Im Rahmen dieses Forschungsprojekts widmet sich die Forscherin dem Thema Interaktion in der allgemeinen Bildungsforschung und sie wird den Fokus auf die Konfliktlösung bei Kindergartenkindern richten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen
3. Feldzugang und Definitionen
4. Begründete Auswahl und Darstellung der Methoden
4.1. Qualitative Sozialforschung
4.2. Problemzentriertes Interview
4.3. Grounded Theory
5. Datenerhebung im Feld
5.1. Durchführung des problemzentrierten Interviews
5.2. Transkriptionen
6. Auswertung der Daten und Darstellung der Ergebnisse
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht, mit welchen Maßnahmen die Konfliktlösungsfähigkeit von Kindern in einer österreichischen Kindergartengruppe gefördert wird. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die pädagogischen Interaktionsformen und die Haltung der Fachkräfte im Umgang mit kindlichen Konfliktsituationen zu gewinnen.
- Qualitative Analyse von Interaktionsmustern im Kindergarten
- Untersuchung der Bedeutung von pädagogischer Haltung und Begleitung
- Vergleich von Ansätzen zur Konfliktbewältigung bei verschiedenen Altersgruppen
- Rolle der Selbstreflexion und Beziehungsarbeit für Pädagogen
Auszug aus dem Buch
4.2. Problemzentriertes Interview (PZI)
Für eine Datenerhebung zur gewählten Untersuchungsthematik wurde das Interview für am besten geeignet befunden. Es müssen Akteure und Akteurinnen interviewt werden, die täglich mit diesem Phänomen umgehen und ihr Wissen und ihre Perspektiven der komplexen Zusammenhänge zur Verfügung stellen können (Flick, von Kardoff & Steinke, 2009, S.25). Andreas Witzel führte 1982 die Methode des Problemzentrierten Interviews (PZI) als ein theoriegenerierendes Verfahren ein. Dieses soll den Gegensatz zwischen Offenheit und Theoriegeleitetheit dadurch aufheben, dass der Anwender seinen Erkenntnisgewinn als induktiv-deduktives Wechselspiel organisiert (Witzel, 2000). Das PZI eignet sich hervorragend für eine theoriegeleitete Forschung, da es keinen rein explorativen Charakter hat, sondern die Aspekte der vorrangigen Problemanalyse in das Interview Eingang finden (Mayring, 2002, S. 70).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung motiviert das Thema durch die persönliche Erfahrung der Forscherin und verortet die Relevanz der Konfliktlösung in der frühkindlichen Bildung.
2. Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen: In diesem Kapitel wird die zentrale Forschungsfrage zur Förderung der Konfliktlösungsfähigkeit abgeleitet und es werden erste Hypothesen als theoretischer Bezugsrahmen formuliert.
3. Feldzugang und Definitionen: Das Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund sowie notwendige Begriffsbestimmungen wie Konflikt, Mediation und Kindergartengruppe.
4. Begründete Auswahl und Darstellung der Methoden: Hier werden die qualitative Sozialforschung, das problemzentrierte Interview und die Grounded Theory als methodische Grundlage der Arbeit detailliert begründet.
5. Datenerhebung im Feld: Dieses Kapitel beschreibt die Auswahl des Forschungsfeldes sowie die Durchführung und Reflexion der Experteninterviews mit den Kindergartenpädagoginnen.
6. Auswertung der Daten und Darstellung der Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten analysiert und die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung in Bezug auf die pädagogische Arbeit und Konfliktsituationen dargestellt.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die methodische Durchführung und gibt Anregungen für weiterführende Fragestellungen in der Bildungsforschung.
Schlüsselwörter
Konfliktlösung, Kindergarten, Pädagogik, Qualitative Sozialforschung, Problemzentriertes Interview, Grounded Theory, Konfliktprävention, Beziehungsarbeit, emotionale Kompetenz, soziale Frühförderung, Erziehungsauftrag, Konfliktvermeidung, Reflexion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Pädagoginnen in einer Kindergartenumgebung mit Konflikten bei Kindern umgehen und welche Strategien zur Förderung der Konfliktlösungsfähigkeit angewandt werden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Fokus stehen die pädagogische Haltung, die Bedeutung von Bindung und Vertrauen sowie die gezielte Unterstützung von Kindern in ihrer sozialen Entwicklung und Konfliktbewältigung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Mit welchen Maßnahmen wird die Konfliktlösungsfähigkeit von Kindern am Beispiel einer österreichischen Kindergartengruppe gefördert?“
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung verwendet?
Die Autorin nutzt das problemzentrierte Interview (PZI), um vertiefende Einblicke in die Praxiserfahrungen von Kindergartenpädagoginnen zu gewinnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der methodischen Fundierung durch qualitative Sozialforschung, der Durchführung der Interviews im Feld sowie der datengestützten Auswertung nach Prinzipien der Grounded Theory.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Konfliktlösung im Kindergarten, qualitative Methoden, pädagogische Reflexion und soziale Kompetenz beschreiben.
Welche Rolle spielt die „Lebendigkeit“ der Kinder in der Argumentation der Interviewpartner?
Die Befragten betonen, dass Konflikte ein natürlicher Teil der kindlichen Entwicklung und Lebendigkeit sind; sie sehen ihre Aufgabe weniger in einer starren Lösungsstrategie als vielmehr in der Begleitung und dem Dasein für das Kind.
Warum lehnt eine der Interviewpartnerinnen den Begriff „Konflikt“ in ihrer Arbeit ab?
Sie assoziiert den Begriff mit einem bewertenden, abgehobenen Prozess, der nach „Lösungsstrategien“ verlangt, während sie ihre pädagogische Tätigkeit als natürliches Miteinander und als Begegnung auf Augenhöhe begreift.
- Citar trabajo
- Bettina Samhaber (Autor), 2011, Konfliktlösung bei Kindergartenkindern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/206983