Naturpädagogisches Konzept „Mit Wichteln unterwegs im Zauberwald“


Studienarbeit, 2011

24 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

I. Theoretische Grundlagen
1. Die Grundlagen der Naturpädagogik
1.1 Allgemeines
1.2 Familien und Kinder in der heutigen Welt
1.3 Konzeptionelle Grundlagen und Ziele
2. Die pädagogische Praxis im Wald/ draußen
2.1 Projektarbeit
2.2 Aktivitäten
3. Regeln
3.1 Allgemeine Regeln
3.2 Regeln im Umgang mit Pflanzen und Tieren

II. Praktische Umsetzung „Mit Winterwichtel im Zauberwald“
4. Ablauf
a. Unterwegs zum Wichtelwald
b. „Echowichtel“ und der „Wichtelball“
c. Wissensvermittlung Bäume
d. Wahrnehmungsspiel „Schau hier ist mein Baum“
e. Aktion „Bärenspäher“
f. Wissensvermittlung Tiere
g. Powerspiel „Wichtel- und Bärenkinder“
h. Kooperationsspiel „Wichtelhausbau“
i. Wahrnehmungsspiel „Der Wald mit Wichtelaugen“
j. Aktion „Mein Weg zum Wichtelwald“
k. Kreativspiel „Mein Wichtelwald“
l. Abschluss

III. Anhang: Flyer

IV. Literaturverzeichnis

I. Theoretische Grundlagen

1. Die Grundlagen der Naturpädagogik

1.1 Allgemeines

Kinder sind von Natur aus neugierig, und wollen die Welt mit all ihren Sinnen und dem ganzen Körper erfahren, kennen lernen. Leider ist es heute vielen Kindern, insbesondere in der Stadt nicht mehr möglich Natur hautnah zu erleben, oder das Interesse fehlt, weil ihnen die Vorbilder fehlen, die Ihnen die Natur als "Abenteuerspielplatz" und Erlebnis- und Entwicklungsfeld von klein auf schmackhaft machen. Hier setzt die Idee der Naturpädagogik an. Ganzheitliches Lernen mit Auge, Herz und Hand bildet die Grundlage der Naturpädagogik.

Ein weiterer Grundsatz der Naturpädagogik ist die Beziehungsarbeit in der Natur, diese führt wiederum zur Handlungsbereitschaft des Individuums mit seiner direkten Umwelt. Die kosmische Erziehung nach Maria Montessori verfolgt übrigens ähnliche Ansätze. Hierbei geht es auch um das Erleben und Begreifen des Kindes in seiner direkten Umwelt. Das Verstehen der Welt erfolgt in übergreifenden Kreisen von der Makro- zur Mikroebene. Elementare Fragen werden durch verschiedene methodische Herangehensweisen und Materialien erfahren. Der Kosmos als Ganzes wird vermittelt mit respektvollem Umgang allen Lebewesen gegenüber. Die Vielfalt der Methoden der Naturpädagogik geben Pädagogen, Eltern und Kindern neue Wege zu einem umfassenden Wissen und Verhältnis mit sich selbst und der erlebten Welt.

1.2 Familien und Kinder in der heutigen Welt

Wie bereits erwähnt, wachsen die meisten Kinder heutzutage naturfremd auf. Veränderte Kindheit und veränderte Erziehung führen dazu, dass sich unter anderem immer mehr Menschen „naturfern“ aufhalten und somit auch ihren Kindern den Aufenthalt in der Natur vorenthalten. Hier setzt die Naturpädagogik an. Sie möchte planbar und konzeptionell die Umwelterziehung ergänzen, und den Kindern die Natur erfahrbar machen. Unbegrenzte Bewegungsmöglichkeiten, keine vorgefertigten Spielsachen fördern die kindliche Motorik und Kreativität auf optimale Weise. Ein weitere sehr wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist der Aspekt der Stille. Wir alle, und vor allem Kinder erleben immer seltener stille Momente. Im Wald ist der Lärmpegel wesentlich geringer als in geschlossenen Räumen. Die Umgebung der freien Natur ist ideal, Stille zu erleben. Und Stille wird dringend benötigt für die Differenzierung des Wahrnehmungsvermögens und des Findens von innerer Ruhe und Konzentrationsfähigkeit.[1]

