Der Titel der vorliegenden Hausarbeit lautet „Vergleich der
Bürgerhaushalte in Köln und Bonn - Erfolge und Veränderungen“.
Die Thematik ist die partizipative Demokratie in Form von
Bürgerhaushalten in der kommunalen Haushaltspolitik.
"Nachdem 2001 das erste Weltsozialforum in Porto Alegre
stattfand, stieg auch die Anzahl der Bürgerhaushalte in Europa.
2005 konnten über 50 gezählt werden und 2009 konnten bereits
bei weiterhin steigender Tendenz von über 200 ausgegangen
werden." (Franzke / Kleger 2010: 13).
Nachfolgend wird zunächst auf den Aufbau der Untersuchung
sowie auf relevante Begrifflichkeiten und Theorien eingegangen.
Im Hauptteil werden die Fälle unter Bezugnahme des
Forschungsinteresses behandelt, das Fazit schließt die Hausarbeit
ab. Die forschungsleitenden Fragen lauteten: „Welche
Unterschiede gibt es in der Entwicklung des Bürgerhaushaltes in
den Städten Köln und Bonn? Sind Erfolge oder Veränderung in
der kommunalen Haushaltspolitik zu erkennen?“
Zur Beantwortung der Fragen soll sich in der vorliegenden
Hausarbeit mittels des Bereichs der Vergleichenden
Politikwissenschaft einer Antwort angenähert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Bürgerhaushalte
2.1 Der Bürgerhaushalt der Stadt Köln
2.2 Der Bürgerhaushalt der Stadt Bonn
2.3 Vergleich der Bürgerhaushalte Bonn und Köln
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Entwicklung partizipativer Demokratie in Form von Bürgerhaushalten, indem sie die Unterschiede und Erfolge in der kommunalen Haushaltspolitik der Städte Köln und Bonn analysiert und kritisch bewertet.
- Grundlagen partizipativer Demokratie und Bürgerhaushalte
- Struktur und Entwicklung des Bürgerhaushalts der Stadt Köln
- Struktur und Entwicklung des Bürgerhaushalts der Stadt Bonn
- Kommunalvergleich der beiden Fallbeispiele
- Einfluss der Bürgerbeteiligung auf die kommunale Haushaltspolitik
Auszug aus dem Buch
2. Bürgerhaushalte
Die Fragestellung macht die Definition des Begriffes „Bürgerhaushalt“ notwendig. Theoretisch ist die vorliegende Hausarbeit an beteiligungszentrierter Demokratie orientiert. Ohne Partizipation wäre der Bürgerhaushalt nicht möglich, aber ohne eine entsprechend orientierte demokratische Staatslandschaft auch nicht implementierbar.
Habermas deliberative Demokratietheorie trifft den Sachverhalt. Partizipation und die resultierende „Produktivkraft Kommunikation“ (Habermas 1990: 36) verdeutlichen den Charakter der Bürgerhaushalte. Die Bürger im Prozess der Beratung und Beschlussfassung sind ein unverzichtbarer Teil für die Demokratie.
„Deliberative Politik ist für Habermas eine Politik der argumentativen Abwägung, der gemeinsamen Beratschlagung und Verständigung über öffentliche Angelegenheiten.“ (Schmidt 2010: 242) „Bürgerhaushalte ermöglichen es, die Meinungen und das Wissen der Bürgerinnen und Bürger bei der Finanzplanung produktiv zu nutzen“ (Vorwerk/Märker/Wehner 2008: 114); dieses Zitat stellt direkt den Kern der Bürgerhaushalte in den Vordergrund.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Thema der partizipativen Demokratie vor, führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den theoretischen Hintergrund.
2. Bürgerhaushalte: Das Hauptkapitel definiert den Begriff des Bürgerhaushalts theoretisch und analysiert anschließend detailliert die Prozesse, Entwicklungen und Beteiligungsstatistiken der Städte Köln und Bonn im Vergleich.
3. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass die Ausgangsthese über den positiven Einfluss auf die kommunale Haushaltspolitik nur bedingt bestätigt werden kann, da die Verfahren meist auf Einsparungen fokussieren.
Schlüsselwörter
Bürgerhaushalt, Partizipative Demokratie, Kommunalpolitik, Haushaltspolitik, Köln, Bonn, Bürgerbeteiligung, Deliberative Politik, Finanzplanung, Haushaltskonsolidierung, Fallstudie, Verwaltung, Bürgerdialog, Beteiligungsquote, Transparenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und Entwicklung von Bürgerhaushalten als Instrument der partizipativen Demokratie auf kommunaler Ebene.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Konzepte der Bürgerbeteiligung, der Prozess der kommunalen Finanzplanung und der Vergleich zwischen den Städten Köln und Bonn.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, welche Unterschiede in der Entwicklung der Bürgerhaushalte von Köln und Bonn bestehen und ob diese einen nachweisbaren positiven Einfluss auf die kommunale Haushaltspolitik ausüben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das „Most Similar Case Design“ angewandt, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse und eine Sekundärquellenanalyse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Definition von Bürgerhaushalten und der detaillierten empirischen Untersuchung der Verfahren in Köln und Bonn sowie deren direktem Vergleich.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Zu den zentralen Begriffen zählen Partizipation, Bürgerhaushalt, kommunale Verwaltung, Haushaltskonsolidierung und demokratische Deliberation.
Welche Rolle spielt die Internetplattform für die Bürgerhaushalte?
Die Internetplattform wird in beiden Städten als zentrales Medium für die Information, Partizipation und E-Partizipation der Bürger hervorgehoben.
Zu welchem Schluss kommt die Autorin hinsichtlich der Wirksamkeit?
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die Bürgerhaushalte eher als Instrument zur Legitimation von Einsparungen dienen, anstatt die partizipative Politik langfristig grundlegend zu festigen.
- Quote paper
- S. Schäfer (Author), 2012, Vergleich der Bürgerhaushalte in Köln und Bonn - Erfolge und Veränderungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207608