Führung und Führungsstile rücken in heutige Unternehmenswelt immer mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung, wenn es um die Erfassung und Beurteilung von Arbeitsleistung von Bereichen über Abteilungen bis hin zu einzelnen Mitarbeitern in Unternehmen geht. Ob ein Mitarbeiter die Leistung erbringt, die man als direkter Vorgesetzter von ihm erwartet, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielen die vorherrschenden Bedingungen am Arbeitsplatz, die Kollegen sowie die eigene Kompetenz und Motivation. Entscheidend ist aber die Führungsart des Vorgesetzten, das heißt der angewandte Führungsstil beeinflusst nicht nur die Einstellung der Mitarbeiter zur Arbeit, sondern auch den Leistungswillen bezogen auf Aufgaben und Projekte.
Ziel meiner Arbeit ist es, die einschlägigen Führungsstile näher zu beleuchten und vor diesem Hintergrund einerseits abzuleiten, wie sich die Art der unterschiedlichen Führungsansätze auf die Mitarbeiter auswirkt. Abschließend ist zu beantworten, welcher Führungsstil zu einer optimalen Leistung der Mitarbeiter führt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Führungsstil
3. Führungsstile - Übersicht und empirische Entwicklung
3.1 Idealtypische Ansätze
3.1.1 Traditionelle Führungsstile nach Max Weber (eindimensional)
3.2 Realtypische Ansätze
3.2.1 Iowa Studien nach Kurt Levin (eindimensional)
3.2.2 Führungsstilkontinuum nach Tannenbaum und Schmidt
3.2.3 Zweidimensionale Führungsstilansätze: Ohio-Studien
3.2.4 Das Verhaltensgitter von Blake / Mouton
3.2.5 3-Dimensinales Modell nach Reddin
3.2.6 Situativer Führungsansatz nach Hersey und Blanchard
4. Kritische Betrachtung der Führungsstile und deren Auswirkungen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht verschiedene Führungsstile hinsichtlich ihrer Entwicklung und ihrer Auswirkungen auf die Mitarbeiterleistung. Das primäre Ziel ist es, die einschlägigen Ansätze zu beleuchten und zu bewerten, welcher Führungsstil zu einer optimalen Leistung der Mitarbeiter beiträgt.
- Historische Entwicklung von Führungsstilen
- Eindimensionale versus zweidimensionale Führungsansätze
- Situative Führungsmodelle und Reifegrade
- Effektivität und Auswirkungen von Führungsverhalten
- Zusammenhang zwischen Mitarbeiterorientierung und Leistungsergebnis
Auszug aus dem Buch
Situatives Führen
Das situative Führen betrachtet neben der Führungskraft und dem Mitarbeiter auch die Situation, in der geführt wird. Der Beziehungsfaktor gewinnt an Bedeutung, um die Motivation zu steigern. D.h. der Führende interessiert sich zunehmend für die individuellen Belange seiner Untergebenen und erzeugt somit ein intensiveres Verhältnis. Diese Art von Führungsstil wird als Teil der Mitarbeiterentwicklung verstanden weil, wie bereits erwähnt der Chef nicht allein bemüht ist seinen Führungsstil dem Mitarbeiter anzupassen, sondern auch im eigenen Interesse bemüht ist, dass sich die Geführten weiterentwickeln. In diesem Fall stellt sich also eine „WIN-WIN“ Situation ein, denn in der optimalen Ausprägung ist die Delegation nur möglich, weil der Mitarbeiter weiß, was er zu tun hat und so kompetent ist, vereinbarte Ziele zu erreichen.
Gleichzeitig ist von der Führungskraft auch gefordert, dass sie im Führungsprozess ihre Mitarbeiter soweit kennenlernt, dass sie diese individuell angemessen führen kann. Es ist demnach auch erforderlich, dass der Vorgesetzte auf der Stil-Klaviatur flexibel spielen kann. Zum anderen wächst auch das Vertrauen auf Mitarbeiterseite in die Führungskraft. Mitarbeiter glauben der Führungskraft, dass sie im Rahmen ihrer Verantwortung, exzellente Produktivität zu erzielen, nicht über Leichen geht. Sondern im Gegenteil, sich bemüht, dies mit den Mitarbeitenden zu tun. Die Führungskraft vertraut der intrinsischen Motivation ihrer Mitarbeiter, hervorragende Leistungen bringen und Potentiale entwickeln zu wollen. Anzumerken bleibt aber, dass dieser Führungsstil den Mitarbeiter in den Vordergrund stellt und einen großen Aufwand an Führungsaufgaben abverlangt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Führung für die Arbeitsleistung ein und formuliert das Ziel der Analyse verschiedener Führungsansätze.
2. Definition Führungsstil: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Führungsstil als relativ stabiles Verhaltensmuster einer Führungsperson und beleuchtet die wissenschaftliche Perspektive seit den 1930er Jahren.
3. Führungsstile - Übersicht und empirische Entwicklung: Hier werden verschiedene idealtypische und realtypische Führungsansätze vorgestellt, von Max Weber über die Iowa-Studien bis hin zu situativen Modellen.
4. Kritische Betrachtung der Führungsstile und deren Auswirkungen: In diesem Kapitel werden die klassischen Führungsstile hinsichtlich ihrer Effektivität, Wirksamkeit und der Auswirkung auf das Mitarbeiterverhalten kritisch reflektiert.
5. Fazit: Das Fazit bewertet die situative Führung als optimalen Ansatz, da sie flexibel auf die Bedürfnisse von Mitarbeitern und Aufgaben reagiert und höchste Effektivität ermöglicht.
Schlüsselwörter
Führungsstil, Mitarbeiterführung, Situatives Führen, Aufgabenorientierung, Personenorientierung, Führungseffektivität, Führungsverhalten, Reifegrad, Management, Organisationsstruktur, Motivation, Leistungsfähigkeit, Tannenbaum, Blake, Reddin
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und praktischen Analyse von Führungsstilen sowie deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen zählen die geschichtliche Entwicklung von Führungsmodellen, die Unterscheidung zwischen aufgaben- und mitarbeiterorientierten Ansätzen sowie die Bedeutung situativer Führung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Untersuchung der verschiedenen Ansätze, um abzuleiten, wie diese auf Mitarbeiter wirken und welcher Führungsstil die optimale Leistungserbringung fördert.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um bekannte Führungsansätze aufzuarbeiten und kritisch miteinander zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersicht theoretischer Ansätze (wie das Kontinuum von Tannenbaum/Schmidt oder das Verhaltensgitter von Blake/Mouton) sowie eine kritische Bewertung der Auswirkungen dieser Stile.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Führungsstil, Situative Führung, Führungseffektivität und Mitarbeiterorientierung geprägt.
Warum ist das situative Modell laut Autor besonders effektiv?
Weil es den Reifegrad des Mitarbeiters als zentrale Variable nutzt und flexibel auf die jeweilige Situation und die Anforderungen der Aufgabe reagiert.
Inwiefern beeinflusst das Selbstbild des Vorgesetzten den Führungsstil?
Ein Führungsstil muss zur Authentizität des Vorgesetzten passen, da die Akzeptanz durch die Mitarbeiter maßgeblich von der Glaubwürdigkeit und dem Selbstverständnis der Führungskraft abhängt.
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- Dennis Kwarteng (Author), 2011, Führungsstile und ihre Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207482