Diese Hausarbeit befasst sich hauptsächlich mit der Förderung von Kreativität im Beruf. Einleitend wird die zunehmende Wichtigkeit von Kreativität in Beruf und Alltag erklärt. Dann werden zunächst verschiedene Theorien und Erklärungsansätze vorgestellt und diese zu einer einheitlichen Definition von Kreativität zusammengefasst. Im Anschluss werden die Merkmale von Person, Umwelt und kreativem Produkt, die Einfluss auf die Kreativität ausüben, erläutert und kritisch betrachtet. Ebenfalls wird kurz auf die verschiedenen Erhebungsmethoden und deren Validität eingegangen, um dann einen ausschöpfenden Überblick über verschiedene Ansätze zur Förderung von Kreativität zu geben und weiteren Forschungsbedarf aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
Erklärungsansätze von Kreativität
Kreativität als soziale Interaktion
Kreativität als Produkt divergenten Denkens
Kreativität als Prozess
Zusammenführung der Definitionen
Kreativität und kreative Leistung
Personmerkmale kreativer Personen
Das kreative Umfeld
Kreative Leistung
Erfassung von Kreativität
Der Torrance Test für kreatives Denken
Die Guilford Battery
Weitere Messverfahren
Förderung von Kreativität
Äußerliche Aspekte zur Entfaltung von Kreativität
Motivations- und Einstellungstrainings
Verbesserung der Problemwahrnehmung
Divergente Produktion
Aktivierung des Wissens
Kombinieren von Problemaspekten
Selbststeuerung des Problemlöseprozesses
Zusammenfassung: Acht Punkte zur Selbststeuerung kreativer Leistungen
Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten zur Förderung von Kreativität, insbesondere in beruflichen Kontexten, zu untersuchen und bestehende Defizite in der praktischen Anwendung aufzuzeigen.
- Theoretische Grundlagen und Erklärungsansätze von Kreativität.
- Einflussfaktoren von Person, Umfeld und kreativem Produkt auf die Leistung.
- Kritische Analyse gängiger Erhebungsmethoden wie dem Torrance Test.
- Überblick über förderliche Ansätze für Erwachsene, inklusive Trainingsmaßnahmen.
Auszug aus dem Buch
Divergente Produktion
Nach Guilford und Torrance ist das Finden möglichst vieler Lösungsansätze ein kennzeichnendes Merkmal für kreatives Handeln.
Weiterhin ist divergentes Denken eine gut zu operationalisierende Eigenschaft, die sich unter anderem auch als Kriterium in Eignungstests für kreative Berufe oder Studiengänge findet. Eine solche Aufgabenstellung könnte z.B. lauten: „Stellen Sie möglichst viele, mindestens aber zehn verschiedene Möglichkeiten dar, einen Tisch größenveränderbar zu gestalten.“ (nach dem Eignungstest für den Studiengang Integriertes Produktdesign der Hochschule Coburg, 2009). Zunächst scheint Zehn eine sehr große Zahl zu sein und mehr als der konventionelle Ausziehtisch wird einem im ersten Moment nicht einfallen. Tatsächlich gilt die Zahl Zehn aber als unterste Grenze zur Eignung für einen Designerberuf, d.h. man sollte in der Lage sein, in mindestens diesem Maße, wünschenswerterweise noch mehr, zu divergentem Denken fähig sein, um später im Studium und vor allem im Berufsleben nicht durch Schwierigkeiten in diesem Bereich vor großen Problemen zu stehen. In der gegebenen Zeit lassen sich mit geschulten divergenten Denkprozessen mühelos zwanzig und mehr verschiedene Möglichkeiten skizzieren.
Zur Verbesserung der Lösungsgenerierung gibt es, ebenso wie für die Problemwahrnehmung keine spezifischen Trainingsmaßnahmen, die nur darauf fokussieren. Übungen zur Verbesserung divergenten Denkens sind allerdings in zahlreichen themenumfassenderen Trainingsprogrammen, wie z.B. dem Cognitive Research Trust, kurz CoRT, enthalten.
Zusammenfassung der Kapitel
Erklärungsansätze von Kreativität: Dieses Kapitel definiert Kreativität aus verschiedenen Perspektiven wie soziale Interaktion, divergentes Denken und als ganzheitlichen Prozess.
Kreativität und kreative Leistung: Es werden Persönlichkeitsmerkmale kreativer Individuen, der Einfluss des sozialen Umfelds sowie Kriterien für die Bewertung kreativer Leistungen analysiert.
Erfassung von Kreativität: Hier werden gängige Messinstrumente wie der Torrance Test und die Guilford Battery hinsichtlich ihrer Validität vorgestellt und kritisch gewürdigt.
Förderung von Kreativität: Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über Trainingsansätze, von der Motivationsförderung über die Problemwahrnehmung bis hin zur Selbststeuerung kreativer Prozesse.
Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Hinweis auf ein fehlendes Gesamtkonstrukt und den daraus resultierenden Bedarf an weiterer Forschung zur Optimierung von Fördermaßnahmen.
Schlüsselwörter
Kreativität, Divergentes Denken, Kreativitätsförderung, Problemlösung, Persönlichkeitsmerkmale, Torrance Test, Guilford Battery, Synectics, Brainstorming, Motivation, Selbststeuerung, Kreative Leistung, Innovationsfähigkeit, Kognitives Training, Forschungsbedarf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Kreativität im Beruf und untersucht wissenschaftliche Ansätze zu deren Erfassung sowie Möglichkeiten der gezielten Förderung bei Erwachsenen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die theoretischen Definitionen von Kreativität, die Rolle der Persönlichkeit und des Umfelds sowie die praktische Anwendung von Kreativitätstechniken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kreativität und kreative Ergebnisse durch spezifische Maßnahmen verbessert werden können, da in der Praxis oft zu wenig für deren Förderung getan wird.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Erfassung von Kreativität beschrieben?
Zu den beschriebenen Verfahren zählen unter anderem der Torrance Test für kreatives Denken, die Guilford Battery sowie weitere inventarbasierte Untersuchungsmethoden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Analyse von Einflussfaktoren, die kritische Betrachtung von Messverfahren und eine detaillierte Übersicht über Fördermöglichkeiten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie divergentes Denken, Selbststeuerung, kreative Leistung, Motivations- und Einstellungstraining sowie die Prozessorientierung von Kreativität definiert.
Welche Rolle spielt die Motivation laut Autorin bei der Kreativitätsförderung?
Die Autorin stellt fest, dass Motivation als besonders erfolgversprechender Hebel gilt, um Lernwillen und die Aneignung von fachspezifischem Wissen zu fördern.
Warum wird die Bewertung kreativer Leistungen im sozialen Umfeld kritisch gesehen?
Die Autorin hinterfragt, ob Kreativität ausschließlich durch externe Anerkennung oder durch eine Designpreis-Jury definiert werden kann, da dies ungetrübte gestalterische Qualität verfälschen könnte.
- Citation du texte
- Franziska Krumbein (Auteur), 2011, Kreativität im Beruf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206527