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Sicherheitspolitische Entwicklungspolitik – Entwicklungspolitische Sicherheitspolitik?

Eine postmoderne Untersuchung deutscher 'Entwicklungszusammenarbeit' in Subsahara-Afrika

Título: Sicherheitspolitische Entwicklungspolitik – Entwicklungspolitische Sicherheitspolitik?

Tesis de Máster , 2011 , 57 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jean A. Charar (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Obgleich Maihold karikiert, wenn er die diametralen Gegensätze „Krieg gegen Terror versus Kampf gegen die Armut" aufzeigt, meinen Autoren wie Schilder eine sicherheitspolitische Dominanz in der deutschen und europäischen Entwicklungszusammenarbeit und eine damit verbundene Bellumisierung der unpolitischen Entwicklungsunterstützung zu erkennen.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, der Frage nachzugehen, ob und inwiefern sicherheitspolitische Elemente Einfluss auf die klassische - an Armutsbekämpfung und Bildung orientierte – Entwicklungszusammenarbeit nehmen und ob ein „regelrechter Paradigmenwechsel" (Menzel 2005) stattgefunden hat. Im Falle einer Bestätigung der Sichtweise Menzels, würden weitere Fragen aufgeworfen werden: Welches sind die Ursachen, die eine mögliche parallele Nutzung oder gar ein Interagieren von Sicherheits- und Entwicklungspolitik erzwingen? Sind diese Gründe und Motive real und außenpolitischen Ursprungs oder basieren sie auf einem sich stetig neu definierenden Identitätsbildungsprozess der Außen- und Entwicklungspolitik, welcher auf Ängste und Befürchtungen innerhalb der (deutschen) Bevölkerung labil reagiert?
Um der Forschungsfrage möglichst umfassend nachgehen zu können, soll sich die
Untersuchung ausgewählter Werkzeuge postmoderner Ansätze bedienen. Methodisch
wird sich demnach an einer Deduktion orientiert, da postmoderne Ansätze (PMA),
nachdem sie definiert wurden, im weiteren Verlauf der Analyse empirisch Anwendung finden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung und Problemdefinition

1.2 Fragestellung, Ziel der Arbeit und Aufbau

2. Die Postmoderne in den Theorien der Internationalen Politik

2.1 Definition der Postmoderne und postmoderner Ansätze

2.1.1 Die epochale Postmoderne

2.1.2 Die analytische Postmoderne

2.2 Postmoderne (Diskurs-)Analysen

2.2.1 Interaktion zur Identitätskonstruktion der Innen- und Außenpolitik

2.2.2 Die Macht des Diskurses

3. Entwicklungspolitik – auf dem Weg zu einer sicherheitspolitischen Orientierung?

3.1 Ursprünge der Entwicklungspolitik

3.2 Historische Evolution des Entwicklungsbegriffs

3.3 Ziele heutiger Entwicklungspolitik

4. Neue Trends der Entwicklungspolitik durch die Brille postmoderner Ansätze

4.1 Konstruktion der Sicherheits- und Entwicklungspolitik als veräußerlichte Identität?

4.2 Das Konzept 149 des BMZ: Eine Diskursanalyse

5. Sicherheitspolitische Entwicklungspolitik: ein notwendiger Paradigmenwechsel?

5.1 Sicherheitspolitik - Eine Gefahr für die ‚klassische‘ Entwicklungspolitik?

5.2 Eine neue, notwendige Allianz?

6. Entwicklungspolitik als Teilgebiet der Sicherheitspolitik?

6.1 Zusammenfassung

6.2 Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern sicherheitspolitische Elemente die klassische, auf Armutsbekämpfung ausgerichtete deutsche Entwicklungspolitik beeinflussen und ob ein Paradigmenwechsel hin zu einer sicherheitspolitischen Orientierung stattgefunden hat, wobei postmoderne Ansätze und eine Diskursanalyse des BMZ-Konzepts 149 zur Anwendung kommen.

  • Analyse der Rolle sicherheitspolitischer Interessen in der deutschen Entwicklungspolitik.
  • Anwendung postmoderner Theorien zur Dekonstruktion von Identität und Sicherheit.
  • Diskursanalyse des Konzepts 149 des BMZ hinsichtlich sicherheitspolitischer Trends.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Armutsbekämpfung und sicherheitspolitischer Instrumentalisierung.
  • Reflektion über die Notwendigkeit einer neuen Allianz zwischen Entwicklungs- und Sicherheitspolitik.

