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Determinanten der Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Leistungen in Deutschland

Title: Determinanten der Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Leistungen in Deutschland

Scientific Study , 2012 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: BA Sozialwissenschaften Stefanie Neidhart (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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Ungleichheiten beim Zugang zu ärztlichen Leistungen rücken verstärkt in den Vordergrund politischer Überlegungen. Nicht nur, dass der Zugang zu diesen Leistungen vermehrt durch den steigenden Ärztemangel (vgl. Kopetsch 2007) erschwert wird , erscheinen ebenso sozi-oökonomische Faktoren eine Einfluss auf die Inanspruchnahme von ärztlichen Leistungen zu haben. Die Faktoren zu beleuchten, ist für viele wissenschaftliche und politische Bereiche von Bedeutung. In der Soziologie beispielsweise können dadurch Bevölkerungsstrukturen analysiert werden und in der Politik dienen diese Fakten zur Steuerung der Gesundheitswirt-schaft und um „Kostenexplosionen“ im Gesundheitssystem zu regulieren. Gerade in einem hochentwickelten Land wie Deutschland, in dem das Gesundheitssystem sehr differenziert, komplex und eher intransparent ist, müssen Bürgerinnen und Bürger über ein hohes Maß an Wissen verfügen, um gewisse Gesundheitsleistungen überhaupt in Anspruch zu nehmen respektive die verschiedenen Möglichkeiten der Inanspruchnahme überhaupt zu kennen. Es wird deshalb angenommen, dass Personen die über einen geringeren Bildungsgrad verfügen und dadurch einen verminderten Zugang zu Informationen haben, einen Nachteil in der In-anspruchnahme von ärztlichen Leistungen haben (vgl. Reibling und Wendt 2010).

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Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG UND THEORETISCHE EINBETTUNG

1.1 EINLEITUNG

1.2 THEORETISCHE EINBETTUNG

1.2.1 HYPOTHESENGENERIERUNG

II. DATEN UND METHODE

2.1 BESCHREIBUNG DES DATENSATZES

2.2 BESCHREIBUNG DER STICHPROBENAUSWAHL

2.3 ERLÄUTERUNG DER Y-VARIABLE & UNIVARIATE DESKRIPTIVE ANALYSE

2.4 ERLÄUTERUNG DER X-VARIABLE & UNIVARIATE DESKRIPTIVE ANALYSE

2.5 ERLÄUTERUNG DER METHODE: LOGISTISCHE REGRESSION

2.5.1 MAXIMUM-LIKELIHOOD-METHODE

2.5.2 ODDS RATIO-WERTE

2.5.3 LIKELIHOOD-RATIO-TEST

III. BIVARIATE ZUSAMMENHÄNGE

IV. MULTIVARIATE ZUSAMMENHÄNGE

4.1 BINÄR-LOGISTISCHE REGRESSION (ODDS RATIO-INTERPRETATION)

4.2 INTERAKTIONSEFFEKTE

4.3 ZUSAMMENFASSUNG: MULTIVARIATE ANALYSE

V. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Leistungen in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung sozioökonomischer Determinanten. Ziel der Forschungsarbeit ist es, auf Basis des Deutschen Alterssurveys (DEAS) zu analysieren, inwieweit Bildungsniveau, Alter, Geschlecht und weitere Faktoren die Häufigkeit von Arztbesuchen beeinflussen.

  • Analyse des Einflusses des Bildungsniveaus auf die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen
  • Anwendung binär-logistischer Regressionsmodelle zur statistischen Überprüfung
  • Untersuchung von Kontrollvariablen wie Alter, Geschlecht und Erwerbsstatus
  • Identifikation von Interaktionseffekten zwischen Einkommen und Bildung
  • Bewertung der Aussagekraft der DEAS-Daten für gesundheitswissenschaftliche Fragestellungen

