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Der Überschuldungsstatus und die Rolle kapitalersetzender Darlehen

Title: Der Überschuldungsstatus und die Rolle kapitalersetzender Darlehen

Seminar Paper , 2003 , 35 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl.-Kfm. Philip Eugen Deubner (Author)

Business economics - General
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Materie des Überschuldungsstatus sowie dem eigenkapitalersetzenden Darlehen. Beide Themen sind den übergeordneten Problemstellungen der Unternehmenskrise und der Insolvenz zuzuordnen. Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei der GmbH immer noch um die beliebteste Form der Kapitalgesellschaft handelt, werden in diesem Buch lediglich die für diese Rechtsform anwendbaren Vorschriften und Sachverhalte dargestellt. Die Bedeutung des Problemfeldes lässt sich anhand der Zahl der jährlichen Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ermessen, welche seit dem Jahr 1999 (Inkrafttreten der neuen Insolvenzordnung, Anm. d. Verf.) einem jährlichen, durchschnittlichen Zuwachs von ca. 12,4 %, jeweils bezogen auf den Vorjahreszeitraum, unterworfen waren. Der Anteil von GmbHs an der Menge der Unternehmensinsolvenzen betrug durchschnittlich 54,7 %. Zweck dieser Seminararbeit soll es sein, die bestehenden Vorschriften und einschlägigen Regelungen darzustellen sowie mögliche Diskussionsansätze aufzuzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

TEIL A GRUNDLEGUNG

1 VORSTELLUNG DES THEMAS

2 GANG DER UNTERSUCHUNG

TEIL B DER ÜBERSCHULDUNGSSTATUS

1 DER BEGRIFF DER ÜBERSCHULDUNG

2 DER ÜBERSCHULDUNGSSTATUS

a Die Abgrenzung des Status zur Bilanz

b Adressaten des Überschuldungsstatus

c Anzusetzende Aktiva und Passiva

d Die Fortbestehensprognose als zentrales Bewertungsproblem

TEIL C EIGENKAPITALERSETZENDE DARLEHEN

1 DIE QUALIFIKATION ALS EIGENKAPITALERSETZENDES DARLEHEN

a Einleitung

b Kreditunwürdigkeit als Indiz des Eigenkapitalersatzes

c Weitere Umqualifizierungsgründe

d Auseinanderfallen und Stehenlassen

2 DER RANGRÜCKTRITT UND DER FORDERUNGSVERZICHT MIT BESSERUNGSKLAUSEL

3 RECHTSFOLGEN EINES KAPITALERSETZENDEN DARLEHENS

a Auf Gesellschaftsebene

b Auf Gesellschafterebene

4 AUSWEISUNG IM ÜBERSCHULDUNGSSTATUS BZW. IN DER REGULÄREN BILANZ

TEIL D AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den juristischen und betriebswirtschaftlichen Status der Überschuldung bei GmbHs unter besonderer Berücksichtigung eigenkapitalersetzender Darlehen. Das primäre Ziel ist die Analyse bestehender gesetzlicher Regelungen sowie die Identifikation von Spannungsfeldern in der Unternehmenskrise und deren insolvenzrechtliche Behandlung.

  • Grundlagen der Überschuldung und des Überschuldungsstatus bei GmbHs
  • Methodische Abgrenzung der Fortbestehensprognose als zentrales Bewertungselement
  • Qualifikation und Charakteristika eigenkapitalersetzender Darlehen
  • Rechtsfolgen von Kapitalersatzdarlehen auf Gesellschafts- und Gesellschafterebene
  • Bilanzierung und Ausweisung im Überschuldungsstatus

Auszug aus dem Buch

b Kreditunwürdigkeit als Indiz des Eigenkapitalersatzes

Der Tatbestand der Unternehmenskrise ist grundsätzlich dann verwirklicht, wenn man die Gesellschaft als kreditunwürdig einstufen kann68. Kreditunwürdig ist in diesem Zusammenhang so zu verstehen, dass die Gesellschaft den zur Disposition stehenden Kredit nicht zu den gleichen Konditionen auf dem regulären Kapitalmarkt erhalten könnte69.

Die Einstufung der Kreditunwürdigkeit kann hierbei allerdings lediglich aufgrund von Indizien getroffen werden, da das Merkmal der Kreditunwürdigkeit nicht objektiv fassbar ist und nur als Ergebnis einer stets aufs Neue zu tätigenden empirischen Befragung unter Kreditinstituten sein könnte70.

