest verankerter Wirtschaftszweig, welcher nur schwer wegzudenken wäre. Nur schon damit die Selbstversorgung im Falle eines Krieges gewährleistet wäre, sollte die Schweiz ein gewisses Minimum an Kriegsmaterial selbst produzieren. Aber genau hier teilen sich die Meinungen. Da wir selbst in der Schweiz Militärdienst leisten und somit einen mehr oder weniger direkten Bezug zu diesem Thema haben, haben wir uns entschieden dieses Thema zu bearbeiten. Des Weiteren ist es ein sehr aktuelles und interessantes Thema, welches uns sofort angesprochen hat. Wir erzählen in unserer Arbeit etwas über den Ablauf eines Rüstungsprogramms, die Ethik und warum die Schweiz trotz ihrer Neutralität im Pro-Kopf Export seit Jahren in den Topten ist.
2. Inland
Die Schweiz gibt 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Militärausgaben aus. In Zahlen ausgedrückt sind dass 5 Milliarden Schweizer Franken. Im Vergleich zu anderen Euro-päischen Ländern liegen wir im Durchschnitt.
2.1 Rüstungsprogramm
Jedes Jahr wird in der Schweiz ein sogenanntes Rüstungsprogramm verabschiedet. Mit dem Rüstungsprogramm werden jeweils die grösseren Beschaffungsprojekte der Armee bewilligt und abgewickelt. Dadurch will man die Armee erneuern und modernisieren. Wichtige Beschaffungen im letzten Jahr waren die Luft-Luft-Lenkwaffe, neue Fahrzeuge (Lastwagen, Personenfahrzeuge) und Unterstützungsbrückensysteme. Eine aktuelle Debatte ist die Beschaffung der Gripen Jets. Ein grosses Anliegen der Schweiz ist so viel wie möglich im eigenen Lande zu produzieren. Im Rüstungsprogramm 2011 beträgt der Anteil 18 % des Auftragsvolumens.
Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten
Abb. 1: Rüstungsprogramm in Millionen
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Häufig gestellte Fragen
Wie viel gibt die Schweiz für Rüstung aus?
Die Schweiz investiert jährlich etwa 1 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes, was rund 5 Milliarden Schweizer Franken entspricht, in Militärausgaben.
Was ist das jährliche Rüstungsprogramm der Schweiz?
Im Rüstungsprogramm werden größere Beschaffungsprojekte der Armee (z. B. Fahrzeuge, Lenkwaffen oder Jets) bewilligt, um die Armee zu modernisieren.
Was war der "Fall Libyen" im Zusammenhang mit Waffenexporten?
Dieser Fall thematisiert den Missbrauch von Schweizer Kriegsmaterial im Ausland und die Problematik, dass Schweizer Waffen trotz Neutralität in Konfliktgebiete gelangen können.
Warum produziert die Schweiz trotz Neutralität eigenes Kriegsmaterial?
Ein Argument ist die Gewährleistung der Selbstversorgung im Falle eines Krieges, um nicht vollständig von ausländischen Importen abhängig zu sein.
Was sind Ausgleichsgeschäfte beim Rüstungskauf?
Wenn die Schweiz Rüstungsgüter im Ausland kauft, werden oft Gegengeschäfte vereinbart, die der Schweizer Wirtschaft zugutekommen sollen.
- Quote paper
- Julian Richli (Author), 2012, Kriegsmaterial "Made in Switzerland" - Eine Betrachung der Situation im Inland und des Exports im "Fall Libyen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206288