Wie beurteilen Schüler ihren persönlichen Nutzen durch die Teilnahme am Berufsgrundschuljahr?

Ausarbeitung zum Orientierungspraktikum


Hausarbeit, 2012

17 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Informationen zur Schule und zu den Praktikumsinhalten
2.1. Vorstellung der Schule
2.2. Informationen zu den Praktikumsinhalten

3. Meine Erwartungen und Ziele an das Praktikum

4. Forschendes Lernen
4.1. Methodenauswahl und Beschreibung
4.2. Durchführung der Datenerfassung
4.3. Analyse und Auswertung
4.4. Fazit und individuelle Reflexion

5. Reflexion und Auswertung des Praktikums

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Bei meiner Forschungsfrage habe ich mich mit dem Bildungsgang des Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) befasst. Das BGJ stellt zusammen mit dem Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und dem Berufsorientierungsjahr (BOJ) Bildungsgänge des so genannten „Übergangssystems“ da. In solchen Klassen finden sich schwächere Schüler wieder, die vergebens nach einem Ausbildungsplatz suchten und/oder noch schulpflichtig sind.

Das Übergangssystem umfasst somit Berufsvorbereitende und beruf- lich Teilqualifizierende Bildungsgänge, die die Chancen der Jugend- lichen auf dem Ausbildungsmarkt verbessern sollen. Schüler, die noch keinen Schulabschluss erworben haben, wird die Möglichkeit geboten, einen Haupt- oder Realschulabschluss zu erwerben. Bei besonders guten Leistungen kann sogar ein qualifizierender Real- schulabschluss erlangt werden mit dem man berechtigt ist, das Fachabitur zu erlangen. Generell sollen Grundqualifikationen wie Lesen, Schreiben und Rechnen verbessert werden, um die Ausbil- dungsreife der Jugendlichen zu erhöhen oder gar erst herzustellen. Dies geschieht an praxisnahen Beispielen und Aufgaben, was den Vorteil hat, dass die Schüler gleichzeitig eine berufliche Orientierung geboten bekommen. Diese wird durch einige Praktika, die die Schü- ler in Betrieben der jeweiligen Fachrichtung absolvieren, noch weiter erhöht. Im besten Fall können sich die Absolventen die erworbenen Fähigkeiten und Leistungen auf ihre Berufsausbildung anrechnen lassen und diese so verkürzt abschließen.

Ich habe im Vorfeld des Praktikums ausdrücklich den Wunsch geäu- ßert in allen Bildungsgängen, die am Berufskolleg angeboten wer- den, zu hospitieren, um einen möglichst guten Eindruck von den viel- fältigen Einsatzmöglichkeiten der Lehrkräfte zu bekommen. Aufgrund dessen besuchte ich auch den Unterricht im BGJ Holz- und Fahr- zeugtechnik und stellte schnell fest, dass es für die Lehrer nicht immer einfach war, in diesen Klassen zu unterrichten und die Schüler das Bildungsangebot nicht immer nutzten. Da ich als ausgebildete Lehrerin selbst in diese Situation kommen könnte und wir uns im Rahmen der Vorlesung „Berufliche Bildung“ bei Frau Rahn und Frau Kettschau mit diesem Thema auseinandersetzten, empfand ich es als sinnvoll und interessant meine Forschungsfrage bei den BGJ- Schülern durchzuführen. Mich interessierte, ob die Schüler in Müns- ter den Bildungsgang so positiv bewerten würden, wie es die Unter- suchungen der Landesregierung1 darstellen und welche Vorbildung die einzelnen Jugendlichen aufwiesen. Ich zweifelte ins besondere daran, dass immer mehr Schüler mit Realschulabschluss ins Über- gangssystem gelangen und wollte somit die Chance nutzen, mir ein eigenes Bild zu verschaffen.

Meine Forschungsfrage, „ Wie beurteilen Sie ihren persönlichen Nut- zen durch die Teilnahme am BGJ?“, soll zum einen die Vorbildung der Jugendlichen erfassen sowie ihre eigene Meinung zu dem Nut- zen des Berufsgrundbildungsjahres. Ins besondere sollen sie beurtei- len, ob der Besuch des BGJ in ihrer persönlichen Entwicklung von Vorteil ist sowie den fachlichen Nutzen der Maßnahmen beziffern.

Zu Beginn möchte ich jedoch erst noch meine Erwartungen und Ziele an das Orientierungspraktikum erläutern und die von mir gewählte Schule vorstellen. Im Anschluss daran werde ich mich der Beschrei- bung, Durchführung, Analyse und Auswertung meiner Forschungs- frage widmen.

