1. Einleitung...................................................................2
2. Der Begriff des Islam nach dem kalten Krieg ein Überblick....................3
3. Verschränkung von Islam und Migration: zwei deutsche Beispiele
3.1. Die deutsche Muslimstudie 2007...........................................5
3.2. Große Anfrage der CDU/CSU im deutschen Bundestag 2001....................7
4. Das Bild des Islam als antiwestliche Ideologie im niederländischen neuen
Rechtspopulismus
4.1. Zum Begriff des neuen Rechtspopulismus...................................8
4.2. Rassismus der alten Rechten, Kulturalismus der neuen?....................9
4.3. Rechtspopulismus in den Niederlanden - die Vorgänger von Geert Wilders...10
4.4 Geert Wilders und der Islam als gefährliche Ideologie....................11
4.5 Allochthone in den Niederlanden..........................................12
5. Abschließende Betrachtungen
5.1. Feststellungen...........................................................14
5.2. Schlussfolgerungen.......................................................15
6. Literatur....................................................................17
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Begriff des Islam nach dem kalten Krieg – ein Überblick
3. Verschränkung von Islam und Migration, zwei Deutsche Beispiele
3.1 Das Beispiel der deutschen Muslimstudie 2007
3.2. Große Anfrage der CDU/CSU im deutschen Bundestag 2001
4. Das Bild des Islam als antiwestliche Ideologie im niederländischen neuen Rechtspopulismus
4.1. Zum Begriff des neuen Rechtspopulismus
4.2. Rassismus der alten Rechten, Kulturalismus der neuen ?
4.3. Rechtspopulismus in den Niederlanden – die Vorgänger von Geert Wilders
4.4. Geert Wilders und der Islam als gefährliche Ideologie
4.5. Allochthone in den Niederlanden
5. Abschließende Betrachtungen
5.1 Feststellungen
5.2 Schlussfolgerungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel europäischer politischer Diskurse von einem naturalistischen zu einem kulturalistischen Nationalismus, wobei der Fokus auf der Instrumentalisierung des Islambilds durch rechtspopulistische Akteure in den Niederlanden und Deutschland liegt. Das Ziel besteht darin, die Mechanismen aufzudecken, durch die der Islam als vermeintlicher Gegenpol zur westlichen Identität konstruiert und für populistische Machtinteressen instrumentalisiert wird.
- Wandel des Kulturbegriffs in der Politik nach dem Kalten Krieg
- Verschränkung von Islam und Integrationspolitik als politische Strategie
- Die Rhetorik des neuen Rechtspopulismus und die Konstruktion eines antiislamischen Kulturalismus
- Fallbeispiel Niederlande: Die Rolle von Geert Wilders und der Begriff "Allochthone"
- Kritische Analyse der Identitätskonstruktionen und der gesellschaftlichen Folgen
Auszug aus dem Buch
4. Das Bild des Islam als antiwestliche „Kultur“ im neuen Rechtspopulismus
Die konstruierte Verbindung vom Islam mit seinen als gefährlich empfundenen Aspekten und Integration wird sowohl von gemäßigten Parteien, als auch jenen des neuen Rechtspopulismus vorgenommen. Letztere nutzten diese Verbindung in den vergangenen zwei Jahrzehnten erfolgreich, um sich politisch wieder in Stellung zu bringen. Sie spielen so eine tragende Rolle in einem antiislamischen Kulturalismus.
4.1.