Auszug aus dem Buch

1.2 THEORETISCHE EINBETTUNG

Eine theoretische Grundlage zur Analyse von Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Leistungen bildet das Verhaltensmodell nach Ronald M. Andersen (1968, 1973, 1995), welches die Einflussfaktoren der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen darstellt. Im Kern des Modells befinden sich die Komponenten ‚Predisposing‘, ‚Enabling‘ und ‚Need‘ (Abb.1). ‚Predisposing‘-Faktoren (prädisponierende Faktoren) beinhalten alle Merkmale einer Person, welche sich indirekt auf die Inanspruchnahme auswirken. Dazu gehören demographische Merkmale, Sozialstruktur und Gesundheitseinstellungen. ‚Enabling‘-Faktoren sind notwendige Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von ärztlichen Leistungen (ermöglichende Faktoren). Dabei wird zwischen personenbezogenen (Vorhandensein einer Krankenversicherung) und gemeindebezogenen Ressourcen (Erreichbarkeit von Versorgungseinrichtungen) unterschieden. Unter ‚Need‘-Faktoren werden Einflüsse gekennzeichnet, die sich direkt auf die Inanspruchnahme auswirken. Dabei wird unterschieden zwischen den von der Person wahrgenommenen Bedarf und dem ärztlichen objektiven Bedarf, demnach können diese als Bedarfsfaktoren bezeichnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG UND THEORETISCHE EINBETTUNG: Einführung in die Problematik ärztlicher Leistungsinanspruchnahme und Vorstellung des theoretischen Verhaltensmodells nach Andersen.

II. DATEN UND METHODE: Beschreibung der Datengrundlage (DEAS 2008), der Stichprobenauswahl sowie der Operationalisierung der Variablen und der logistischen Regression.

III. BIVARIATE ZUSAMMENHÄNGE: Analyse des einfachen statistischen Zusammenhangs zwischen dem Bildungsniveau und der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen.

IV. MULTIVARIATE ZUSAMMENHÄNGE: Umfassende statistische Untersuchung mittels logistischer Regressionsmodelle unter Einbeziehung diverser Kontrollvariablen sowie Prüfung von Interaktionseffekten.

V. SCHLUSSBETRACHTUNG: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Diskussion über die Eignung der Datengrundlage für die Beantwortung der Forschungsfrage.

Schlüsselwörter

Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen, Ambulante Versorgung, Bildungsniveau, DEAS 2008, Binär-logistische Regression, Gesundheitsverhalten, Sozioökonomische Faktoren, Odds Ratio, Maximum-Likelihood-Methode, Gesundheitszustand, Altersgesellschaft, Multivariate Analyse, Interaktionseffekte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sozioökonomischen Determinanten, die das Verhalten von Personen in Deutschland hinsichtlich der Inanspruchnahme von ambulanten ärztlichen Leistungen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Einfluss von Bildung, Alter, Geschlecht und Einkommen auf die Häufigkeit der Arztbesuche sowie die theoretische Fundierung durch das Verhaltensmodell von Andersen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, kausale Zusammenhänge zwischen dem Bildungsstand und der ärztlichen Leistungsinanspruchnahme statistisch zu prüfen und durch Kontrollvariablen abzusichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine binär-logistische Regression eingesetzt, ergänzt durch univariate deskriptive Analysen sowie einen Likelihood-Ratio-Test zur Modellprüfung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Daten, die detaillierte methodische Herleitung der logistischen Regression, die bivariaten Analysen und die schrittweise multivariate Modellierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Inanspruchnahme, ambulante ärztliche Leistungen, DEAS, Bildungsniveau, logistische Regression und sozioökonomische Faktoren.

Welchen Einfluss hat das Alter auf die Arztbesuche?

Die Analysen zeigen, dass Personen ab 65 Jahren, insbesondere in der Altersgruppe 70 bis 79 Jahre, eine signifikant höhere Inanspruchnahme aufweisen als jüngere Personen.

Wie beeinflusst der subjektive Gesundheitszustand die Ergebnisse?

Der subjektiv bewertete Gesundheitszustand erweist sich als ein höchst signifikanter Faktor: Ein niedriger bewerteter Zustand führt zu einer deutlich höheren Inanspruchnahme von Leistungen.

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Details

Title
Determinanten der Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Leistungen in Deutschland
Course
Methoden:logistische Regression
Grade
1,3
Author
BA Sozialwissenschaften Stefanie Neidhart (Author)
Publication Year
2012
Pages
29
Catalog Number
V207910
ISBN (eBook)
9783656351603
ISBN (Book)
9783656353256
Language
German
Tags
logistische regression ungleichheiten zugang leistungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Sozialwissenschaften Stefanie Neidhart (Author), 2012, Determinanten der Inanspruchnahme ambulanter ärztlicher Leistungen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/207910
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