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Monetäre Integration in Westafrika. Das Potenzial der UEMOA als optimales Währungsgebiet

Eine detaillierte Betrachtung der wirtschaftspolitischen Situation der UEMOA-Staaten im Rahmen der OCA-Theorie sowie eine empirische Clusteranalyse der Staaten der ECOWAS im Hinblick auf deren währungspolitische Zukunft

Titel: Monetäre Integration in Westafrika. Das Potenzial der UEMOA als optimales Währungsgebiet

Diplomarbeit , 2011 , 117 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Carolin Lukitsch (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Trotz unterschiedlichen wirtschaftlichen Strukturen und Entwicklungsstände ist die Mehrzahl der westafrikanischen Volkswirtschaften seit über fünfzig Jahren in der Währungsunion UEMOA integriert. Die Anwendung der OCA-Theorie auf die Mitgliedsländer beleuchtet die speziellen Bedingungen, die monetäre Zusammenarbeit in Afrika zu einer besonderen Herausforderung machen. Armut, politische Instabilität und eine unübersichtlich Bündnispolitik addieren sich zu extrem schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen. Da diese Länder in ihren Wirtschaftsstrukturen extrem auf Produktion und Export weniger Primärgüter und natürlicher Ressourcen konzentriert sind, sind sie unumgänglich starken Schwankungen der Terms-of-Trade ausgesetzt. Traditionelle Schockabsorber wie Arbeits- und Kapitalmobilität haben sich als relativ ineffizient in der UEMOA erwiesen. Somit stellt sich die Frage nach der Optimalität der Währungszone und ob die Länder mit einem anderen Wechselkurssystem eine bessere ökonomische Performance realisieren könnten.

Zunächst wird die Entstehungsgeschichte und regionale Einbettung der UEMOA betrachtet, danach die wirtschaftliche Performance der Länder mit besonderem Augenmerk auf den Außenhandelsstrukturen. Die von Anfang an bestehende Fixierung des Wechselkurses nach außen beeinflusst die wirtschaftliche Entwicklung der Währungszone maßgeblich. Da der Effekt der Ankerwährung nicht isoliert betrachtet werden kann, unterscheidet sich der westafrikanische Währungsraum von anderen Währungsräumen, die im Fokus vergleichbarer Analysen stehen. Anhand speziell für Afrika relevanter Kriterien aus der OCA-Theorie werden die einzelnen Mitgliedsstaaten der UEMOA im Hinblick auf ihre Eignung als optimales Währungsgebiet überprüft.

Um zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten der bestehenden Währungsunion beurteilen zu können, erfolgt eine Clusteranalyse, die die UEMOA-Staaten zusammen mit weiteren westafrikanischen Staaten auf ihre ökonomische Ähnlichkeit hin untersucht. Planungsgemäß soll die UEMOA mit den anderen Staaten aus dem regionalen Wirtschaftsbündnisses ECOWAS fusionieren und die währungspolitische Zusammenarbeit erweitert werden. Die Analyse der Ähnlichkeit der Wirtschaftskennzahlen lässt ein Urteil über die Zusammensetzung der UEMOA sowie die Erweiterungspläne der Währungsunion zu. Die Anpassung der Integrationspolitik an die ökonomischen Rahmenbedingungen ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung der währungspolitischen Situation in Westafrika.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 UEMOA – WÄHRUNGSUNION WESTAFRIKAS

2.1 REGIONALE BEDINGUNGEN IN WESTAFRIKA

2.2 HISTORISCHE ENTWICKLUNG

2.3 REGIONALE INTEGRATION

2.4 AUßENHANDELSSTRUKTUREN UND POLITISCHE SITUATION DER MITGLIEDSSTAATEN

2.5 WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

3 OCA-THEORIE UND IHRE ANWENDUNG AUF DIE UEMOA

3.1 AUSWAHL BESTIMMTER OCA-KRITERIEN FÜR AFRIKA

3.1.1 Korrelation im Fall exogener Schocks

3.1.2 Faktormobilität

3.1.3 Diversifikations-/ Offenheitsgrad

3.1.4 Makroökonomische Konvergenz

3.1.5 Intra-regionaler Handel

3.2 IST DIE UEMOA EIN OCA?

4 CLUSTERANALYSE DER LÄNDER WESTAFRIKAS

4.1 ZIEL DER UNTERSUCHUNG

4.2 EINBETTUNG DER UEMOA IN DEN WESTAFRIKANISCHEN KONTEXT

4.3 ABGRENZUNG ZU BISHERIGEN STUDIEN

4.4 WISSENSCHAFTLICHE ANWENDUNG DER CLUSTERANALYSE

4.4.1 Daten und Variablen

4.4.2 Vorgehensweise und Methoden

4.5 RESULTATE DER CLUSTERANALYSE

4.5.1 Empirische Ergebnisse

4.5.2 Vergleich mit Resultaten ähnlicher Studien

4.5.3 Kritische Würdigung der Ergebnisse

4.6 EINSCHÄTZUNG DER AKTUELLEN SITUATION IN WESTAFRIKA

5 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial der UEMOA als optimales Währungsgebiet, indem sie die ökonomische Ähnlichkeit der Mitgliedsländer sowie weiterer westafrikanischer Staaten analysiert, um die Voraussetzungen für eine erfolgreiche monetäre Integration zu bewerten.