Auszug aus dem Buch

Die analytische Postmoderne

„Der Anspruch postmoderner Ansätze besteht darin, Begrifflichkeiten zu dekonstruieren und zu versuchen, Kontexte von Macht durch Diskursanalyse zu hinterfragen, um eine neue Sicht auf die internationale Politik zu eröffnen.“

Im Vergleich zur epochalen Postmoderne ist die analytische nicht temporal sondern methodisch. Postmoderne Ansätze fanden zunächst in der Philosophie, der Kunstgeschichte und der Literatur Anwendung, bevor sie die Politikwissenschaft für sich entdeckte. Bei der analytischen Postmoderne handelt es sich um ein Hinterfragen und Dekonstruieren der vom eigenen Fach als gegeben deklarierten Voraussetzungen und Sichtweisen. Das Auflösen von Strukturen und vermeintlichen Oppositionen steht hierbei im Vordergrund, wie es bereits Baudrillard diagnostizierte. Pluralität und Differenziertheit der internationalen Beziehungen werden konzeptualisiert. So erfuhr die anarchische Struktur der internationalen Politik, die von vielen Autoren als gegeben vorausgesetzt wird, scharfe Kritik durch postmoderne Politikwissenschaftler.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, ob ein sicherheitspolitischer Paradigmenwechsel in der deutschen Entwicklungspolitik stattfindet, und erläutert die Forschungsfrage sowie den methodischen Ansatz.

2. Die Postmoderne in den Theorien der Internationalen Politik: Dieses Kapitel definiert die epochale und analytische Postmoderne und stellt Werkzeuge der Diskursanalyse vor, um politische Identitätskonstruktionen kritisch zu hinterfragen.

3. Entwicklungspolitik – auf dem Weg zu einer sicherheitspolitischen Orientierung?: Hier werden die Ursprünge und die historische Entwicklung des Entwicklungsbegriffs analysiert, um die Basis für die heutige entwicklungspolitische Zielsetzung zu legen.

4. Neue Trends der Entwicklungspolitik durch die Brille postmoderner Ansätze: Dieses Kapitel dekonstruiert die Sicherheits- und Entwicklungspolitik als identitätsstiftende Konstruktion und unterzieht das Konzept 149 des BMZ einer diskursanalytischen Untersuchung.

5. Sicherheitspolitische Entwicklungspolitik: ein notwendiger Paradigmenwechsel?: Das Kapitel diskutiert das Spannungsfeld zwischen klassischer Entwicklungszusammenarbeit und sicherheitspolitischen Erfordernissen sowie die These einer notwendigen neuen Allianz.

6. Entwicklungspolitik als Teilgebiet der Sicherheitspolitik?: Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Frage des Paradigmenwechsels reflektiert, wobei die enge Verknüpfung beider Bereiche unterstrichen wird.

Schlüsselwörter

Entwicklungspolitik, Sicherheitspolitik, Postmoderne, Diskursanalyse, Fragile Staatlichkeit, Terrorismus, Identitätskonstruktion, BMZ, Internationale Politik, Paradigmenwechsel, Entwicklungszusammenarbeit, Macht, Dekonstruktion, Globalisierung, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob die deutsche Entwicklungspolitik eine Verschiebung hin zu sicherheitspolitischen Prioritäten erfahren hat und ob dies als Paradigmenwechsel zu bezeichnen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Rolle der Sicherheit in der Entwicklungspolitik, die Auswirkungen des internationalen Terrorismus auf entwicklungspolitische Konzepte und die Verwendung postmoderner Analysemethoden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob sicherheitspolitische Elemente die klassische Armutsbekämpfung beeinflussen und ob eine neue sicherheitspolitische Ausrichtung die Entwicklungspolitik bestimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden postmoderne Ansätze (PMA) sowie eine diskursanalytische Methode nach Jäger angewendet, um Texte und politische Konzepte zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition postmoderner Theorien, der historischen Entwicklung der Entwicklungspolitik und der empirischen Analyse des BMZ-Konzepts 149.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sicherheitspolitik, Entwicklungspolitik, Postmoderne, Diskursanalyse und fragile Staatlichkeit charakterisiert.

Welche Rolle spielt das BMZ-Konzept 149?

Es dient als zentrales Untersuchungsdokument für die Diskursanalyse, um zu identifizieren, wie sicherheitspolitische Aspekte in den offiziellen Sprachgebrauch der deutschen Entwicklungspolitik integriert werden.

Gibt es einen Paradigmenwechsel in der Entwicklungspolitik?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die These eines abrupten Paradigmenwechsels nicht haltbar ist; vielmehr zeigen die Ergebnisse eine tiefe Verknüpfung von Sicherheit und Entwicklung als Antwort auf globale Risiken.

Final del extracto de 57 páginas  - subir

Detalles

Título
Sicherheitspolitische Entwicklungspolitik – Entwicklungspolitische Sicherheitspolitik?
Subtítulo
Eine postmoderne Untersuchung deutscher 'Entwicklungszusammenarbeit' in Subsahara-Afrika
Universidad
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Professur für Internationale Politik)
Curso
Theorien der Internationalen Politik
Calificación
1,0
Autor
Jean A. Charar (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
57
No. de catálogo
V206349
ISBN (Ebook)
9783656338925
ISBN (Libro)
9783656340379
Idioma
Alemán
Etiqueta
sicherheitspolitische dominanz paradigmenwechsel entwicklungspolitik eine analyse entwicklungszusammenarbeit subsahara-afrika
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jean A. Charar (Autor), 2011, Sicherheitspolitische Entwicklungspolitik – Entwicklungspolitische Sicherheitspolitik?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206349
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