Unzählige Werbebotschaften kämpfen täglich um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden. Allein in Deutschland konkurrieren 55.000 Marken um deren Interesse. Gleichzeitig nimmt die Medienvielfalt zu. So zählte die Deutsche Fachpresse im Jahr 2007 fast 4000 Fachzeitschriftentitel und der US-Marktforscher ComScore registrierte etwa drei Millionen Websites. Unternehmen fragen sich, wie sie trotz dieser Informationsüberflutung ihre Kunden erreichen können. Corporate Publishing stellt eine Möglichkeit dar, Zielgruppen regelmäßig und mit geringen Streuverlusten zu erreichen, Vertrauen aufzubauen und das Image zu fördern. Zudem lässt sich Kundenbindung als zentrales Ziel der Strategischen Kommunikation erreichen. Diese führt dazu, dass Kunden weniger preissensitiv sind und dass man sie nicht vom Wiederkauf der Marke überzeugen muss. Loyale Kunden sind damit für das Unternehmen insgesamt profitabler (vgl. Deutsche Post 2011, S.11). Corporate Publishing (CP) im Allgemeinen und digitale Unternehmensmedien im Speziellen ermöglichen das Erreichen solcher Ziele und besitzen daher einen hohen Stellenwert für Unternehmen. Bereits 93,5% der Firmen mit mehr als 250 Mitarbeitern betreiben CP und 88% setzen Digital Corporate Publishing (DCP) ein. Der Großteil der Unternehmen sieht in digitalen Unternehmensmedien eine hervorragende Ergänzung zu den Printmedien und plant vermehrt Investitionen in diesem Bereich. Neben Webseiten, Newslettern und Videos spielen hier besonders Soziale Medien wie Corporate Blogs und Soziale Netzwerke eine Rolle (vgl. CP Basisstudie II 2010).
In der folgenden Arbeit soll nun näher auf die Möglichkeiten und Gestaltungsansätze im Bereich digitaler Unternehmensmedien eingegangen werden. Nach einer Definition und Einordnung der Begriffe Corporate Publishing sowie Digital Corporate Publishing, der Darstellung ihrer Ziele und Zielgruppen werden schließlich Gestaltungsansätze für das Digital Corporate Publishing erläutert. Neben einigen strategischen Implikationen wird vor allem auf Möglichkeiten zum effektiven Einsatz wichtiger digitaler Unternehmensmedien eingegangen.
Inhalt
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition und Einordnung des (Digital) Corporate Publishing
3. Ziele und Zielgruppen von (Digital) Corporate Publishing
4. Gestaltungsansätze im Digital Corporate Publishing
4.1 Strategische Ansätze
4.2 Einsatz von Digital Corporate Publishing Medien
4.2.1 Corporate Website
4.2.2 E-Mail/Newsletter
4.4.3 Social Media
4.4.4 Corporate Blog
4.4.5 Podcasts: Audio und Video
4.4.6 E-Magazines/E-Journals
4.4.7 Apps
5. Zusammenfassung
Literatur
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Digital Corporate Publishing (DCP)?
DCP umfasst alle digitalen journalistisch aufbereiteten Kommunikationsmittel eines Unternehmens, wie Webseiten, Newsletter, Corporate Blogs, Apps und E-Magazines, die zur Kundenbindung und Imagepflege dienen.
Warum ist Corporate Publishing für Unternehmen heute so wichtig?
In Zeiten der Informationsüberflutung ermöglicht CP eine regelmäßige Ansprache der Zielgruppen mit geringen Streuverlusten, baut Vertrauen auf und fördert eine langfristige Kundenbindung.
Welche Vorteile bietet die digitale Form gegenüber Printmedien?
Digitale Medien bieten Interaktivität, Aktualität in Echtzeit, multimediale Inhalte (Videos, Podcasts) und eine bessere Messbarkeit des Nutzerverhaltens.
Welche Rolle spielen Corporate Blogs im Marketing-Mix?
Corporate Blogs ermöglichen eine weniger formelle Kommunikation, stärken die Expertenrolle des Unternehmens und verbessern durch regelmäßigen Content die Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
Wie wirkt sich Digital Corporate Publishing auf die Profitabilität aus?
Loyale Kunden, die durch DCP gebunden werden, sind weniger preissensitiv und verursachen geringere Akquisekosten, was sie für das Unternehmen profitabler macht.
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- Bachelor of Arts Elisabeth Bartenstein (Autor), 2011, Digital Corporate Publishing - Möglichkeiten und Gestaltungsansätze, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206424