  • Anwendung der OCA-Theorie auf die UEMOA-Staaten
  • Analyse der makroökonomischen Bedingungen in Westafrika
  • Durchführung einer Clusteranalyse zur Identifikation ökonomischer Ähnlichkeiten
  • Diskussion über eine potenzielle Erweiterung der Währungsunion

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Faktormobilität

Hohe Faktormobilität wirkt grundsätzlich stabilisierend und trägt zur Beseitigung von Störungen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts bei bzw. erleichtert den Anpassungsprozess zu einem neuen binnen- und außenwirtschaftlichen Gleichgewicht. Arbeitskräftewanderungen sind somit ein Indiz dafür, dass Instabilitäten in Währungsräumen weniger gravierend auftreten oder von kürzerer Dauer sind. Houssa schätzt die Arbeitsmobilität innerhalb Westafrikas als hoch ein und nennt als Ursache das Eintreten asymmetrischer Schocks, wodurch Migrationsbewegungen ausgelöst werden.

„Westafrika war stets eine Region starker Wanderbewegungen.“ Trotz dieser allgemein anerkannten Aussage ist es schwierig an Daten zu gelangen. Besonders im Fall afrikanischer Länder ist das Ausmaß illegaler Migrationsaktivitäten sehr hoch, so dass die nachfolgend gezeigten Zahlen eindeutig unterschätzt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Währungsunionen und Relevanz der OCA-Theorie für die westafrikanische UEMOA-Region.

2 UEMOA – WÄHRUNGSUNION WESTAFRIKAS: Detaillierte Betrachtung der regionalen Bedingungen, historischen Hintergründe und der wirtschaftlichen Struktur der UEMOA-Mitgliedsländer.

3 OCA-THEORIE UND IHRE ANWENDUNG AUF DIE UEMOA: Theoretische Untersuchung von OCA-Kriterien und deren Anwendbarkeit im afrikanischen Kontext zur Beurteilung der Optimalität der Währungszone.

4 CLUSTERANALYSE DER LÄNDER WESTAFRIKAS: Empirische Anwendung der Clusteranalyse zur Identifikation ähnlicher Wirtschaftsstrukturen innerhalb der UEMOA und weiterer ECOWAS-Staaten.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Synthese der Ergebnisse und kritische Einordnung der Möglichkeiten für eine monetäre Integration in Westafrika.

Schlüsselwörter

UEMOA, Währungsunion, Westafrika, OCA-Theorie, Clusteranalyse, Wirtschaftsintegration, Außenhandel, Konvergenz, Makroökonomie, CFA Franc, ECOWAS, Faktormobilität, Schocks, Diversifikation, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der monetären Integration in Westafrika, speziell unter der Frage, ob die UEMOA (Union Économique et Monétaire Ouest Africaine) als optimales Währungsgebiet im Sinne der OCA-Theorie eingestuft werden kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen optimaler Währungsräume (OCA), die historischen Gegebenheiten des Währungsbündnisses, die Außenhandelsstrukturen sowie die Analyse ökonomischer Ähnlichkeitsstrukturen zwischen westafrikanischen Staaten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Eignung der UEMOA und die Möglichkeiten einer Erweiterung auf weitere ECOWAS-Staaten durch eine fundierte wirtschaftliche Ähnlichkeitsanalyse zu evaluieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben der theoretischen Herleitung auf Basis der OCA-Theorie verwendet die Autorin eine quantitative Clusteranalyse, um die Homogenität der Wirtschaftskennzahlen der betrachteten westafrikanischen Länder zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Kriterien für Währungsunionen, wendet diese auf Afrika an und führt eine empirische Clusteranalyse durch, um Gruppen mit vergleichbaren wirtschaftlichen Strukturen innerhalb Westafrikas zu identifizieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere UEMOA, OCA-Theorie, Clusteranalyse, Währungsunion, Westafrika, Konvergenz und Wirtschaftsstruktur.

Wie unterscheidet sich diese Studie von bisherigen Ansätzen?

Die Studie verzichtet bewusst auf Variablen, die eine Anbindung an den Euro (Ankerwährung) voraussetzen, um eine objektivere Bewertung der Ähnlichkeit der westafrikanischen Staaten untereinander zu ermöglichen, ohne die europäische Perspektive als Fixpunkt zu nehmen.

Warum ist die Anbindung an den Euro ein kritischer Punkt?

Die Anbindung an den Euro bringt zwar Stabilitätsvorteile, führt jedoch bei starken Aufwertungen des Euro gegenüber dem Dollar zu Wettbewerbsnachteilen für die exportorientierten und von Primärgütern abhängigen westafrikanischen Volkswirtschaften.

Ende der Leseprobe aus 117 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Monetäre Integration in Westafrika. Das Potenzial der UEMOA als optimales Währungsgebiet
Untertitel
Eine detaillierte Betrachtung der wirtschaftspolitischen Situation der UEMOA-Staaten im Rahmen der OCA-Theorie sowie eine empirische Clusteranalyse der Staaten der ECOWAS im Hinblick auf deren währungspolitische Zukunft
Hochschule
Universität Mannheim  (Fakultät für internationale Wirtschaftsbeziehungen)
Veranstaltung
Optimal Currency Areas
Note
1,0
Autor
Carolin Lukitsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
117
Katalognummer
V207092
ISBN (eBook)
9783668712041
ISBN (Buch)
9783668712058
Sprache
Deutsch
Schlagworte
monetäre integration westafrika potenzial uemoa währungsgebiet eine betrachtung situation uemoa-staaten rahmen oca-theorie clusteranalyse staaten ecowas hinblick zukunft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolin Lukitsch (Autor:in), 2011, Monetäre Integration in Westafrika. Das Potenzial der UEMOA als optimales Währungsgebiet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207092
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