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Zum Studium in Deutschland

Interkulturelles Orientierungstraining für amerikanische Austauschstudenten

Titre: Zum Studium in Deutschland

Livre Spécialisé , 1995 , 160 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Diplom-Psychologe Richard Markowsky (Auteur), Alexander Thomas (Hrsg.) (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Anhand beispielhafter Interaktionssituationen zwischen Deutschen und Amerikanern werden zentrale Verhaltensweisen von Deutschen vermittelt und in einen kulturhistorischen Kontext eingebunden. Der Leser erhält Antwort auf die Frage, warum sich die Deutschen in den geschilderten Situationen genau so und nicht anders verhalten haben. So wird allein oder in der Gruppe schrittweise die Fähigkeit trainiert, Situationen und Verhaltensreaktionen aus deutscher Sicht zu interpretieren. Primäre Zielgruppe des Trainings sind amerikanische Studenten, aber auch Schüler und Praktikanten können sich damit effektiv auf einen Deutschlandaufenthalt vorbereiten. Von Nutzen ist das Training auch für junge Deutsche, die einen längeren USA-Aufenthalt planen: Es werden deutsche Verhaltensweisen thematisiert, die für Amerikaner befremdlich, unverständlich und konfliktträchtig sind. So manches Mißverständnis läßt sich so von vorne herein vermeiden. Außerdem richtet sich das Training an alle, die sich mit Fragen zum deutsch-amerikanischen Kulturvergleich beschäftigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Zielsetzung und theoretischer Hintergrund des Trainings

Zur Entwicklung des Trainings

Aufbau und Ablauf des Trainings

Tips für einen erfolgreichen Einsatz des Trainings

Das Training

Erste Trainingseinheit: Fremde oder Freunde?

Zweite Trainingseinheit: Direktheit und Diskussionen

Dritte Trainingseinheit: Regeln, Regeln, Regeln

Vierte Trainingseinheit: Professoren, Chefs und Polizisten

Fünfte Trainingseinheit: Planung ist das halbe Leben!

Sechste Trainingseinheit: Was tun, wenn es eng wird?

Siebte Trainingseinheit: My home is my castle!

Achte Trainingseinheit: Haben und Sein

Neunte Trainingseinheit: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Zehnte Trainingseinheit: Emanzipation auf dem Vormarsch?

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, amerikanischen Studierenden durch das Culture-Assimilator-Trainingsverfahren ein tieferes Verständnis für zentrale deutsche Kulturstandards zu vermitteln. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie interkulturelle Missverständnisse im deutschen Alltag durch eine veränderte Attribution – also eine kulturadäquate Interpretation von Verhaltensweisen – vermieden werden können.

  • Vermittlung kulturhistorischer Hintergründe für spezifische Verhaltensweisen.
  • Analyse und Dekonstruktion von Alltagssituationen, die für Amerikaner konflikthaft sind.
  • Sensibilisierung für deutsche Konzepte wie Privatsphäre, Direktheit und Regelorientierung.
  • Training der interkulturellen Handlungskompetenz durch beispielhafte Episoden.

Auszug aus dem Buch

Zielsetzung und theoretischer Hintergrund des Trainings

„Andere Länder, andere Sitten" lautet ein deutsches Sprichwort. Diese Feststellung bildet die Grundlage des vorliegenden Trainings. Es wird davon ausgegangen, dass zwischen verschiedenen Kulturen nicht nur in offensichtlichen Bereichen wie Architektur, Kunst, Kleidung, Essen oder Brauchtum Unterschiede bestehen, sondern auch im Denken, Fühlen und Handeln ihrer Angehörigen. Die Kultur, in der ein Mensch aufgewachsen ist, beeinflusst nachhaltig die Art und Weise, wie er seine Umwelt wahrnimmt, wie er sich gegenüber seinen Mitmenschen verhält und wie er deren Handlungen beurteilt. Auch welche Ziele für ihn von Bedeutung sind, was er von anderen erwartet, was er als richtig, normal, provokant oder falsch empfindet, ist abhängig von seiner Heimat-Kultur. Als Maßstab dienen stets übergeordnete Werte, Normen und Einstellungen, die von den Angehörigen der eigenen Kultur geteilt werden.

Solche Werte, Normen und Einstellungen, die sich in einer Kultur besonders umfassend auf Wahrnehmung, Denken, Urteilen und Handeln ihrer Angehörigen auswirken, werden als zentrale Kulturstandards bezeichnet. Kulturstandards sind also die spezifischen Spielregeln des gesellschaftlichen Lebens innerhalb einer Kultur.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Dieser Abschnitt erläutert die theoretischen Grundlagen des Trainings, insbesondere das Konzept der Kulturstandards und die Methode des Culture-Assimilators zur Förderung interkultureller Kompetenz.

Erste Trainingseinheit: Fremde oder Freunde?: Hier wird der Kulturstandard der „Interpersonalen Distanzdifferenzierung“ behandelt, der das Konfliktpotenzial bei der Kontaktaufnahme zwischen Deutschen und US-Amerikanern thematisiert.

Zweite Trainingseinheit: Direktheit und Diskussionen: Dieser Teil widmet sich dem Kulturstandard „Direktheit interpersonaler Kommunikation“, wobei erklärt wird, warum in Deutschland der Inhaltsaspekt Vorrang vor dem Beziehungsaspekt hat.

