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Eine kritische Würdigung der Kennzahl der Eigenkapitalrentabilität in Banken

Title: Eine kritische Würdigung der Kennzahl der Eigenkapitalrentabilität in Banken

Seminar Paper , 2012 , 20 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Patrick Käseberg (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die Seminararbeit beleuchtet die Rolle, Relevanz und Aussagekraft der Kennzahl der Eigenkapitalrentabilität in Banken.
Es existiert eine Vielzahl von Kennzahlen zur Bewertung von Unternehmen hinsichtlich wirtschaftlichen Erfolges. Dabei lassen sich diese Kennzahlen nach verschiedenen Aspekten ordnen. So gibt es Gewinnkennzahlen, Bilanzkennzahlen, Profitabilitätskennzahlen oder Liquiditätskennzahlen. Jedes große Unternehmen stellt diese zur Verfügung in Form von Geschäftsberichten oder Kommentaren zu Geschäftsberichten, weshalb bei der Masse an verfügbaren Kennzahlen ein Unternehmen genau bewertet werden kann. Nicht alle Kennzahlen eignen sich zur Darstellung bestimmter Aspekte wie der Rentabilität. Ferner existieren in jeder „Kennzahlengruppe“ diverse Kennzahlen, welche je nach Branche unterschiedlich ausfallen. In Banken findet sich traditionell eine geringe Eigenkapitalquote, was daran liegt, dass eine Bank im Kern ein Geschäftsmodell besitzt, in welchem eigenes Kapital eine untergeordnete Rolle spielt. Im Gegensatz dazu stehen Unternehmen der Realwirtschaft. Viele Jahre wurden die Eigenkapitalquote sowie daraus resultierend die Eigenkapitalrentabilität vernachlässigt. Die Finanzkrise änderte diesen Zustand, weil Unternehmen in Krisenzeiten schlechteren Zugang zu Fremdfinanzierungen haben und ihr Geschäft nur mit Kapital sichern können. Dieses ist bei hohem Fremdkapitalanteil allerdings in Rezessionen schwer zu beschaffen. Die Konsequenz war, dass Unternehmen ihre Eigenkapitalquoten erhöht haben. Banken sind durch die Basel-Verordnungen sogar dazu gezwungen.1 Dies ist nicht im Interesse der Banken, da sie sich durch die Zentralbanken sowie durch die Einlagensicherung bereits genügend abgesichert sehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Kennzahlen

2.1 Eigenkapitalrentabilität

2.2 Gesamtkapitalrentabilität

2.3 Eigenkapitalquote

2.4 Cash Flow klassisch

2.5 Gegenseitige Abgrenzung der verschiedenen Kennzahlen

3. Leverage-Effekt

3.1 Definition

3.2 Berechnung

3.3 Wirkung

3.4 Risiko

3.5 kritische Beurteilung

4. Praxisbeispiel Banken

4.1 Bedeutung der Eigenkapitalrentabilität für Banken

4.2 Deutsche Bank

4.3 Auswirkungen von Basel III auf die Eigenkapitalrentabilität

4.4 Rückblick: Basel II

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Kennzahl der Eigenkapitalrentabilität unter besonderer Berücksichtigung der Bankenbranche und ihrer spezifischen Kapitalstruktur. Ziel ist es, die Aussagekraft dieser Kennzahl vor dem Hintergrund regulatorischer Rahmenbedingungen wie Basel II und III zu bewerten und ihre Anwendungsgrenzen aufzuzeigen.

  • Analyse gängiger betriebswirtschaftlicher Rentabilitätskennzahlen
  • Untersuchung des Leverage-Effekts und seiner Wirkungsweise
  • Bedeutung der Eigenkapitalquote in der Bankenbranche
  • Kritische Würdigung der Auswirkungen von Basel II und III
  • Fallbeispiel: Analyse der Kennzahlen bei der Deutschen Bank

