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Das Kooperative Lernen als eine Methode für das Interkulturelle Lernen

Title: Das Kooperative Lernen als eine Methode für das Interkulturelle Lernen

Seminar Paper , 2012 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor Jeanette Michalak (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Die Tatsache, dass seit Jahren das Thema Integration unseren Alltag prägt und dass die Kinder der Gastarbeiterfamilien, die nun in der 2. und 3. Generation bereits hier leben, einen zum Teil sehr hohen Schüleranteil bis zu 100% stellen, hat mich dazu bewegt, mich mit diesem Thema genauer auseinanderzusetzen.
Im Lehramtsstudium wird zum Bereich des „Interkulturellen Lernens“ leider viel zu wenig, oder sogar gar nichts, vermittelt, obwohl es dazu eigentlich einschlägige Literaturangebote und Forschungsarbeiten gibt. Dies trägt dem Umstand sorge, dass diesem wichtigen Thema, der den Lehreralltag im starken Maße prägt, leider nur sehr wenig Beachtung geschenkt wird. Es wird mehr über dieses Thema diskutiert, als dass wirkliche Lösungsvorschläge gemacht werden.
Hinzu kommt, dass die meisten Menschen davon ausgehen, dass Kinder mit Migrationshintergrund aus bildungsfernen Familien stammen, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, und somit eh einen unteren Rang in der sozialen Skala einnehmen. Selbiges betrifft auch die Sprachkenntnisse. Wenn z. B. türkischstämmige Kinder code-switching zwischen der deutschen und der türkischen Sprache betreiben und keine im deutschen grammatikalisch korrekten Sätze bilden, hat das oftmals nichts damit zu tun, dass sie die deutsche Sprache nicht beherrschen, sondern dass sie Teil zweier verschiedensprachiger Kulturen sind.
Es müssen auch vermehrt die (angehenden) Lehrkräfte im Umgang mit Heterogenität3 geschult und für verschiedene Kulturen sensibilisiert werden. Es sollte zumindest ein Grundverständnis für die jeweilige Kultur vorhanden sein und die Breitschaft sich mit dieser offen auseinandersetzen zu wollen. Hinzu kommt, dass dies auch einen wichtigen Beitrag gegen Rassismus leistet, der ja leider wieder verstärkt in den Fokus rückt. SchülerInnen werden für das Thema Interkulturalität sensibilisiert und sollen dies nicht mehr als Nachteil, sondern als Chance begreifen.
Nichtsdestotrotz will ich die Tatsache nicht verschleiern, dass Schulleistungsstudien mehrmals verifiziert haben, „dass Schülerinnen und Schüler aus zugewanderten Familien deutlich geringere Bildungsabschlüsse erzielen als Kinder und Jugendliche der autochthonen Bevölkerung (...).
Und genau hier soll diese Arbeit ansetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interkulturelles Lernen im Kontext Schule

2.1. Vorurteile

2.2. Das Kooperative Lernen als Methode für das Interkulturelle Lernen

2.3. Das Grundprinzip des Kooperativen Lernens

3. Die Placemat-Methode

3.1. Der spezifische Ablauf der Placemat-Methode

4. Unterrichtsmodell (Schema) nach der Placemat-Methode

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Unterrichtsmethode des Kooperativen Lernens – konkret die Placemat-Methode – geeignet ist, um interkulturelles Lernen im schulischen Kontext zu fördern und Vorurteilen entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Stärkung der Sozialkompetenz und des Selbstwertgefühls bei Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund.

  • Analyse der Bedeutung von Vorurteilen im Schulalltag
  • Grundlagen und Basisbausteine des Kooperativen Lernens
  • Eignung der Placemat-Methode für interkulturelle Lernprozesse
  • Entwicklung eines exemplarischen Unterrichtskonzepts für das Fach Deutsch
  • Förderung eines positiven Klassenklimas durch strukturierte Gruppenarbeit

Auszug aus dem Buch

3.1. Der spezifische Ablauf der Placemat-Methode

Die Placemat-Methode kann grundsätzlich in vier Phasen untergliedert werden:

1. Phase der Gruppenfindung

Hierbei finden sich die SuS vorzugsweise in 4er Teams zusammen und erhalten einen großen Bogen Papier (Postergröße). Die Gruppenauswahl kann nach verschiedenen Kriterien erfolgen, z. B. nach Freundschaft, Sitznachbarn, Losen, Geburtsdaten etc.