1.3 Konzeptionelle Grundlagen und Ziele

An dieser Stelle sei unter vielen, ein Ziel genannt und ausgeführt, nämlich das ganzheitliche Lernen. Das Lernen mit Hand, Herz und Verstand. Ausgehend von den individuellen Ressourcen der Erwachsenen und der Kinder werden Basis-Kompetenzen im Naturraum gestärkt. Im Wald haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit direkt am Objekt zu lernen. Wenn sie etwas über eine bestimmte Baumart erfahren möchten, können sie sie vor Ort betrachten, ihre Ringe fühlen, ihre Blätter ertasten, die Früchte sammeln, den Geruch des Baumes entdecken und ihn in seinem natürlichen Lebensraum wahrnehmen (Milkitz 2005). Diese Erlebnisse prägen sich tief in das Langzeitgedächtnis ein und halten die Verbindung zur Natur stets aufrecht. Die Verbindung solcher Erfahrungen mit Lernprozessen sorgt für emotionale Bezüge und weckt das Interesse der Menschen. So bekommt der Aspekt der Nachhaltigkeit eine echte Bedeutung. Denn: Man kann nur schützen was man kennt!

2. Die pädagogische Praxis im Wald/ draußen

Die pädagogische Praxis im Wald kann sehr unterschiedlich aussehen, abhängig vom Veranstalter, also handelt es sich um ein Walderlebniszentrum, einen Waldkindergarten oder bieten private Naturpädagogen eine Angebotspalette an. Am Beispiel einer Bildungseinrichtung könnte man folgende zwei Bausteine betrachten: 1. Projektarbeit sowie 2. Aktivitäten.

2.1 Projektarbeit

Nach Miklitz bedeutet Projektarbeit, sich auf einen Prozess einzulassen, offen zu sein für Wendungen und Änderungen, angeregt durch neue Erfahrungen, Begegnungen und Interessen. Bleiben wir am Beispiel der Bildungseinrichtung als Anbieter, ist es ungleich schwieriger als beispielsweise in einem Waldkindergarten, sich auf einen solchen Prozess einzulassen. Aber natürlich gelingt dies auch dort, und die vielfältigen Angebotspalette beweist, dass dies auch angenommen wird. Als Anbieter sollte man darauf achten, dass eine möglichst große Spannbreite kindlicher und familiärer Lebenswelten angeboten wird. Projektthemen können sein: Leben und Tod, Sein und Vergehen, Angst/Trennung, Freundschaft, Streit/Versöhnung, aber auch banale Themen wie, Feuerwehr oder Bank (vgl. Miklitz 2007).

2.2 Aktivitäten

Bei den Aktivitäten lässt sich nochmals unterscheiden, ob diese in der Gesamtgruppe oder in der Kleingruppe stattfinden. Aktivitäten in der Gesamtgruppe sind wichtig für das Bewusstsein der Kinder bzw. TN für ihre Gruppe, sie schaffen Gemeinschaftserlebnisse und bleibende Erinnerungen. Wichtig bei der Durchführung ist, dass genügend Platz vorhanden ist und alle Regeln für den Aufenthalt im Wald eingehalten werden. Folgende Aktivitäten bieten sich an (Miklitz 2007, S. 124):

[...]


[1]Vgl. Konzeption „Waldkinder Regensburg“

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Naturpädagogisches Konzept „Mit Wichteln unterwegs im Zauberwald“
Hochschule
Fachhochschule Regensburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V206970
ISBN (eBook)
9783656341796
ISBN (Buch)
9783656342120
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
naturpädagogisches, konzept, wichteln, zauberwald
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Eugen Daser (Autor), 2011, Naturpädagogisches Konzept „Mit Wichteln unterwegs im Zauberwald“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206970

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