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Die neue Regulierung von Banken nach der Finanzkrise

Título: Die neue Regulierung von Banken nach der Finanzkrise

Trabajo , 2012 , 22 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Ina Schäfer (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Am 16. Dezember 2010 veröffentlichte der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht ein Maßnahmenpaket zur strengeren Regulierung des Bankensektors, das unter dem Namen Basel III Bekanntheit erlangte. Mit diesem Regelwerk kommt der Ausschuss dem Anweisungen der G20 Staats- und Regierungschefs nach, die Kapitalausstattung der Finanzinstitute zu verbessern und diese, insbesondere in Krisenzeiten, widerstandsfähiger zu machen. Der Schwerpunkt des Konsultationspapieres „Basel III: Ein globaler Regulierungsrahmen für widerstandfähige Banken und Bankensysteme“ liegt vor allem in der Stärkung der Qualität und Quantität des Eigenkapitals. Die resultierenden strengeren Eigenkapitalanforderungen wiesen Interdependenzen auf, die sich negativ auf die Zielrichtung auswirkten. Zum einen soll das Eigenkapital aus Instrumenten bestehen, die eine volle Verlustteilnahme garantieren und somit zur Stabilität des Finanzsystems beitragen. Zum anderen verringern die höheren Kapitalanforderungen die Bilanzaktiva, worauf höhere Kapitalquoten resultieren, die in eine schwächere Kreditversorgung münden und die Erholung der Wirtschaft nach der Finanzkrise gefährden. Ein zentrales Ziel bei der Ausarbeitung des Regelwerkes war es folglich die gegenläufigen Effekte soweit wie möglich zu eliminieren, indem weitere Konzepte wie die Kapitalpolster entwickelt wurden, um eine längerfristige Kapitalerhaltung zu ermöglichen. Um die Versorgung der Realwirtschaft mit Krediten nicht zu gefährden, wurden angemessene Übergangszeiten und Vertrauensschutzregelungen einbezogen. Eine ausführliche Darstellung im Hinblick auf die neuen Eigenkapitalanforderungen bietet das Kapitel 2.
Mit der Einführung der Leverage Ratio hat der Baseler Ausschuss ein unbekanntes Terrain betreten, woraufhin die Auswirkungen auf risikoarme Geschäftsmodelle und unterschiedliche Rechnungslegungssysteme in einer festgelegten Beobachtungsphase überprüft und Anpassungen vorgenommen werden sollen. Die Ausführungen zu der Leverage Ratio und eine kritische Ansichtsweise sind im Kapitel 3 zu finden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Neue Kapitalstandards nach Basel III

2.1 Motivation zur Verbesserung der Eigenkapitalregelung

2.2 Zusammensetzung des regulatorischen Eigenkapitals

2.2.1 Hartes Kernkapital

2.2.2 Zusätzliches Kernkapital

2.2.3 Ergänzendes Eigenkapital

2.3 Kapitalabzugsposten

2.4 Kapitalpolster

2.4.1 Kapitalerhaltungspolster

2.4.2 Antizyklischer Kapitalpolster

2.5 Implementierung der Kapitalstruktur

2.6 Kritsche Betrachtung der Kapitalanforderungen

3. Höchstverschuldungsquote (Leverage Ratio)

3.1 Motivation zur Einführung einer Leverage Ratio

3.2 Zusammensetzung und Implementierung der Leverage Ratio

3.4 Kritische Betrachtung der Leverage Ratio

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die regulatorischen Neuerungen nach der Finanzkrise, insbesondere die Einführung der Kapitalstandards gemäß Basel III und der ergänzenden Höchstverschuldungsquote (Leverage Ratio), um die Widerstandsfähigkeit von Banken zu stärken und systemische Risiken zu begrenzen.

  • Neudefinition des regulatorischen Eigenkapitals und seiner Kategorien.
  • Einführung und Funktionsweise von Kapitalpolstern zur Stabilitätssicherung.
  • Die Rolle der Leverage Ratio als risikounabhängiges Aufsichtsinstrument.
  • Implementierungsprozesse und Übergangsregelungen im Bankensektor.
  • Kritische Würdigung der Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Wettbewerb.

Auszug aus dem Buch

2.2 Zusammensetzung des regulatorischen Eigenkapitals

Das regulatorische Eigenkapital in dem Regelwerk Basell III wurde im Vergleich zu Basel II vollständig überarbeitet und entsprechend neu definiert. Das regulatorische Eigenkapital besteht nun aus drei Kapitalkategorien, dem harten Kernkapital, zu dem das harte und das zusätzliche Kernkapital zählen, und dem Ergänzungskapital, die in den folgenden Kapiteln beschrieben werden. Die bisher dem Eigenkapital zurechenbaren Drittrangmittel stellen nicht mehr ein aufsichtsrechtliches Kapitalinstrument dar und auch das Ergänzungskapital wird nicht mehr wie früher in 1. Klasse und 2. Klasse unterschieden. Dabei nimmt das harte Kernkapital die qualitativ höchste Kapitalstufe ein, gefolgt vom zusätzlichen Kernkapital und dem Ergänzungskapital.

