Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Integration – Was ist das überhaupt?
3. Die Lage in Berlin
3.1 Wer regiert in Berlin?
3.1.1 Integrationsbeauftragte
3.2 Wie viele Migranten gibt es?
3.3 Problemfelder
3.3.1 Kolonialisierung
3.3.2 Bildungspolitik
3.3.3 Migranten als Problemverursacher?
4. Schnittstelle Sozialer Arbeit und Integrationspolitik?
4.1 Soziale Arbeit und Bildung
4.1.1 Vorstellung von Projekten und Aktionen
5. Fazit
6. Literaturangabe
1. Einleitung
Das Thema Integrationspolitik wurde gewählt, auf Grund der Aktualität, die dieses Jahr besonders durch die Erklärung von M. Böhmer „2011 – Jahr der Integration“ nochmals betont wurde. Das Thema gewann in den letzten Jahren beachtlich an Bedeutung, was vor allem auf die Ergebnisse der PISA-Studien und den demographischen Wandel zurück zu führen ist. (vgl. Filslinger, 2009, S.287)
Begründet in der Tatsache, dass ich in Berlin aufgewachsen bin, Migranten für mich „normale“ Mitschüler waren, die zu meinem gewohnten Umfeld gehörten und mehr die Schwierigkeiten zwischen West- und Ostberlin als Integrationsproblematik in meiner Schullaufbahn auftrat, habe ich mich dafür entschieden die Lage der Integrationspolitik in Berlin im Rahmen der Seminararbeit wissenschaftlich zu betrachten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Integration – Was ist das überhaupt?
3. Die Lage in Berlin
3.1 Wer regiert in Berlin?
3.1.1 Integrationsbeauftragte
3.2 Wie viele Migranten gibt es?
3.3 Problemfelder
3.3.1 Kolonialisierung
3.3.2 Bildungspolitik
3.3.3 Migranten als Problemverursacher?
4. Schnittstelle Sozialer Arbeit und Integrationspolitik?
4.1 Soziale Arbeit und Bildung
4.1.1 Vorstellung von Projekten und Aktionen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht wissenschaftlich die aktuelle Situation der Integrationspolitik in Berlin, mit einem besonderen Fokus auf die Schnittstellen zur Sozialen Arbeit im Bildungsbereich. Ziel ist es, die Herausforderungen der Integration vor Ort zu beleuchten und den Beitrag sozialpädagogischer Projekte kritisch zu hinterfragen.
- Grundlagen und Definition des Integrationsbegriffs
- Die politische und demografische Situation von Migranten in Berlin
- Systemische Probleme wie Kolonialisierung und bildungspolitische Hürden
- Kooperation von staatlichen Akteuren und Sozialer Arbeit
- Praxisbeispiele zur Förderung der Integration
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Kolonialisierung
Das vorherige Kapitel zeigt deutlich, dass die Mirganten in Berlin sehr ungleichmäßig in Berlin verteilt sind, deshalb wird oft davon gesprochen, dass sich Kolonien, Subkulturen bzw. Parallelgesellschaften bilden. Doch woran liegt das?
Als die Gastarbeiter geworben wurden, wurden Planungsräume für deren Unterbringung angelegt. Die Gastarbeiter sollten nicht in „Villenvierteln“ wie Zehlendorf untergebracht werden, sondern bekamen überwiegend Wohnraum an der Mauer zu Ostberlin. Besonders betroffen davon waren Bezirke wie Tiergarten (heute: Mitte), Neukölln und Kreuzberg, wo auch heute noch der Migrantenanteil besonders hoch ist. In einigen Kiezen dieser Bezirke sind die Migranten längst die Mehrheit und keine Minderheit mehr. Dadurch besteht die Gefahr, dass eine Subkultur entsteht, denn in diesen „Kolonien“ ist es nicht notwendig die deutsche Sprache zu beherrschen, um durch den Alltag zu kommen. (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 2010, S.5)
Doch nicht nur damals wurde zur Kolonialisierung beigetragen, sonder auch noch heute, da die Anzahl der Sozialwohnungen zurück geht und sich auf wenige Viertel begrenzt. Damit sind alle Sozialschwachen von der Kolonialisierung betroffen, wovon ein Großteil Migranten sind. Durch das „Zusammenferchen“ der Sozialschwachen entsteht eine hohes Konfliktpotenzial, da oft eine gewisse Grundunzufriedenheit herrscht. Gerade für Kinder ist dies von Nachteil, da sie meistens keine Vorstellung bekommen von einem geregelten Erwerbsleben. (vgl. Häußermann, 2006, S.14f)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Bedeutung der Berliner Integrationspolitik ein und legt den Fokus der Arbeit auf die Schnittstelle zwischen Integration und Bildungsbereich unter Berücksichtigung sozialer Arbeit.
2. Integration – Was ist das überhaupt?: Das Kapitel klärt den Begriff der Integration aus verschiedenen fachlichen Perspektiven und betont den Prozesscharakter sowie die gesamtgesellschaftliche Verantwortung.
3. Die Lage in Berlin: Es wird die politische Zuständigkeit, die demografische Verteilung von Migranten und zentrale Problemfelder wie Wohnraumkonzentration und bildungspolitische Benachteiligung analysiert.
4. Schnittstelle Sozialer Arbeit und Integrationspolitik?: Dieses Kapitel untersucht, wie Soziale Arbeit staatliche Integrationskonzepte durch konkrete Netzwerke und Projekte im Bildungsbereich praktisch umsetzt und unterstützt.
5. Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz der Berliner Integrationspolitik, unterstreicht die Notwendigkeit langfristiger Investitionen und hinterfragt die oft zu starke Betonung des Migrationshintergrunds im Vergleich zu anderen sozialen Faktoren.
Schlüsselwörter
Integration, Integrationspolitik, Berlin, Soziale Arbeit, Bildungspolitik, Migranten, Gastarbeiter, Kolonialisierung, Parallelgesellschaft, Partizipation, Bildungsabschluss, Sozialraum, Netzwerkarbeit, Sprachförderung, Chancengleichheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Analyse der Integrationspolitik in Berlin und der zentralen Rolle, die die Soziale Arbeit dabei einnimmt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Wohnsituation von Migranten, dem Bildungssystem, der Rolle der Integrationsbeauftragten und dem Beitrag verschiedener sozialer Projekte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Schnittstelle zwischen politischer Vorgabe und praktischer Umsetzung durch Soziale Arbeit aufzuzeigen sowie die Wirksamkeit aktueller Maßnahmen im Bildungsbereich zu bewerten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Berichten des Berliner Senats.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil analysiert die politische Steuerung, demografische Daten in Berliner Bezirken, die Problematik der "Kolonialisierung" sowie spezifische Bildungs- und Integrationsprojekte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen gehören Integration, Migrationshintergrund, soziale Arbeit, Bildungsgerechtigkeit und der Berliner Senat.
Warum wird der Begriff "Migranten" statt "Personen mit Migrationshintergrund" verwendet?
Die Autorin wählt diesen Begriff bewusst, um Stigmatisierungen zu vermeiden, die sie mit der offiziell gängigen Bezeichnung verbindet.
Welche Bedeutung hat das "Wohnortprinzip" für die Integration?
Das Wohnortprinzip führt dazu, dass Kinder vor allem Schulen in ihrer direkten Umgebung besuchen, was in Wohngebieten mit hohem Migrantenanteil zu einer sprachlichen Isolation in der Schule führen kann.
- Arbeit zitieren
- Siri Boehlke (Autor:in), 2011, 2011 – Jahr der Integration , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207682