Die Existenz Stiller Reserven wäre hierbei ein Indiz gegen die Kreditunwürdigkeit71. Ebenso sprechen die Fähigkeit der Gesellschaft, Sicherheiten zu stellen, eine weitere Kreditvergabe durch nicht am Unternehmen beteiligte Dritte, unausgenutzte Kreditlinien bei Kreditinstituten sowie eine sich aus dem Finanzplan ergebende lediglich kurzfristige Illiquidität72 für eine Kreditwürdigkeit der Gesellschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

TEIL A GRUNDLEGUNG: Einleitung in die Thematik der Unternehmenskrise und Insolvenz mit speziellem Fokus auf die Rechtsform der GmbH.

TEIL B DER ÜBERSCHULDUNGSSTATUS: Erläuterung des Überschuldungsbegriffs, der Abgrenzung zur regulären Bilanzierung sowie der zentralen Rolle der Fortbestehensprognose.

TEIL C EIGENKAPITALERSETZENDE DARLEHEN: Untersuchung der Kriterien zur Qualifikation als Kapitalersatz sowie der rechtlichen Folgen und Ausweisungsmodalitäten für Darlehen in der Krise.

TEIL D AUSBLICK: Zusammenfassung der Problematik und Plädoyer für eine Harmonisierung der Überschuldungsbegriffe in der Literatur zur besseren Abbildung der wirtschaftlichen Realität.

Schlüsselwörter

Überschuldung, GmbH, Insolvenzrecht, Eigenkapitalersatz, Gesellschafterdarlehen, Überschuldungsstatus, Fortbestehensprognose, Insolvenzordnung, Bilanzierung, Gläubigerschutz, Liquidationswert, Krisenmanagement, Kreditunwürdigkeit, Rangrücktritt, Haftkapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Umgang mit dem Überschuldungsstatus bei einer GmbH und den Einfluss von eigenkapitalersetzenden Darlehen in diesem Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition der Überschuldung, die Prüfung der Fortbestehensprognose, die Identifikation von eigenkapitalersetzenden Darlehen sowie deren bilanzielle Behandlung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Verfasser?

Das Ziel ist die kritische Darstellung der bestehenden Vorschriften und Regelungen zur Feststellung einer Insolvenz und die Aufzeichnung von Diskussionsansätzen zur Lösung der Bewertungsproblematik.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine juristisch-betriebswirtschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung von Gesetzen wie der InsO und dem GmbHG sowie der Analyse relevanter BGH-Rechtsprechung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung des Überschuldungsstatus, die Qualifikation von Gesellschafterdarlehen als Kapitalersatz und deren Auswirkungen auf die Haftungsmasse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Überschuldungsstatus, GmbH, Eigenkapitalersatz, Fortbestehensprognose und Gläubigerschutz.

Was ist die "mittelfristige Finanzkraft" laut BGH?

Der BGH interpretiert diesen Begriff als taktischen Planungshorizont von etwa einem Jahr bis hin zu fünf Jahren, wobei dies in der Literatur aufgrund zunehmender Prognoseungenauigkeiten diskutiert wird.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Rangrücktritt und bedingtem Verzicht für die Passivierung wichtig?

Die Literatur ist uneins, ob ein bloßer Rangrücktritt ausreicht, um eine Passivierungspflicht im Überschuldungsstatus zu vermeiden, oder ob ein bedingter Forderungsverzicht erforderlich ist, um die Verbindlichkeit nicht als insolvenzrelevante Last auszuweisen.

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Details

Title
Der Überschuldungsstatus und die Rolle kapitalersetzender Darlehen
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Investition, Finanzierung und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre)
Course
ABWL - Praxisfall einer mittelständischen GmbH
Grade
2,3
Author
Dipl.-Kfm. Philip Eugen Deubner (Author)
Publication Year
2003
Pages
35
Catalog Number
V20759
ISBN (eBook)
9783638245562
ISBN (Book)
9783638646857
Language
German
Tags
Rolle Darlehen ABWL Praxisfall GmbH
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Philip Eugen Deubner (Author), 2003, Der Überschuldungsstatus und die Rolle kapitalersetzender Darlehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20759
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