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Leopold II und Marie Antoinette. Leopold II zwischen Familienbanden und politischem Idealismus

Das Dilemma des Kaisers

Titre: Leopold II und Marie Antoinette. Leopold II zwischen Familienbanden und politischem Idealismus

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 12 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Ken Adams (Auteur)

Histoire de l'Europe - Temps modernes, Absolutisme, Industrialisation
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In wieweit lässt sich Leopold in seinem politischen Handeln von dem Hilferuf und der gescheiterten Flucht seiner Schwester beeinflussen? Um diese Frage beantworten zu können, ist es von Nöten, zuerst einmal Leopolds politische Überzeugungen zu betrachten. Dies geschieht zum einen an Hand seiner Zeit in der Toskana und zum anderen im Hinblick auf seine Herrschaftszeit in Österreich.
Dann wird Leopolds Haltung gegenüber der französischen Revolution herausgearbeitet und seine Reaktion auf die Lage Marie Antoinettes dargestellt. Sein politisches Vorgehen vor und nach dem Hilferuf und Fluchtversuch seiner Schwester wird verglichen, um eventuelle Unterschiede herausstellen zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leopold II und seine Reformen

3 Leopold und die französische Revolution

4 Marie Antoinette und ihr Hilferuf

5 Leopold II und seine Politik vor und nach dem Fluchtversuch

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den politischen Spielraum des römischen Kaisers Leopold II. im Kontext der Französischen Revolution, wobei der Fokus insbesondere auf seinem Umgang mit dem Hilferuf und der gescheiterten Flucht seiner Schwester Marie Antoinette liegt. Dabei wird analysiert, inwieweit familiäre Verpflichtungen gegenüber machtpolitischen Interessen und seinem persönlichen Idealismus als Friedensverfechter zurückstehen mussten.

  • Politische Überzeugungen und Reformen von Leopold II. in der Toskana und Österreich
  • Leopolds Haltung gegenüber den Ideen der Französischen Revolution
  • Die Korrespondenz zwischen Leopold II. und Marie Antoinette
  • Analyse des diplomatischen Handelns von Leopold II. vor und nach dem Fluchtversuch des französischen Königspaares
  • Die Rolle der Deklaration von Pillnitz im außenpolitischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4 Marie Antoinette und ihr Hilferuf

„Aus der Ferne kann man leicht zu Besonnenheit und zum Abwarten raten; aber das ist unmöglich, wenn man das Messer an der Kehle hat.“, so die mittlerweile verbitterte Marie Antoinette 1791. Sie sah die immer auswegslosere Situation ihrer königlichen Familie und griff, erstmals mit der Entlassung Loménie de Briennes und der Einstellung des umstrittenen Neckers, aktiv in die politischen Entscheidungen des unentschlossenen Königs ein. Der immer schwächere Louis XVI ließ sie gewähren und trat seine Macht mehr und mehr an sie ab. In ihrer Verzweiflung wandte sich die Königin schließlich an ihren Bruder Leopold II und flehte ihn um Hilfe an. In ihrem Brief vom 27. Februar 1791 berichtete sie Leopold, dass Spanien bereit sei, militärische Hilfe zu leisten, sofern Sardinien, die Schweiz und eben Leopold selbst dies ebenfalls zusicherten. Die Lage sei kurz davor, völlig außer Kontrolle zu geraten und auch außerhalb der Grenzen Frankreichs Schaden anzurichten. Sie setzte damit Leopold in sofern unter Druck, als dass es nun offenbar von ihm abhing, verheerende Auswirkungen der Revolution abzuwenden. Nur mit seiner Zusage käme europäische Hilfe für die bedrängte französische Königsfamilie zustande. Marie Antoinette erwartete daraufhin von ihrem Bruder die Zusage zu einem Militäreinsatz gegen die Revolutionäre Frankreichs, um diese zur Räson zu bringen.