2. Informationen zur Schule und zu den Praktikum- sinhalten

2.1. Vorstellung der Schule

Das Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg ist eine Schule der Sekundarstufe II, die in der Stadt Münster ansässig ist. Sie ist nach dem Münsteraner Bischof Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ket- teler benannt. Das Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg ist eines von sechs Berufskollegs der Stadt Münster. Es ist die zustän- dige Berufsschule für die Ausbildungsberufe der Fachbereiche Agrarwirtschaft, Bautechnik, Holztechnik und Fahrzeugtechnik.

Folgende Ausbildungsmöglichkeiten bieten sich an diesem Berufs- kolleg:

- Berufsvorbereitungsjahr - BVJ (Berufsschule in Block- oder Teilzeitform für Berufe aus den Bereichen Agrarwirtschaft, Bautechnik, Holztechnik und Fahrzeugtechnik)
- Berufsgrundschuljahr - BGJ (BGJ - Fahrzeugtechnik - koope- ratives Berufsgrundschuljahr mit fachpraktischem Unterrichtsangebot in Betrieben an 2 Wochentagen und fachtheoretischem Unterricht im Berufskolleg an 3 Wochentagen)

- Zweijährige Höhere Berufsfachschule - HBFS (Die Fachober- schule für Agrarwirtschaft, Bau und Holztechnik und Fahr- zeugtechnik vermittelt in der einjährigen bzw. zweijährigen Form berufliche Kenntnisse und die Fachhochschulreife)
- Berufliches Gymnasium - Allgemeine Hochschulreife - AHR (In Kooperation mit dem Hans-Böckler-Berufskolleg besteht die Möglichkeit in der gymnasialen Oberstufe in 3 Jahren die Allgemeine Hochschulreife und berufliche Kenntnisse im Bereich der Bautechnik zu erlangen)
- Fachschule für Bautechnik - FS (Vermittlung von beruflicher

Handlungskompetenz zur Übernahme von Führungsaufgaben im mittleren Management in Betrieben der Baubranche - die Fachschule schließt mit der Prüfung zum/zur "Staatlich geprüften Techniker/in" ab)

Außerhalb des normalen Unterrichts werden an diesem Berufkolleg auch verschiedene Arbeitsgemeinschaften wie Musik, Sport und Gestaltung angeboten und einige Projekte durchgeführt, wo angehende Gärtner, Tischler oder Karosseriebauer ihr Wissen in einem Realauftrag einbringen können.

Das Kollegium des Wilhelm-Emmanuel-von-Ketteler-Berufskolleg legt sehr viel wert auf das Pädagogisches Leitbild der Schule, und hat hierfür sogar Orientierungspunkte ihrer Arbeit auf der Schuleigenen Homepage2 zusammengestellt.

Zur Zeit besuchen 2650 Schüler das Berufskolleg, diese teilen sich auf die Bereiche Agrarwirtschaft (900), Bau- & Holztechnik (650), Fahrzeugtechnik (800) und sonstige (300) auf. Das Lehrerkollegium umfasst 57 Lehrer und 23 Lehrerrinnen.

2.2. Informationen zu den Praktikumsinhalten

Am Montag, den 03.09. begann ich mein Orientierungspraktikum in Münster. Den Hospitationsplan hatte mir die zuständige Lehrerin, Frau Ossege, eine Woche vorher zukommen lassen. Ich traf mich morgens einige Minuten vor Unterrichtsbeginn mit ihr um letzte Un- klarheiten zu besprechen. Dabei stellte sie mir den Schulleiter Herrn Matthias C. Berger und dessen Stellvertreter vor.

[...]


1 vgl. BEICHT, Ursula: Wie schätzen die Teilnehmer/-innen den Nutzen ein? (S.8), Bielefeld: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), BIBB Report 3. Jahrgang. Heft 11. Oktober 2009

2 Entnommen am 18.05.2012, 12:00: http://www.ketteler-berufskolleg.de/

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Wie beurteilen Schüler ihren persönlichen Nutzen durch die Teilnahme am Berufsgrundschuljahr?
Untertitel
Ausarbeitung zum Orientierungspraktikum
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Veranstaltung
Begleitseminar zum Orientierungspraktikum
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V206574
ISBN (eBook)
9783656338826
ISBN (Buch)
9783668105867
Dateigröße
424 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
schüler, nutzen, teilnahme, berufsgrundschuljahr, ausarbeitung, orientierungspraktikum
Arbeit zitieren
Jana Philipp (Autor), 2012, Wie beurteilen Schüler ihren persönlichen Nutzen durch die Teilnahme am Berufsgrundschuljahr?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206574

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