Helmut Dubiel bezeichnete Populismus als „zynische Instrumentalisierung unaufgeklärter Bewusstseinspotenziale“18; mit anderen Worten also als die Ausnutzung von reflexartiger emotionaler Reaktionen von Teilen der Gesellschaft für politische Machtinteressen. Populismus ist eines der wenigen Beispiele, in denen ein Terminus aus der Wissenschaft Eingang in die Umgangssprache fand19. Das jedoch bringt das Phänomen mit sich, dass der Begriff in verschiedenen Bedeutungsinhalten verwendet wird und im öffentlichen Diskurs oft unscharf umrissen benutzt wird. So ist eines der wenigen übereinstimmenden Merkmale verschiedener Populismen, dass Aussagen des populistischen Akteurs weniger problemlösungsorientiert sind, als dass sie zum Ziel haben, die Stimmung einer Gesellschaft zu nutzen, um ein Potenzial der Macht aufzubauen. Die Möglichkeit dies zu tun, bietet sich nun vor allem in Phasen eines gesellschaftlichen Unwillens als Reaktion auf Brüche im status quo.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen der zunehmenden Islamkritik in Europa ein und stellt die These auf, dass ein Wandel vom naturalistischen zum kulturalistischen Nationalismus stattfindet.
2. Der Begriff des Islam nach dem kalten Krieg – ein Überblick: Dieses Kapitel analysiert die Aufwertung des Kulturbegriffs nach dem Ende des bipolaren Weltbildes und die Rolle von Huntington's „Clash of Cultures“.
3. Verschränkung von Islam und Migration, zwei Deutsche Beispiele: Anhand einer Großen Anfrage und einer Regierungsstudie wird aufgezeigt, wie der Islam in deutschen Integrationsdebatten als zentraler Bezugspunkt etabliert wird.
4. Das Bild des Islam als antiwestliche Ideologie im niederländischen neuen Rechtspopulismus: Der Hauptteil untersucht die rechtspopulistische Rhetorik in den Niederlanden und die Instrumentalisierung des Islams durch Akteure wie Geert Wilders.
5. Abschließende Betrachtungen: Das Fazit fasst zusammen, dass die Verquickung von Religion und säkularen Problemen den Nährboden für kulturalistischen Nationalismus bereitet und plädiert für eine soziale statt einer kulturellen Perspektive auf Integrationsfragen.
Schlüsselwörter
Kulturalismus, Rechtspopulismus, Islam, Nationalismus, Identitätspolitik, Integration, Geert Wilders, Allochthone, Kalter Krieg, Kulturkampf, Ideologie, Migrationsdebatte, Neue Rechte, Demokratie, soziale Teilhabe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie der Islam in der europäischen Politik als politischer Gegenpol konstruiert und instrumentalisiert wird, um einen Wandel hin zu einem kulturalistischen Nationalismus zu vollziehen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?
Die zentralen Felder sind der rechtspopulistische Diskurs, die Verschränkung von Migration und Religionspolitik, sowie die historische Entwicklung des Islamverständnisses nach dem Kalten Krieg.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und warum der Islam als "Bedrohung" für die westliche Wertegemeinschaft gerahmt wird und welchen Nutzen rechtspopulistische Akteure aus dieser Rhetorik ziehen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit verwendet eine diskursanalytische Methode, indem sie politische Reden, parlamentarische Anfragen und staatliche Studien aus Deutschland und den Niederlanden untersucht.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Publikation?
Im Hauptteil werden zunächst zwei deutsche Fallbeispiele analysiert, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung des niederländischen Rechtspopulismus, insbesondere am Beispiel von Geert Wilders und dem Begriff der „Allochthonen“.
Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die zentralen Schlagworte sind Kulturalismus, Rechtspopulismus, Integration, Islam-Instrumentalisierung und Identitätskonstruktion.
Warum wird in der Arbeit der Begriff "Allochthon" problematisiert?
Der Begriff, ursprünglich aus der Geologie, hat im niederländischen Diskurs eine Bedeutungsverschiebung erfahren, die heute primär zur Stigmatisierung der muslimischen Bevölkerung genutzt wird.
Welche Rolle spielt der Kalte Krieg für das heutige Islambild?
Die Autorin argumentiert, dass die Unterstützung islamistischer Kräfte während des Kalten Krieges ungewollt zur Stärkung extremistischer Strukturen beitrug, deren mediale Wahrnehmung nach 2001 zur heutigen negativen Assoziation beitrug.
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- Falk Bolde (Author), 2012, Kulturalistischer Nationalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207843