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition

Der Leverage-Effekt besagt, dass die Eigenkapitalrentabilität durch die Zunahme von Fremdkapital zu Lasten des Eigenkapitals gesteigert werden kann, solange die Gesamtkapitalrentabilität höher ist als der Zins des Fremdkapitals. Hierbei liegt eine Hebelwirkung vor. Dabei gelten folgende Voraussetzungen: Der Sollzinssatz wird als konstant angesehen genau wie die Rendite, welche aus dem zusätzlich aufgenommenen Fremdkapital erzielt wird. Ebenso ist eine wichtige Voraussetzung, dass die Investitionsrendite höher als der Sollzinssatz liegt. Der Leverage-Effekt ist wichtig für Unternehmen wie Banken, die nicht auf Eigenkapital zwangsläufig angewiesen sind und aus Gründen der optimalen Kapitalstruktur in diesem Punkt eine Veränderung herbeiführen möchten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Kennzahlen zur Unternehmensbewertung ein und erläutert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit hinsichtlich der Profitabilitätsanalyse.

2. Kennzahlen: Hier werden zentrale betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie die Eigenkapital- und Gesamtkapitalrentabilität sowie die Eigenkapitalquote und der Cash Flow erläutert und gegeneinander abgegrenzt.

3. Leverage-Effekt: Dieses Kapitel definiert und analysiert den Leverage-Effekt, seine Berechnung, seine Wirkung auf die Rentabilität sowie die damit verbundenen Risiken für Unternehmen.

4. Praxisbeispiel Banken: Der praktische Teil untersucht die spezifische Bedeutung der Eigenkapitalrentabilität für Banken, analysiert das Beispiel Deutsche Bank und bewertet die Auswirkungen der Basel-Regelwerke.

5. Fazit: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass die Eigenkapitalrentabilität als alleinige Kennzahl nur bedingt aussagekräftig ist und regulatorische Eingriffe die Gewinnoptimierungsstrategien von Banken maßgeblich beeinflussen.

Schlüsselwörter

Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität, Eigenkapitalquote, Leverage-Effekt, Basel II, Basel III, Bankenbranche, Rentabilität, Fremdkapital, Investitionsrendite, Deutsche Bank, Finanzkrise, Kapitalstruktur, Unternehmensbewertung, Kennzahlenanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse der Kennzahl der Eigenkapitalrentabilität und untersucht deren Eignung und Aussagekraft im Kontext von Finanzinstituten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise von Rentabilitätskennzahlen, dem Hebeleffekt des Fremdkapitals sowie den spezifischen regulatorischen Anforderungen für Banken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Würdigung der Eigenkapitalrentabilität unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäfts und der neuen regulatorischen Auflagen durch Basel III.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein Praxisbeispiel aus dem Bankensektor.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der wichtigsten Kennzahlen, eine detaillierte Erläuterung des Leverage-Effekts sowie eine praktische Analyse der Deutschen Bank und regulatorischer Aspekte.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Eigenkapitalrentabilität, Leverage-Effekt, Basel III, Eigenkapitalquote und Bankcontrolling.

Warum ist eine hohe Eigenkapitalquote für Banken traditionell nicht das primäre Ziel?

Das Geschäftsmodell einer Bank sieht vor, mit Fremdkapital Gewinn zu erzielen, weshalb eine hohe Eigenkapitalhaltung die Rentabilität belasten würde.

Wie beeinflussen Basel II und Basel III die Rentabilität von Banken?

Durch verschärfte Eigenkapitalanforderungen müssen Banken mehr Kapital vorhalten, was dazu führen kann, dass die Eigenkapitalrentabilität sinkt und ein höherer Aufwand zur Erzielung von Gewinnen notwendig wird.

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Details

Title
Eine kritische Würdigung der Kennzahl der Eigenkapitalrentabilität in Banken
College
University of applied sciences, Düsseldorf
Grade
3,0
Author
Patrick Käseberg (Author)
Publication Year
2012
Pages
20
Catalog Number
V207603
ISBN (eBook)
9783656350491
ISBN (Book)
9783656350705
Language
German
Tags
eine würdigung kennzahl eigenkapitalrentabilität banken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Käseberg (Author), 2012, Eine kritische Würdigung der Kennzahl der Eigenkapitalrentabilität in Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207603
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