Dritte Trainingseinheit: Regeln, Regeln, Regeln: Hier steht der Kulturstandard der „Regelorientierung“ im Mittelpunkt, der das deutsche Verständnis von Ordnung und bürokratischer Präzision beleuchtet.

Vierte Trainingseinheit: Professoren, Chefs und Polizisten: Dieser Abschnitt behandelt den Kulturstandard „Autoritätsdenken“ und das damit verbundene hierarchische Gefälle im Umgang mit Autoritätspersonen.

Fünfte Trainingseinheit: Planung ist das halbe Leben!: Hier wird das „Organisationsbedürfnis“ als deutscher Kulturstandard analysiert, der die Notwendigkeit von langfristiger Planung zur Risikominimierung hervorhebt.

Sechste Trainingseinheit: Was tun, wenn es eng wird?: Dieser Abschnitt thematisiert den Kulturstandard „Körperliche Nähe“ und den unbefangenen Umgang mit räumlicher Distanz in einem dicht besiedelten Land.

Siebte Trainingseinheit: My home is my castle!: Hier wird der „Abgegrenzte Privatbereich“ als zentraler Standard dargestellt, der den hohen Schutzwert der eigenen vier Wände betont.

Achte Trainingseinheit: Haben und Sein: Dieser Teil beleuchtet das „Persönliche Eigentum“ als integralen Bestandteil der Privatsphäre und das daraus resultierende Bedürfnis nach Respekt vor materiellen Gütern.

Neunte Trainingseinheit: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!: Dieser Abschnitt fokussiert auf das „Pflichtbewusstsein“ und die Erwartung an Selbstdisziplin und Arbeitsmoral im deutschen Wertesystem.

Zehnte Trainingseinheit: Emanzipation auf dem Vormarsch?: Abschließend wird der Kulturstandard „Geschlechtsrollendifferenzierung“ untersucht, um die noch existenten traditionellen Rollenmodelle in Deutschland zu erklären.

Schlüsselwörter

Kulturstandard, interkulturelles Lernen, Culture-Assimilator, Attribution, interkulturelle Handlungskompetenz, Distanzdifferenzierung, Regelorientierung, Autoritätsdenken, Organisationsbedürfnis, Privatsphäre, Deutschland-Aufenthalt, Kommunikation, Sozialverhalten, Rollenverständnis, Pflichtbewusstsein.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet ein interkulturelles Orientierungstraining an, das speziell US-amerikanische Austauschstudenten dabei unterstützt, den deutschen Alltag besser zu verstehen und Missverständnisse zu vermeiden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Identifikation und Erläuterung deutscher Kulturstandards wie Regelorientierung, Distanzdifferenzierung, Direktheit und Organisationsbedürfnis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Fähigkeit der Teilnehmer zu trainieren, fremdkulturelles Verhalten durch das Erlernen der zugrundeliegenden Werte zutreffend zu attribuieren, um so Belastungen während eines Auslandsaufenthalts abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Das Training basiert auf dem Culture-Assimilator-Verfahren, das durch die Präsentation von Fallbeispielen (Episoden) und anschließende Multiple-Choice-Rückmeldungen arbeitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zehn Trainingseinheiten, die jeweils einen zentralen deutschen Kulturstandard durch spezifische Episoden, Feedback-Rückmeldungen und kulturhistorische Erläuterungen vertiefen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kulturstandard, interkulturelles Training, Attribution, Distanzdifferenzierung und Pflichtbewusstsein.

Warum ist die „interpersonale Distanzdifferenzierung“ für Amerikaner so schwierig?

Amerikaner empfinden die anfängliche Distanziertheit und Zurückhaltung der Deutschen oft als Ablehnung oder Unfreundlichkeit, da sie ein schnelleres, offeneres Aufeinanderzugehen gewohnt sind.

Wie sollte man als Student auf die „Direktheit“ in deutschen Diskussionen reagieren?

Man sollte sie nicht als persönlichen Angriff werten, sondern als Zeichen von Sachlichkeit und Ehrlichkeit, wobei die inhaltliche Argumentation stets über dem Beziehungsaspekt steht.

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Résumé des informations

Titre
Zum Studium in Deutschland
Sous-titre
Interkulturelles Orientierungstraining für amerikanische Austauschstudenten
Université
University of Regensburg
Note
1,0
Auteurs
Diplom-Psychologe Richard Markowsky (Auteur), Alexander Thomas (Hrsg.) (Auteur)
Année de publication
1995
Pages
160
N° de catalogue
V207787
ISBN (ebook)
9783656353850
ISBN (Livre)
9783656354215
Langue
allemand
mots-clé
Psychologie interkulturelle Psychologie Kulturpsychologie Deutschland USA AMerika Kultur Kulturstandard Studenten Kulturtraining Culture Assimilator interkulturelles Training interkulturelles Handeln interkulturelles Management Richard Markowsky Alexander Thomas Kulturvergleich Kulturschock Culture intercultural training intercultural psychology
Sécurité des produits
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Citation du texte
Diplom-Psychologe Richard Markowsky (Auteur), Alexander Thomas (Hrsg.) (Auteur), 1995, Zum Studium in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207787
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Extrait de  160  pages
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