2. Phase der Einzel-/ Stillarbeit

Auf dem großen Bogen Papier wird das so genannte Placemat aufgezeichnet (s. Abb.2). Jedes Außenfeld wird von einem Schüler oder einer Schülerin bearbeitet, indem der/die Schüler/in dort seine Gedanken/Ideen zum vorgegebenen Thema notiert. Die persönlichen Notizen werden von dem jeweiligen Gruppenmitglied unterschrieben.

3. Phase der Gruppenarbeit

Nach der Stillarbeitsphase werden die individuellen Antworten/Ergebnisse in der Gruppe ausgetauscht und ausgewertet. Hierzu wird das Blatt gedreht, damit jedes Gruppenmitglied die Antworten der anderen Gruppenmitglieder zur Kenntnis nehmen kann. Hierbei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede deutlich werden. Sie sollen sich auf ein gemeinsames Ergebnis einigen, welches in das mittlere Feld eingetragen wird.

4. Phase der Auswertung /Ergebissicherung

Zum Schluss präsentieren alle Gruppen/Teams ihre Ergebnisse. Die Präsentation und Ergebnissicherung lässt viel Spielraum zu. Es kann für die Präsentation ein Gruppensprecher erwählt werden, was vor allem ängstlicheren SuS zugute kommt oder jeder trägt z. B. einen Punkt vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von interkulturellem Lernen im Schulalltag und formuliert die Forschungsfrage zur Eignung des Kooperativen Lernens.

2. Interkulturelles Lernen im Kontext Schule: Dieses Kapitel analysiert die Problematik von Vorurteilen und die pädagogische Bedeutung von Kooperativem Lernen als Methode zur Förderung sozialer Kompetenzen.

3. Die Placemat-Methode: Hier wird der theoretische Hintergrund und die methodische Struktur der Placemat-Methode als Werkzeug des Kooperativen Lernens detailliert vorgestellt.

4. Unterrichtsmodell (Schema) nach der Placemat-Methode: Dieses Kapitel präsentiert ein konkretes, vierphasiges Unterrichtskonzept für eine 3./4. Klasse zum Thema interkulturelle Vielfalt.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Eignung des Kooperativen Lernens als effektives Mittel zur Förderung eines respektvollen Miteinanders in multikulturellen Klassen.

Schlüsselwörter

Interkulturelles Lernen, Kooperatives Lernen, Placemat-Methode, Vorurteile, Migration, Integration, Sozialkompetenz, Schulerfolg, Sprachkenntnisse, Heterogenität, Bildungsferne, Gruppenarbeit, Selbstwertgefühl, Unterrichtsmodell, Multikulturelle Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Kooperativen Lernens, insbesondere der Placemat-Methode, im Kontext des interkulturellen Lernens an Schulen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind der Abbau von Vorurteilen, die Förderung sozialer Kompetenzen und die Integration von Schülern mit Migrationshintergrund.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu zeigen, wie durch Kooperatives Lernen ein positives Miteinander in heterogenen Lerngruppen gestärkt und die eigene interkulturelle Kompetenz entwickelt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die mit der Ausarbeitung eines praxisorientierten Unterrichtskonzepts (Schema) kombiniert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum interkulturellen Lernen und eine detaillierte Erläuterung sowie Anwendungsplanung der Placemat-Methode.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind interkulturelles Lernen, Kooperatives Lernen, Placemat-Methode, Vorurteile, Migration und soziale Kompetenz.

Warum ist das Konzept der "Phase der Gruppenfindung" für die Placemat-Methode wichtig?

Sie ist entscheidend, um durch eine bewusste Gruppenzusammensetzung heterogene Teams zu bilden, die als Grundlage für den späteren sozialen Austausch dienen.

Wie unterscheidet sich die Placemat-Methode von herkömmlicher Gruppenarbeit?

Durch die feste Struktur (Einzelarbeit gefolgt von Gruppenaustausch) wird sichergestellt, dass jeder Schüler seine eigenen Gedanken einbringt, bevor ein gemeinsames Gruppenergebnis erzielt wird.

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Details

Title
Das Kooperative Lernen als eine Methode für das Interkulturelle Lernen
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
Bachelor Jeanette Michalak (Author)
Publication Year
2012
Pages
18
Catalog Number
V207899
ISBN (eBook)
9783656355779
ISBN (Book)
9783656356370
Language
German
Tags
kooperative lernen methode interkulturelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Jeanette Michalak (Author), 2012, Das Kooperative Lernen als eine Methode für das Interkulturelle Lernen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207899
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