Nach Abzug der regulatorischen Anpassungen steigt das harte Kernkapital von zwei Prozent auf 4,5 Prozent der RWA. Die gesamte Kernkapitalquote muss mindestens sechs Prozent der RWA betragen, wobei 1,5 Prozent auf das ergänzende Kernkapital entfallen. Das Ergänzungskapital sinkt von vier auf zwei Prozent. Somit ergibt sich weiterhin eine regulatorische Gesamteigenkapitalquote von acht Prozent der RWA. Die einzelnen Kapitalinstrumente können, durch die im Regelwerk aufgestellten Klassifizierungskriterien, eindeutig der entsprechenden Kapitalkategorie zugeordnet werden. Die Intention dieser einheitlichen Definitionen ist, in Zukunft keinen regulatorischen Spielraum mehr bei der Zuordnung zum Eigenkapital zuzulassen.

Bei der Ausarbeitung der Klassifizierungsmerkmale der einzelnen Kapitalkategorien wurden von der Aufsicht im Wesentlichen drei Aspekte in den Vordergrund gestellt. Zum einen sollen die Finanzinstrumente eine vollständige Verlustteilnahme gewähren, zum anderen dem Geschäftsbetrieb der Bank durch einen dauerhaften Verbleib dienen, und als letzes wurde der Fokus auf die Werterhaltung des Eigenkapitals gelegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Basel III Regelwerks als Reaktion auf die Finanzkrise und dessen Zielsetzung zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung.

2. Neue Kapitalstandards nach Basel III: Detaillierte Analyse der neuen Eigenkapitalstrukturen, der verschiedenen Kapitalstufen, Pufferkonzepte und der Implementierungsprozesse.

3. Höchstverschuldungsquote (Leverage Ratio): Erläuterung der Motivation, Zusammensetzung und der kritischen Aspekte der risikounabhängigen Leverage Ratio als Ergänzung zu den risikobasierten Anforderungen.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Regulierungsmaßnahmen hinsichtlich ihrer Effektivität und der Notwendigkeit einer konsistenten internationalen Umsetzung.

Schlüsselwörter

Basel III, Eigenkapital, Kernkapital, Kapitalpolster, Leverage Ratio, Bankenregulierung, Finanzkrise, RWA, Verlustabsorption, Eigenkapitalquote, Finanzstabilität, Risikomanagement, Offenlegung, Aufsichtsrecht, Basel II.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den neuen regulatorischen Anforderungen an Banken nach der Finanzkrise, primär mit den Basel III-Standards und der Einführung der Leverage Ratio.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Neudefinition des Eigenkapitals, der Einführung antizyklischer und erhaltungsorientierter Kapitalpolster sowie der Implementierung der Leverage Ratio.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse, wie die neuen Standards die Widerstandsfähigkeit des Bankensektors erhöhen sollen, ohne dabei die Kreditversorgung der Realwirtschaft zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Analysearbeit der Baseler Konsultationspapiere sowie ergänzender bankbetriebswirtschaftlicher Fachpublikationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Eigenkapitalzusammensetzung, die Funktionsweise der Kapitalpolster und die kritische Auseinandersetzung mit der Leverage Ratio.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Basel III, Kapitalqualität, Leverage Ratio, Prozyklizität, RWA und regulatorische Anpassungen.

Warum wurde die Leverage Ratio überhaupt eingeführt?

Die Leverage Ratio dient als risikounabhängiges Backstop-Instrument, um eine übermäßige Verschuldung zu verhindern, die durch reine Modellierung von Risiken (wie bei Basel II) nicht ausreichend begrenzt werden konnte.

Welche Rolle spielt die Übergangsphase für Banken?

Die Übergangsphase soll den Banken ermöglichen, sich schrittweise an die strengeren Kapitalquoten anzupassen, ohne die Kreditvergabe abrupt zu verringern.

Wie werden die Kapitalpolster in Krisenzeiten genutzt?

Die Kapitalpolster dienen dazu, Verluste in Stressphasen aufzufangen, ohne dass die Bank sofort die Mindestkapitalanforderungen unterschreitet und regulatorische Sanktionen riskiert.

Welche Bedenken werden hinsichtlich der Leverage Ratio geäußert?

Kritisiert wird, dass sie risikoarme Banken benachteiligen kann und aufgrund unterschiedlicher Rechnungslegungsstandards (IFRS vs. US-GAAP) zu Wettbewerbsverzerrungen führen könnte.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Die neue Regulierung von Banken nach der Finanzkrise
Universidad
University of Cologne  (Seminar für ABWL und Bankbetriebslehre )
Curso
Hauptseminar Banken
Calificación
2,3
Autor
Ina Schäfer (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
22
No. de catálogo
V207818
ISBN (Ebook)
9783656350804
ISBN (Libro)
9783656350866
Idioma
Alemán
Etiqueta
regulierung banken finanzkrise
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ina Schäfer (Autor), 2012, Die neue Regulierung von Banken nach der Finanzkrise, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207818
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