In einem deutschen Energieversorgungsunternehmen wird eine Vielzahl von Technologien, Anwendungen und Hardwareplattformen eingesetzt. Eine zentrale Dokumentation dieser heterogenen Architektur ist nicht vorhanden. Die flexible Reaktion auf geänderte Geschäftsanforderungen und die Erfüllung gesetzlicher Auflagen wird hierdurch maßgeblich erschwert. Das Unternehmensarchitekturmanagement wirkt diesem Problem entgegen. In der vorliegenden Arbeit wird daher ein Vorgehensmodell zur Einführung eines Architekturmanagements im betreffenden Unternehmen entwickelt. Hierzu werden verschiedene Methoden und Hilfsmittel aus der Fachliteratur kombiniert. Essentieller Bestandteil dieses Modells ist die Einführung des IBM Rational System Architects als Architekturmanagement-Werkzeug. Der Nutzen des entwickelten Vorgehensmodells wird durch die Ableitung von konkreten Ansätzen zur Optimierung der bestehenden Unternehmensarchitektur demonstriert. Die vorliegende Arbeit kann durch das pragmatische Vorgehensmodell als Grundlage für Optimierungen in anderen Unternehmen dienen.
Inhaltsverzeichnis
- Definition der Aufgabenstellung
- Projektumfeld
- Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
- Architekturmanagement als strategisches Werkzeug zur Optimierung einer bestehenden Architektur
- Grundlagen des Architekturmanagements
- Definition Architektur und Unternehmensarchitektur
- Definition des Architekturmanagements
- Ziele und Nutzen des Architekturmanagements
- Typische Problemstellungen in der Praxis
- Quantifizierung strategischer Nutzenpotenziale
- Entwicklung einer Vorgehensweise zur Architekturoptimierung
- Grundlagen zur Optimierung einer Architektur
- Zusammenhang Geschäftsstrategie, IT-Strategie und IT-Architektur
- Dokumentation der bestehenden Architektur
- Planung der Soll-Architektur
- Beschreibung der gewählten Vorgehensweise
- Ist-Analyse der Architektur als Voraussetzung zur Optimierung
- Einsatz des IBM Rational System Architects als Architekturwerkzeug
- Vorbereitung der Ist-Analyse
- Ermittlung der notwendigen Informationsobjekte und Definition eines geeigneten Metamodells
- Analyse bestehender Informationssysteme
- Anbindung vorhandener Datenquellen
- Durchführung der Ist-Dokumentation
- Datenübernahme aus bestehenden Informationssystemen
- Manuelle Übernahme existierender Architekturpläne
- Erzielter Nutzen durch die Ist-Analyse
- Ansätze zur Optimierung der Unternehmensarchitektur
- Architekturanforderungen aus der Geschäfts- und IT-Strategie
- Auswahl geeigneter Prinzipien zur Optimierung der Architektur
- Überblick über mögliche Architekturprinzipien
- Bewertung der Architekturprinzipien auf Basis der Architekturanforderungen
- Schwachstellenanalyse anhand der entwickelten Architekturprinzipien
- Entwicklung von Optimierungsansätzen
- Einführung einer Serviceorientierten Architektur
- Konsolidierung der vorhandenen Portallösungen
- Erstellung eines konsistenten Datenkonzepts
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Vorgehensmodells zur Einführung eines Architekturmanagements in einem deutschen Energieversorgungsunternehmen. Ziel ist es, die bestehende Unternehmensarchitektur, die durch eine Vielzahl von Technologien, Anwendungen und Hardwareplattformen geprägt ist, zu optimieren und so eine flexible Reaktion auf geänderte Geschäftsanforderungen sowie die Erfüllung gesetzlicher Auflagen zu gewährleisten.
- Entwicklung eines Vorgehensmodells zur Einführung von Architekturmanagement
- Optimierung der bestehenden Unternehmensarchitektur
- Flexible Reaktion auf veränderte Geschäftsanforderungen
- Erfüllung gesetzlicher Auflagen
- Einsatz des IBM Rational System Architect als Architekturmanagement-Werkzeug
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Das erste Kapitel definiert die Aufgabenstellung und erläutert das Projektumfeld. Kapitel zwei behandelt die Grundlagen des Architekturmanagements, inklusive Definitionen, Ziele, Nutzen und typischen Problemstellungen. In Kapitel drei wird die Ist-Analyse der Architektur als Voraussetzung zur Optimierung betrachtet. Hier werden der Einsatz des IBM Rational System Architects als Architekturwerkzeug sowie die Vorbereitung und Durchführung der Ist-Dokumentation beschrieben. Kapitel vier widmet sich den Ansätzen zur Optimierung der Unternehmensarchitektur. Die Auswahl geeigneter Prinzipien, die Schwachstellenanalyse und die Entwicklung von Optimierungsansätzen werden vorgestellt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Unternehmensarchitektur, Architekturmanagement, Optimierung, IBM Rational System Architect, Vorgehensmodell, Ist-Analyse, Serviceorientierte Architektur, Konsolidierung, Datenkonzept.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Unternehmensarchitekturmanagement (EAM)?
EAM ist ein strategisches Werkzeug zur Dokumentation und Optimierung der gesamten IT- und Geschäftsarchitektur eines Unternehmens, um flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Welchen Nutzen bietet eine Ist-Analyse der Architektur?
Sie schafft Transparenz über heterogene Technologien, Anwendungen und Hardwareplattformen, was die Voraussetzung für jede gezielte Optimierung und die Erfüllung gesetzlicher Auflagen ist.
Was ist der IBM Rational System Architect?
Es handelt sich um ein spezialisiertes Architekturmanagement-Werkzeug, das zur Modellierung, Dokumentation und Analyse komplexer Unternehmensarchitekturen eingesetzt wird.
Welche Optimierungsansätze werden in der Arbeit vorgeschlagen?
Vorgeschlagen werden unter anderem die Einführung einer Serviceorientierten Architektur (SOA), die Konsolidierung von Portallösungen und die Erstellung eines konsistenten Datenkonzepts.
Warum ist EAM für Energieversorgungsunternehmen besonders wichtig?
Diese Unternehmen haben oft sehr komplexe, historisch gewachsene IT-Landschaften und müssen gleichzeitig strenge gesetzliche Auflagen erfüllen, was ohne zentrales Architekturmanagement kaum möglich ist.
- Quote paper
- Richard Tschirschnitz (Author), 2012, Ansätze zur Optimierung einer bestehenden Unternehmensarchitektur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207028