Leopold, ganz Friedensmann, ließ sich davon jedoch nicht zum Handeln bewegen. In seiner Antwort vom 14. März 1791 blieb er ihr einer klaren Antwort schuldig. Er hielt sie stattdessen an, „de temporiser et gagner du temps pour attendre des cirsonstances plus favorables“, wie er es auch in vorigen Briefen schon getan hatte. Von den Fluchtplänen, die Marie Antoinette mit dem Comte de Mercy geschmiedet hatte, riet er ihr eindringlich ab. Seine Warnungen stießen bei Marie Antoinette nicht auf Gehör. Endlich bleibt ihm nur, ihr und dem König Erfolg zuwünschen: „Je prie Dieu que vos projets réussissent heureusement“ schrieb er in seinem letzten Brief vor der Flucht der Königsfamilie. Helfen kann er ihnen, sagte er selbst, unmöglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstandes und der Fragestellung bezüglich Leopolds politischem Handeln unter dem Eindruck des Hilferufs seiner Schwester.

2 Leopold II und seine Reformen: Beleuchtung der reformorientierten Herrschaftszeit Leopolds in der Toskana und Österreich sowie seiner politischen Grundüberzeugungen.

3 Leopold und die französische Revolution: Analyse von Leopolds ambivalenter Haltung zwischen anfänglicher Sympathie für revolutionäre Reformideen und seiner pazifistischen Grundhaltung.

4 Marie Antoinette und ihr Hilferuf: Untersuchung der verzweifelten Korrespondenz Marie Antoinettes mit ihrem Bruder und dessen vorsichtiger, abwartender Reaktion.

5 Leopold II und seine Politik vor und nach dem Fluchtversuch: Darstellung von Leopolds außenpolitischen Strategien im Kontext der europäischen Mächtekonstellationen und der Deklaration von Pillnitz.

6 Fazit: Zusammenfassendes Ergebnis, dass die Bitten der Schwester keinen direkten Einfluss auf die primär machtpolitisch motivierte Außenpolitik Leopolds hatten.

Schlüsselwörter

Leopold II., Französische Revolution, Marie Antoinette, Absolutismus, Reformpolitik, Pillnitzer Deklaration, Österreich, Außenpolitik, Louis XVI., Pazifismus, Diplomatie, Monarchie, Habsburger, Familienbande, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den familiären Verpflichtungen des Kaisers Leopold II. und seinen politischen Idealvorstellungen während der Französischen Revolution.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Reformpolitik Leopolds, seine pazifistische Außenpolitik, die Auswirkungen der Französischen Revolution auf das französische Königshaus sowie die diplomatischen Versuche zur Unterstützung Marie Antoinettes.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, inwieweit sich Leopold II. in seinem politischen Handeln von dem Hilferuf und dem gescheiterten Fluchtversuch seiner Schwester Marie Antoinette beeinflussen ließ.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse, insbesondere durch die Auswertung von Briefwechseln zwischen Leopold II. und Marie Antoinette sowie zeitgenössischen Dokumenten.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Leopolds Reformen, seine Einstellung zur Revolution, die Analyse der Korrespondenz mit Marie Antoinette und die Bewertung seiner Politik vor dem Hintergrund der europäischen Bündnispolitik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind Begriffe wie Reformmonarch, Pazifismus, diplomatische Zurückhaltung, familiäre Pflicht und politische Opportunität.

Wie reagierte Leopold II. konkret auf den Hilferuf seiner Schwester?

Leopold reagierte nicht mit Taten oder militärischer Unterstützung, sondern riet ihr in seinen Briefen zur Besonnenheit und zum Abwarten, da er eine offene Konfrontation mit den Revolutionären als gefährlich und unratsam erachtete.

Welche Bedeutung hatte das Treffen in Pillnitz?

Die Deklaration von Pillnitz war ein diplomatisches Nebenprodukt, das primär auf Wunsch von Friedrich Wilhelm II. zustande kam, und diente eher der Demonstration nach außen, als dass es eine tatsächliche Interventionsabsicht Leopolds wiederspiegelte.

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Résumé des informations

Titre
Leopold II und Marie Antoinette. Leopold II zwischen Familienbanden und politischem Idealismus
Sous-titre
Das Dilemma des Kaisers
Université
Technical University of Braunschweig
Note
1,0
Auteur
Ken Adams (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
12
N° de catalogue
V207300
ISBN (ebook)
9783656343875
ISBN (Livre)
9783656344582
Langue
allemand
mots-clé
leopold marie antoinette
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ken Adams (Auteur), 2011, Leopold II und Marie Antoinette. Leopold II zwischen Familienbanden und politischem Idealismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207300
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Extrait de  12  pages
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